„Das Gesundheitsinteresse ist riesengroß, das Gesundheitswissen ist mäßig, das Gesundheitsverhalten ist miserabel.“ – Christian Morgenstern

Jeder kennt das Sprichwort „Du bist was Du isst“. An diesem Sprichwort ist aber auch tatsächlich etwas dran.

Wer viel verarbeiteten Zucker, raffinierte Kohlenhydrate und Frittiertes isst, wird früher oder später gesundheitliche Probleme wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit oder sogar Krebs bekommen.

Wer auf seinen Körper Acht gibt, also ausreichend Omega-3 Fettsäuren zu sich nimmt, regelmäßig Obst und Gemüse isst und viel Wasser trinkt, senkt das Risiko einer lebensbedrohlichen Krankheit deutlich und steigert außerdem noch die allgemeine Lebensqualität.

Einer der Hauptgründe, warum so viele Menschen unter einer schlechten Ernährung und dadurch bedingten gesundheitlichen Problemen leiden, ist Zeitmangel. Jeder kennt die Ausrede, nicht genug Zeit zu haben, sich in die Küche zu stellen, um eine ordentliche und gesunde Mahlzeit zuzubereiten.

Darüber hinaus sind viele Menschen ohne Tipps und Anleitung durch Fachkräfte überfordert, da sie nicht wissen, wo und wie sie anfangen sollen.

Hier kommt der Ernährungsberater ins Spiel! Ernährungsberater und Ernährungsberaterinnen helfen Menschen, die Schwierigkeiten dabei haben, ein gesundes Leben zu führen und den Schaden, den sie ihrem Körper bereits zugefügt haben, wieder rückgängig zu machen.

Die besten Ernährungsberater schaffen es, ihre Klienten während des Beratungsgesprächs zu ermutigen und zu einer gesunden Lebensweise zu motivieren. Zusätzlich versorgen sie ihre Klienten mit hilfreichen Tipps und gesunden Rezepten, die leicht zuzubereiten sind.

Kurz gesagt: Ernährungsberater und Ernährungsberaterinnen sind Gesundheitsexperten. Sie haben im Laufe ihrer Ausbildung gelernt, den menschlichen Körper besser zu verstehen sowie die Wirkung der Inhaltsstoffe der Nahrung auf den Körper.

Da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, gibt es mittlerweile viele Ernährungsberater und Ernährungsberaterinnen, die ohne ausreichende Qualifikation praktizieren. Das heißt, sie haben weder ein Studium der Ernährungswissenschaften absolviert noch eine entsprechend anerkannte Ausbildung zum Ernährungsberater bzw. zur Ernährungsberaterin durchlaufen.

Möchtest Du Ernährungsberater bzw. Ernährungsberaterin werden, ist es dennoch ratsam, eine von den Fachverbänden anerkannte Art der Ausbildung zu wählen. Das erhöht nicht nur Dein Ansehen in Fachkreisen, sondern auch Deine Karrierechancen. Außerdem hat die Art Deiner Ausbildung starken Einfluss auf die Höhe Deines Gehalts.

Auf Superprof findest Du deshalb Informationen rund um das Studium der Ernährungswissenschaften, aber auch wie Du ganz ohne Studium ein ausreichend qualifizierter Ernährungsberater bzw. Ernährungsberaterin werden kannst.

Stefan
Stefan
Lehrerkraft für Ernährung
89€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Rachael
Rachael
Lehrerkraft für Ernährung
5.00 5.00 (2) 20€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Maria
Maria
Lehrerkraft für Ernährung
40€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alban
Alban
Lehrerkraft für Ernährung
40€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Sonja
Sonja
Lehrerkraft für Ernährung
25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Pascal
Pascal
Lehrerkraft für Ernährung
15€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Max
Max
Lehrerkraft für Ernährung
40€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Hendrik
Hendrik
Lehrerkraft für Ernährung
34€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!

Das Ernährungswissenschaften Studium

Da die Berufsbezeichnung des Ernährungsberaters nicht geschützt ist, gibt es in diesem Berufsfeld viele Mitstreiter und Mitstreiterinnen, die ohne jegliche Berufsqualifikation praktizieren.

Die meisten Arbeitgeber bevorzugen allerdings qualifizierte Ernährungsberater und Ernährungsberaterinnen, die eine von den Fachverbänden wie dem QUETHEB e.V. anerkannte Ausbildung durchlaufen haben. Um sich gegen die unqualifizierten Mitstreiter durchzusetzen, empfiehlt es sich deshalb, mindestens einen Bachelor in Ernährungswissenschaften zu absolvieren.

Nach dem Studium bist Du Ernährungswissenschaftler bzw. Ernährungswissenschaftlerin und kannst Dich ganz einfach zum qualifizierten Ernährungsberater bzw. zur Ernährungsberaterin weiterbilden.

Die Regelstudienzeit für den Bachelor in Ernährungswissenschaften beträgt sechs Semester, also drei Jahre. Studienabschluss ist ein Bachelor of Science. Der Masterstudiengang dauert weitere vier Semester, also zwei Jahre und resultiert in einem Master of Science.

Worum geht es in diesem Studiengang?

Das Ernährungswissenschaften Studium ist ein Studium der Ernährung. Im Rahmen des Studiums beschäftigen sich die Studierenden deshalb mit verschiedenen Aspekten, die in Zusammenhang mit der menschlichen Ernährung stehen. Das umfasst beispielsweise den Einfluss von Nahrung auf den menschlichen Stoffwechsel, den Erhalt der menschlichen Gesundheit sowie die Erforschung von Krankheiten wie Diabetes und Krebs.

Beim Studium der Ernährungswissenschaften handelt es sich um einen interdisziplinären Studiengang mit stark naturwissenschaftlicher und biomedizinischer Ausrichtung. Neben der Lebensmittelwissenschaft beschäftigen sich die Studierenden unter anderem mit Aspekten der Biomedizin, Humanmedizin und Public Health.

Das Ernährungswissenschaften Studium ist ein von mehreren Möglichkeiten Ernährungsberater zu werden.
Nach dem Ernährungswissenschaften Studium bist Du Ernährungswissenschaftler bzw. Ernährungswissenschaftlerin. Möchtest Du gerne in der Ernährungsberatung arbeiten, kannst Du Dich ganz einfach weiterbilden. | Quelle: Pixabay

Wie ist das Studium der Ernährungswissenschaften aufgebaut?

Die konkreten Inhalte sowie der genaue Aufbau und Ablauf des Studiums hängt natürlich von der jeweiligen Universität oder Fachhochschule ab, denn die Studieninhalte und Schwerpunkte können variieren.

Grundsätzlich gilt, die ersten zwei Semester dienen der Vermittlung von Grundlagen, in den darauf folgenden zwei Semestern wird auf diesen Grundlagen aufgebaut und vertieft. Die beiden letzten Semester dienen der weiteren Vertiefung, aber auch der Schwerpunkt-Setzung.

So könnte ein Studienaufbau zum Beispiel aussehen:

  • 1.-2. Semester: Vermittlung von Grundlagenwissen aus Biologie, Chemie, Mathematik und Physik sowie der Humanernährung.
  • 3.-4. Semester: Vertiefung der Grundlagen und Ergänzung mit Inhalten aus den Biowissenschaften, der Medizin, der Lebensmittelwissenschaft und dem Public Health and Nutrition.
  • 5.-6. Semester: Vertiefung eines ernährungswissenschaftlichen Schwerpunkts abhängig von den Interessen des Studierenden.

Wo kann ich Ernährungswissenschaften studieren?

Das Ernährungswissenschaften Studium wird an vielen Universitäten deutschlandweit angeboten. So zum Beispiel an der Universität Gießen, der Universität Jena, der Universität Kiel, der Universität Hohenheim oder der Technischen Universität München.

Es gibt aber auch die Möglichkeit eines Fernstudiums, beispielsweise an der internationalen Hochschule IUBH. Das ermöglicht Dir flexibel in Deinem Tempo, an Deinem Ort und zu Deiner Zeit zu studieren. Entscheidest Du Dich für ein Fernstudium, ist es wichtig, sicherzustellen, dass die jeweilige Hochschule staatlich anerkannt und akkreditiert ist.

Das Ernährungswissenschaften Studium wird als klassisches Bachelor-Studium, aber auch als Duales Studium oder Fernstudium angeboten.
Das tolle am Fernstudium ist, dass Du ganz einfach von daheim und neben dem Beruf Ernährungsberater werden kannst. | Quelle: Unsplash

Welche beruflichen Perspektiven habe ich als Ernährungswissenschaftler bzw. Ernährungswissenschaftlerin nach dem Studium?

Die Berufsmöglichkeiten für Absolventen und Absolventinnen der Ernährungswissenschaften sind wirklich sehr vielfältig. Mögliche Berufsfelder sind zum Beispiel:

  • Akademische und industrielle Forschung und Entwicklung
  • Lehrtätigkeit (Universität, Industrie, Selbstständigkeit)
  • Ernährungsberatung (nach entsprechender berufsbegleitenden Weiterbildung)
  • Lebensmittelindustrie (Qualitätskontrolle, Produktentwicklung und -vermarktung)
  • Beratung privater und öffentlicher Träger des Gesundheitswesens
  • Fachjournalismus
  • Und vieles mehr

Das Ernährungsberater Studium

Nachdem Du das Studium der Ernährungswissenschaften erfolgreich beendet hast, kannst Du Dich zum Ernährungsberater bzw. zur Ernährungsberaterin fortbilden. Das geht neben dem Beruf im Fernstudium, aber auch in Vollzeit- und Teilzeitlehrgängen.

Solche Fortbildungen dauern nur wenige Monate und werden beispielsweise von der SGD Fernschule oder der Laudius Akademie angeboten.

Möchtest Du Ernährungsberater bzw. Ernährungsberaterin werden, das Ernährungswissenschaften Studium reizt Dich allerdings überhaupt nicht, kannst Du auch den direkten Weg nehmen und Ernährungsberatung auf Bachelor studieren.

Inhalte, Ablauf und Länge des Studiums hängen vom jeweiligen Bildungsinstitut sowie dem Studienmodell ab, also ob Du die Form des klassischen Bachelor-Studiums oder ein Dualen Studiums wählst.

  • Klassisches Bachelor-Studium: Die SRH Hochschule für Gesundheit bietet beispielsweise den Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und Ernährungsberatung an. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester, also drei Jahre, und der angestrebte Abschluss ist ein Bachelor of Science.
  • Duales Studium: Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ist eine Hochschule, die das Ernährungsberater Studium in Form eines Dualen Studiums anbietet. Das ist eine Kombination aus betrieblicher Ausbildung und einem Fernstudium mit Präsenzphasen. Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester mit insgesamt 66 Tagen Präsenzunterricht. Mit Abschluss des Studiums erhalten die Studierenden einen Bachelor of Arts.

Beide Studienmodelle sind staatlich anerkannt und akkreditiert, unterscheiden sich jedoch in ihren jeweiligen Schwerpunkten. Während das klassische Bachelor-Studium stark naturwissenschaftlich geprägt ist, ist das Duale Studium deutlich praxisorientierter.

Um Ernährungsberater zu werden, muss man nicht erst Ernährungswissenschaften studieren, man kann auch direkt ein Ernährungsberater Studium wählen.
Auch das Ernährungsberater Studium kannst Du bequem von zuhause als Fernstudium absolvieren. | Quelle: Visualhunt

Wo Du als Ernährungsberater bzw. Ernährungsberaterin arbeiten kannst, hängt eng mit Deiner Qualifikation und damit auch mit Deiner Ausbildung zusammen. Bevor Du Dich für einen Ausbildungsweg entscheidest, solltest Du Dir also nicht nur Gedanken über Deine persönlichen Interessen und Studienschwerpunkte machen, sondern auch darüber, wie und wo Du gerne als Ernährungsberater bzw. Ernährungsberaterin arbeiten möchtest.

Ähnliche Studiengänge

Neben dem Studium der Ernährungswissenschaften gibt es auch noch andere Studiengänge und Ausbildungen, bei denen sich eine Weiterbildung zum Ernährungsberater bzw. zur Ernährungsberaterin anbietet.

Dazu gehören:

  • Ökotrophologie: Neben den naturwissenschaftlichen Themengebieten, die auch Teil des Ernährungswissenschaften Studiums sind, werden im Studiengang der Ökotrophologie auch soziale- und wirtschaftswissenschaftliche Aspekte behandelt.
  • Ernährungsmanagement und Diätethik: Auch der Studiengang Ernährungsmanagement und Diätethik ähnelt dem klassischen Ernährungswissenschaften Studium sehr stark, ist aber deutlich anwendungsorientierter. Das Ernährungsverhalten der Menschen sowie die Rolle der Ernährung für die Erhaltung der Gesundheit rücken besonders in den Mittelpunkt der Ausbildung.
  • Ausbildung Diätassistent/in: Diätassistenten und Diätassistenten sind Experten rund um Ernährung. Sie kennen sich bestens mit den wichtigsten Nährstoffen aus, wo sie enthalten sind, wie viele der menschliche Körper benötigt und wofür er diese Nährstoffe braucht.

Das ist lediglich eine kleine Auswahl an Ausbildungen, die wie das Studium der Ernährungswissenschaften eine optimale Grundlage für eine Weiterbildung zum Ernährungsberater bzw. zur Ernährungsberaterin bieten.

Ernährungsberater werden ohne Studium

Da die Berufsbezeichnung Ernährungsberater wie bereits erwähnt nicht geschützt ist und es keine staatlich geregelte Ausbildung gibt, kannst Du allerdings auch ganz ohne Studium ein qualifizierter Ernährungsberater bzw. eine qualifizierte Ernährungsberaterin werden.

Zum Beispiel indem Du Dich im Fernstudium zum Ernährungsberater bzw. zur Ernährungsberaterin ausbilden lässt. Das Fernstudium zum Ernährungsberater ist kein Studium im klassischen Sinne. Es handelt sich dabei um einen Fernlehrgang über wenige Monate.

Über ein Fernstudium Ernährungsberater werden? Ja!
Wem Studieren nicht so liegt, der kann auch über eine entsprechend anerkannte Ausbildung qualifizierter Ernährungsberater werden. | Quelle: Visualhunt

Mit Abschluss dieses Fernlehrgangs erlangten die Absolventen und Absolventinnen keinen Bachelor-Abschluss, sondern ein Abschlusszertifikat. Der Abschluss ist staatlich anerkannt, aber deutlich weniger umfangreich als ein Bachelor-Abschluss.

Entscheidest Du Dich für einen Fernlehrgang, ist es besonders wichtig, die Seriosität des jeweiligen Anbieters zu überprüfen. Zu den etablierten Schulen gehören unter anderem das ILS, die SGD und das BTB.

Außerdem solltest Du nicht vergessen, dass die Berufsmöglichkeiten und Karrierechancen von Ernährungsberatern und Ernährungsberaterinnen ohne Hochschulabschluss nicht die gleichen sind.

Hast Du Dich entschieden Ernährungsberater bzw. Ernährungsberaterin zu werden, gibt es also einiges worüber Du Dir Gedanken machen solltest, bevor Du Dich für einen Ausbildungsweg entscheidest.

Welche Art der Ausbildung für Dich am besten ist, hängt stark von Deinen persönlichen Interessen ab, aber auch davon, in welchem Berufsfeld Du später tätig sein möchtest, wie viel Du verdienen möchtest und wie wichtig Dir Aufstiegsmöglichkeiten in Deiner Karriere sind.
Hat Dir dieser Beitrag gefallen, lies Dir auch die weiteren Artikel  zum Thema Ernährungsberatung durch. Dort erfährst Du zum Beispiel wie Du als Ernährungsberater bzw. Ernährungsberaterin Kunden werben kannst oder was Du über die Spezialisierung zum Sport-Ernährungsberater wissen solltest.

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für d'Ernährung?

Dir gefällt unser Artikel?

5,00/5, 1 votes
Loading...

Jana