1990 veröffentlichte der britische Autor Terry Pratchett den zehnten Teil seiner Scheibenwelt-Serie mit dem Titel Moving Pictures.
Verschlagene Alchimisten schaffen einen explosiven Film, der in einem bestimmten Licht die Handlung offenbart - als ob das Publikum eine Live-Bewegung beobachten würde.
Was sie nicht wussten, war, dass die Fähigkeit, bewegte Bilder zu erzeugen, nicht neu war, und am Höhepunkt der Erzählung versuchten Giganten - Götter der früheren Filmära - in das aktuelle Multiversum einzudringen.
In epischer Manier kämpfen die Sterne gegen bösartige, längst verstorbene Leinwandikonen, die nur noch einmal die Liebe ihres Publikums spüren wollen.
Schade, dass Pratchetts Idee der Filmindustrie von Hollywood und nicht Frankreich bestimmt ist, denn das französische Kino ist der US-amerikanischen Filmindustrie um einige Jahre voraus…
Angesichts von Hollywood-Blockbustern, der japanischen Anime-Industrie und der Filme aus Hongkong - zu denen man noch die Filme vom chinesischen Festland hinzufügen könnte - scheinen die Produktionen der Studios in Frankreich kaum Beachtung finden.
Das könnte daran liegen, dass sie nur einen Bruchteil ihres Jahresertrags exportieren.
Wahrscheinlich habt Ihr also das Beste, was die französische Filmindustrie zu bieten hat, noch nicht genießen können. Vielleicht ist Euch auch garnicht bewusst, wie groß der Beitrag ist, den Frankreich zur Kinowelt geleistet hat.
Heute möchten wir Euch über einige Fakten des französischen Filmschaffens und seinen Platz in der Geschichte des Kinos aufklären.
Die ersten Versuche
Es waren die passend genannten Gebrüder Lumière, die 1895 ihren Kinematographen patentierten, ein Gerät, das nicht nur die Aufzeichnung von Bildern auf bewegtem Film, sondern auch die Projektion dieser Bilder auf eine Leinwand ermöglichte.
Sie waren damit dem Kinetoskop von Thomas Edison um einige Jahre voraus, das denselben perforierten Film verwendete, den der französische Erfinder Louis Le Prince patentiert hatte und der verwendet wurde, bis sich die Video- und später die Digitaltechnik durchsetzte.
Während das Gerät des amerikanischen Erfinders, das den Spitznamen Peepshow trug, es nur einer Person ermöglichte, die beiliegende Filmrolle zu betrachten, konnte bei der Erfindung der Gebrüder Lumière ein ganzes Publikum die von ihnen geschaffenen visuellen Festlichkeiten genießen.
Stellen Euch vor, Ihr geht mit der Familie in den neuesten Zeichentrickfilm und müsst Schlange stehen, bis Ihr an die Reihe kommt!
Wir sind den französischen Erfindern also sehr dankbar für ihre Bemühungen, den Massen Unterhaltung zu bieten.

Ironischerweise sahen die Erfinder selbst, nachdem sie von der Gesellschaft für Industrie in Paris ausgezeichnet worden waren und sogar ein wenig Geld von neugierigen Mäzenen erhalten hatten, keine Industrie im Film, sondern hielten ihn für eine vorübergehende Laune.
“Das Kino ist eine Erfindung ohne Zukunft.” Louis Lumière
Oh, wenn er nur wüsste!
Es war Georges Méliès, der als erster begriff, dass der Film eine Form des künstlerischen Ausdrucks ist.
Als ehemaliger Bühnenmagier kannte er alle Tricks, um eine Bühne zu verschönern und Illusionen zu schaffen. Er setzte sein Talent in die Tat um und eröffnete ein Filmstudio in Paris.
Er schuf fantasievolle Filme, darunter 1902 die erste Science-Fiction-Saga der Welt mit dem Titel Eine Reise zum Mond. Insgesamt produzierte das Studio von Méliès über 500 Filme, einige davon in Farbe.
In jenen frühen Tagen bot der Film nur Kontrast, keine Farbe. Daher musste jedes Bild sorgfältig ausgemalt werden, um der Handlung auf dem Bildschirm mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Wie man sich vorstellen kann, war die Produktion solcher Unterhaltung mit erheblichem Aufwand verbunden. Man könnte sich sogar fragen, wie diese Filme jemals das Licht der Welt erblicken konnten, wenn so viel Zeit im Studio verbracht wurde.
Vielleicht kennt Ihr die Namen Pathé und Gaumont, die allerersten Filmvertreiber, deren Unternehmen noch heute existieren.
Der Leiter des Studios, Léon Gaumont, engagierte eine gewisse Alice Guy, eine Visionärin in der Welt des Filmemachens, die ungewöhnlich begabt darin war.
Alice Guy gilt als die erste weibliche Filmregisseurin der Welt und als Erfinderin des Konzepts der Filmerzählung.
Die Pathé-Studios, wollten gleich mitziehen und entdeckten den ersten internationalen Filmstar der Welt: Max Linder.
Er beging in jungen Jahren Selbstmord, indem er Barbiturate trank, Morphium spritzte und sich die Pulsadern aufschnitt - ein tragisches Muster, das die Branche seither plagt.
Ein weiteres, sich oft wiederholendes Muster berühmter Filmstars, das er initiiert hat, ist die Änderung eines weitaus umständlicheren Geburtsnamens in einen einprägsameren Künstlernamen.
Nachdem wir nun eindeutig feststellen konnten, dass das Kino, wie wir es kennen, in Frankreich geboren wurde, wollen wir uns nun die herausragenden Persönlichkeiten jeder Epoche des französischen Films ansehen.
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Epochen des französischen Films
Die stillen Jahre
Vor dem Ersten Weltkrieg war Frankreich führend in der Filmindustrie, während Amerika weit hinterherhinkte. Die Verknappung des Filmmaterials in Verbindung mit dem Krieg veranlasste Frankreich jedoch, ihre Bemühungen um die Schaffung von Kinoknüllern zurückzufahren.
Als der Frieden erklärt wurde, hatten die amerikanischen Kinokassen die französischen bereits überholt.
Die nächste Welle der französischen Filmproduktion legte den Grundstein für das, was heute als Autorentheorie bezeichnet wird: eine Person hat die vollständige Kontrolle über die kreative Leitung.
Abel Gance inszenierte das Autorenfilmepos Napoleon, ein sechsstündiges Meisterwerk, das als größter Stummfilm aller Zeiten gilt.
Weitere visionäre Namen dieser Zeit sind:
- Marcel L’Herbier
- Jean Epstein
- Germaine Dulac
- René Clair
- Jacques Feyder
- Louis Delluc
- Raymond Bernard

Historiendramen und Literaturverfilmungen waren zu dieser Zeit die vorherrschenden Genres, wie Fescourts Les Misérables zeigt.
Nicht alle großen französischen Filme dieser Zeit wurden von Franzosen oder Französinnen gedreht.
La Passion de Jeanne d'Arc (Die Passion der Jungfrau von Orléans), einer der kulturell bedeutendsten Filme Frankreichs, wurde vom dänischen Filmemacher Theodor Dreyer inszeniert.
Mit dem internationalen Aufschwung des französischen Films kamen auch zahlreiche Schauspieler*innen, Produzent*innen und Cutter*innen aus anderen Ländern nach Frankreich, um in der Branche Fuß zu fassen.
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Die 1930er Jahre
Dieses Jahrzehnt läutete die Ära des Tons ein. Einigen bis dahin erfolgreichen Filmemacher*innen fiel es schwer, sich an diese neue Technologie anzupassen. Andere, wie Jean Renoir, nahmen die Herausforderung an und setzten sich durch.
Abseits der Leinwand war das Leben hart, und so genossen die Menschen die Erholung, die eine Stunde in einem schummrigen Kino bringen konnte.
Sie genossen solche Titel wie:
- La Femme du boulanger (Die Frau des Bäckers)
- L’Atalante (Atalante)
- La Belle Équippe (Zünftige Bande)
- La Bête Humaine (Bestie Mensch)
- Pépé le Moko (Pépé le Moko - Im Dunkel von Algier)
Der herausragende Film dieser Epoche ist sicherlich La Règle du Jeu (Die Spielregel), Renoirs Satire über das französische Klassensystem.
Übrigens: In diesem Jahrzehnt trat die unvergleichliche Danielle Darrieux zum ersten Mal auf der Leinwand in Erscheinung. Seitdem wirkte sie in mehr als 110 Filmen mit, in einer Karriere, die sich über 80 Jahre erstreckte.
Um besser mit Hollywood konkurrieren zu können, schlossen sich die deutsche und die französische Filmproduktion zusammen, auch wenn die Politik der beiden Länder bei weitem nicht so kooperativ war.
Das dunkle Jahrzehnt
Der Zweite Weltkrieg legte alle Formen der Unterhaltung in Europa und der ganzen Welt in Schutt und Asche.
Die Invasoren Frankreichs verlangten jedoch nach Unterhaltung, und so wurden einige Filme gedreht, darunter L'Assassinat du Père Noël (Mord am Weihnachtsabend) und La Main du diable (Die Teufelshand).
Waren diese Titel die künstlerische Version eines Mittelfingers gegenüber den Unterdrückern?
Auch nach der Befreiung Frankreichs machte die strenge Rationierung von allem, einschließlich des Stroms, die französische Filmproduktion praktisch zunichte. Dennoch gab es ein paar Schätze…

Habt Ihr Die Schöne und das Biest gesehen? Welche Version?
Jean Cocteaus Meisterwerk von 1946 wird heute als einer der einflussreichsten französischen Filme aller Zeiten gefeiert.
Im selben Jahr fanden in Cannes die ersten Filmfestspiele statt, um vergangene Errungenschaften der Filmkunst zu feiern und künftige Bestrebungen zu fördern.
Doch nicht alles in dieser Zeit war Zauber und Freude.
Als Dank für die Befreiung durch die USA erklärte sich Frankreich bereit, weit mehr amerikanische als französische Filme zu zeigen, was die Beliebtheit des französischen Kinos für einige Jahre ausbremste.
Angesichts der Flut an importierten Filmen war es den französischen Kinobesucher*innen bald egal, dass das meiste, was sie sahen, wenig mit der französischen Kultur oder Geschichte zu tun hatte.
Um dem Einhalt zu gebieten, führte die französische Regierung eine Steuer auf jede gekaufte Kinokarte ein, was dazu führte, dass die Filmindustrie in Frankreich stark vom Staat subventioniert wurde, ein Zustand, der bis heute anhält.
Zwischenzeitlich
Die Regisseure Jacques Tati, Robert Bresson, Jean-Pierre Melville und Jacques Becker vertraten alle das Konzept des Autorenfilms von François Truffaut, wonach das fertige Produkt das Ethos des Regisseurs oder der Regisseurin widerspiegeln sollte.
Aus diesem Grund scheint der französische Film der 1950er Jahre ganz neue Kategorien zu nutzen: Drama, Gangster, Thriller, Komödie...
Die französische Neue Welle
Ende der 50er bis Ende der 1960er Jahre konnte sich das französische Kino befreit von den Fesseln der amerikanischen Filmgesellschaften entwickeln.
Zu dieser Zeit lehnten die französischen Filmemacher Historienfilme zugunsten eines poetischen Realismus ab und bestätigten damit Truffauts Argument, dass der Inhalt von Filmen in der Tat allein von den Idealen des Regisseurs abhängt.
Zu den Perlen aus dieser Zeit gehören:
- Les Quatre Cents Coups (Sie küßten und sie schlugen ihn)
- À bout de souffle (Außer Atem)
- Hiroshima mon Amour
- Le Mépris (Die Verachtung)
- Pierrot le Fou (Elf Uhr nachts)
Diese Nouvelle Vague erlebte eine Explosion von Talenten! Zu den herausragenden französischen Schauspieler*innen dieser Zeit gehören:
- Alain Delon
- Brigitte Bardot
- Jean-Paul Belmondo
- Catherine Deneuve
- Claude Jade
- Stephanie Audran
Diese und andere Talente bestimmten die Landschaft des französischen Kinos während seiner Entwicklung in die Moderne.

Um Euer Wissen über das französische Kino zu vervollständigen, lohnt es sich, die zehn besten Filme Frankreichs zu entdecken.
Heute halten wir es für selbstverständlich, dass ein paar Euro und eine Tüte Popcorn uns unsagbare Wunder auf der großen Leinwand garantieren.
Dennoch sollten wir, ähnlich wie Terry Pratchetts Scheibenwelt-Figuren, die Ursprünge dieser Magie nicht vergessen.
Nicht, dass uns in nächster Zeit klapprige Leinwandgötter verfolgen werden…
Die besten französischen Filme für Euren nächsten Filmabend!
Klar, in einer durch und durch amerikanisierten Welt schauen auch viele Deutsche meist nur Hollywood-Blockbuster! Dabei verpassen wir jedoch wirklich etwas, denn einige der französischen Filme, die im Laufe der Jahrzehnte produziert wurden, sind auf ihre Art absolut brillant.
Viele Französischlehrer*innen wollen ihre Liebe zu französischen Filmen weitergeben, indem sie Filme wie Amélie, La Haine und Le Dîner des Cons in ihren Unterricht einbeziehen, aber das sind nicht nur irgendwelche Schulfilme, sondern ziemlich starke, clevere und witzige Kunstwerke!
Ein Problem ist natürlich auch, dass Untertitel und Synchronisation es uns zwar ermöglichen, in den Film einzutauchen, ohne dass wir versuchen müssen, dem Film auf Französisch zu folgen, aber in der Übersetzung zwangsläufig etwas verloren geht. Das bedeutet, dass viele französische Filme nur Kinobesucher*innen vorbehalten sind, die auf der Suche nach etwas Neuem und Einzigartigem sind.
Laut dem Guardian hat das französische Kino in Großbritannien in letzter Zeit einen Boom erlebt.
Im Jahr 2011 lag der Marktanteil französischer Filme im Vereinigten Königreich bei 1,8 %, mit knapp über 3,1 Mio. verkauften Eintrittskarten und 49 gesehenen Filmen. Der erfolgreichste war Potiche mit Catherine Deneuve und Gérard Depardieu in den Hauptrollen.
In Deutschland erfreut sich der französische Film sogar einer noch größeren Beliebtheit: Hier liegt der Marktanteil regelmäßig zwischen 3 und 8%. 2019 starteten beispielsweise 68 französische Filme in den deutschen Kinos und zogen 3,5% der Besucher*innen zu sich!
Schauen wir uns also die französischen Filme an, die in Deutschland am besten angekommen sind! Es folgt die Top 10, aufsteigend angeordnet nach der Besucherzahl des jeweiligen Films in Deutschland, per Kino.de:
Platz 10: 8 Frauen (1.429.767 Besucher*innen in Deutschland)
“In der französischen Filmkomödie spielen einige der bekanntesten Schauspielerinnen unseres Nachbarlandes mit, darunter Catherine Deneuve, Danielle Darrieux, Fanny Ardant und Isabelle Huppert. Gespickt mit Krimi–, Melodram– und Musical-Elementen gehört der Film zu den 10 erfolgreichsten Streifen aus dem Jahr 2002 und gewann gleich mehrere Auszeichnungen. Mehr als eine Millionen deutsche Zuschauer verfolgten im Kino die mörderische Bescherung der „8 Frauen“ auf dem verschneiten Familienlandsitz. Bei der illustren Feier kommt heraus, dass jede von ihnen ein Geheimnis hat und für den Mord an Familienoberhaupt Marcel in Frage kommen würde. Doch welche ist es?”
Platz 9: Die Reise der Pinguine (1.467.392 Besucher*innen in Deutschland)
“Diese Dokumentation gewährt fantastische Einblicke in die Welt der Kaiserpinguine in der Antarktis. Es ist das Regiedebüt des französischen Filmemachers und Antarktisforscher Luc Jacquet. In beeindruckenden Bildern dokumentiert er die faszinierende Reise der kleinen Vögel auf einzigartige Art und Weise. Die possierlichen Tiere bekamen menschliche Stimmen, wodurch die Zuschauer an ihren Emotionen teilhaben konnten. Das Ergebnis beeindruckte die Kinobesucher in Deutschland so sehr, dass der Film in unserem Ranking auf Platz neun landet.”
Platz 8: Asterix bei den Olympischen Spielen (1.574.238 Besucher*innen in Deutschland)
“„Astérix aux Jeux Olympiques“ – allein der Originaltitel klingt schon majestätisch und leicht hochtrabend. Die Realverfilmung des Asterix-Comics der beiden Regisseure Frédéric Forestier und Thomas Langmann zählt mit einem Budget von ca. 78 Millionen Euro zu den teuersten Produktionen Europas. Es wurden anscheinend weder Kosten noch Mühen gescheut. Dementsprechend prominent ist auch der Cast: Gérard Depardieu, Alain Delon, Clovis Cornillac, Michael „Bully“ Herbig, Alan Delon sind dabei, und sogar Sportstars wie Zinédine Zidane und Michael Schumacher gaben sich die Ehre. Gedreht wurde übrigens in Spanien und Marokko. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Komödie lockte in Deutschland über 1,5 Millionen Leute in die Kinos.”
Die deutschen Übersetzungen der Asterix-Filme sind gut gelungen. In Originalsprache sind sie aber noch viel besser. Mit Hilfe von Französisch Nachhilfe kannst du deine Sprachkenntnisse verbessern.
Platz 7: Asterix & Obelix: Mission Kleopatra (1.621.762 Besucher*innen in Deutschland)
“Noch ein klein wenig erfolgreicher lief die zweite Realverfilmung „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“ mit Christian Clavier und Gérard Depardieu in den Hauptrollen. Auch hier ließen sich die Franzosen finanziell nicht lumpen. Der Streifen galt bis zum Starttermin 2002 als die teuerste, nicht-englischsprachige Produktion in der europäischen Filmgeschichte. Tricktechnisch aufwändig inszenierte Szenen, ein Star-Ensemble und viel Humor runden das Gesamtpaket ab.”
Platz 6: Willkommen bei den Sch’tis (2.342.737 Besucher*innen in Deutschland:)
“Mit über 20 Millionen Besuchern ist diese Komödie der erfolgreichste Film Frankreichs. Die Deutschen scheinen den Humor ebenfalls zu mögen, denn hierzulande verzeichnete die Produktion über 2,3 Millionen Besucher. Verantwortlich dafür ist Komiker Dany Boon, der neben der Hauptrolle auch die Regie innehatte. Die Vorurteile der Südfranzosen gegenüber ihren nordischen Landsmännern wird auf herrlich ironische Weise dargestellt und soll dem Bild von der Rückständigkeit der Region entgegentreten. Ausschlaggebend ist natürlich der Akzent und deshalb wurde für die deutsche Synchronisation eigens ein Dialekt erfunden.”
Platz 5: Monsieur Claude und seine Töchter (2.470.674 Besucher*innen in Deutschland)
“Mit über zwei Millionen begeisterten Kinogängern landen „Monsieur Claude und seine Töchter“ auf Platz sechs – Tendenz steigend. Die lustige Familienkomödie läuft seit dem 24.07.2014 in unseren Kinos und avancierte seitdem zum Exportschlager der Trikolore. Auf charmante Weise wird in der Multikulti-Komödie die Toleranz des patriarchalischen Notars Claude und seiner sanften Gattin auf die Probe gestellt. Seine Töchter scheinen alle ein Faible für fremde Kulturen zu haben, dabei wünscht sich der Herr Papa doch nichts sehnlicher, als einen französischen Katholiken. Als auch nun die jüngste Tochter einen zwar tief-katholischen, aber schwarzen Verlobten anschleppt, scheint das Gefühlschaos perfekt.”
Platz 4: Die fabelhafte Welt der Amélie (3.213.332 Besucher*innen in Deutschland)
“Nicht nur die Franzosen lieben diesen Film: „Die fabelhafte Welt der Amélie“ räumte in Europa unzählige Filmpreise ab und war ein enormer Hit an den Kinokassen. Dass dieses warmherzige Werk nicht in den offiziellen Wettbewerb der Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2001 aufgenommen wurde, ist nach wie vor ein Skandal. Die Reaktion von Regisseur Jean-Pierre Jeunet hatte was: Er zog den Filmstart einfach vor und ließ die Komödie parallel zum Festival laufen. Geschadet hat diese Maßnahme nicht, allein bei uns ließen sich über drei Millionen Menschen von Amélie Poulain verzaubern.”
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Platz 3: Das fünfte Element (3.331.943 Besucher*innen in Deutschland)
Ein Klassiker von Frankreichs Star-Regisseur Luc Besson. „Das fünfte Element“ war 1997 ein echter Zuschauermagnet. Mit weltweit über 260 Millionen Dollar Einnahmen ist der Blockbuster einer der kommerziell erfolgreichsten Spielfilme aller Zeiten im europäischen Raum. Drehbuchautor Besson hatte die Geschichte schon als 16-jähriger Teenager im Kopf und schrieb damals auch am ersten Roman zum Film. Milla Jovovich und Bruce Willis sorgen in dem Actionspektakel als ungleiches Duo für rasantes Sci-Fi-Vergnügen vom Feinsten.
Platz 2: Asterix & Obelix gegen Cäsar (3.568.496 Besucher*innen in Deutschland)
“Claude Zidis Werk ist die erste Realverfilmung der „Asterix & Obelix“-Reihe. Allerdings basiert sie auf keinem bestimmten Comic. Wer die gezeichnete Vorlage kennt, merkt schnell, dass der Regisseur einige Elemente aus den Bänden in seine Produktion einfließen ließ. So wirkt der Zaubertrank im Film nur einige Minuten statt einige Stunden. Hauptdarsteller Christian Clavier, Gérard Depardieu, Roberto Benigni, Gottfried John und Laetitia Casta sind nur einige prominente Namen des hochkarätigen Casts. Die erfolgreichste aller Asterix-Realverfilmungen kommt mit 3,5 Millionen Kinofans auf einen fantastischen zweiten Platz in unserem Ranking.”
Platz 1: Ziemlich beste Freunde (9.000.539 Besucher*innen in Deutschland)
“Sagenhafte neun Millionen Zuschauer konnte diese einfühlsame Komödie in die Kinosäle locken. Die einzigartige Freundschaft zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, berührte die Herzen der Besucher und bescherte dem Film mit großem Vorsprung den ersten Platz in unserer Liste der in Deutschland erfolgreichsten französischen Filme. In den Hauptrollen glänzen François Cluzet als pflegebedürftiger Adliger und Omar Sy als arbeitsloser Draufgänger mit großer Klappe. Im Mittelpunkt steht nicht die Story, sondern vielmehr die Figuren und ihre gemeinsamen Momente und Erlebnisse. Erfrischend frecher Humor und französischer Charme par excellence.”
Wo kann man französische Filme in Deutschland sehen?
Wie Ihr sicher wisst, könnet Ihr viele Filme aus dem Internet herunterladen (oft kostenpflichtig), um sie auf Ihrem Laptop oder Computer anzuschauen, oder sie auf Netflix finden. Auf der Website von Netflix findet Ihr eine Liste französischer Filme, die gerade ausgestrahlt werden.
Ansonsten gibt es in fast jeder größeren Stadt ein Kino, dass auf Hollywood-Blockbuster verzichtet und sich eher einem internationalen vielfältigen Angebot widmet, darunter eben auch verschiedene Filme aus Frankreich. Hier müsst Ihr einfach im Programm nachschauen, was gerade so läuft.
Darüber hinaus gibt es in manchen Städten auch jährliche französische Filmwochen oder Filmtage, die den Beitrag Frankreichs zur Kinowelt zelebrieren und dem deutschen Publikum näher bringen.
So findet in Berlin normalerweise (also außerhalb der Pandemie) die französische Filmwoche statt, während in Bonn die französischen Filmtage und auch in Städten wie Hamburg, Leipzig und Tübingen ähnliche Angebote zu finden sind.
Kleiner Tipp: Googlet einfach mal “französische Filme + [Eure Stadt]”, um zu erfahren, was gerade so in Eurer Umgebung in den Kinos läuft! Mit etwas Glück findet Ihr sogar eine Aufführung die den französischen Film in Originalversion mit deutschen Untertiteln zeigt! So kann man auch Französisch lernen Berlin oder sich auf die Französisch Nachhilfe vorbereiten.










jeder größeren Stadt ein Kino, dass auf Hollywood-Blockbuster