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Man macht sich oft ein ganz falsches Bild vom Gitarre Lernen

Superprof Blog DE > Musik > Gitarre > 6 Irrtümer über das Gitarre Spielen

Die Gitarre ist ein sehr populäres Instrument – Geschlecht und Alter sind da ganz egal.

Oft fangen Teenager damit an, einfach, weil sie Lust darauf haben oder, um den Mädels zu gefallen.

Spätestens im Erwachsenenalter haben wir wohl alle schon mal davon geträumt, unsere eigene Band zu gründen und ein Gitarrensolo vor einem ekstatischen Publikum zu spielen, oder? 😉

Wir würden unser Fetisch-Instrument sogar kaputt machen, nur um cool zu wirken!

Kurz gesagt, die vielseitige Gitarre hat sicher noch eine rosige Zukunft vor sich.

Trotzdem lassen sich Viele zu einfach dazu zu verleiten, Weisheiten Glauben zu schenken, die mit „Man sagt ja, dass…“ oder „Ein Freund von mir hat gesagt, dass…“ beginnen und werden damit vom Gitarre Lernen abgehalten.

Anstatt eines langen Diskurses über den Reichtum und die Klasse dieses Instruments werden wir 6 Mythen über die Gitarre entlarven, die wir darüber gehört haben.

Eine musikalische Vorbildung ist notwendig, um das Gitarre Spielen zu lernen

Gitarrenlehrer und Profi-Musiker sind sich einig: Nein, Ihr müsst nicht zwingend eine musikalische Vorbildung genossen haben, um Gitarre Spielen Lernen zu können.

Es wird einfach nur angeraten. Tatsächlich ist die Gitarre eines der wenigen Instrumente, bei denen es nicht nötig ist, das Lernen mit einem Theoriekurs anzufangen.

Bei der Gitarre haben wir, was die Profis Tabulaturen nennen. Dies ist ein Dokument, auf dem Ihr die genaue Abschrift der mechanischen Bewegung Eurer Hände sehen könnt.

Davon könnt Ihr ableiten, wo genau Ihr Eure Finger hinsetzen müsst, um die verschiedenen Noten zu spielen, die Eure Melodie bilden. So könnt Ihr sofort anfangen, zu spielen, ohne unbedingt vorher einen Theoriekurs gemacht zu haben – im Gegensatz zu anderen Instrumenten.

Dafür müsst Ihr nichts weiter tun, als die angezeigten Gesten auf Eurer Tablatur nachzumachen, ohne Euch weitere Fragen zu stellen.

Trotz allem: Wenn Ihr Euch dem Instrument ganz und gar hingeben wollt, müsst Ihr Euch irgendwann die Grundlagen der Musiktheorie aneignen.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens könnt Ihr Euch damit leichter mit anderen Musikern austauschen, wenn Ihr in einer Gruppe spielt. Es ist aber auch praktisch, um zu wissen, was Ihr spielt, und, als Folge dessen ist es einfacher, Fortschritte zu machen.

Vielleicht könnt Ihr so sogar irgendwann Eure eigene Musik komponieren.

Übrigens: Wenn Ihr Jazz oder Klassik liebt, dann ist Musiktheorie ein obligatorischer erster Schritt.

Es liegt an Euch, herauszufinden, welche verschiedenen Gitarrenstile Ihr lernen wollt.

Wenn es einfach dazu dient, Spaß zu haben und wenn Ihr vorhabt, etwas anderes zu spielen als Jazz oder Klassik, müsst Ihr eventuell keine Musiktheorie lernen. Wenn Ihr Euch aber verbessern und Euch verschiedene Stile aneignen wollt, ist Musiktheorie ein notwendiger Schritt.

Aber macht Euch keine Sorgen. Musiker sagen, dass es genügt, wenn Ihr Euch der Theorie jeden Tag ein wenig (5 bis 10 Minuten) widmet. Dann seid Ihr in ein paar Wochen sattelfest in den Grundlagen.

Theorie ist nicht zwingend notwendig, wenn du mit Gitarre anfängst. Überlege dir am besten zuerst, wo du hin möchtest. Auch Profi-Musiker haben mal klein angefangen. Wenn du keiner werden willst, brauchst du Theorie nur unter Umständen. | Quelle: Marcus Neto via Visualhunt

Ich bin zu alt, um Gitarre Spielen zu Lernen

Nach der Theorie (die eine wirkliche Bremse für einige sein kann) kommt das folgende Argument: Es ist besser, Gitarre zu lernen, wenn man jung ist.

Es ist wahr, dass wir als Kinder die Fähigkeit besitzen, schneller zu lernen. Wir sind wirkliche „Schwämme”, die ein unglaubliches Pensum an Informationen aufnehmen können.

Je älter wir werden, desto schwieriger wird es, die gleichen Informationen aufzunehmen und zu behalten. Aber das gilt vor allem für langweilige Dinge.

Wenn Ihr jedoch Spaß beim Gitarre Spielen habt, werdet Ihr sehen, dass Ihr schnell Fortschritte machen werdet. Und besonders: Wenn Ihr Lust habt, Euch zu verbessern und Neues zu entdecken.

Übrigens gibt es auch viele Rentner, die sich dem Gitarrespielen widmen, um sich die Zeit zu vertreiben und gleichzeitig, um aktiv zu bleiben.

Denn ja, wenn man ein Instrument übt, ist das ein hervorragender Träger, um immer neue Leute kennenzulernen und unsere Neuronen auf Trab zu halten.

Dabei darf man nicht vergessen: Ab einem gewissen Punkt haben wir auch immer mehr Zeit, je älter wir werden.

Oft ist es so, dass wir als Kinder und Jugendliche Schule, außerschulische Aktivitäten und Freizeit zu jonglieren haben. Das ist auch die stressigste Zeit für die Eltern. Sobald die Kinder älter werden und aus dem Haus sind, haben wir endlich mehr Zeit, uns unseren Hobbys zu widmen.

Diese neu gewonnene Zeit könnt Ihr einerseits damit zubringen, passiv vor dem Fernseher von einem Kanal zum anderen zu zappen (was auf Euer Gehirn übrigens nicht sehr stimulierend wirkt). Andererseits könnt Ihr aber Gitarre Lernen und Spaß dabei haben.

Gleichzeitig spielt Ihr entweder Kultstücke nach oder kreiert sogar eigene.

Das Ende vom Lied ist: Es gibt kein richtiges Alter, um Musik zu machen. Man muss nur Lust, Leidenschaft und Motivation dazu haben. Das ist alles.

In jedem Alter ist es eine gute Idee, mit einem Instrument anzufangen. Also scheut Euch nicht davor, es auch auszuprobieren, wenn Ihr ein wenig älter seid. Es ist wahrhaft toll zu wissen, dass man in jedem Alter anfangen kann, sich der Gitarre zu widmen. | Quelle: Pixabay

Wie kann ich Musik machen, wenn ich kein Rhythmusgefühl besitze?

Kein Rhythmusgefühl zu besitzen ist keine Entschuldigung, sondern nur ein weit verbreitetes Vorurteil. Und ein sehr schlimmes dazu.

Natürlich werdet Ihr als Anfänger selten richtig im Rhythmus sein (außer Ihr seid ein Genie).

Aber Ihr werdet dieses berühmte Rhythmusgefühl schnell entdecken, wenn Ihr übt.

In Wirklichkeit haben wir alle Rhythmusgefühl.

Übrigens wird auch unser Alltagsleben durch Rhythmen in verschiedenen Tempos bestimmt. Unser Herz ist der wichtigste Beweis: Es schlägt regelmäßig und konstant (und je nach Situation schneller oder langsamer).

Aber es hängt auch von Eurem Tages-Nacht-Rhythmus ab, an den Euer Körper gewöhnt ist. Das heißt, wenn Ihr es gewohnt seid, zu einer bestimmten Zeit ins Bett zu gehen und zu einer anderen Zeit aktiv zu sein. Auch die Jahreszeiten geben uns einen Rhythmus vor. Der berühmte Frühling-Sommer-Herbst-Winter-Rhythmus wiederholt sich unendlich.

Es gibt aber auch einen Rhythmus, der von unserem selbst erstellten Stundenplan (mit Gitarrenkursen) abhängt. Einige werden einen schnelleren Rhythmus brauchen als andere.

Wir haben allerdings alle ein eigenes Rhythmusgefühl.

Was die Gitarre anbetrifft, werdet Ihr mit einem guten Lehrer schnell den richtigen Rhythmus des Instruments einfangen und in eine komplette Symbiose damit eintreten. Wie Ihr es auch mit jeder Eurer täglichen Aufgaben macht.

Musiker sagen: „Das Ziel ist, sich wieder mit seinem inneren Rhythmus zu verbinden.“ Das ist so schön wie wahr.

Ich bin unmusikalisch: Das hindert mich daran, Gitarre Spielen zu lernen

Unmusikalisch zu sein ist ein weiteres Vorurteil, das überhaupt keine Aussagekraft besitzt. So wie wir alle Rhythmus im Blut haben, können wir alle zuhören und imitieren.

Das ist übrigens eines der Prinzipien des menschlichen Daseins.

Nur durch das Imitieren von anderen konnte sich die Menschheit überhaupt weiterentwickeln. Und nur, indem wir unserem Lehrer zuhörten, konnten wir überhaupt Neues lernen.

In der Tat ist das wirkliche Problem unserer Gesellschaft, dass wir nicht mehr wissen, wie man zuhört. Ein Faktor ist, dass wir konstant vom Lärm umgeben sind.

Gerade wir, die wir in Städten leben, haben Probleme, einen Ort zu finden, an dem es wirklich still ist und wir uns auf einen einzigen Ton konzentrieren können. Sucht Euch doch einen ruhigen Ort, wenn Ihr mit dem Gitarre Spielen beginnen wollt. Ihr werdet die Töne aufmerksamer wahrnehmen können. | Quelle: Pixabay

Ein ganzer Haufen von akustischen Ärgernissen hindert uns daran, uns unseres Gehörs so zu bedienen, wie wir das bei unseren anderen Sinnen können. Es ist ein bisschen, als würdet Ihr die ganze Zeit ungesundes Essen zu Euch nehmen. Euer Geschmackssinn wird gestört.

Wenn Ihr ein Instrument lernt, erlaubt Euch dies, Eure Ohren wieder voll und ganz zu benutzen.

Natürlich lässt sich das gut trainieren.

Das Ziel dabei ist, wieder zu lernen zu hören und vor allem, zuzuhören. Der Unterschied zwischen den beiden Begriffen ist wichtig, weil wir ohne Weiteres einen Ton hören können, ohne uns darauf zu konzentrieren.

Nur wenige können zuhören. Zuhören, das bedeutet, einen Ton zu vereinnahmen und ihn zu verstehen.

Also habt keine Angst, wenn Ihr denkt, unmusikalisch zu sein. Es ist eine Sache, die Ihr mit der Zeit lernen werdet. Testet Eure Musikalität mit dem Seashore Test!

Das Training geht genau so wie Ihr im Kleinkindalter gelernt habt, Eure Hände, Euren Mund und Eure Augen zu benutzen.

Und haben wir eigentlich schon erwähnt, dass das Gitarre Spielen allgemein gut für die Gesundheit ist?!

Ich habe nicht die richtigen Finger, um gut Gitarre Spielen zu lernen

Schon wieder eine schöne Ausrede, mit der Ihr vermeiden könnt, mit dem Gitarrespielen zu beginnen.

Es ist wahr, dass man eine gewisse Fingerfertigkeit benötigt, um Gitarre spielen zu lernen.

Aber wer hat gesagt, dass nur Menschen mit schlanken Fingern geschickt mit ihren Fingern sind? Das ist komplett falsch!

Einige Musiker haben schlimme Unfälle hinter sich und sind seitdem an den Händen behindert.

Andere legendäre Gitarristen hatten sehr dicke Finger. Das hat sie aber auch nicht davon abgehalten, ihr Lieblingsinstrument weiterzuspielen. Entdeckt die Geschichte der Gitarre und stürzt Euch ins Abenteuer!

Wenn Ihr gigantische Finger habt, ist das sicher nicht der Grund, warum Ihr nicht gut Gitarre Spielen werdet.

Mit ein bisschen Übung und Arbeit werdet Ihr es schaffen, Eure pummeligen Finger genau dort zu platzieren, wo sie hingehören.

Vielleicht werdet Ihr es etwas schwerer haben als einige Personen mit schlanken (aber nicht zwingend beweglicheren) Fingern. Wir sind nun mal physisch nicht alle gleich. Das ist so und man muss sich damit arrangieren.

Akzeptiert dies also und fangt an!

Der menschliche Körper ist in gewisser Hinsicht eine Maschine, die imstande ist, wahre Wunder zu leisten, wenn man übt und einen starken Willen mitbringt.

Wenn Ihr nicht gerade extrem kurzen oder lange Gliedmaßen besitzt, sollte das Gitarrespielen kein Problem sein. Ansonsten gibt es auch noch Gitarren anderer Größe. Auch wenn Ihr nicht gerade die schlankesten Figner der Welt habt, müsst Ihr Euch keine Sorgen machen. Training und Motivation sind wichtiger als Anatomie. | Quelle: Pixabay

Übrigens gilt das auch für Gitarristen, die Linkshänder sind. Nur, weil Ihr nicht zum Großteil der rechtshändigen Gitarristen gehört, heißt das nicht, dass Ihr deswegen schlechter Gitarre spielt als sie. Ganz im Gegenteil!

Das muss keine Entschuldigung sein, um sich nicht an dem Instrument auszuprobieren.

Und wer weiß: Vielleicht werdet Ihr ja mit dem Gitarre Spielen bald Euer Geld verdienen können?

Gitarre Spielen: Das ist zu schwer

Wer hat gesagt, Musik machen wäre einfach? Wir waren es bestimmt nicht.

Wenn man Gitarre Lernen will, braucht man Zeit, man muss bereit sein zu gewissen Investitionen und man muss Leidenschaft mitbringen.

Das ist wie bei allen anderen künstlerischen Tätigkeiten. Also hört auf, Entschuldigungen vorzubringen und glaubt nicht Leuten, die Aussagen treffen, ohne irgendeine Ahnung zu haben.

Mit der Gitarre ist es wie mit allem anderen auch.

Solange Ihr motiviert sein, habt Ihr alles, was man braucht, um spielen zu lernen. Vielleicht seid Ihr kein Genie und vielleicht auch nicht der neue Jimi Hendrix.

Aber gleichzeitig sollte man bedenken: Wie viele Genies gibt es unter den zeitgenössischen bekannten und weniger bekannten Gitarristen?

Sehr wenige. Den meisten macht es einfach Spaß, zu spielen. Und das ist alles, was zählt. In Wirklichkeit ist Gitarre spielen 50% Leidenschaft und 50% Spaß.

Findet Einen Gitarrenlehrer online, der Euch die richtige Methode zum Gitarre Spielen beibringt, schon jetzt und nehmt Gitarrenunterricht, ohne warten zu müssen.

Auf Superprof findet Ihr beispielsweise ein großes Angebot fürs Gitarre Online Lernen!

Ihr werdet sehen: Einmal angefangen, werdet Ihr Schwierigkeiten haben, wieder darauf zu verzichten.

Last but not least ist die Gitarre auch ein hervorragendes Instrument, um zu verführen!

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