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Aus professionellen Gründen Japanisch lernen

Von Lea, veröffentlicht am 14/03/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Japanisch Lernen und International Karriere machen

Mehrere Tausend Deutsche leben inzwischen in Japan. 2015 reisten über 160.000 Deutsche nach Japan. Die japanische Kultur wird in ganz Europa immer populärer.

Ihr seid auch von Japan begeistert?

Japan ist eine einflussreiche kulturelle und wirtschaftliche Macht, deren Kultur sich in die gesamte westliche Welt verbreitet hat. Denkt nur an Manga und Sushi…Die wunderschönen Landschaften, die Gastfreundlichkeit der Japaner, das japanische Essen und die starken Kontraste zwischen der Gelassenheit auf dem Land und Lebendigkeit der großen Städte ziehen Euch in ihren Bann?

Vielleicht habt Ihr schon erste Erfahrungen mit der japanischen Sprache gesammelt. Jetzt denkt Ihr darüber nach, Euch mit Japanisch Unterricht so weit zu verbessern, dass Ihr fließend Japanisch sprechen und in Japan oder im japanischen Zusammenhang arbeiten könnt.

Ist es schwierig, nach Japan auszuwandern und dort einen Job zu finden? Wie kann man als Deutscher mit Japan arbeiten?

Um eine Stelle zu finden, müsst Ihr natürlich Japanisch sprechen können, den japanischen Markt kennen und die lokalen Sitten respektieren. Wir erklären Euch jetzt, was Ihr genau beachten müsst, damit Ihr in Japan arbeiten könnt.

Japan, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt

Auch wenn Japan am Ende des zweiten Weltkriegs zerstört war und stark gelitten hatte, konnte sich das Land der aufgehenden Sonne wiederaufbauen und erholen. Heute gehört Japan zu einem der am meisten entwickelten Länder der Welt.

Seit 2010 ist Japan hinter den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Deutschland treibt immer mehr Handel mit Japan und so wird auch die japanische Kultur immer mehr in unserem Land verbreitet. 2018 hatte Japan ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 5.167,05 Euro, was das Land zum drittreichsten der Welt macht.

Wer Japanisch spricht, der kann auch in Japan oder in Kooperation mit Japan arbeiten.

In der Wirtschaft lässt sich beobachten, dass Länder die meisten Austausche mit Partnerländern vornehmen, die ein BIP auf dem gleichen oder zumindest ähnlichen Niveau haben. Japan gehört z.B. zu den 20 wichtigsten Partnern für die Exporte aus Deutschland.

In Tokio liegt viel Geld... Japans Wirtschaft ist eine der mächtigsten der Welt. | Quelle: Pixabay

68% der berufstätigen japanischen Bevölkerung sind im Dienstleistungssektor beschäftigt, während die Hochtechnologie Industrie 25% beschäftigt. Die Arbeitslosigkeit lag 2018 bei nur 2,9% in Japan. In Deutschland liegt die Arbeitslosenquote nur ein bisschen höher, bei 3,4%.

Der japanische Arbeitsmarkt hat allerdings den Ruf, sehr schwierig zu durchdringen, extrem konservativ und wenig international besetzt zu sein.

Japanisch sprechen – ein großer Vorteil für Eure Karriere

Wenn Ihr als Deutscher Japanisch sprechen könnt, dann werden sich viele Recruiter darüber freuen, besonders, wenn Ihr Euch vorstellen könnt, in Japan zu arbeiten oder häufig Geschäftsreisen dorthin zu unternehmen.

Mit einem Japanisch Sprachkurs könnt Ihr Euch perfekt auf das Berufsleben vorbereiten und Euch werden viele Türen offenstehen.

Wenn man in ein neues Land zieht, kann man dort zum Beispiel seine eigene Muttersprache unterrichten. Sucht Euch also z.B. einen Job als Deutschlehrer in Japan. Ihr könnt vor Ort Deutsch Privatunterricht geben oder in einer Deutsch Sprachschule unterrichten.

Um in Japan Schüler für Euren Deutschunterricht zu finden, müsst Ihr einige Grundlagen der japanischen Sprache beherrschen:

  • das Alphabet: einige Kanji, Hiragana Katakana.
  • japanische Schriftzeichen lesen
  • mindestens ein paar Vokabular
  • Danke auf Japanisch (arigatō)
  • Hallo auf Japanisch (ohayō, ohayō, ohayō gozaimasu, konnichiwa, konbanwa)
  • auf Japanisch zählen (um Eure Rechnungen zu schreiben!)
  • ein paar Wörter auf Japanisch schreiben

Um Deutschlehrer in Japan zu werden müsst Ihr aber noch nicht fließend Japanisch sprechen können. Das sieht natürlich anders aus, wenn Ihr Japanischlehrer in Deutschland werden wollt…

Lernt Japanisch, um in Japan zu arbeiten. Mit ersten Japanisch Kenntnissen stehen Euch bereits einige Jobs in Japan offen. | Quelle: Pixabay

Wer bereits ein besseres Japanisch Niveau erreicht hat, kann sich in verschiedenen Bereichen eine Stelle in Japan suchen:

  • Lehrer an einer deutschen Schule in Japan
  • Forscher oder Post-Doc-Forscher. Fragt hierzu am besten bei Eurer Uni nach.
  • Lehrer für Deutsch als Fremdsprache
  • Privater Deutschlehrer im „Freelancer“-Modus
  • Übersetzer: Übersetzt schriftliche oder audiovisuelle Dokumente aus dem Japanischen ins Deutsche, z.B. für große Institutionen (Botschaft, UNO)
  • Koch: Deutschland und Japan sind zwei Länder mit starken kulinarischen Traditionen. Lernt die leckersten japanischen Rezepte, darunter Sushi, Misosuppen, Okonomiyaki, Takoyaki, Raman, Bento, Tonkatsu, etc.
  • In einem Café arbeiten
  • IT-Berufe

Ihr habt viele Möglichkeiten…Je besser Ihr Japanisch sprecht, desto mehr Optionen stehen Euch offen.

In Japan braucht Ihr Japanisch – Englisch bringt Euch nicht viel

Japanisch Anfänger sollten auf jeden Fall einen Japanisch Intensivkurs belegen, bevor sie nach Japan reisen. Ihr solltet unbedingt wissen, dass die Japaner Japanisch sprechen – und nur in sehr seltenen Ausnahmefällen Englisch!

Einen Japanisch Sprachkurs machen

Um Eure Reise nach Japan vorzubereiten solltet Ihr Euch einen Japanischlehrer suchen, der Euch die wichtigsten Japansich Grundlagen für Anfänger beibringt. Wenn Ihr langfristig nach Japan auswandern wollt, braucht Ihr einen Japanisch Intensivkurs.

Bei Superprof findet Ihr zahlreiche private Japanisch Lehrer, darunter auch viele Japanisch Muttersprachler, die in Deutschland leben. Euer Lehrer kann Euch dann alles zu den verschiedenen Lernmethoden erklären:

  • Minna no nihongo
  • Kanji to kana
  • Assimil, Japanisch ohne Schmerzen

Diese Grundlagen solltet Ihr unbedingt lernen, bevor Ihr in einer japanischen Stadt arbeiten könnt, egal ob Sapporo, Tokio oder Osaka:

  • das japanische Alphabet: versucht, das hiragana katakana und so viele kanji wie möglich zu beherrschen.
  • Sätze aus dem Alltag: einige verbale Grundlagen, um einfache Fragen zu stellen.
  • auf Japanisch zählen
  • nach dem Weg fragen
  • Gespräche auf Japanisch führen, um die Aussprache zu verbessern
  • die Geschichte Japans und die japanische Kultur kennenlernen.
  • Lesen und Schreiben einiger japanischer Wörter

Macht den JLPT

Weist Eure Sprachkenntnisse mit einem Test nach. Die japanische Sprache wird Euch in Japan sehr weit bringen. | Quelle: Pixabay

Der Japanese Language Proficiency Test (JLPT) ist der renommierteste Sprachtest für die japanische Sprache. Mit diesem Test könnt Ihr Eure Sprachkenntnisse nachweisen, z.B. auf Eurem Lebenslauf. Er ist das japanische Äquivalent zum englischen TOEFL oder zum französischen DELF.

Der Test ist als Fragebogen mit Multiple Choice Fragen aufgebaut und in 5 Schwierigkeitsstufen eingeteilt. Ihr könnt Euch zweimal pro Jahr einschreiben. In Deutschland könnt Ihr den Test in Stuttgart, Düsseldorf oder Hamburg machen. Am besten, Ihr informiert Euch über die genauen Termine direkt beim Japanischen Kulturinstitut.

Das niedrigste Niveau ist N5, das höchste N1. Der JLPT bewertet Euer mündliches und schriftliches Verständnis und Sprachniveau. Wenn Ihr an einer japanischen Universität oder in einem japanischen Unternehmen arbeiten möchtet, braucht Ihr mindestens das Niveau N2.

Für ein Masterstudium an einer japanischen Hochschule ist jedoch meist sogar N1 erforderlich.

Respektiert die Regeln der Höflichkeit in Japan

Höflichkeit ist in Japan absolut heilig. Das japanische Wort “reigi” bedeutet so viel wie Höflichkeit, Etikette und Umgänglichkeit.

Wusstet Ihr schon, dass es in der japanischen Sprache ein ganzes grammatisches System gibt, das sich nur um die Höflichkeit dreht?

Es heißt keigo und wird in drei Stufen der Höflichkeit eingeteilt:

  • Teineigo, höfliche Sprache
  • Sonkeigo, respektvolle Sprache
  • Kenjōgobescheidene Sprache

Die Höflichkeitsregeln entstammen dem Shintoismus aus der chinesischen Kultur. Wenn Ihr diese nicht beachtet, wird es sehr schwierig für Euch, in Japan Arbeit zu finden. Gebt Euch also dabei Mühe, die japanische Kultur zu respektieren. Schließlich wollt Ihr nicht, dass Ihr durch bloßes Unwissen als arrogant oder unhöflich auffallt.

Diese Gesten oder Vokabeln können Euch dabei helfen, Euch an das japanische Niveau der Höflichkeit anzupassen:

  • den Kopf neigen, um eine Person zu begrüßen: kein Körperkontakt
  • sagt „hajimemashite“ (schön, Dich kennenzulernen) wenn Ihr Euch vorstellt.
  • sagt „sumimasen“ (Entschuldigung), um Euch zu entschuldigen, mit einem kleinen Kopfnicken
  • vermeidet es, Euch in den Vordergrund zu drängen.
  • Demut: Lehnt höflich alle Komplimente ab, die Ihr erhaltet.
  • Saget „otsukaresama„, wenn Ihr den Arbeitsplatz verlasst, um der Person, mit der Ihr sprecht, für ihre Bemühungen zu danken.
  • o daiji ni„: Wenn ein Kollege krank ist, wird er es zu schätzen wissen. Es bedeutet so viel wie „Pass auf Dich auf! »
  • Verwendet beide Hände, Arme ausgestreckt, um jemandem einen Gegenstand zu geben.

Höflichkeit und Respekt sind wichtige Werte in Japan. Japan ist ein modernes, aber traditionsreiches Land. | Quelle: Pixabay

In einem Japanisch online Sprachkurs kann Euer Lehrer Euch noch viele weitere dieser Regeln erklären, sodass Ihr das strenge System der Höflichkeit in Japan besser durchblickt. Es ist ganz normal, dass jede Kultur ihre eigenen Sitten und Normen hat. Wenn Ihr in Japan diese kulturellen Regeln nicht beachtet, werdet Ihr schnell negativ auffallen.

Egal ob im Urlaub oder als Angestellter in Japan, man wird Euch dort als „gaikokujin“ bezeichnen, was „Ausländer“ bedeutet. Die Japaner wissen natürlich, dass Ihr nicht aus ihrem Land seid und werden Euch womöglich kleine Fehler verzeihen.

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