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Mit Japanisch alles über die Kultur Japans lernen

Von Lea, veröffentlicht am 14/03/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Von Zen bis Manga: Die Einzigartigkeit der japanischen Kultur

Wusstet Ihr, dass die japanische Schrift unter dem Einfluss von chinesischen buddhistischen Mönchen ab dem 4. Jahrhundert entwickelt wurde?

Es ist niemals leicht, eine neue Sprache zu lernen. Wenn Ihr Japanisch lernt, dann lernt Ihr nicht nur eine neue Sprache, sondern eine ganz neue kulturelle Welt kennen. Ihr scheint Euch ja für die japanische Kultur zu interessieren, wenn Ihr diesen Artikel lest.

Die japanische Kultur findet sich in vielen Bereichen der westlichen Welt, darunter in Zeichentrickserien, im Kino, im Sport, in der Gastronomie…

Ihr denkt darüber nach, Japanisch zu lernen? Eine gute Wahl, denn Japan ist ein exotisches Land mit einer faszinierenden Kultur. Egal wieso Ihr Euch für Japan interessiert, mit der japanischen Sprache werdet Ihr dieses interessante Land besser begreifen können.

Wir von Superprof stellen Euch nun einige der spannendsten Aspekte der japanischen Kultur kennen, die Euch im Japanisch Sprachkurs begegnen werden.

Japan – eine weltweit einzigartige Kultur

Die Geschichte Japans reicht weit zurück. Die erste Besiedelung der japanischen Inseln fand vor mehr als 30.000 Jahren statt.

Unter der Diktatur des Edo-Shogunats (1603-1867) isolierte sich Japan freiwillig vom Rest der Welt. In der Ära von Meiji (1868-1912) fand schließlich eine Revolution und die Blüte der japanischen Kultur statt.

Ihr habt als Kinder gerne japanische Mangas gelesen oder Animé Serien geschaut? Später habt Ihr die Videospiele von Nintendo gesuchtet?

Inzwischen könnt Ihr Euch außerdem bestimmt für die japanische Gastronomie begeistern. Sushi ist in Deutschland seit mehreren Jahrzehnten besonders beliebt.

Ihr merkt, Ihr seid bereits stark von der japanischen Kultur beeinflusst. Es ist also Zeit für eine Reise nach Japan! Dort könnt Ihr viele schöne Dinge entdecken:

  • Die Schönheit der Landschaften
  • Den Respekt und das „Zen“ Leben der Japaner
  • Die japanische Spiritualität (Shintoismus und Buddhismus)

Viele verbinden mit Zen Entspannung. Zen ist ursprünglich eine chinesische Form des Buddhismus. | Quelle: Pixabay

Die japanische Wirtschaft ist stark abhängig von ihren Exporten nach Asien, Amerika und Europa. Japan exportiert neben Produkten und Dienstleistungen auch seine eigene Kultur. Wenn Ihr mit einem Japanisch Muttersprachler Japanisch lernt, bietet Euch das viele Möglichkeiten:

  • Japanisch lesen und schreiben lernen,
  • Die japanische Schrift verstehen: das japanische Alphabet, Hiragana Katakana, Kanji,
  • japanisches Fernsehen verstehen,
  • die japanische Grammatik,
  • Japanisch sprechen (Nihongo) und die Aussprache üben: Hallo auf Japanisch (ohayo), danke auf Japanisch (arigato),
  • japanische Vokabeln lernen,
  • den Sprachtest JLPT machen,
  • fließend Japanisch sprechen lernen

Aber auch:

  • Mangas und ihr Universum verstehen,
  • japanische Kinofilme ohne deutsche Untertitel ansehen,
  • Dutzende von japanischen Videospielen spielen,
  • die Werte des japanischen Sports und der Kampfkünste verstehen (Respekt, Ordnung und Disziplin),
  • Buddhist werden (warum nicht?)

Wenn Euer Lehrer gerade mal nicht kann, könnt Ihr auch online Japanisch lernen, z.B. mit einer App oder einem Online Japanisch Sprachkurs.

Die Welt der Mangas und das japanische Kino

Mangas sind eines der bekanntesten japanischen Produkte in der westlichen Welt. Diese japanischen schwarz-weiß Comics liest man von rechts nach links (typisch für Japan). Mangas gibt es seit 1902. Der Erschaffer der Mangas war der Karikaturist (mangaka) Rakuten Kitazawa (1876-1955).

Manga – eine beliebte Ausdrucksweise in Japan

Mangas waren anfangs ein Mittel der Kritik gegen die Regierung. Zunächst erschienen sie in der satirischen japanischen Zeitung Tokyo Puck. Nachdem er mehrere Male zensiert worden war, widmete sich Kitazawa jedoch später eher Kinderzeichnungen und verhalf den Mangas zu ihrem heutigen Erfolg.

2008 wurden in Japan 669 Millionen Mangahefte herausgebracht. Mehr als 120 Millionen Mangas werden jede Woche in Japan verkauft. Diese Mangas und ihre Autoren gehören zu den bekanntesten:

  • Nausicaä aus dem Tal der Winde von Hayao Miyazaki
  • Akira von Katsuhiro Otomo
  • Dragon Ball von Akira Toriyama
  • Evangelion von Yoshiyuki Sadamoto
  • Naruto von Masashi Kishimoto
  • One piece von Eichiro Oda
  • Golgo 13 von Takao Saito
  • Slam Dunk von Takeiko Inoue
  • Fist of the North Star von Testsuo Hara et Buronson
  • Ranma 1/2 von Rumiko Takahashi

Wenn Ihr diese Hefte im Original lest, könnt Ihr sie ideal für Euren Japanisch Sprachkurs nutzen!

Lest Ihr gerne Manga Comics? Mangas sind eines der bekanntesten japanischen Kulturgüter. | Quelle: Pixabay

Japanischer Film – ein Genre für sich

Sobald Ihr die japanische Sprache beherrscht, könnt Ihr japanische Filme ohne Untertitel schauen und verstehen. Die japanische Filmproduktion ist übrigens die drittgrößte der Welt!

Das japanische Kino entstand um dieselbe Zeit wie der amerikanische oder deutsche Film, um 1896-1897. Um japanische Filme verstehen zu können, muss man die japanische Sprache und die japanische Kultur verstehen, den die Filme reflektieren die japanische Gesellschaft.

Mit japanischen Filmen könnt Ihr also:

  • die Geschichte Japans verstehen,
  • einen Einblick in das Leben in Japan bekommen,
  • kostenlos Japanisch lernen,
  • Konversationen lernen,
  • die in einem Gespräch gehörten Worte wiedergeben, ohne eine Japanisch Sprachchule zu besuchen,
  • Euer Verständnis für die Sprache fördern.

Japanische Videospiele spielen – mit einer riesigen Auswahl

Videospiele sind quasi in Japan entstanden, nach ersten Misserfolgen der USA Anfang der 1980er Jahre. Das japanische Riesenunternehmen Nintendo und die Konsole NES brachten die Welt der Videospiele ins Rollen.

Aber wie kann Euch das bei Eurem Japanisch Unterricht weiterhelfen?

Mit Videospielen könnt Ihr kostenlos Eure Japansich Sprachkenntnisse verbessern. Besonders Euer Hörverstehen wird hierdurch gefördert. Hört den Dialogen der Charaktere zu und lernt einige Grundvokabeln. Außerdem könnt Ihr einige kulturelle Aspekte aus Japan in den meisten Spielen beobachten.

Der Vorteil von Videospielen ist, dass Ihr aktiv bei der Sache seid und Euch fest darauf konzentriert. So kann es Euch dabei helfen, Euch bestimmte japanische Vokabeln schneller zu merken.

Jeder kennt Mario, Luigi und Co. Die beliebtesten Videospiele sind aus Japan! | Quelle: Pixabay

Und es gibt so viele japanische Videospiele, darunter:

  • Mario Bros,
  • Final Fantasy,
  • Zelda,
  • Resident Evil,
  • Metal Gear Solid

Sogar die Kanji, die japanischen Schriftzeichen, könnt Ihr beim Spielen lernen. Nehmt Euch die Zeit, die Untertitel zu lesen und die Schriftzeichen im Hintergrund zu lesen.

Die japanische Religion und Spiritualität verstehen

Buddhismus hat Euch schon immer interessiert? Die Ruhe und das Zen-Leben der Japaner beeindrucken Euch?

Das hat etwas mit der religiösen Kultur des Landes zu tun. Auch in Japan praktizieren immer weniger Leute aktiv eine Religion. Allerdings ist Japan von einer Mischung aus Buddhismus und Shintoismus geprägt. Letztere Religion repräsentiert einen sehr alten polytheistischen Glauben, der noch stark in Japan verbreitet ist.

Während der Meiji-Ära weckten aufeinander folgende Kaiser von 1868 bis 1945 das Nationalgefühl und setzten ihre Pläne für die territoriale Expansion des japanischen Reiches durch die Einführung von Shinto als Staatsreligion durch.

Der Schintoismus ist jedoch keine bewährte Religion:

  • Abwesenheit eines Gründers: kein Prophet, nur der Geist zählt,
  • Nichtvorhandensein eines Dogmas,
  • Fehlen eines Moralkodex,
  • Es gibt keine Grenze zwischen dem Heiligen und dem Profanen.

Es gibt keinen schaffenden, allmächtigen Gott in der japanischen Mythologie.

Japanische Gläubige verehren sowohl Darstellungen von Buddha- als auch Shinto-Gottheiten durch viele Riten und Traditionen, nicht nur eine einzige Gottheit. Die Shinto Götter sind mythologische Persönlichkeiten. Sie werden geboren, leben, sterben und werden wiedergeboren.

Die japanische Religion ist absolut einzigartig. In Japan herrscht eine Mischung aus zwei Religionen: Buddhismus und Shintoismus. | Quelle: Pixabay

Diese Götter heißen Kami, was so viel bedeutet wie „der, der unter den Menschen weilt“ oder „dem menschlichen Zustand überlegen“. Hierbei handelt es sich um Hinweise auf Naturphänomene oder landwirtschaftliche Aktivitäten, die verehrt werden.

Die Shinto Japaner bezeichnen mit dem Wort tamashii die Seelen der Götter, der Dinge und der Wörter. Das Shinto-Schutzgebiet, jinja auf Japanisch, ist der Ort, an dem Matsuri, populäre Feste von Dorfgemeinschaften, stattfinden. Um die Kami zu ehren, betreten Anhänger das Heiligtum durch die Torii, ein Portal, oft rot und majestätisch in Form der Zahl Pi.

In Japan gibt es mehr als 150.000 Shinto-Anhänger. Shintoismus ist eine wahre Lebensphilosophie, die auf Respekt und dem geistigen Wohl basiert und Liebe, dem Respekt vor der Natur, ihrer Macht und ihrer Schönheit schätzt.

Ihr seht, es gibt genügend Gründe, wieso Ihr Portugiesisch lernen solltet…

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