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Mit Japanisch Stunden in Deutschland Japanisch unterrichten

Von Lea, veröffentlicht am 21/02/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Die japanische Sprache lernen, um Lehrer in Deutschland zu werden

Auch wenn Berlin und Tokio fast 9000 Kilometer voneinander entfernt sind, können deutsch-japanische Beziehungen bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

Bereits zu dieser Zeit waren deutsche Forscher und Ärzte in Japan tätig und verbreiteten so in Japan Wissen über den Westen und im Westen Wissen über Japan. Besonders in den Bereichen Recht, Wissenschaft und Künste wurde Japan im 19. Jahrhundert stark von Deutschland beeinflusst und die preußische Verfassung diente schließlich als Vorbild für die erste japanische Verfassung.

Noch heute begeistert Japan viele Deutsche. Ihr interessiert Euch auch für das Land der aufgehenden Sonne? Das Beeindruckende an Japan ist, dass das Land sich dem Westen gegenüber geöffnet hat, ohne dabei seine ganz eigenen Traditionen und Kultur zu verlieren.

Wer heute Japanisch spricht, hat einen ungeheuren Vorteil im Zusammenhang mit der Globalisierung des Handels und den internationalen Beziehungen von Unternehmen, Staaten und Menschen. Eine weitere tolle Option ist allerdings auch, Japanischlehrer in Deutschland zu werden.

Bei dem Gedanken kommen allerdings sofort einige Fragen auf:

  • Wo und wie kann ich mich zum Japanisch Lehrer ausbilden lassen?
  • Wie kann ich von meinen Japanisch Kenntnissen leben?
  • Bin ich pädagogisch genug, um meinen Schülern zu helfen?

Um Japanischlehrer als Nicht-Muttersprachler zu werden, muss man zunächst einmal selbst Japanisch lernen. Es bietet sich außerdem an, die japanische Sprache und Kultur zu studieren und einen Auslandsaufenthalt in Japan zu machen.

Wir erklären Euch in diesem Artikel, was Ihr tun müsst, um in Deutschland Japanisch unterrichten zu können.

Japanisch Unterricht in Deutschland: Allgemeine Infos

Immer mehr Menschen in Deutschland möchten Japanisch lernen und das Angebot für Japanischunterricht wird immer größer.

Neben zahlreichen Angeboten in Sprachschulen oder Japanisch Zentren gibt es inzwischen auch vermehrt Japanisch-Unterricht in deutschen Schulen und Universitäten. Alleine in Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 15 Gymnasien, in denen Japanisch als Grundkurs im Abitur oder als AG angeboten wird. An einigen Schulen kann Japanisch heutzutage sogar ins Abitur mit eingebracht werden.

Deutschlandweit bieten außerdem viele Universitäten die Studienfächer Japanologie, Japanisch oder sogar Japanisch auf Lehramt an. Auch in Studiengängen der allgemeinen Asienwissenschaften, wie z.B. an der Freien Universität Berlin, wird Japanisch unterrichtet. Es besteht für viele Studenten die Möglichkeit, an einem Japanisch Sprachkurs in der Uni teilzunehmen.

Könnt Ihr die japanische Schrift lesen? Zunächst einmal solltet Ihr selbst Japanisch lernen. | Quelle: Pixabay

Doch auch Schüler, die nicht in der Schule oder Universität einen Japanischkurs besuchen konnten, haben mehrere Optionen, um die japanische Sprache zu lernen:

  • Sprachschulen
  • Private Organisationen
  • Japanische Kulturzentren
  • Öffentliche Einrichtungen, z.B. die Volkshochschule
  • Privater Japanisch Sprachkurs, z.B. bei Superprof
  • Japanisch online lernen, z.B. mit einer App

Allerdings reicht es in vielen Fällen noch nicht aus, fließend Japanisch zu sprechen, um ein erfolgreicher Japanischlehrer zu werden.

Diese Ausbildung braucht ein Japanisch Lehrer in Deutschland

Selbst wenn Japanisch Eure Muttersprache ist, solltet Ihr eine gewisse Ausbildung aufweisen, um in Deutschland Japanisch unterrichten zu können.

Ein Japanisch-Lehrer muss das japanische Alphabet kennen (kanji, hiragana, katakana), die japanische Schrift, Grammatik, japanische Vokabeln (Yamato Kotoba), die richtige Aussprache und vor allen Dingen, wie er all das effizient an seine Schüler weitergibt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Euch zum Japanisch Lehrer ausilbden zu lassen.

Japanisch studieren

Wenn Ihr Japanisch studieren wollt, habt Ihr mehrere Studiengänge zur Auswahl:

  • Japanologie
  • Japanisch auf Lehramt
  • Asienwissenschaften

Grundsätzlich beschäftigen sich diese drei Studiengänge alle mit Japan, der japanischen Kultur und Sprache. Allerdings gibt es kleine Unterschiede bezüglich der Schwerpunkte.

Im Japanologie Studium geht es neben der japanischen Sprache und Geschichte auch um zeitgenössische Aspekte. Der Studiengang ist sehr wissenschaftlich ausgelegt und beschäftigt sich intensiv mit der japanischen Kultur.

Japanisch auf Lehramt könnt Ihr zur Zeit an der Uni Köln, der Uni Bonn und an der Uni Bochum studieren. Besonders für viele Schulen, an denen Japanisch unterrichtet wird, ist dieser Studiengang Voraussetzung, da neben den japanischen Aspekten auch viel Wissenswertes über den pädagogischen Umgang mit Schülern gelehrt wird.

In den Asienwissenschaften fokussiert man sich meist auf mehrere, häufig zwei oder drei Länder. Neben Japanisch könnt Ihr also zum Beispiel auch Chinesisch oder sogar Hindi lernen. Zusätzlich zu Sprachkursen belegt Ihr Module zu Geographie, Wirtschaft, Geschichte und Landeskunde und macht mindestens einen Auslandsaufenthalt in Japan.

Wollt Ihr Japanisch studieren? Im Japanisch Studium lernt Ihr alles über die Sprache und Kultur Japans. | Quelle: Pixabay

Pädagogik Studium

Besonders für Japanisch Muttersprachler eignet sich ein Pädagogik Studium womöglich besser als Vorbereitung auf das Japanisch Unterrichten.

In diesem Studium der Bildungs- und Erziehungswissenschaften lernt Ihr nämlich, mit der Soziologie, Philosophie und Psychologie Eurer Schüler umzugehen und effizienten Unterricht zu gestalten.

Ein guter Japanisch Lehrer muss nicht nur fließend Japanisch sprechen, sondern auch seine Kenntnisse mit anderen teilen können. Diese Fähigkeiten eignet Ihr Euch im Pädagogikstudium an.

Ihr könnt übrigens auch einmal darüber nachdenken, während Eurer Zeit als Pädagogik Studenten Japanisch im Nebenfach zu studieren – die perfekte Kombination als Vorbereitung auf Euren Japanisch Sprachkurs!

Der Japanese Language Proficiency Test (JLPT)

Der JLPT entspricht dem TOEIC oder TOEFL, die Ihr vielleicht als Englisch Sprachtests kennt, ebenso wie dem DELF oder DELE als Sprachzertifikate für Französisch und Spanisch.

Mit diesem Test könnt Ihr international Eure Japanisch Sprachkenntnisse nachweisen und anerkennen lassen – und es ist so gut wie sicher, dass Eure zukünftigen Arbeitgeber einen solchen Nachweis von Euch verlangen werden. Doch worum genau handelt es sich bei diesem Test?

Das Zertifikat wird in 5 Niveaustufen eingeteilt. Für jede dieser Stufen müsst Ihr einen Test absolvieren, der aus standardisierten Multiple Choice Fragen besteht. Die Methode der Abfrage wird „Minna no Nihongo“ genannt.

Das Sprachniveau JLPT N5 entspricht dem Japanisch Anfänger Niveau. Für diesen Test müsst Ihr 80 kanji kennen und 600 Vokabeln beherrschen. Für das höchste Niveau JLPT N1 wird von Euch erwartet, dass Ihr um die 2000 kanji und 10000 Vokabeln kennt. Zu den Aufgaben des Tests gehören Aufgaben zu Leseverständnis der kanji, Hörverstehen, Grammatik und Vokabelübungen.

Ihr habt bereits gute Japanischkenntnisse gesammelt? Dann bereitet Euch doch mit einem Sprachaufenthalt in Japan auf Euren JLPT Test vor!

Eine Reise nach Japan

Um fließend Japanisch sprechen zu lernen und die japanische Schrift zu verinnerlichen, gibt es eigentlich keine bessere Möglichkeit, als nach Japan zu reisen.

Ein Sprachaustausch im Land der aufgehenden Sonne wird Euren sprachlichen Fortschritt rasant steigern. 98% der japanischen Bevölkerung sind Muttersprachler, Ihr werdet also ganz automatisch mit Japanern in Kontakt kommen und die japanische Sprache und Kultur so richtig kennenlernen.

Nach Eurem Auslandsaufenthalt in Japan werdet Ihr nicht nur fließend Japanisch sprechen, sondern überhaupt nicht mehr aufhören können, an Japan zu denken. Was eignet sich dann besser, als ein Job als Japanisch Lehrer?

Er ist eines der Wahrzeichen des Landes... Bei einer Reise nach Japan solltet Ihr unbedingt den Mount Fuji besuchen. | Quelle: Pixabay

Diese Institute helfen Euch dabei, Eure Sprachreise nach Japan zu organisieren:

  • EF Sprachreisen
  • ESL Sprachaufenthalte
  • LISA Sprachreisen
  • Kolumbus Sprachreisen
  • U.v.m.

Wie kann ich von meinen Japanisch Sprachkenntnissen leben?

Wenn Ihr fließend Japanisch sprecht, dann wird es Euch sehr leicht fallen, einen Job als Japanischlehrer in Deutschland zu finden.

Das könnt Ihr auch ganz privat organisieren, wenn Ihr nicht gleich an einer Schule, Uni oder Sprachschule Vollzeit Japanisch unterrichten wollt. Als privater Japanisch Lehrer braucht Ihr kein Diplom – Ihr müsst lediglich fließend Japanisch sprechen und Euer Wissen gut weitergeben können.

Mit einer Plattform wie Superprof ist es unglaublich einfach, Japanisch Lehrer zu werden. Erstellt Euch ein Profil auf unserer Webseite und findet automatisch Schüler in Eurer Stadt und Region, die Ihr in Eurem privaten Japanisch Sprachkurs unterrichten könnt:

  • Japanische Schrift
  • Wichtige Vokabeln (Arigato, Ohayo, Konichiwa)
  • Japanisches Hörverstehen

Eine Stunde Japanischunterricht kostet bei Superprof im Durchschnitt 18€. Es gibt keine Provision, das Gehalt gehört also komplett Euch allein.

Kann ich mit Japanisch Stunden Geld verdienen? Mit Japanisch Unterricht könnt Ihr Euch gut etwas dazu verdienen. | Quelle: Pixabay

Erwähnt Eure Sprachkenntnisse und Eure Erfahrungen mit Japan in Eurem Profil genau, um für Schüler als Lehrer interessant zu wirken. Ihr solltet außerdem darüber informieren, welche Aspekte der japanischen Sprache Ihr besonders gut unterrichten könnt:

  • Grammatik
  • Vokabeln
  • Japanisch Konversationsübungen
  • Aussprache
  • Kanji, hiragana, katakana
  • Japanische Schrift lesen und schreiben

Um von Euren Japanisch Kenntnissen leben zu können, könnt Ihr neben Eurer Tätigkeit als Lehrer noch weitere Jobs ausüben: Werdet Übersetzer, Touristenführer oder Unternehmensberater. Besonders für Übersetzer gibt es endlos viele Möglichkeiten, darunter Bücher, Mangas, Touristeninformationen, Filme, Artikel…

Es gibt außerdem jedes Jahr tausende von japanischen Touristen in Deutschland, zum Beispiel in München oder Heidelberg rund um das Schloss herum. Wenn Ihr fließend Japanisch sprecht, könnt Ihr Euch als Touristen Führer sehr leicht etwas dazuverdienen und dabei die schönsten Ecken Deutschlands besuchen.

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