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Wie mache ich im Klavierunterricht schnelle Fortschritte?

Von Tobias, veröffentlicht am 19/06/2018 Blog > Musik > Klavier > Wie kann man Schnell Klavier Spielen Lernen?

Allein als Autodidakt, mit einem Lehrer, in einer Musikschule: Es gibt viele Möglichkeiten, das Klavierspielen zu lernen.

Aber welche ist eigentlich die beste? Gibt es überhaupt eine optimale Methode zum Klavier Spielen Lernen?

Diese Frage stellen sich viele Menschen, die dieses tolle Instrument gerne erlernen möchten.

Ohne weiter drumherum zu reden geben wir Euch die Antwort: Es gibt keine „beste“ Methode.

Alles hängt von Euch, Eurer Motivation und der Arbeitsweise ab, die am besten zu Euch passt.

Auch Euer Musikwissen und Euer verfügbares Budget spielen beim Klavier Lernen eine wichtige Rolle.

Aber eins ist sicher: Wenn Ihr wirklich schnell und effizient Fortschritte machen wollt, dann führt an einem Klavierlehrer kein Weg vorbei.

In diesem Artikel erfahrt Ihr, warum das so ist.

Klavier Spielen Lernen mit Solfeggio

Bevor Ihr richtig mit dem Klavier Spielen Lernen beginnen könnt, solltet Ihr zunächst in der Lage sein, eine Partitur zu entschlüsseln.

Jede gute Übungsstunde geht entsprechend mit dem Solfeggio (auch: Solfège) los.

Ihr habt doch nicht geglaubt, dass Ihr darum herum kommt, oder?

Naja, das ist schon möglich. Es gibt Möglichkeiten, das Klavier Spielen auch ohne Solfeggio zu lernen. Aber dabei werdet Ihr schnell an Eure Grenzen stoßen…

Wer wirklich gut Klavier spielen lernen möchte, der sollte auf jeden Fall Klaviernoten lesen können – und dabei hilft Euch das Solfeggio!

Aus diesen Gründen müsst Ihr das Solfeggio beherrschen

Ihr habt jetzt schon Angst vor anstrengenden Übungen?

Alles, was Ihr wollt, ist einfach nur Klavier spielen?

Auch wenn Solfeggio-Übungen gerade am Anfang nicht besonders spannend sind, so solltet Ihr doch stets die Vorteile im Hinterkopf behalten, die sie Euch bringen:

  1. Wer das Solfeggio beherrscht, der wird schneller Klavier lernen können
  2. Ihr werdet alle Arten von Partituren kennen lernen und erweitert so Euren musikalischen Horizont
  3. Mit ein bisschen Erfahrung könnt Ihr sogar Eure eigenen Stücke schreiben und Euch als Komponist versuchen
  4. Ihr werdet schnell selbstständig spielen können
  5. Ihr entwickelt Euer musikalisches Gehör

Nur wer selbst ein Musikinstrument spielt, versteht die Musik wirklich Wer viel übt, der entwickelt ein musikalisches Gehört | Quelle: Pixabay

Aber wie lernt man eigentlich Solfeggio?

Das ist eigentlich gar nicht so schwierig…

Wenn man einmal mit dem Üben angefangen hat, dann zünden die Automatismen bald von ganz allein.

Schon nach wenigen Stunden werdet Ihr mit den Basics vertraut sein, die Euch dabei helfen, Euer Klavierspiel zu verbessern.

Danach werdet Ihr immer schneller Fortschritte machen und bald schon wirklich gut Klavier spielen können.

Um mit Solfeggio-Übungen anzufangen, habt Ihr verschiedene Möglichkeiten:

  • Ganz alleine üben: Mit der richtigen Methode, einem Metronom für den Rhythmus sowie einer gehörigen Portion Moral und Durchhaltevermögen kann man sich das Solfeggio durchaus auch ganz alleine beibringen,
  • Mit einem privaten Lehrer: Euer Klavierlehrer wird Euch dabei unterstützen, während des Unterrichts Solfeggio zu lernen. Mit einigen Übungen zu beginn des Unterrichts gefolgt von ein wenig Praxis in Form eines Stücks werdet Ihr die Techniken schnell lernen
  • In der Musikschule oder im Konservatorium: Gruppenunterricht wird Euch dabei helfen, Partituren zu lesen und zu verstehen.

Was lernt man während eines Solfeggio-Kurses?

Was sind die wichtigsten Grundlagen der Solfeggio-Übungen, die dabei helfen, Klavier wirklich gut spielen zu lernen?

Das ist ganz einfach. Ihr müsst folgende Techniken beherrschen:

  • Noten und ihren Wert unterscheiden können: Schwarze und weiße Tasten, Achtel- und Sechzehntelnoten etc.
  • Die Noten auf der Tastatur genau zuordnen können, Dur und Moll kennen (Halbtonvariationen) und Pausen beachten
  • Notenpartituren im Violin- und Bass-Schlüssen lesen können
  • Rhythmen verstehen und umsetzen können

Wer viel Klavier übt, der wird bald ein gutes Rhythmus-Gefühl entwickeln Rhythmusgefühl kann man lernen! | Quelle: Pixabay

Dank dieser Grundlagen werdet Ihr schon in der Lage sein, verschiedene Partitionen spielen zu können und Euch am Klavier immer schneller zu verbessern.

Gleichzeitig solltet Ihr aber auch Klavier-Akkorde nicht vernachlässigen, regelmäßig Tonleitern auf dem Klavier spielen und Intervalle mit rechter und linker Hand üben.

Klavier Selber Lernen als Autodidakt: Nur scheinbar eine gute Idee?

Es ist durchaus möglich, Klavier ganz für sich alleine zu lernen. Klar, nichts ist wirklich unmöglich…

Damit das Erlernen des Instruments als Autodidakt aber erfolgreich sein kann, benötigt Ihr zumindest 3 Arten von unterstützendem Material.

Sonst solltet Ihr von dieser Methode absehen…

Dieses Material fürs Klavier Selber Lernen setzt sich zusammen aus:

  • Einem Klavierbuch mit Technik für Anfänger
  • Ein Handbuch für Solfeggio-Anfänger
  • Ein Buch mit einfachen Stücken für Anfänger

Das Technik-Buch ist dabei das wichtigste Utensil.

Die logische Aufgliederung der meisten Bücher erlauben es Euch, Euch Schritt für Schritt zu verbessern.

Wenn Ihr dem Aufbau folgt, dann verhindert Ihr auch, dass Ihr vom richtigen Weg abkommt und die richtige Technik lernt.

Dabei gibt es zwei Dinge zu beachten:

  • Natürlich gibt es diverse Werke, die alle diese Elemente in sich vereinen, also Technik, Solfeggio-Übungen und Stücke bieten.
  • Auch im Internet gibt es genug unterstützendes Material – meist sogar gratis! Häufig ist das jedoch nicht die beste Wahl. Ihr solltet die Dokumente in jedem Fall ausdrucken und richtig anordnen. Häufig handelt es sich dabei um eine Vielzahl an verschiedenen Blättern, die schnell einmal durcheinander fliegen können.
  • Hilfreich sind vor allem Videos mit Klavierunterricht bzw. Euren Lieblingsstücken auf YouTube oder Dailymotion. Davon gibt es heute viele hunderte. Einige davon sind wirklich sehr lehrreich und können  Euch beim Klavierlernen gut unterstützen. Markus Göttler von Musik und Noten ist nur einer von vielen Menschen, die ihren Unterricht kostenlos als Video im Netz anbieten.

Der offensichtliche Nachteil daran, sich das Klavierspielen selbst beizubringen, ist das Fehlen eines Lehrers.

Ihr werdet niemand haben, der sich Euch und Eurem Klavierspiel widmet und Euch bei Schwierigkeiten unterstützen kann.

Ihr spielt dann einfach so vor Euch her und habt niemand, der Euch darauf hin weist, dass Ihr etwas falsch macht und eine Technik vielleicht nicht richtig einstudiert.

Ohne Lehrer riskiert Ihr, dass Ihr einige Dinge falsch lernt Wenn Ihr früh einen Lehrer nehmt, dann werdet Ihr Euch auch keine falschen Techniken aneignen | Quelle: Pixabay

Das kann ganz schön ärgerlich sein…

Denn wie sollt Ihr als Anfänger wissen, ob Ihr den richtigen Fingersatz nutzt oder genau im Rhythmus spielt?

Ob Eure Körperhaltung beim Klavierspielen passt und Ihr die Pedale richtig benutzt?

Diese Risiken bringt das Lernen als Autodidakt mit sich. Und schlechte Angewohnheiten sind später schwierig loszuwerden.

Außerdem stößt jeder beim Klavierlernen einmal auf eine Blockade, die einem die Motivation raubt.

Auch Ihr werdet einmal an diesen Punkt gelangen, da könnt Ihr Euch sicher sein.

Diese Blockade ist oft schwierig zu überwinden, gerade wenn man niemanden hat, der einen dabei von außen und individuell unterstützt.

Das ist auch keine Eigenart des Klavierspiels, sondern betrifft alle Arten des Lernens.

Man kann also festhalten, dass Menschen, die sich alleine das Klavierspielen beibringen wollen, besonders motiviert und diszipliniert sein müssen.

Erfahrungsgemäß geben viele Autodidakten nach einer gewissen Zeit einfach auf und lassen es mit dem Klavierspielen bleiben.

Denn auch, wenn Klavierspielen großen Spaß machen kann, braucht man doch Geduld und viel Leidenschaft, um beim Üben immer am Ball zu bleiben.

Und viele Menschen bringen das einfach nicht mit.

Zusammengefasst ist sich selbst Klavierspielen also durchaus im Rahmen des Möglichen, so ist dies doch auf keinen Fall die einfachste und effizienteste Methode zum Klavier Lernen.

Besonders dann, wenn Ihr wirklich schnell Fortschritte machen wollt und ein ordentliches Niveau erreichen möchtet.

Klavier Lernen mit Klavierlehrer: Der schnellste und effektivste Ansatz

Um mit einem guten Lehrer Klavier spielen zu lernen, ist es nie zu spät.

Egal, ob Ihr Talent habt oder eher ein langsamer Lerner seid.

Der Vorteil ist hier offensichtlich: Ihr habt jemanden, der Euch immer persönlich fördert und individuell unterstützt.

Ein Klavierlehrer (egal ob privat oder an einer staatlichen Schule) ist eine Art Partner, der Euch mit seiner ganzen Kraft dabei unterstützt, Eure Ziele zu erreichen.

Mehr als nur ein fachlicher Profi ist ein Klavierlehrer auch jemand, der für Euch eine Motivationsquelle darstellen und verhindern kann, dass Ihr das Klavierspielen nach den ersten Problemen sofort wieder aufgebt.

Gerade dann, wenn Ihr allein Klavier lernt, passiert das ziemlich häufig.

Ein echter Klavierlehrer wird versuchen, seinen oder ihren Enthusiasmus für das Instrument mit Euch zu teilen.

Es gibt nichts Motivierenderes als jemand, der von seinem Fach schwärmt!

Ein Grund mehr, sich einen privaten Klavierlehrer zu nehmen oder sich an einer Schule einzuschreiben.

Klar, es gibt verschiedene Arten von Lehrern.

Wenn Ihr Euren Lehrer auswählt, zum Beispiel hier auf Superprof, dann müsst Ihr verschiedene Kriterien beachten.

Das Wichtigste ist natürlich, dass der Klavierlehrer Eurem Niveau gerecht wird.

Wenn Ihr schon richtig gut seid, dann solltet Ihr natürlich keinen Studenten wählen, der nebenher nur etwas Taschengeld dazu verdienen möchte und sich auf Unterricht für Anfänger spezialisiert hat.

Manche Lehrer sehen das Klavierspielen eher als Freizeitbeschäftigung, andere bieten einen eher „akademischen“ Ansatz an und verlangen Euch alles ab.

So kann es passieren, dass einige ambitionierte Schüler enttäuscht sind vom Mangel an Autorität ihrer Klavierlehrer, wie seltsam das auch klingen mag.

Sucht Euch also stets einen Klavierlehrer aus, der zu Euch und Euren Vorstellungen passt.

Nicht alle Lehrer sind gleich, sucht Euch also den richtigen aus! Welcher Lehrer ist der richtige für Euch? | Quelle: Pixabay

Um den richtigen Klavierlehrer auszuwählen, müsst Ihr Euch folgende Fragen stellen:

  • Was kann ich eigentlich schon? Welche Grundlagen bringe ich mit?
  • Was sind meine Stärken und Schwächen?
  • Welche Aspekte würde ich gerne vertieft angehen (Solfeggios, Techniken, welche Musikrichtung…)
  • Wieso will ich überhaupt Klavierunterricht nehmen? Was sind meine Ziele? Vor Freunden und Familie spielen, einfache Stücke lernen, klassische oder moderne Stücke spielen, mich als Pianist perfektionieren, meine Grundlagen festigen?
  • Was erwarte ich mir von einer Klavierstunde?
  • Wie motiviert bin ich? Wie viele Stunden pro Woche bin ich bereit zu üben und für das Klavierlernen zu opfern? Wie groß ist meine Disziplin, um durchzuhalten?
  • Wann habe ich Zeit zum Klavier lernen?

Wenn Ihr auf all diese Fragen eine Antwort geben könnt, dann wird Euch die Suche nach dem richtigen Lehrer viel einfacher fallen.

Damit der Klavierunterricht so gut wie möglich wird, solltet Ihr Eurem Lehrer dann von vorn herein mitteilen, warum Ihr ihn oder sie engagiert habt.

Dann könnt Ihr gemeinsam einen Lehrplan mit Zielen aufstellen.

Unser Tipp: Wenn Ihr nicht die finanziellen Möglichkeiten habt, um einen Klavierlehrer zu engagieren, dann erkundigt Euch doch einmal, ob es in Eurer Nähe eine öffentliche Einrichtung gibt und ob es dort ein Klavier gibt, das Ihr benutzen könnt.

Außerdem bieten private Lehrer auf Plattformen wie Superprof häufig lukrativere Angebote an als klassische Klavierlehrer an einer Musikschule.

Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Klavier Lernen!

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