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Wieviel Zeit muss man ins Klavier Spielen Lernen investieren?

Von Bertine, veröffentlicht am 18/07/2018 Blog > Musik > Klavier > Wann und wie oft sollte man Klavier üben?

Du ahnst es bereits: Mit dem Klavier ist es wie mit allem anderen – um weiterzukommen muss man üben! Und zwar am besten regelmäßig!

Dafür braucht man erstens eine gute Arbeitsmethode … und zweitens Zeit zum Klavierspielen.

Die häufig gestellte Frage „Wann sollte ich am besten Klavier spielen?“ betont die Wichtigkeit des Zeitfaktors, wenn man Pianist werden möchte.

Wir wollen versuchen, diese Frage hier zu beantworten.

Wie viel Üben ist notwendig? Frage Deinen Klavierlehrer!

Das Lernen spielt sich zu 80 oder 90 % der Zeit dann ab, wenn Du ganz alleine vor dem Klavier sitzt, neue Partituren entzifferst, Fingerübungen machst und Noten liest.

Klavier Spielen Lernen verlangt daher viel Autonomie von Seiten des Schülers.

Ein Lehrer kann Dir beim Lernen nicht ständig über die Schulter schauen.

Aber er spielt eine fundamentale Rolle, wenn es darum geht, dem Schüler eine effektive Lernmethode zu vermitteln.

Ein guter Lehrer ist nicht nur ein Lehrer, der hochwertigen Klavierunterricht gibt, sondern auch ein Mensch, der je nach der Persönlichkeit seines Schülers weiß, wie er arbeitet und wann er am besten alleine arbeiten kann.

Er sollte seinem Schüler während des Klavierunterrichts Rat geben können, wann und wie dieser zu Hause allein am Klavier arbeiten sollte.

Der Klavierlehrer ist auch dazu da, Dir eine gute Arbeitsmethode zu vermitteln.

Dein Klavierlehrer kann Dir helfen, aber üben musst Du schon allein. | Quelle: Pixabay

Um zu wissen, wann Du Klavier üben und zu Hause arbeiten solltest, ist es am besten, Deinen Klavierlehrer direkt zu fragen.

Er ist die Person, die Dir höchstwahrscheinlich eine personalisierte Empfehlung geben kann.

Damit seine Empfehlung relevant ist, erkläre klar, wie Du normalerweise arbeitest und was Deine Gewohnheiten sind.

Einige Lehrer sind sehr streng in Bezug auf die Art der Arbeit und stellen ihren Schülern einen minutiösen Arbeitsplan auf.

Andere begnügen sich damit, Dir einige allgemeine Regeln zu vermitteln und Dir eine Liste von Aufgaben zu geben, die zwischen zwei Kursen zu absolvieren sind.

Es ist an Dir, Dich für einen Lehrer zu entscheiden, mit dessen Arbeitsweise Du Dich wohl fühlst.

Klavierunterricht: Die Wichtigkeit der Einstellung und des Willens

Wenn Du Dir die Frage stellst, wann Du am besten Klavier üben solltest, dann kann es sein, dass Dein Lehrer es versäumt hat, Dir zu erklären, wie und wann Du außerhalb des Unterrichts üben solltest.

Es liegt an ihm, diese Frage zu beantworten.

Es kann aber auch sein, dass das Problem woanders liegt: Wenn Du Dich nicht ans Klavier setzt, ohne dass jemand hinter Dir steht, dann mangelt es Dir vielleicht an Motivation und Willenskraft.

Die meisten jungen Klavierschüler geben das Klavierspiel aus Mangel an Ausdauer, Entmutigung oder in Ermangelung einer guten Arbeitsmethode auf.

Daher die Bedeutung Deiner inneren Einstellung: Um effektiv am Klavier zu arbeiten, sind die wichtigsten Qualitäten, über die Du verfügen solltest, Wille, Motivation und der Wunsch, voranzukommen.

Um sich selbst zu motivieren und nicht zu verzweifeln (das Klavier ist ein schwieriges und anspruchsvolles Instrument), spielt der Klavierlehrer hier wiederum eine entscheidende Rolle.

Ein guter Klavierlehrer ist ein Lehrer, der seinen Schüler motivieren, ihm seine Leidenschaft für Musik weitergeben und ihm durch seine Klavierstunden Gefallen an der Arbeit vermitteln kann.

Die Zeitfrage beim Klavier Lernen: Ein echtes oder ein selbstgemachtes Problem?

Wenn Menschen sich fragen, wann sie Klavier spielen sollten, dann deshalb, weil ihnen die Zeit fehlt.

Egal, ob Du Schüler oder Arbeitnehmer bist, Deine Tage sind sicher bereits gut gefüllt.

Wie findet man also die Zeit, regelmäßig am Klavier zu arbeiten?

Denn es ist der Zeitmangel, der viele Menschen entmutigt und sie dazu bringt, das Klavierspiel recht schnell wieder aufzugeben.

Das Zeit-Problem existiert, das ist unbestreitbar und es wäre absurd, es zu leugnen.

Manche Leute haben sehr wenig Zeit, um sich dem Klavier zu widmen, und manchmal müssen sie andere Hobbies opfern, um am Klavier weiterzukommen.

Lass Dein Klavier nicht einstauben! | Quelle: Pexels

Aber oft ist der Zeitmangel auch nur eine Entschuldigung für einen Mangel an Willen und Motivation.

Wenn Du wirklich leidenschaftlich gerne Klavier spielen möchtest, wenn Du wirklich Fortschritte machen und ein echter Pianist werden willst, dann findest Du die Zeit, die Du brauchst. 

Stelle Dir einfach diese Frage: Ist es wirklich Dein Mangel an Zeit, der Dich davon abhält, Klavier zu spielen, oder ist es lediglich ein Vorwand?

Verschiedene Untersuchungen und Umfragen zeigen, dass Deutsche durchschnittlich 3 Stunden am Tag fernsehen.

Wir haben also alle Zeit, mehrere Stunden am Tag fernzusehen, aber keine Zeit, jeden Tag eine Stunde Klavier zu spielen?

Wie lange sollte ich Klavier üben?

Wenn Du wirklich leidenschaftlich und motiviert bist, Klavier zu lernen, dann findest Du normalerweise die nötige Zeit. Aber das beantwortet die wichtigste Frage nicht.

Die Frage, die wir hier beantworten wollen, ist, wieviel Zeit pro Woche wir investieren sollten.

Es ist offensichtlich, dass Du keine Fortschritte machen kannst, wenn Du die ganze Woche kein einziges Mal außerhalb der Unterrichtszeit an Deinem Klavier sitzt und übst.

Du wirst nicht weiterkommen, wenn Du eine Stunde pro Woche Klavier spielst.

Allerdings ist die Mindeststundenzahl, die man pro Woche Klavier spielen sollte, nicht für alle gleich.

Manche machen Fortschritte, indem sie zwei Stunden pro Woche arbeiten, während andere mindestens vier Stunden pro Woche arbeiten müssen, um beim Klavier Spielen Lernen wirklich voranzukommen.

Aber nicht nur die Arbeitszeit pro Woche zählt. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg, um am Klavier weiterzukommen.

Regelmäßigkeit hat beim Klavier Spielen Lernen oberste Priorität

Wie oft sollte ich Klavier Spielen üben?

Es ist besser, jeden Tag 30 Minuten zu arbeiten, als unregelmäßige dreistündige Arbeitssitzungen zu organisieren.

Es ist besser, weniger, aber regelmäßig zu arbeiten als andersherum.

Regelmäßigkeit ermöglicht Dir, Dich zu disziplinieren, um eine Einstellung zu entwickeln, die für das Klavierlernen günstig ist.

Regelmäßigkeit erzwingt und fördert Strenge, Disziplin und Wiederholung.

Bereite Deinen Klavierunterricht gut vor!

Arbeitssitzungen sollten jedes Mal mindestens 30 Minuten dauern. Es ist sehr schwierig, Fortschritte zu machen, wenn man weniger als eine halbe Stunde arbeitet, da es mindestens 10 Minuten dauert, bis man sich warm gespielt hat.

Nur am Wochenende Klavier spielen: Ist das möglich?

Einige Klavierschüler haben einfach nicht die Zeit, unter der Woche zu spielen.

Das ist besonders dann der Fall, wenn das Leben ohnehin schon recht voll ist: Berufsleben, Kinder, Zeit als Paar, andere Hobbies…  

Eine häufig gestellte Frage vieler Schüler ist, ob es reicht, nur am Wochenende zu spielen.  

Auch hier kann die Frage nicht eindeutig beantwortet werden. Für einige ist dieses Tempo geeignet und wird sogar echte Fortschritte ermöglichen. Für andere wird es schwieriger. Es hängt alles von den Menschen ab, aber vor allem von ihrer anfänglichen Motivation.

Einige schaffen es sogar, Klavier autodidaktisch zu lernen. Und sogar beim Singen Klavier zu spielen.

Aber das Hauptrisiko, nur am Wochenende Klavier zu spielen, liegt im Motivationsverlust.

Im Idealfall spielst Du mindestens alle drei Tage Klavier und somit unter der Woche.

Finde Zeit für das Klavierspiel, indem Du es zu Deiner Auszeit machst. | Quelle: Pexels

Wenn Du nur am Wochenende spielst und trotzdem weiterkommen möchtest, solltest Du jedes Wochenende mindestens zwei Stunden arbeiten.

Aber die beste Lösung ist, Platz für mindestens eine Arbeitssitzung unter der Woche zu schaffen.

Das „Wann“ und das „Wie“ beim Klavier Üben

Die Frage nach der Zeit, nach dem „Wann“, stand bisher im Mittelpunkt dieses Artikels.

Aber die Frage nach der Zeit ist eigentlich weniger wichtig als die Frage nach dem Wie. Es kommt eben nicht nur auf die Quantität an, sondern besonders auf die Qualität.

Manche verbringen ein bis zwei Stunden, manchmal sogar einen ganzen Tag vor ihrem Klavier, ohne wirklich voranzukommen.

Zu viel Arbeit kann auch auf eine schlechte Trainingsmethode hindeuten.

Auf der anderen Seite „arbeiten“ andere nur zwei Stunden pro Woche und machen echte Fortschritte.

Wenn Du qualitativ gut und intensiv arbeitest, kannst Du echte Fortschritte machen, auch wenn Du weniger arbeitest.

Es geht in diesem Artikel nicht darum, zu erklären, wie man „gut“ am Piano arbeitet.

Hier findest Du aber dennoch einige Tipps:

  • Arbeite nicht nur mit den Händen, sondern auch und besonders mit dem Gehirn. Versuche mal, schwierige Klavierstücke zu vereinfachen.
  • Um voranzukommen, muss Dein Gehirn während der Lernphasen hyperaktiv sein. Konzentration und ein gutes Gedächtnis, beides essentiell fürs Lernen, sind Fähigkeiten des Gehirns, die man trainieren kann.
  • Lege einen Arbeitsplan für jede Woche fest und setze Dir Ziele: Das Lesen einer Klavierpartitur, die Arbeit an einem bestimmten Stück oder einer Übung usw.
  • Und last but not least: Kombiniere Vergnügen und Arbeit! Ohne Vergnügen ist es schwierig, sich zu motivieren und weiterzukommen.

In diesem Sinne wünschen wir Dir viel Freude beim Klavier Lernen!

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