„Es ist nicht schwer, zu komponieren. Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen.“

– Johannes Brahms

Bisher hast Du im Klavierunterricht wahrscheinlich hauptsächlich Stücke von bekannten Komponisten nachspielen gelernt, die schon viele andere Klavierschüler*innen vor Dir geübt haben. Das ist eine gute Praxis, um das Klavier spielen an sich und die Kunst der Interpretation zu erlernen.

Wenn Du schon etwas fortgeschrittener bist, hast Du vielleicht auch damit angefangen das Improvisieren zu lernen und möchtest jetzt noch einen Schritt weitergehen und Deine eigenen Stücke komponieren.

Beim Komponieren werden nicht einfach wahllos Töne und Akkorde aneinandergereiht. Das Ganze soll am Ende ja schön klingen; und dafür kann eine Note, die man weglässt, genauso wichtig sein, wie die Noten, die man spielt.

Um den Einstieg ins Lieder schrieben zu finden, gibt es einige „Regeln“ aus der Musiktheorie, die Du befolgen kannst. Ebenso wichtig ist es aber, sich an einem bestimmten auch von diesen Regeln zu lösen, um etwas Neues und Lebendiges zu kreieren.

In diesem Artikel geben wir Dir Tipps, wie Du als Anfänger*in in der Komposition Deine ersten Versuche angehen kannst. Du wirst sehen, dass Du, je öfters Du komponierst, Deine eigenen Methoden finden wirst. Beim Komponieren wie beim Pianospielen lernt man nie aus.

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Und los geht's

So erleichterst Du Dir den Einstieg ins Komponieren am Klavier

Ein Musikstück schüttelt man nicht mal eben aus dem Ärmel, das ist klar. Vielmehr findet von der ersten Idee bis zum fertigen Lied ein Prozess statt, der auch bei Profis sehr unterschiedlich lange dauern kann.

Wenn Du gerade erst mit dem Komponieren anfängst, musst Du Dir erst ein paar Grundlagen aneignen, auf denen Du dann aufbauen kannst. Das heißt aber keineswegs, dass Du erstmal nur stundenlang trockene Theorie büffeln musst. Schon bei den ersten Schritten sollte die Praxis nicht zu kurz kommen.

Im besten Fall hast Du immer ein Instrument, zum Beispiel ein Klavier oder Keyboard, neben Dir stehen, damit Du sofort alles ausprobieren kannst. Damit sind wir eigentlich schon beim wichtigsten Punkt: wenn Du Musik schreiben willst, musst Du lernen, Musik zu hören und zu beurteilen, was gut klingt.

Bevor wir zu der Theorie und den möglichen Arbeitsschritten beim Komponieren an sich kommen, möchte ich Dir einige Tipps mit auf den Weg geben, wie Du ein neues Verständnis für Musik entwickeln kannst, das Dir beim Song schreiben helfen wird.

Musik hören lernen

Wenn Du anfängst, Klavier zu lernen, dann normalerweise, weil Du Musik liebst. Und wer Musik liebt, hört meist viel Musik und setzt sich damit auseinander. Dieses, vielleicht noch unbewusste, Wissen und Erfahrung kannst Du nutzen, um Deine eigenen Stücke zu schreiben.

Oft ist das Musik hören eher eine Nebenbeschäftigung; beim Fahrradfahren, Abwaschen oder sogar beim Lesen. Dabei lassen wir uns eher von der Musik berieseln, anstatt sie wirklich zu hören. Wenn Du komponieren lernen willst, geht es erstmal darum, aktiv Musik zu hören.

Das bedeutet, dass man neben bei nichts anderes macht. Du konzentrierst Dich voll und ganz auf die Musik und beobachtest, was in dem Song passiert. Das ist auch eine gute Gelegenheit, mal über Deinen musikalischen Tellerrand hinaus zu blicken und Dir Lieder anzuhören, die sonst nicht auf Deiner Playlist sind.

Der große Pianist und Bad-Leader Duke Ellington soll einmal gesagt haben: „Es gibt nur zwei Arten von Musik: gute Musik und die andere Art.“ Auch wenn Dir ein bestimmter Stil nicht gefällt, heißt das nicht, dass Du davon nicht auch etwas lernen kannst.

Konzentriere Dich erstmal auf die Struktur der Stücke. Gibt es musikalische Teile, die mehrmals vorkommen? Wenn ja, wie oft und in welcher Abfolge? Du wirst sehen, dass sehr viele Songs einen ähnlichen Aufbau haben.

Auch Musik hören kann man lernen, es hilft beim Komponieren.
Höre Dir Songs aus unterschiedlichen Musikrichtungen genau an. Das hilft DIr später beim Songwriting. | Quelle: Shunya Koide via Unsplash

Schließlich kannst Du anfangen zu beobachten, wie die Songs musikalisch funktionieren. Versuche die Akkordfolgen herauszuhören. Wenn das noch etwas zu schwierig ist, kannst Du auch im Internet nach Leadsheets suchen, auf denen sie notiert sind. Wenn Du die Akkordfolgen mehrerer Songs miteinander vergleichst, werden Dir auch hier einige Gemeinsamkeiten auffallen, von denen Du Dir einige Regeln zum Komponieren ableiten kannst.

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Dasselbe gilt für die Melodien. Versuche sie auf Deinem Klavier nachzuspielen oder zu singen. Auch wenn sie sehr unterschiedlich klingen, wirst Du bei dieser Übung herausfinden, dass Melodien, die als schön oder interessant empfunden werden, ähnlichen Prinzipien folgen.

Der letzte Schritt besteht darin, die Melodie und die Akkorde darunter gemeinsam zu betrachten und den harmonischen Zusammenhang zu erkennen. Auch hier wirst Du mit der Zeit ein Muster erkennen, dass sehr oft vorkommt.

Bei all diesen Schritten kann es Dir helfen, die Akkorde und Melodien auf einem Klavier oder Keyboard  anzuspielen. Es ist dafür nicht nötig, dass Du jedes Stück perfekt nachspielen können musst. Du kannst auch komplizierte Klavierstücke so vereinfachen, dass Du die Grundakkorde und die Melodie, ohne viel zu üben, auf dem Klavier nachspielen kannst. Es geht ja jetzt für einmal nicht darum, diese Songs wirklich zu lernen, sondern zu erkennen, wie sie funktionieren.

Welche Rolle spielt die Improvisation?

Improvisation bedeutet spontan ein Solo oder ein ganzes Stück entstehen zu lassen. Das klappt selten beim ersten Versuch und braucht etwas Übung. Um das Improvisieren zu lernen, ist es hilfreich einige Kenntnisse der Harmonielehre zu haben und die Theorie in der Praxis anwenden zu können.

Beim Komponieren hingegen geht es darum, sich Zeit zu nehmen, sich ein Stück auszudenken, darum rumzutüfteln und es zu perfektionieren. Die theoretischen Grundlagen dafür sind dieselben wie beim Improvisieren. Auch wenn beides in der Praxis unterschiedlich funktioniert, sind Erfahrungen in beiden Bereichen bereichernd.

Auch hier geht es wieder nicht darum, die perfekte Improvisation auf die Tasten zu zaubern. Du bist allein in Deinem Zimmer und es hört Dir niemand zu. Das Ziel ist es, möglichst ungehemmt, Verschiedenes auszuprobieren. Die wenigsten Menschen sind in der Lage, sich ein Musikstück komplett im Kopf ausdenken und es genauso zu Papier bringen.

Fast alle Komponist*innen müssen, das was sie sich ausdenken, erstmal auf einem Instrument ausprobieren. Sobald Du etwas Übung im Improvisieren hast, werden Dir direkt beim Spielen immer mehr Ideen kommen. Du kannst so auf Deinem Klavier Melodien und Harmonien finden, auf die Du sonst nie gekommen wärst.

Wenn Du noch wenig oder keine Erfahrung mit dem Improvisieren hast, gehst Du Melodie und Akkorde am besten erstmal einzeln an. Probiere eine kurze Sequenz aus und wiederhole sie mehrmals mit unterschiedlichen Variationen. Was passiert, wenn Du einzelne Töne änderst? Welche unterschiedlichen Rhythmen kannst Du damit erzeugen?

Ist die Improvisation kein Neuland für Dich, kannst Du Dir natürlich von Anfang an eine Akkordfolge vorgeben und dazu improvisieren.

Nimm Dich beim Improvisieren mit Deinem Handy auf, damit die guten Ideen nicht gleich wieder verloren gehen. Bei diesem Arbeitsschritt ist es besser, wenn Du im Flow bleiben kannst und nicht Dir zwischendurch Notizen machen musst. Vielleicht hast Du schon nach einigen Minuten ein musikalisches Motiv oder Thema gefunden, an dem Du weiter feilen kannst.

Es geht hier nicht darum, durch große Fingerfertigkeit am Klavier. Deine Virtuosität unter Beweis zu stellen. Wenn Du nicht zu schnell und nicht zu komplexe Improvisationen spielst, wirst Du besser heraushören, was gut funktioniert. Du kannst dann immer noch in einem späteren Arbeitsschritt dem Ganzen etwas Würze verleihen.

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Lerne Dir auch beim Spielen zuzuhören, nur so kannst Du eigene Songs schreiben.
Die verschiedenen Schritte im Sonwriting finden direkt am Instrument statt. | Quelle: Tadas Mikuckis via Unsplash

So findest Du das Selbstvertrauen zum Lieder schreiben

Lieder komponieren lernt man nicht von heute auf morgen. Erwarte nicht schon am ersten Tag das perfekte Ergebnis. Wenn Du Dir Zeit gibst, regelmäßig übst und Dich selbst liebevoll kritisch betrachtest, wirst Du erkennen, wie Du von Tag zu Tag Fortschritte machst; das funktioniert beim Komponieren nicht anders als beim Klavier spielen lernen.

Lege all Deine Hemmungen und Deine Angst vor falschen Tönen ab. Niemand hört Dir zu, Du machst das nur für Dich selbst. Wie willst Du wissen, was besonders gut klingt, wenn Du nie etwas gespielt hast, das sich nicht gut anhört? Wie willst Du die richtigen Töne finden, wenn Du nicht auch mal ein paar schiefe hast?

Beim Improvisieren und Komponieren lernen gibt es erstmal keine Fehler! Alles was Du tun musst; ist möglichst viel auszuprobieren, zu beurteilen und das was nicht gut klang wegzulassen. Du wirst sehen, wie Dir das immer leichter fallen wird.

Du kannst Dir auch jederzeit während des Schreibprozesses Rückmeldungen von Anderen einholen. Wähle eine Person aus, der Du vertraust und erkläre, dass Deine Komposition noch nicht fertig ist, Du aber mal einen Zwischenstand präsentieren möchtest.

Bitte um eine differenzierte Kritik: Was gefällt schon besonders gut? Was kann noch verbessert werden? Und warum sollte es verbessert werden?

Auch Professioneller Klavierunterricht kann Dir helfen, Dein Klavierspiel zu verbessern und Dein musikalisches Selbstvertrauen aufzubauen. Auf Superprof findest Du die passenden Kurse in Deiner Region, z.B. Klavierunterricht Hannover oder Klavierunterricht online per Webcam.

Welche Kenntnisse der Musiktheorie braucht man zum Komponieren?

Ich habe es bereits mehrmals erwähnt: wenn Du am Klavier komponieren lernen willst, brauchst Du einige grundlegenden theoretischen Kenntnisse.

Man hört immer wieder von großen Musikgenies, die keine Noten lesen konnten und noch nie etwas von Harmonielehre gehört haben; es muss also möglich sein ohne Theorie große Musik entstehen zu lassen. Welches Geheimnis verbirgt sich dahinter? Keins!

Die Musik war vor der Theorie da; diese dient nur dazu etwas zu beschreiben, um es greifbar zu machen. Musiker*innen, die ganz ohne Notenlesen und Harmonielehre auskommen, haben „einfach nur“ die besondere Gabe über ihr Gehör die Gesetzmäßigkeiten der Musik zu erkennen und selbst anwenden zu können, ohne die Worte dafür zu kennen.

Sieh die Musiktheorie also als Geschenk, das Dir beibringen kann, was andere anscheinend von Natur aus können.

Um die Musiktheorie zu verständlich zu erklären, wird die Notenschrift zu Hilfe genommen. Ein erster Schritt, den Du gehen kannst, um Dir die notwendige Theorie anzueignen, ist es Noten lesen zu lernen, wenn Du das nicht sowieso schon im Klavierunterricht Berlin gelernt hast).

Im selben Atemzug kannst Du Dir auch das Noten schreiben beibringen. Dieses wird nötig sein, wenn Du Dein Stück aufschreiben willst, um es für Dich festzuhalten oder mit anderen zu teilen.

Komponieren ohne Noten lesen und schreiben zu können ist schwierig.
Ein Grundverständnis der Musiktheorie erleichtert Dir das Finden eigener Akkordfolgen. | Quelle: Maksym Kaharlytskyi via Unsplash

Was ist eine Akkordfolge?

Eine Akkordfolge ist Abfolge von Akkorden, die aber nicht beliebig gewählt wurde. Manche Akkorde passen besser zu einander als andere. Das hängt damit zusammen, dass sie derselben Tonart entspringen. Auf jedem Ton einer Tonleiter kann ein Dreiklang aufgebaut werden, der nur die Töne aus der jeweiligen Tonleiter enthält. Daraus ergeben sich pro Tonart 3 Dur-, 3 Moll- und ein halbverminderter Akkord.

Man nennt diese Akkorde auch Stufenakkorde. Der Akkord auf dem Grundton der Tonleiter, wird als erste Stufe bezeichnet, die weiteren Stufen werden in aufsteigender Reihenfolge durchnummeriert. Du kannst sowohl auf Dur- und auf Moll-Tonleitern Stufenakkorde bilden. Bei beiden Varianten werden dann sowohl Dur- als auch Mollakkorde vorkommen. Unser Gehör erkennt aber sehr schnell das Tongeschlecht eines Stückes und wird eine Moll-Akkordfolge anders wahrnehmen als eine Dur-Folge.

Damit Du Dich für das Passende entscheiden kannst, musst Du den klanglichen Unterschied zwischen Moll und Dur kennen:

  • Dur: klingt positiv, optimistisch, fröhlich, leicht
  • Moll: klingt melancholisch, traurig, schwer

Konzentriere Dich zu Beginn auf die Stufendreiklänge aus einer Tonart. Ein Großteil der bekannten Songs aus der Rock- und Pop-Musik orientieren sich an genau diesem Prinzip. Wenn Du Dir bereits einige Lieder genau angeschaut und sie verglichen hast, wirst Du vielleicht erkannt haben, dass die Akkordfolgen oft sehr ähnlich sind.

Scheue Dich nicht, sie auch zu verwenden. Sie werden immer gut klingen und lassen Dir immer noch genügend Freiheiten (z.B. im Rhythmus oder der Melodie), um ganz was Eigenes zu schaffen.

Entscheide Dich also erstmal für eine Tonart. Wenn Du bereits weißt, dass Du zum Klavier spielen singen möchtest, bietet es sich an, von Anfang an eine Tonart zu wählen, in der Du Dich beim Singen wohlfühlst.

Suche Dir dann in dieser Tonart die passenden Stufenakkorde raus und probiere verschiedene Akkordfolgen aus, bis Du eine findest, die Dir besonders gut gefällt. Die beliebtesten Folgen sind:

  • I-I-IV-V
  • I-VI-IV-V
  • II-IV-I-V
  • II-V-I
  • VI-IV-I-V

Du kannst damit frei umgehen: einen Akkord mehrere Takte lang durchspielen, zwischen zwei Akkorden hin und her wechseln, bevor Du weitergehst, zwei der Folgen aneinanderreihen…Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: probiere aus und behalte, was gut klingt.

Auch rhythmisch bist Du frei. In einem ersten Schritt kannst Du zwei verschiedene Varianten ausprobieren:

  1. alle Töne des Akkords gleichzeitig anschlagen
  2. den Akkord arpeggieren; das bedeutet, dass Du einzelne Akkordtöne nacheinander spielst. Dadurch entsteht eine etwas leichtere, fließende Begleitung

Wenn Du gang neu mit dem Komponieren am Klavier anfängst, ist es wichtig möglichst viel auszuprobieren, aber nie zu viel auf einmal!  Ändere immer nur eine Kleinigkeit, niemals gleichzeitig Rhythmus und Akkordfolge. Es wird sonst schier unmöglich zu vergleichen und zu beurteilen, was besser passt.

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Was ist eine Melodie?

Melodien kommen oft mit kleinen Intervallen aus.
Finde eine Melodie, die schön klingt und gut singbar ist. | Quelle: Joshua Woroniecki via Unsplash

Eine Melodie ist eine in sich geschlossene Abfolge von Tönen, die singbar ist. Eine gute Melodie hat außerdem einen Wiedererkennungswert und führt die Zuhörer*innen durch einen Song. Damit sie nicht langweilig wird, darf sie auch ab und zu überraschen.

Du kannst Dir eine Melodie wie ein gesprochener Satz vorstellen, der einen Anfang und ein klar gesetztes Ende hat. Manchmal ist dieses Ende ein Fragezeichen, auf das eine Antwort folgt; manchmal ein Punkt, mit dem eine Aussage abgeschlossen ist.

In der Musik wird das auch oft Thema genannt. Eine Melodie, oder eben ein Thema, lässt setzt sich aus mehreren kleineren Teilen zusammen, die sogenannten Motive.

Die Motive werden zwar aneinandergereiht, aber gleichzeitig auch von einander abgegrenzt. Sie enden oft auf einer etwas längeren Note und/oder es folgt eine kurze Pause, bevor das nächste Motiv folgt. Damit wären wir wieder beim Eingangszitat zu diesem Artikel: nicht nur die Töne, die man spielt, sind wichtig, sondern auch die, die man nicht spielt.

Beim Schreiben Deiner ersten Melodie, solltest Du das immer im Hinterkopf behalten. Reihe nicht endlos Töne aneinander. Kreiere viel mehr kurze, sinnvolle Tonfolgen und gib den Zuhörer*innen immer mal kurz Zeit, durchzuatmen.

Ein weiterer Punkt, der Dir schnell auffallen wird, wenn Du verschiedene Melodien miteinander vergleichst, ist, dass sie oft über weite Strecken mit kleinen Intervallen auskommen (Halbtonschritte, Ganztonschritte, kleine und große Terzen). Bereits Quarten haben oft einen Überraschungseffekt und sollten deshalb sparsam eingesetzt werden.

Um eine gute Melodie zu schreiben, die auch zu der begleitenden Akkordfolge passt, sollten hauptsächlich Töne aus der gewählten Tonart verwendet werden. Andere Töne sind zwar erlaubt, aber auch hier kann ein einziger Ton schon eine riesige Wirkung haben. Lass sie zu Beginn ganz weg und probiere später behutsam aus, was passiert, wenn Du vereinzelt einen leiterfremden Ton einfügst.

Um einen guten Start in Deine Melodie zu finden, lässt Du sie am besten auf einem der Dreiklangtöne der ersten Stufe Deiner gewählten Tonart starten. Damit haben die Hörer*innen bereits eine erste Orientierung. Die einzelnen Motive eines Themas enden sehr häufig auf einem der Töne aus dem Akkord, der in diesem Moment darunter liegt. Das gibt uns das Gefühl eines kurzen Zwischenhalts.

Um eine Melodie zum Abschluss zu bringen, lässt man sie oft auf dem Grundton der Tonart, in der der Song geschrieben ist, enden. Gelichzeitig wird meist zum Abschluss auch der entsprechende Akkord der ersten Stufe gespielt. Dies gibt uns ein Gefühl angekommen zu sein; die Spannung, wird aufgelöst.

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Struktur und Dramaturgie eines Songs

Auch beim Song-Aufbau gilt die Devise: weniger ist mehr. In einem ersten Schritt beim Musik hören hast Du Dich vor allem auf den Aufbau konzentriert und vielleicht schon einige Prinzipien erkannt, die immer wieder vorkommen.

Die meisten Rock und Pop Songs haben mehrere Strophen, einen Refrain und teilweise eine Bridge. Sie haben also zwei bis drei unterschiedliche Songteile, von denen zwei (Strophe und Refrain) mehrmals im Wechsel vorkommen. Die Bridge kommt meist gegen Ende eines Songs (nach dem zweiten oder dritten Refrain) und wird nur einmal gespielt.

Dies sind häufigen Songstrukturen (V=Strophe, C=Refrain, B=Bridge), an denen Du Dich erstmal orientieren kannst; aber nicht musst! Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, die gut funktionieren können und auch immer wieder verwendet werden:

  • VCVCBC
  • VVCVC
  • VVV

Jeder dieser drei Teile kann eine eigene Akkordfolge und eine eigene Melodie haben, damit man sie auch von einander unterscheiden kann. Nur weil Strophe und Refrain mehrmals vorkommen, heißt das aber nicht, dass sie jedes Mal exakt gleich klingen müssen.

Gerade in Liedern, bei denen gesungen wird, ist es offensichtlich: in jeder Strophe ändert sich der Text. Aber auch musikalisch kann sich etwas verändern. Häufig kommen nach und nach mehr Instrumente dazu, das Stück wird lauter, intensiver oder ganz im Gegenteil, es folgt plötzlich ein Teil, der viel ruhiger ist als alle davor.

Diese Bewegung über ein ganzes Musikstück hinweg nennt man auch Dramaturgie. Der Begriff stammt aus dem Theater und beschreibt, wie in einem Stück Spannung aufgebaut wird und es schließlich zu einem Höhepunkt und einem Abschluss kommt.

Genau dieses Prinzip lässt sich auch auf Lieder übertragen. Das Spiel zwischen Spannung und Entspannung sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Nimm Deine Zuhörer*innen mit auf eine Reise, der sie gut folgen können. Sorge ab und zu für eine Überraschung, etwas Abwechslung oder lass die Spannung stetig ansteigen, bis sie kurz vor Ende zu einem Höhepunkt kommt.

EIn Song entsteht nicht aus dem Nichts, arbeite Dich in kleinen Schritten voran.
Halte Deine Ergebnisse auch schriftlich fest, damit Du Dein selbst komponiertes Lied mit anderen teilen kannst. | Quelle: Eilis Garvey via Unsplash

Ein Klavierstück komponieren - Schritt für Schritt

Wenn Du nun bereit bist, kann es losgehen. Vielleicht hast Du bereits ein Thema oder Motiv im Kopf, auf dem Du aufbauen kannst. Bevor es richtig losgeht, kannst Du Dir einige Fragen stellen, damit Du weißt, wo die Reise hingehen soll:

  • Soll das Lied aufwühlen?
  • Soll es die Menschen zum Lachen bringen?
  • Willst Du gute Laune verbreiten?
  • Gibt es eine Geschichte, die Du erzählen möchtest?
  • usw.

Mit dem Beantworten dieser Fragen, wirst Du Dir über das Gefühl klar, das Du vermitteln willst. Das wird Dir bereits dabei helfen, ein Tongeschlecht (Dur oder Moll) und eine Grundrhythmik (langsam, getragen; beschwingt und fröhlich; kraftvoll, aggressiv, …) geben.

Beim Erarbeiten Deiner Komposition an sich hast Du dann zwei Möglichkeiten, wie Du vorgehen kannst.

  • Ausgehend von einer Akkordfolge: Wähle, wie oben beschrieben eine Tonart und probiere verschiedene Akkordfolgen aus. Wenn Du eine gefunden hast, die Dir gefällt, spielst Du sie auf dem Piano mit der linken Hand und improvisierst mit der rechten eine Melodie darüber. Dazu verwendest Du hauptsächlich die Töne aus der gewählten Tonart, bevorzugt immer diejenigen, die in dem Akkord darunter auch vorkommen. Das sind die Töne, auf denen Du Dich ausruhen kannst und die auf jeden Fall gut klingen. Die dazwischenliegenden dürfen gerne als Durchgangstöne verwendet werden. Wenn Du sie länger aushältst wirst Du feststellen, dass es zu Dissonanzen kommt (was natürlich auch interessant sein kann).
  • Ausgehend von einer Melodie: Du hast bereits eine Melodie gefunden und suchst nun die passenden Akkorde? Analysiere Deine Melodie genau. Finde erstmal die Tonart, in der sie geschrieben ist und suche die dazugehörigen Stufenakkorde raus. Schaue nun in jedem Takt, welches der wichtigste Ton Deiner Melodie ist (oft der erste oder der, der am längten ausgehalten wird. Probiere dann einen Stufenakkord dazu aus, der diesen Ton enthält. So arbeitest Du Dich nach und nach durch die ganze Melodie, bis Du eine passende Akkordfolge gefunden hast.

Zu beiden Varianten gibt es noch unzählige weitere Methoden. Die beschriebenen, bieten sich aber für Anfänger*innen in der Komposition besonders gut an, da sie mit einem Minimum an Theorie auskommen.

Auch hier geht nichts über Ausprobieren und genau hinhören. Deine Ohren sind Dein wertvollstes Hilfsmittel beim Lieder schreiben!

Musik Schreiben: Wie geht das?

Für das Komponieren gibt es besondere Programme.
Es gibt Computer-Programme in denen Du Deine Kompositionen aufschreiben und anhören kannst. | Quelle: Omar Prestwich via Unsplash

Nachdem wir Melodien, Rhythmen und Akkordfolgen ausprobiert und wieder und wieder getestet haben, bringen wir die Ergebnisse zu Papier. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass Du die Notenschrift so gut kennst, dass Du sie auch selbst anwenden kannst.

Du kannst dafür, ganz altmodisch, Notenpapier verwenden und mit einem Bleistift die Noten und Pausen auf die Linien zeichnen.

Mittlerweile gibt es aber auch zahlreiche Softwares, die das Musik schreiben erleichtern. Gerade wenn Du kein Klavier zur Verfügung hast, wirst Du Deine wahre Freude daran haben.

Beim digitalen Aufschrieben von Musik, kannst Du auch gleich ganze Partituren für verschiedene Instrumente erstellen. Zudem kannst Du Dir vom Programm die geschriebenen Noten vorspielen lassen, um zu beurteilen, ob es auch wirklich so klingt, wie Du es Dir vorstellst.

Ein sehr umfangreiches kostenloses Programm zum Komponieren und Noten schreiben ist MuseScore. Damit hast Du eigentlich alles, was Du für den Anfang brauchst und sogar noch mehr. Du wirst wahrscheinlich einen Moment brauchen, um Dich an die Bedienung zu gewöhnen und die ganzen Zusatzfunktionen, die für Anfänger*innen nicht unbedingt nötig sind, außer Acht zu lassen.

Mit MuseScore hast Du aber ein super Programm, dass Dir viele Möglichkeiten bietet und auch von erfahrenere Komponist*innen noch gerne eingesetzt wird.

Worauf wartest Du noch? Je schneller Du anfängst, Dich auszuprobieren, umso eher wirst Du Deinen ersten Song geschrieben haben. Viel Spaß beim Songwriting Entdecken und Lernen! Wenn du einen Privatlehrer für Klavierunterricht suchst, schau auf Superprof!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.