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Hauptstadt oder Katalonische Küstenstadt? Welche Stadt soll es werden, um Euer Spanisch aufzupimpen?

Von Anna, veröffentlicht am 12/12/2017 Superprof Blog DE > Sprachen > Spanisch > Madrid oder Barcelona – in welcher Stadt lernt Ihr am besten Spanisch?

Ihr liebt Spanien und wollt das Land für Euch entdecken?

Doch ist die Entscheidung, in welche Ecke der Iberischen Halbinsel Ihr gehen sollt, gar nicht so einfach. Madrid und Barcelona haben jeweils ihre Vorzüge und Reize. Aber in welcher Stadt lässt es sich besser aushalten und wo kann man am besten Spanisch Lernen?

Wir wollen dieser Frage gemeinsam mit Euch auf den Grund gehen, uns die Städte genauer anschauen und Euch helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Kleine, aber feine Unterschiede gibt es, beispielsweise im Bezug auf die Arbeitswelt, Feiertage und Willkommenskultur sowie, natürlich, in Bezug auf den Dialekt: Kastilisch oder Katalanisch?

Entdeckt mit uns die beiden größten Metropolen Spaniens!

Städtetrip: Madrid oder Barcelona?

Für einen Städtetrip von 3 bis 6 Tagen außerhalb der Hochsaison sind beide Städte bestens geeignet. Neben vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten bieten sowohl Madrid als auch Barcelona Möglichkeiten zur Entspannung.

In Barcelona könnt Ihr im Frühjahr am Meer spazieren gehen und seid direkt im Urlaubsfeeling. Aber denkt daran, zumindest einen dünnen Schal zu tragen, da heiße und trockene Winde zu dieser Zeit wehen.

Die beste Reisezeit für die Hauptstadt ist Frühjahr oder Herbst. Im Sommer kann Madrid mit bis zu 40°C buchstäblich zum Backofen werden, während das Thermometer im Winter auf bis zu -10°C fallen kann.

Die Madrilenen haben ein passendes Sprichwort: „nueve meses de invierno, tres meses de infierno“, was übersetzt soviel wie „9 Monate Winter, 3 Monate Hölle“ bedeutet.

Madrid oder Barcelona als Sommerurlaubsziel?

Wenn Ihr Urlaub immer mit Meeresrauschen und Badengehen verbindet, dann ist Barcelona die richtige Wahl. Ihr könnt von Las Ramblas aus zum Hafen laufen, einen Blick auf die luxuriösen Yachten werfen und Euch am Strand sonnen.

Barceloneta ist der Strand, der dem Stadtzentrum von Barcelona am nächsten ist (20 Minuten mit der Metro).

Sportbegeisterte, wie Kitesurfer, Windsurfer und Surfer finden Ihr Glück am Strand von Mar Bella.

Sucht Ihr nach einem kleinen Strand mit Bars und Restaurants, solltet Ihr an den Strand von Nova Icaria gehen. Mögt Ihr unberührte Natur, dann wird die Sandbank von Bogatell Euer Herz höher schlagen lassen.

Alle Strände Barcelonas sind überwacht und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich gemacht.

Wer Wassersport liebt, findet in Barcelona sein Glück. Für Surfer ist Barcelona eindeutig die richtige Entscheidung. |Quelle: Pixabay

In Madrid könnte Euch das kühle Nass fehlen, aber als Alternative gibt es viele Schwimmbäder und Sportzentren (Isabel II Kanal und Casa de Campo).

Das Besondere an Madrid: Es gibt Schwimmbäder auf Dächern, wie dem des Hotels Emperador oder das Natur-Schwimmbad von Manzanares.

Kurzum, beide Städte sind perfekte Orte, um während des Sommerurlaubs Spanisch zu lernen, wobei aber Barcelona mit Strand und Meer natürlich etwas mehr punkten kann.

In Madrid oder Barcelona arbeiten?

Es könnte schwierig werden, so ganz ohne Spanischkenntnisse in Spanien einen Job zu finden.

Die Katalanen haben den Ruf, recht protektionistisch zu sein, weshalb es in Barcelona schwieriger ist, als Ausländer eine Arbeit zu finden.

Mit Euren Deutschkenntnissen und eventuellen zusätzlichen Fremdsprachen wie Englisch oder Französisch weist Ihr allerdings ein internationales Profil auf und habt doch ganz gute Chancen, in dieser touristischen Stadt etwas zu finden.

Wenn Ihr nur Spanisch (Kastilisch) sprecht und kein Katalan, wird es Euch in Madrid sicherlich leichter fallen. Barcelona ist zweisprachig, wobei aber eine zunehmende Tendenz Richtung Katalan zu vermerken ist.

Bei Ausländern passen sich die Einwohner Barcelonas aber fast immer an, indem sie in der Sprache antworten, in der sie angesprochen werden, also entweder in (kastilischem) Spanisch oder Katalan.

In Madrid habt Ihr als Ausländer bessere Chancen, aber Euer Lebenslauf muss stimmen, denn die Krise trifft meist prekäre Arbeitsplätze und Expatriats als Erstes.

Madrid ist die wirtschaftlich stärkste Region vor Barcelona. Madrid ist das Wirtschafts- und Finanzzentrum Spaniens. | Quelle: Pixabay

Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr die Unterschiede zwischen Spanisch und Katalan in Spanischkursen lernen!

Oder Ihr nehmt noch vor dem Urlaub Privatunterricht in Spanisch.

In Spanien studieren: Barcelona vs. Madrid

Nicht wenige deutsche Studenten sind vom Erasmus-Austauschprogramm angetan und ebenso von der Vorstellung, in Spanien zu studieren. Madrid steht symbolisch für die spanische Kultur, während Barcelona Vorzeigestadt für die Kultur Kataloniens ist.

Wenn Ihr Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften studieren möchtet, gilt die Universidad Pontificia Comillas de Madrid als eine der besten Spaniens.

Für Studenten, die sich für eine private Hochschule entscheiden, finden sich in beiden Städten Business Schools:

  • Esade (Barcelona)
  • IE Business School (Madrid) + Spanischkurse
  • IESE (Barcelona und Madrid)

Egal welche Stadt Ihr für Euer Auslandsstudium in Spanien wählt, Ihr werdet in Madrid wie auch in Barcelona Erfahrungen in internationalen Studenten-WGs à la „Auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr“ (ein Film von Cédric Klapisch) sammeln dürfen.

Ob Ihr dabei in WG-Küchen Eure Abende mit den Mitbewohnern bei Tapas und Wein verbringt oder am Wochenende gemeinsam das Nachtleben unsicher macht bzw. etwas zusammen unternehmt – eine Wohngemeinschaft mit spanischen Mitbewohnern ist sicherlich das beste Mittel, um sofort in die spanische Welt einzutauchen!

Wenn Ihr immer noch nicht genau wisst, welche Stadt zu Euch passt, dann werft doch auch mal einen Blick auf die Top 5 der besten spanischen Studentenstädte.

In WG's findet man schnell Anschluß auch für gemeinsame Wochenendausflüge. Um Madrid könnt Ihr mit Euer WG am Wochenende einen Ausflug in „La Pedriza“ machen und wandern. | Quelle: Pixabay

Kultururlaub in Madrid oder Barcelona verbringen?

Barcelona ist von seinem Architekten Gaudi geprägt worden.

Er hat mehrere architektonische Schätze in der Stadt hinterlassen, die man unbedingt gesehen haben muss:

  • Park Güell und seine Mosaike
  • Casa Vicens (das erste Werk Gaudis)
  • Die Sagrada Familia
  • Casa Milà mit seinen faszinierenden Fassaden, welches einem Höhlenhaus ähnelt
  • Die Krypta der Colonia Güell

Aber auch andere schöne Dinge wollen in Barcelona entdeckt werden, wie das historische Zentrum Barrio Gótico, der Botanische Garten auf dem Montjuïc Hügel, das Picasso Museum oder das Nationale Kunstmuseum von Katalonien (MNAC).

Für die Planung Eures Aufenthalts könnt Ihr Euch bei Lonely Planet inspirieren lassen.

Gaudis Mosaike im Parc Güell in Barcelona. Aussicht von Parc Güell auf Barcelona.| Quelle: Pixabay

Madrid wiederum steht für eine eher klassischere Architektur, die aber mindestens genauso schön anzusehen ist.

Hier einige Sehenswürdigkeiten, die man in Madrid nicht verpassen sollte:

  • Der königliche Palast: Der Besuch lohnt sich besonders am Mittwochmorgen, um die königliche Garde zu sehen!
  • Das Tor von Moncloa bzw. der Siegesbogen: Er wurde unter dem Diktator Francisco Franco erbaut, der seinen Sieg während des Bürgerkriegs (1939) symbolisieren soll. Heute ist es ein Ausstellungsort.
  • Der Zarzuela Palast: Dies ist die derzeitige Residenz der königlichen Familie.
  • Das Prado Museum: Es umfasst Werke aus dem 14.-19. Jahrhundert und Ihr könnt Meisterwerke von Velasquez und Goya sehen.

Kommen Nachtschwärmer in Madrid oder Barcelona besser auf ihre Kosten?

Beide Städte sind Partystädte, allein schon weil es große spanische Städte voller Leben sind, die aber auch international geprägt sind.

Barcelona ist eine Stadt, die nie schläft. Sie ist voll von Flamenco-Clubs, Techno-Schuppen oder überfüllten Tapas-Bars. Das Ausgehen fängt bereits am späteren Abend mit Tapas in einer Tapasbar an (von Tortillas bis hin zu Calamares). Die besten Viertel sind Raval, Born, Sants und Gràcia.

Las Ramblas sind immer eine gute Adresse für Begegnungen und ausgelassene Stimmung, bevor es in eine Bar im Zentrum geht, wie ins Margarita Blue oder Fianna.

Gut zu wissen: Der Stadtteil Eixample ist das „Schwulenviertel“, wo sich entsprechend viele Bars und Clubs angesiedelt haben.

In Barcelona reicht es, etwas herumzuspazieren, um Flyer in die Hand gedrückt zu bekommen, die Euch kostenlosen (oder fast kostenlosen) Eintritt in die meisten Clubs verschaffen. Allerdings muss man relativ spät ausgehen, da um Mitternacht die Tanzflächen noch leer sind!

Für jeden Partytyp ist etwas dabei. Hier einige Beispiele:

  • Elektro: Sala Apolo
  • Schick: Sutton Club
  • Nu Disco: Wharehouse BCN

Tipp: Um bei einheimischen Nachtschwärmern besser zu landen, könnt Ihr immer vor Eurem Urlaub Euer Spanisch ein wenig auffrischen oder verbessern!

Die traditionellen Tapas sind der beste Starter für eine lange Nacht. Die Nachtschwärmerei beginnt immer mit einer Portion Tapas in einer Tapasbar. | Quelle: Pixabay

Auch wenn Barcelona sicherlich ein etwas jüngeres Image hat, ist Madrid als Partymetropole sicherlich nicht weniger interessant!

Um angesagte Clubs zu finden, müsst Ihr die Gran Vía und Puerta del Sol ansteuern. Alternative Ausgehmöglichkeiten findet Ihr im Kreativviertel Malasaña. Die Haupt-Partyzeit ist von Donnerstag bis Samstag, aber nicht vor Mitternacht.

Madrid wird außerdem von vielen Feinschmeckern geschätzt, denn es gibt mehrere exzellente Markthallen! Auf dem Programm stehen lokale Produkte, Tapas und Wein. Ein guter Start also vor jeder Party!

3 Gourmet-Märkte in Madrid, die Ihr ausprobieren solltet:

  • Mercado San Antón im belebten Viertel Chueca ist von Dienstag bis Samstag bis 22:00 Uhr geöffnet und bietet eine Open-Air-Bar.
  • Mercado San Miguel in der Nähe des Plaza Major, der 4 Mal die Woche erst um Mitternacht schließt.
  • Platea Madrid befindet sich in einem alten Theater (Salamanca-Viertel). Ihr könnt mit Tapas starten und mit einem Cocktail in ausgelassener Atmosphäre weitermachen. Geöffnet ist bis Mitternacht, was ihn zu einer der besten Adressen für Nachtschwärmer macht, bevor sie sich auf die Tanzfläche stürzen! Man kann auch Haute Cuisine erleben, denn die 3 Köche, die man dort antrifft, haben insgesamt 6 Sterne!

Kleine Tapasbars gibt es genügend und für jeden Geschmack, vom schicken Laden (Baco y Beto) bis hin zum einheimischen Lokal (Jurucha). Habt Ihr Lust bekommen, die 10 besten Tapasbars in Madrid auszuprobieren?

*

Wie wäre es mit einem Spanischkurs in einer der beiden Städte? Nichts hält Euch davon ab, im Ausland Spanisch zu lernen. Es gibt Kurse für jedes Alter, jede Dauer und für jeden Geschmack.

Auch ein Praktikum in Madrid oder Barcelona kann eine unvergessliche Erfahrung sein und gleichzeitig Euer Spanisch verbessern.

Bevor Ihr aber Eure Taschen packt, schadet es nichts, die Grundlagen auf Spanisch zu wiederholen. Das hilft Euch beim Einstieg in die Spanischkurse und in die Spanische Kultur.

Wir hoffen, wir konnten Euch einige anregende Tipps geben und ein besseres Bild der beiden größten spanischen Städte zeichnen. Wenn Ihr Anmerkungen oder noch mehr Tipps auf Lager habt, dann freuen wir uns über Eure Kommentare.

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