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Wie gebe ich maßgeschneiderten Privatunterricht?

Von Christiane, veröffentlicht am 30/05/2017 Superprof Blog DE > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Wie kann ich meinen Unterricht auf meine Schüler zuschneiden?

Nachhilfe geben ist an sich nicht schwer, doch ein Privatlehrer muss bestimmte Fähigkeiten besitzen, um seinem Schüler den Lernstoff verständlich zu machen.

Es macht einen Unterschied, ob Du Lehrer an einer Schule bist, an der Uni unterrichtest oder Nachhilfe beim Schüler zu Hause gibst.

Bei allen Tätigkeiten werden dem Lehrer Fachwissen und Zuverlässigkeit abverlangt, doch die Pädagogik ist nicht dieselbe, denn ein Nachhilfelehrer erbringt eine Dienstleistung an einen einzigen Schüler, d.h. er muss sich ihm voll und ganz anpassen.

Nachhilfe geben bedeutet, seinen Schüler zu coachen, ob Du nun Mathe-Nachhilfe, Englisch-Nachhilfe, Chemie-Privatunterricht oder Klavierunterricht gibst.

Der Leistungserfolg hängt also nicht nur von der Motivation Deines Schülers ab, sondern auch von Deinem Privatunterricht, der sich an Deinen Nachhilfeschüler anpassen muss.

Wie erteilt man also maßgeschneiderten Nachhilfeunterricht? Die Antworten erfährst Du in diesem Artikel!

Nachhilfeunterricht heißt Unterricht nach Maß

Ob in der Grundschule, in der Gesamtschule oder am Gymnasium, der Lehrer folgt dem Lehrplan, ohne auf die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Schülers Rücksicht nehmen zu können.

Während die einen Schüler sich schnell langweilen, weil sie eine hohe Auffassungsgabe haben, haben die anderen mit dem Lernstoff Schwierigkeiten und hinken hinterher. Sie trauen sich nicht, Fragen zu stellen, was sich in ihren schlechten Noten widerspiegelt.

Der Unterricht an Schulen ist also kein maßgeschneiderter Unterricht. Nachhilfelehrer werden daher immer häufiger für Privatunterricht engagiert und sollen Problemfächer wie Mathe, Chemie oder Deutsch unterrichten.

An der Uni oder in der Schule wird der Einzelne oft nicht berücksichtigt. Zwischen Unterricht an der Uni oder in der Schule und einer Nachhilfestunde liegen oft Welten.

Im Privatunterricht hingegen passt sich der Nachhilfelehrer an den Schüler an, räumt alle Unklarheiten aus dem Weg und hilft ihm, den Lernstoff zu verstehen und anzuwenden.

Ein guter Privatlehrer zu sein bedeutet, maßgeschneiderten Unterricht zu geben, durch den der Privatschüler Fortschritte macht und seine schulischen Leistungen verbessert.

Als guter Nachhilfelehrer

  • …behältst Du Deine Schüler langfristig
  • …weitest Du Deinen Kundenstamm aus, denn Dein Schüler und seine Eltern werden Dich und Deinen Unterricht nach Maß anderen potenziellen Kunden weiterempfehlen
  • …sorgst Du für Spaß im Unterricht. Mit Spaß lernt es sich eben leichter!

Nachdem Du also Deine Anzeige für Nachhilfeunterricht verfasst hast und von neuen Schülern kontaktiert wurdest, geht es ans Kennenlernen.

Von der Bedeutung einer Probestunde

Die Probestunde dient dazu, Dir ein Bild von den Schwierigkeiten des Schülers zu machen. Sie kann kürzer sein als eine gewöhnliche Unterrichtsstunde und muss nicht vergütet werden. Die Entscheidung liegt bei Dir.

Zeigst Du von Anfang an Gewissenhaftigkeit, findest Du garantiert neue Schüler für Deinen Nachhilfeunterricht.

Probestunden geben Dir eine Orientierung im Privatunterricht. Eine Probestunde hilft Dir, im Nachhilfeunterricht den richtigen Weg einzuschlagen!

Hier einige Ratschläge für Deine Probestunden:

  • Spreche mit dem Schüler über das Unterrichtsfach: Was hält der Schüler von diesem Fach (Deutsch, Mathe, Französisch)? Warum braucht er seiner Meinung nach Nachhilfe? Möchte er lieber Nachhilfeunterricht via Webcam? Frage ihn, wie Du ihm seiner Meinung nach helfen kannst, was er von Dir erwartet.
  • Werfe einen Blick auf die letzten Hausaufgaben des Schülers und seine aktuellen Noten: Warum hatte er seiner Meinung nach Probleme bei den Übungen? Hat er den Lernstoff inzwischen verstanden? Möchte er die Hausaufgaben noch einmal machen? Oder kann der Schüler Dir erklären, warum er sie evtl. nicht richtig gemacht hat?
  • Teste den Schüler: Du kannst dem Schüler auch ein Arbeitsblatt mit Übungen mitbringen, die dem Niveau seiner Klassenstufe entsprechen. So siehst Du, was er kann und was er nicht kann. Natürlich wird er dafür nicht benotet!

30 Minuten können für eine Probestunde reichen. Du kannst aber natürlich auch gleich mit dem richtigen Nachhilfeunterricht beginnen.

Wenn Du für sinnvoll hältst, den Unterricht nicht beim Schüler zu Hause zu erteilen, kannst Du ihm auch andere Nachhilfeorte vorschlagen (Bibliothek, Park…).

Wie die Eltern Dir bei der Gestaltung des Unterrichts helfen können

Für gewöhnlich kennen die Eltern ihr Kind sowie seine Stärken und Schwächen am besten.

Oft sind sie es, die einen Nachhilfelehrer hinzuziehen, da sie feststellen, dass ihr Kind in einem oder mehreren Fächern Schwierigkeiten hat.

Vielleicht fragt er sie bei seinen Hausaufgaben oft um Hilfe, hat schlechte Noten, versteht seine Fehler nicht…

So können Dir seine Eltern nützliche Tipps geben, wie Du Deinen Privatunterricht am besten aufbaust.

Eltern können Dir eine große Hilfe im Aufbau Deines Nachhilfeunterrichts sein. Eltern sind diejenigen, die ihr Kind am besten kennen. Frage sie also um Rat, um maßgeschneiderten Privatunterricht geben zu können!

Wir raten Dir, Dich nach der Probestunde auch mit den Eltern des Schülers zu unterhalten, um…

  • …ihnen eine Einschätzung des Schülers zu geben,
  • …Deine Lehrmethode zu erläutern, die dem Schüler dazu verhelfen soll, in dem Fach wieder Anschluss zu finden oder sich zu perfektionieren,
  • …die Eltern optimistisch zu stimmen und sie von der Fähigkeit ihres Kindes zu überzeugen, sich im jeweiligen Fach zu verbessern,
  • …sie um ihre Meinung zu bitten, damit Du einen maßgeschneiderten Nachhilfeunterricht aufbauen kannst.

Privatunterricht, der die Stärken und Schwächen des Schülers berücksichtigt

Der maßgeschneiderte Nachhilfeunterricht zieht die Stärken und Schwächen des Schülers in Betracht.

Beharre dabei nicht auf den Punkten, die ihm Probleme bereiten, da er sonst entmutigt wird. Lasse vielmehr Elemente in die Übungen mit einfließen, die er schon beherrscht, um ihm Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

Dein Schüler spricht z.B. fließend Englisch, hat aber große Schwierigkeiten im Spanischen? Dann schlage ihm Ausschnitte aus Serien oder Filmen vor, in denen beide Sprachen vorkommen, wie beispielsweise in der Netflix-Serie Narcos über Pablo Escobar (vorausgesetzt natürlich, Dein Schüler ist nicht zu jung).

Hier wird kolumbianisches Spanisch mit amerikanischem Englisch vermischt. So wird Dein Schüler seinen Spaß haben und dabei auch noch im Spanischen Fortschritte machen.

Oder muss sich Dein Schüler auf eine Matheklausur fürs Abitur vorbereiten, beherrscht die Logarithmen im Schlaf, hat aber seine Schwierigkeiten mit Gleichungssystemen? Dann erstelle für ihn Übungen, in denen beides vorkommt.

Anpassungsvermögen gehört zu den Eigenschaften eines guten Nachhilfelehrers.

Nachhilfeunterricht – Die perfekte fachliche Betreuung auf lange Sicht

Gute Nachhilfe - das A und O für einen erfolgreichen Bildungsweg. Mit Deiner Nachhilfe legst Du für Deinen Schüler den Grundstein zu einer gelungenen Laufbahn.

Langfristiger Privatunterricht ist natürlich am effektivsten, da der Nachhilfelehrer seinen Schüler so am besten kennenlernt und ihn möglicherweise durch wichtige Etappen seiner Bildungslaufbahn begleitet (Ende der Grundschulzeit, MSA, Abitur, Prüfungen an Universitäten, Aufnahmeprüfungen…).

Die Vorteile:

  • Bessere Leistungsfähigkeit des Schülers wie auch des Lehrers
  • Stolz und gute Referenzen des Lehrers: Stell Dir vor, Du kennst Deinen Schüler bereits seit acht Jahren und kannst sagen, dass er dank Deiner Hilfe das Abitur geschafft hat!
  • Eine gute Beziehung zum Schüler und Kenntnis seiner Schwachstellen, durch die Du ihn besser anleiten kannst.

Wenn Du also einen Schüler langfristig betreuen möchtest, erklärt es sich von selbst, dass Du die Stärken und Schwächen Deines Schülers berücksichtigen, also Unterricht nach Maß erteilen musst.

Zusammenfassung: 

  • Nachhilfeunterricht = Unterricht nach Maß! So lautet die Devise im Privatunterricht. Ermögliche Deinem Schüler, durch Deine Lehrmethode seine Leistungen zu verbessern und dabei Spaß zu haben!
  • Lerne die Stärken und Schwächen Deines Schülers vor der ersten „richtigen“ Nachhilfestunde kennen. So kannst Du Deinen Privatunterricht besser an ihn anpassen.
  • Arbeite mit seinen Eltern zusammen. Je mehr Leute die Erfolgserlebnisse des Schülers anerkennen, desto motivierter wird er sein, weiterzulernen!
  • Betreue Deine Schüler langfristig, wenn möglich.

Während Deiner Laufbahn als Nachhilfelehrer wirst Du sicherlich auch mit schwierigen Schülern zu tun haben, doch behalte dabei im Hinterkopf, dass jedes Problem lösbar ist, wenn Du ihnen das Gefühl gibst, zuzuhören.

Mit einer maßgeschneiderten Pädagogik kann jeder Schüler seine Leistungen verbessern.

Worauf wartest Du also noch, um Nachhilfe zu geben?

 

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