Das Jurastudium ist lang und schwierig. Das liegt vor allem an dem ganzen Stoff, den Du auf Deine jeweiligen Prüfungen und insbesondere auf das Staatsexamen lernen musst.

Das Jurastudium dauert in der Regel ca. 8 Semester. Danach folgt das Erste Juristische Staatsexamen, in dem alles – wirklich alles – abgefragt wird, was Du in den letzten 8 Semestern gelernt hast.

Das ist eine ganze Menge und die meisten Studierenden verzweifeln schon bei dem Gedanken an diese Mammut-Aufgabe!

Wie soll ich mir den ganzen Lernstoff nur merken?

Na, mit den richtigen Lernmethoden!

In diesem Artikel geben wir Dir nützliche Tipps, wie Du Jura richtig lernen kannst. Denn auch das Lernen muss im Jurastudium zunächst einmal gelernt werden. Hast Du aber die richtigen Methoden erst einmal verinnerlicht, wird Dir das Studium und auch die Vorbereitung auf das Examen deutlich leichter fallen!

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1. Einen Lernplan erstellen

Es stimmt zwar, dass es nicht die eine Lernmethode gibt, die für alle Studierenden die beste ist. Jeder lernt anders und dementsprechend muss auch jeder seine eigenen Lernmethoden finden.

Eines gilt aber für alle: Bei der großen Menge an Lernstoff, ist es sinnvoll diesen erst einmal zu strukturieren.

Die meisten Studierenden nehmen sich nach den 8 Semestern Jurastudium ca. 2 Semester Zeit, um sich auf das Staatsexamen vorzubereiten.

Zwei Semester... das ist ein Jahr! Das klingt im ersten Moment ganz schön lange. Wirfst Du mal einen Blick, auf den Stoff, den Du lernen musst, ist es das allerdings ganz und gar nicht.

Natürlich kannst Du Dir auch länger Zeit nehmen, aber bereits bei einem Jahr läufst Du stets Gefahr, das was Du zu Beginn gelernt hast am Ende bereits wieder vergessen zu haben.

Deshalb solltest Du Dir auch nicht zu viel Zeit für die Examensvorbereitung nehmen.

Am besten ist es, wenn Du Dir für Dein Vorbereitungsjahr einen strikten und gut durchdachten Lernplan erstellst.

Auf diese Weise stellst Du sicher, dass Du auch wirklich den gesamten Stoff innerhalb eines Jahres wiederholt und verinnerlicht hast.

Mache einen Lernplan für jede Prüfung.
Ein strukturierter Lernplan ist das A und O bei jeder juristischen Prüfung. | Quelle: Unsplash

Jeder Lernplan ist individuell. Wir können Dir also keinen fertigen Jura Lernplan präsentieren. Es gibt aber ein paar Punkte, die Du bei der Erstellung Deines Lernplanes unbedingt beachten solltest:

  • Arbeite die drei zentralen Rechtsgebiete Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht nicht nacheinander ab. Stelle in Deinem Lernplan sicher, dass Du jedes Rechtsgebiet in jeder Woche bearbeitest. So bleiben alle drei Rechtsgebiete stets präsent.
  • Setze Prioritäten. Im Staatsexamen in Bayern musst Du zum Beispiel drei Klausuren im Zivilrecht, zwei im Öffentlichen Recht und nur eine im Strafrecht schreiben. Plane dementsprechend am meisten Zeit für Zivilrecht und am wenigsten für Strafrecht ein. In meinem Lernplan hatte ich zum Beispiel jede Woche drei Tage für Zivilrecht, zwei für Öffentliches Recht und einen für Strafrecht eingeplant.
  • Plane realistisch, das heißt, plane für einen Tag nicht zu viel ein, sondern setze Dir realistische Ziele. Schaffst Du ständig Dein Tagespensum nicht, geht nicht nur Dein Lernplan nicht auf, Du wirst auch schnell die Motivation verlieren. Plane lieber etwas weniger für den Tag. Bist Du frühzeitig fertig, kannst Du die Zeit immer noch zur Wiederholung und Vertiefung nutzen!
  • Plane auch Pausen ein. Ja, eine Woche hat sieben Tage, Du solltest aber auf keinen Fall planen wirklich sieben Tage in der Woche nur am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen. Plane einen freien Tag in der Woche ein und setze Dir ein Tageslimit an Lernstunden. Niemand kann ein Jahr lang jeden Tag durchlernen! Irgendwann ist bei jedem der Akku leer! Auch Weihnachten und Ostern solltest Du Dir ein paar freie Tage gönnen!

2. Lehrbücher und Skripte nutzen

Natürlich solltest Du zunächst einmal regelmäßig in Deine Vorlesung gehen und dort auch aufmerksam zuhören, mitschreiben und mitarbeiten.

Für die Examensvorbereitung bietet es sich dann außerdem an, ein sogenanntes Repetitorium zu besuchen. Hier hast Du die Wahl zwischen dem kostenlosen Unirep und verschiedenen kommerziellen Repetitorien.

Was Du besser findest, ist Typsache und ganz Dir überlassen!

Trotzdem musst Du Dich noch daheim oder in der Bibliothek der Universität an den Schreibtisch setzen und selbstständig lernen, das heißt, das Gelernte wiederholen und auch vertiefen.

Zusätzlich zu den Folien aus der Vorlesung und Deinen Mitschriften empfehlen wir Dir deshalb auch das ein oder andere Lehrbuch und verschiedene Jura Skripte zur Hand zu nehmen.

Wir haben sogar einen Artikel verfasst, in dem wir Dir die besten Jura-Lehrbücher vorstellen!

Ob Du Lehrbücher oder Skripte bevorzugst, ist mal wieder ganz individuell. Probiere es einfach aus!

Willst Du Dein Wissen noch weiter vertiefen, empfehlen wir Dir regelmäßig Urteile, Fachzeitschriften und Blawgs zu lesen!

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3. Zusammenfassungen schreiben

Wie bereits erwähnt lernt jeder anders, weshalb es nicht die eine Lernmethode gibt.

Manch einer muss etwas nur einmal hören und kann es sich direkt merken. Andere müssen den Stoff deutlich öfter wiederholen. Wieder andere können sich Dinge nur merken, wenn sie sie selbst lesen oder sogar schreiben.

Die meisten gehören in die letzte Kategorie. Auch ich zähle mich dazu.

Würdest Du Dich auch eher in die letzte Kategorie einordnen, empfehlen wir Dir auf jeden Fall Zusammenfassungen zu schreiben!

Der erste Vorteil beim Schreiben ist, dass Du das Gelernte noch einmal selbst in Worte fassen musst. Du lernst also nicht stupide auswendig, sondern versuchst den Lernstoff wirklich zu verstehen und so knapp wie möglich in Deine eigenen Worte zu fassen.

Der zweite Vorteil ist, dass Du Deine Zusammenfassung gegen Ende Deiner Vorbereitungsphase noch einmal zur Hand nehmen und Wiederholen oder einzelne Themen noch einmal nachschlagen kannst, ohne erst einmal minutenlang die richtige Stelle in Deinem Lehrbuch zu suchen oder gleich ein ganzes Kapitel von 50 Seiten nachlesen zu müssen.

Zusammenfassungen können Dir enorm beim Wiederholen helfen.
Musst Du jedesmal wieder das Buch aufschlagen, um etwas zu wiederholen, wirst Du schnell verzweifeln. | Quelle: Unsplash

Beim Schreiben Deiner Zusammenfassung könntest Du mit der sogenannten SQ3R-Methode vorgehen. Das S steht für Survey (Überblick), das Q für Question (Fragen) und die 3R für Read (Lesen), Recite (Wiedergeben) und Review (Rückblick oder Wiederholen).

Du gehst also so vor:

  1. Survey: Verschaffe Dir zunächst einmal einen Überblick, indem Du Dir den Aufbau und die einzelnen Überschriften eines Textes anschaust. Bei einem Lehrbuch solltest Du auch das Vorwort und den Klappentext lesen. Jetzt weißt Du grob, worum es geht.
  2. Question: Schreibe Dir auf ein separates Blatt ein paar Fragen, die Du an den Text bzw. das Lehrbuch stellst. Was möchtest Du gerne vom Text oder Lehrbuch wissen?
  3. Read: Jetzt ist es an der Zeit, den Text zu lesen. Arbeite Dich Schritt für Schritt durch, markiere wichtige Punkte und behalte Deine Fragen immer im Hinterkopf.
  4. Recite: Phase die jeweiligen Abschnitte in eigenen Worten in Deiner Zusammenfassung zusammen. Versuche dabei auch die Fragen aus Phase 2 zu beantworten.
  5. Review: Gehe zum Schluss noch einmal in Deine Zusammenfassung, versuche Zusammenhänge zu erkennen und wiederhole das Gelernte.

Während Du Deine Zusammenfassung schreibst, könntest Du auch einen sogenannten Gedächtnispalast erstellen. Das ist eine Lernmethode, bei der Du Dir in Gedanken ein Gebäude aus dem gelernten Stoff baust.

Die Basics bilden dabei das Grundgerüst des Hauses, besonders wichtige Punkte werden als Säulen dargestellt und die Details verbergen sich im Dach.

Versuche Deinen Gedächtnispalast auf Papier zu bringen und in Deine Zusammenfassung zu integrieren. So werden Dir beim Wiederholen manche Sachverhalte vielleicht schneller wieder klar.

Eine andere Lernmethode, die sich auch in Deiner Zusammenfassung anbietet ist die Jura Mindmap. 

In das Zentrum Deiner Jura Mindmap schreibst Du das Thema, das Du als nächstes in Deiner Zusammenfassung behandeln wirst. Um das Thema herum schreibst Du nun die verschiedenen Unterthemen und verbindest sie mit dem zentralen Thema. Die Unterthemen können wiederum Unterthemen haben und so weiter.

Mindmaps sind eine sinnvolle Lernmethode.
Mindmaps helfen beim Verständnis von Sachverhalten. | Quelle: Unsplash

Zum Beispiel der zentrale Begriff der Tötungsdelikte hätte die Unterthemen Totschlag, Mord, fahrlässige Tötung, Tötung auf Verlangen etc. Der Totschlag hätte dann wiederum Unterthemen wie die aberratio ictus, den error in persona vel objecto usw.

Wenn Du Deine Zusammenfassung zur Hand nimmst, kannst Du Dir anhand der Jura Mindmap immer erst einmal einen Überblick verschaffen.

4. Karteikarten schreiben

Zusätzlich zu Deinen Zusammenfassungen ist es immer sinnvoll, auch Karteikarten zu schreiben.

Der Vorteil an Karteikarten ist, dass Du hier den bereits zusammengefassten Stoff noch mal zusammenfasst. Das Abstrahieren der Lerninhalte hilft Dir, das Gelernte auch wirklich zu verstehen und so besser zu verinnerlichen.

Darüber hinaus kannst Du die Jura Karteikarten super überall hin mitnehmen und jederzeit von überall lernen: an der Bushaltestelle, im Wartezimmer beim Zahnarzt, im Zug auf dem Weg zu Deinen Eltern ...

Die Karteikarten-Lernmethode ist besonders sinnvoll für Definitionen und Jura Schemata. Gerade im Strafrecht musst Du so einige davon auswendig lernen.

Schreibe Dir einfach auf die eine Seite der Karteikarte den Begriff und auf die andere Seite dann die Definition.

Zum Beispiel:

  • Seite 1: Körperliche Misshandlung i.S.d. § 223 Abs. 1 StGB
  • Seite 2: Jede üble, unangemessene Behandlung, durch die das Opfer nicht nur unerheblich in seiner körperlichen Unversehrtheit oder seinem körperlichen Wohlbefinden beeinträchtigt wird.
  • Seite 1: Gesundheitsschädigung i.S.d. § 223 Abs.1 StGB
  • Seite 2: Das Hervorrufen oder Steigern eines krankhaften, also pathologischen Zustands.

Mithilfe eines Karteikastens kannst Du die Karteikarten dann auch sortieren:

  • Kann ich noch nicht
  • Kann ich halbwegs
  • Beherrsche ich perfekt!

Übrigens: Unterwegs kannst Du auch immer spannende und interessante Jura-Podcasts hören!

5. Regelmäßig Klausuren schreiben

Zum Abschluss möchten wir Dir noch einen besonders wichtigen Tipps ans Herz legen: regelmäßig Klausuren schreiben!

Das klingt vielleicht nervig und Du hast eigentlich überhaupt keine Lust darauf, tatsächlich gibt es aber kaum eine bessere Übung für Prüfungen und Staatsexamen.

Nicht umsonst gibt es sowohl im Uni Rep als auch bei kommerziellen Repetitorien immer auch einen Klausurenkurs.

Der Grund ist, dass viele Studierende durch das Erste Juristische Staatsexamen fallen, nicht weil sie zu wenig gelernt hätten, sondern weil sie schlicht zu aufgeregt sind oder zu lange für die Bearbeitung der Klausur brauchen.

Ebenso wichtig wie der Lernstoff ist also auch das Zeitmanagement!

Übst Du das Klausuren-Schreiben regelmäßig, machst Du Dich selbst mit den Abläufen vertraut. Das nimmt Dir ein wenig von Deiner Aufregung und Angst vor Prüfungen und hilft Dir außerdem, an Deinem Zeitmanagement zu arbeiten.

Klausur schreiben muss auch geübt sein.
Bist Du auch vor jeder Klausur aufgeregt? Übung hilft gegen die Nervosität. | Quelle: Unsplash

Nur wenn Du regelmäßig Klausuren schreibst, weißt Du wieviel Zeit Du für welchen Schritt der Klausurenbearbeitung aufwenden kannst.

Außerdem wirst Du mit der regelmäßigen Übung auch immer schneller, da Du nicht so lange über die einzelnen Schritte nachdenken musst.

Wir hoffen, dass wir Dir mit diesem Beitrag eine Hilfestellung geben konnten, wie Du am besten Jura richtig lernen kannst!

Gerade im Jurastudium ist es wichtig selbstständig zu lernen. Das regelmäßige Besuchen der Vorlesung oder auch eines Repetitoriums allein genügt leider nicht. Du musst Dich trotzdem noch zuhause oder in der Bibliothek an den Schreibtisch setzen und lernen.

Wusstest Du, dass es heutzutage auch zahlreiche kostenlose Möglichkeiten gibt, Jura online zu lernen?!

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.