Denkst Du darüber nach vielleicht nach dem Abitur Rechtswissenschaften zu studieren? Oder hast Du gerade mit dem Jura-Studium begonnen und würdest gerne noch ein wenig mehr über den Studiengang wissen?

Die ersten Eindrücke im Jurastudium sind überwältigend. Plötzlich beschäftigst Du Dich tagtäglich mit Strafrecht, Zivilrecht und Öffentlichem Recht. Du lernst Rechtsgebiete wie Familienrecht, Baurecht und Arbeitsrecht kennen. Alles ist neu und super spannend.

Sobald Du Jura studierst, kann es aber auch passieren, dass Deine Familie und Dein Freundeskreis ständig mit irgendwelchen Fragen zu Dir kommen: Ich habe ein rechtliches Problem, kannst Du mir helfen? Weißt Du schon, in welche Richtung Du gehen möchtest? Welches Rechtsgebiet interessiert Dich am meisten? Wo willst Du später arbeiten? ...

Fragen über Fragen, auf die Du jetzt zu Beginn Deines Studiums natürlich noch keine Antwort hast. Dennoch ist es nicht falsch, sich schon von Anfang an Gedanken über diese Themen zu machen.

Deshalb haben wir von Superprof einen kleinen Jura-Guide für Dich erstellt.

Die besten Lehrkräfte für Jura verfügbar
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Und los geht's

Juristische Begriffe: kleines Rechtslexikon

Die Fachsprache der Juristen kann von Zeit zu Zeit mal etwas kompliziert und schwer verständlich sein. Es ist also keine Überraschung, wenn Du nicht gleich am Anfang alles verstehst, was Deine Professor*innen an der Universität so erzählen.

Damit Du aber gleich im ersten Semester schon ein wenig vorbereitet bist, haben wir ein kleines Rechtslexikon für Dich erstellt.

Zunächst einmal solltest Du wissen, dass es vier klassische Berufe für Juristen und Juristinnen gibt. Natürlich sind Deine Berufsmöglichkeiten noch viel vielfältiger, an der Uni wirst Du aber eher mit den klassischen Berufen konfrontiert werden:

  • Rechtsanwalt / Rechtsanwältin
  • Staatsanwalt / Staatsanwältin
  • Richter / Richterin
  • Notar / Notarin

Während Deines Studiums musst Du außerdem auch verschiedene Praktika absolvieren. Früher oder später landest Du also auch mal am Gericht. Hier wirst Du mit einer Sprache konfrontiert, die Du aus dem Studium vielleicht noch gar nicht kennst, da Du bis zum Ersten Juristischen Staatsexamen nur wenig Prozessrecht haben wirst. Das kommt dann mehr im Referendariat.

Kennst Du den Unterschied zwischen Beklagtem und Angeschuldigtem?
Gerade vor Gericht ist es wichtig, die juristischen Fachbegriffe zu beherrschen. | Quelle: Unsplash
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Beklagten, einem Beschuldigten, einem Angeschuldigten und einem Angeklagten?
  • Was sind denn eigentlich Schöffen?
  • Wie unterscheiden sich die verschiedenen Rechtsmittel Revision, Berufung und Beschwerde?
  • Was bedeutet es, wenn Parteien einen Vergleich schließen?
  • Etc.

Machst Du ein Praktikum bei einer internationalen Großkanzlei, werden Dir auch einige englische Begriffe begegnen, die mittlerweile im deutschen Recht fest verankert sind: due dilligence, pro bono, limited liability partnership (LLP) ...

Und obwohl Du für das Studium der Rechtswissenschaften kein Latein mehr können müsst, bleiben Dir auch die lateinischen Begriffe und Ausdrücke nicht ganz erspart. In dubio pro reo kennst Du doch bestimmt schon!?

Im Strafrecht wirst Du beispielsweise Begriffe wie die conditio sine qua non-Formel oder die aberratio ictus hören.

Im Vertragsrecht werden Dir die essentialia negotii und die invitatio ad offerendum auf jeden Fall begegnen.

Die Begriffe kannst Du alle in unserem Rechtslexikon nachlesen!

Die Rechtsgebiete in Deutschland

Im Studium wird Dir wahrscheinlich relativ schnell auffallen, dass es zahlreiche verschiedene Rechtsgebiete gibt. Grundsätzlich lassen sich die Rechtsgebiete aber in drei große Bereiche unterteilen:

  • Zivilrecht
  • Öffentliches Recht
  • Strafrecht

Die drei großen Rechtsgebiete haben dann wiederum zahlreiche Teilgebiete, von welchen Du auch einige im Studium und während des Referendariats kennenlernen wirst:

  • Im Zivilrecht: Schuldrecht, Sachenrecht, Familienrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Zivilprozessrecht ...
  • Im Öffentlichen Recht: Staatsorganisationsrecht, Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Verwaltungsprozessrecht, Baurecht, Kommunalrecht, Sicherheits- und Polizeirecht ...
  • Im Strafrecht: Das Strafrecht ist eigentlich ein Teilgebiet des Öffentlichen Rechts und hat selbst keine Teilgebiete, allerdings verschiedene Deliktsformen sowie das Strafprozessrecht.

Viele juristische Bereiche wirst Du im Studium möglicherweise nicht kennenlernen, dennoch bieten sich auch diese Gebiete als Spezialisierung an.

Weißt Du schon, in welchem Rechtsgebiet Du Dich spezialisieren willst?
Es gibt zahlreiche verschiedene Rechtsgebiete! Da ist für jeden etwas dabei. | Quelle: Unsplash

Nach dem Studium solltest Du Dich im besten Fall für einen oder mehrere Bereiche entscheiden und Dich spezialisieren. Als Fachanwalt bzw. Fachanwältin kannst Du Deine Mandanten optimal in diesen Bereichen beraten.

Wie wäre es mit:

  • Steuerrecht
  • Medizinrecht
  • Sozialrecht
  • Wirtschaftsrecht
  • Arzthaftungsrecht
  • Urheberrecht
  • Markenrecht
  • Binnenmarktrecht
  • Medienrecht
  • Umweltrecht
  • Europarecht
  • Etc.

Die 8 prestigeträchtigsten Kanzleien in Deutschland

Du musst nicht gleich in die USA gehen, um bei einer top Anwaltskanzlei zu arbeiten. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche große Anwaltskanzleien mit viel Prestige und wahnsinnigen Umsätzen.

Viele dieser Kanzleien kommen aus den USA oder Großbritannien, haben aber mittlerweile auch zahlreiche Standorte in Deutschland. 

Tatsächlich gibt es aber auch deutsche Anwaltskanzleien, die ganz oben mitspielen.

Der Magic Circle

Der Magic Circle beschreibt die fünf Londoner Kanzleien mit dem größten Umsatz:

  • Allen & Overy LLP
  • Clifford Chance LLP
  • Freshfields Bruckhaus Deringer
  • Linklaters LLP
  • Slaughter and May

Die ersten vier Anwaltskanzleien aus der Liste haben auch Standorte in Deutschland, meist in Frankfurt am Main, Düsseldorf, Hamburg und München.

Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Großkanzleien.
Die meisten deutschen Großkanzleien befinden sich in Großstädten wie Frankfurt am Main. | Quelle: Unsplash

Die Schwerpunkte der Wirtschaftskanzleien bewegen sich alle in einem ähnlichen Rahmen, wobei jede Kanzlei für unterschiedliche Bereiche besonders bekannt ist und renommiert ist.

Die Tätigkeitsbereiche umfassen beispielsweise:

  • Finance & Banking
  • Kartellrecht
  • Restrukturierung & Insolvenz
  • Mergers & Acquisitions
  • Steuerrecht
  • Arbeitsrecht
  • Kapitalmärkte
  • Immobilienrecht
  • Und noch vieles mehr!

Da ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei!

Die besten Großkanzleien Deutschland

Es gibt aber auch große Anwaltskanzleien aus Deutschland, die mit dem Magic Circle allemal mithalten können.

Dazu zählen beispielsweise:

  • CMS Hasche Sigle
  • Hengeler Mueller
  • Noerr
  • Gleiss Lutz

Diese Kanzleien wurden alle in Deutschland gegründet und haben ihre Hauptsitze in Frankfurt am Main, Berlin, München und Stuttgart.

Die Tätigkeitsbereiche entsprechen in etwas denen der Magic Circle-Kanzleien und auch die deutschen Unternehmen spielen international ganz oben mit.

Möchtest Du während Deiner Karriere als Anwalt bzw. Anwältin abwechslungsreich arbeiten und viel reisen, dann bist Du bei allen acht Kanzleien bestens aufgehoben!

Pro Bono: Was ist das?

Der Begriff "Pro Bono" kommt vom lateinischen "pro bono publico" und bedeutet soviel wie "zum Wohle der Öffentlichkeit". 

Bei der juristischen Pro Bono-Tätigkeit geht es also um eine freiwillige Tätigkeit von Anwälten und Anwältinnen zum Wohle der Allgemeinheit – und das Ganze kostenlos oder zu einem sehr geringen Betrag im Vergleich zu Leistung und Verantwortung für das Mandat.

Das Pro Bono-Engagement kann sich in Form einer anwaltlichen Beratung oder auch einer anwaltlichen Vertretung äußern. Welches Rechtsgebiet Dein Spezialgebiet ist, spielt dabei zunächst einmal keine Rolle, denn Pro Bono-Unterstützung ist in sämtlichen Bereichen gefragt.

Charakteristisch für die Pro Bono-Tätigkeit im Vergleich zu anderen freiwilligen Arbeiten und Unterstützungen ist die Qualifikation der Dienstleistenden für die jeweilige geleistete Arbeit.

Mit Pro Bono kannst Du tolle soziale Projekte unterstützen.
Zeige Engagement und bearbeite spannende Pro Bono-Fälle. | Quelle: Unsplash

Juristen und Juristinnen, die sich im Bereich Pro Bono engagieren, ermöglichen bedürftigen Personen, aber auch Organisationen und Vereinen also den Zugang zur Justiz und bieten gleichzeitig ihre Unterstützung bei verschiedenen juristischen Verfahren.

In Deutschland hat die Pro Bono-Rechtshilfe zwar noch keine so lange Tradition wie beispielsweise in den USA oder in Großbritannien, dennoch engagieren sich mittlerweile zahlreiche mittelständische und größere Kanzleien in diesem Bereich.

Du kannst als Anwalt bzw. Anwältin aber auch über verschiedene Wohltätigkeitsorganisation Zugang zur Pro Bono-Rechtsberatung finden.

An dieser Stelle möchte ich Dir zwei Vereine vorstellen:

  • Pro Bono Deutschland e.V.: Als Anwalt, Anwältin oder Kanzlei in Deutschland kannst Du ganz leicht Mitglied in diesem Verein werden. Als Mitglied wirst Du bei regelmäßigen Treffen rund um das Thema Pro Bono geschult und informiert. Darüber hinaus steht der Verein in ständigem Dialog mit verschiedenen Berufsorganisationen, fördert intensiv den Pro Bono-Nachwuchs sowie die Pro Bono-Infrastruktur.
  • UPJ e.V.: Dieser Verein stell vor allem ein großes Netzwerk aus verschiedenen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen dar. Einerseits unterstützt der Verein diese Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung und Umsetzung verschiedener gemeinnütziger Projekte, andererseits vermittelt er die Pro Bono-Mandate an verschiedene Kanzleien und Anwälte. So müssen sich die Organisationen nicht selbst an verschiedene Kanzleien wenden, um den richtigen Partner zu finden und können ihre Ressourcen besser nutzen.

Auch als angehender oder frischgebackener Jurist bzw. Juristin lohnt es sich, ein solches Pro Bono-Engagement in Betracht zu ziehen. Das macht sich nicht nur gut in Deinem Lebenslauf, sondern bringt Dich auch persönlich weiter. 

Durch die Pro Bono-Tätigkeit lernst Du über den Tellerrand Deines juristischen Alltags hinauszuschauen, Deinen Horizont zu erweitern und auch Deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Zusätzlich gibt es ein gutes Gefühl, die eigenen juristischen Fähigkeiten für den guten Zweck und tolle gemeinnützige Projekte einzusetzen.

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.