Warum sich Jura studieren lohnt
Das Jurastudium zählt in Deutschland neben Medizin zu den schwersten Studiengängen, dennoch schreiben sich jedes Jahr wieder tausende Studienanfänger an den juristischen Fakultäten der deutschen Hochschulen ein. Jura zählt in Deutschland somit auch zu den beliebtesten Studiengängen. Warum ist das so, wenn der Studiengang doch so langweilig und trocken sein soll? Wir von Superprof haben uns die Gründe für diese Entscheidung mal etwas genauer angeschaut und sind zu dem Schluss gekommen, dass Du nicht immer alles glauben solltest, was Du so über die Rechtswissenschaft hörst. Lass uns mal ein paar Vorurteile ausräumen:- Das Jurastudium geht so lang: Zugegeben durch das Referendariat ist das Jurastudium etwas länger als ein Bachelor und Master. Allerdings eben nur etwas. Tatsächlich kannst es innerhalb von nur 7 Jahren vom Studienanfänger/-anfängerin zum Volljuristen/Volljuristin schaffen.
- Jura studieren ist viel zu schwer: Leicht ist es nicht, aber ist es wirklich schwerer als andere Studiengänge auch? Der eigentliche Schwierigkeitsgrad des Studiums liegt im Leistungsdruck und Konkurrenzkampf unter den Studierenden. Und zur Not gibt es auch die Jura Nachhilfe.
- Jura studieren bedeutet monotones Auswendiglernen und wenig Freizeit: Wie in jedem anderen Studienfach auch musst Du das ein oder andere auswendig lernen. Gesetze zählen hier aber nicht dazu. Und wusstest Du, dass Jurastudent/innen in Studentenstädten zu den feierwütigsten Student/innen gehören? Von wegen Stubenhocker ...
- Die Rechtswissenschaften sind trocken und langweilig: Was ist den bitte an Mord und Totschlag trocken und langweilig??

- Lernen fürs Leben: Im Jurastudium bekommst Du nicht nur das nötige Werkzeug für den Anwaltsberuf an die Hand, tatsächlich lernst Du in diesem Studiengang fürs Leben. Zunächst einmal sind die juristischen Grundkenntnisse auch im ganz normalen Alltag nützlich. Darüber hinaus erfordert das Jurastudium auch die Aneignung eines gewissen Allgemeinwissens rund um Staat und Politik. Das ist aber noch nicht alles. Das Jurastudium ist ein abstraktes Studium, dass viel logisches Denken und analytische Fertigkeiten erfordert. Fähigkeiten, die Dir auch in anderen Lebenslagen noch von sehr großem Nutzen sein können.
- Gehalt und Prestige: Anwalt, Richter, Staatsanwalt, Notar – diese Berufsbezeichnung bringen Ansehen und Prestige mit sich. Außerdem auch gute Gehaltsaussichten. Darüber hinaus ist der Anwaltsberuf ein recht sicherer Beruf, da Anwälte, ebenso wie medizinische Versorgung, immer gefragt sind.
- Vielseitige Berufsaussichten mit Jura: Auch über die klassischen Berufe hinaus, stehen Dir mit einem Abschluss in Rechtswissenschaften zahlreiche Türen offen.Wie wäre es zum Beispiel mit einer Karriere in der Politik, bei der Polizei, in einem Verband, einer Organisation oder der Verwaltung. Auch im diplomatischen Dienst und Wirtschaft-Unternehmen sind Juristen und Juristinnen stets gefragt. Du hast also die Qual der Wahl.
Wo Du Jura studieren kannst
Das klingt ja alles schonmal ganz gut, aber wo kann man Jura eigentlich studieren? Im Grunde überall wäre die kurze Antwort. Tatsächlich hast Du Wahl zwischen ganzen 45 juristischen Fakultäten für Jura an Universitäten in ganz Deutschland. Du kannst zum Beispiel Jura studieren in:- Augsburg
- Berlin
- Düsseldorf
- Frankfurt am Main
- Gießen
- Hamburg
- Jena
- Leipzig
- München
- Würzburg
- Etc.

Jurastudium: so schwer ist es wirklich
Grundsätzlich sind für das Jurastudium außer der allgemeinen Hochschulreife keine weiteren Voraussetzungen erforderlich. An manchen Unis unterliegt der Studiengang zwar einem NC, aber es gibt ausreichend Universitäten, wo Du zulassungsfrei, also ohne einen bestimmten Schnitt im Abitur, Jura studieren kannst. Im Grunde kann also jeder Jura studieren. Wie schwer kann dann das Jurastudium schon sein, wenn doch jeder Rechtswissenschaften studieren kann? Tatsächlich ist die intellektuelle Herausforderung der juristischen Ausbildung gar nicht mal so hoch. Du benötigst keine besonderen Fähigkeiten, um erfolgreich Jura studieren zu können. Was Du allerdings mitbringen solltest, ist die Fähigkeit logisch zu denken. Damit wird es Dir auf jeden Fall leichter Fallen, die juristische Denkweise und die gesetzlichen Systematiken zu verstehen. Beim Jurastudium geht es nämlich weniger ums bloße Auswendiglernen und mehr ums tatsächliche verstehen der Materie. Die eigentliche Herausforderung der Rechtswissenschaften ist emotionaler Natur und zwar aufgrund des hohen Leistungsdruck und des starken Konkurrenzkampfs unter den Studierenden - den Rest kann man durchaus mit der Jura Nachhilfe schaffen.
- Effektiv Lernen
- Disziplin und Durchhaltevermögen
- Regelmäßige Übung
- Aber auch regelmäßige Erholung
- Nicht mit anderen Vergleichen
Die juristische Ausbildung: Ablauf, Inhalte, Voraussetzungen
Jetzt weißt Du schonmal, warum es sich lohnt Jura zu studieren, wo Du Jura studieren kannst und dass es nicht unbedingt so schwierig ist, wie es immer heißt. Was aber erwartet Dich nun in einem solchen Jursastudium? Das Jurastudium ist zunächst einmal in verschiedene Etappen aufgebaut:- Die ersten drei Semester befindest Du Dich im sogenannten Grundstudium: Hier lernst Du als erstes alle nötigen Grundlagen in den drei Rechtsgebieten Privatrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht kennen. Am Ende der Grundphase steht die sogenannte Zwischenprüfung an.
- Auf das Grundstudium folgen dann fünf Semester Hauptstudium: In dieser Phase des Studiums wird auf die Grundlagen aufgebaut und deine juristischen Kenntnisse noch weiter vertieft. Im Hauptstudium wählst Du dann auch Deinen Schwerpunkt, in welchem Du die sogenannte Schwerpunktbereichsprüfung schreibst. Diese macht die sogenannte Universitätsprüfung aus, die zusammen mit dem ersten juristischen Staatsexamen über Deine Abschluss-Note entscheidet.
- Während des Grund- und Hauptstudiums belegst Du außerdem noch zahlreiche Nebengebiete wie Familienrecht, Baurecht, Kommunalrecht, Polizeirecht oder Völker- und Europarecht.

- Nachdem Du alle acht Semester Deines Studiums erfolgreich absolviert hast, kannst Du das erste juristische Staatsexamen schreiben. Entweder direkt nach dem achten Semester im sogenannten Freischuss (wenn es diesen in Deinem Bundesland gibt) oder nachdem Du Dir noch etwas zwei Semester zum Lernen Zeit genommen hast.
- Nach bestandenem ersten Staatsexamen gehst Du für zwei Jahre ins Referendariat, wo Du verschiedene Stationen in den verschiedene Rechtsgebieten abläufst und erstmals in den Berufsalltag eines Anwalts / einer Anwältin reinschnupperst.
- Am Ende des Referendariats steht dann noch das zweite juristische Staatsexamen an. Danach darfst Du Dich dann endlich Volljurist bzw. Volljuristin nennen. Vorausgesetzt natürlich, dass Du das zweite Staatsexamen auch bestanden hast.
Jura Schwerpunktbereichsstudium: das solltest Du wissen
Wir haben oben ja bereits erwähnt, dass Du schon während des Studiums einen Schwerpunkt wählen kannst. Aber was bedeutet das? Was ist das Schwerpunktbereichsstudium? Und was musst Du dafür tun? Das Schwerpunktstudium ist Teil des Ersten Juristischen Staatsexamens, das sich zu 70% aus der staatlichen Pflichtprüfung und zu 30% aus dem Schwerpunkbereichsstudium zusammensetzt. Das bedeutet, die Note, die Du im Schwerpunktstudium erreichst, macht ganze 30% Deiner Endnote aus. Ab wann Du Dein Schwerpunktstudium beginnen kannst, wie lange es dauert und welche Prüfungsleistungen Du in Deinem Schwerpunkt ablegen musst, entscheidet Deine Universität. Dementsprechend unterschiedliche sind die Regelungen zum Schwerpunktstudium. Grundsätzlich lässt sich aber sagen:- Das Schwerpunktstudium beginnt in der Regel im 4. oder 5. Semester
- An manchen Universitäten kannst Du es auch auf nach der staatlichen Pflichtprüfung verschieben
- Die Dauer liegt zwischen 2 und 4 Semestern
- Die Prüfungsleistungen umfassen in der Regel eine normale Klausur, eine Seminararbeit und eine größere Klausur oder mündliche Prüfung

8 Tipps für Jura-Erstis
Zum Schluss haben wir noch ein paar Tipps für Dich, die Dir das Jurastudium auf jeden Fall erleichtern und ein wenig vom Druck nehmen werden:- Einführungsveranstaltungen besuchen: In den Einführungsveranstaltungen bekommst Du alle wichtigen Informationen rund ums Studium. Du erfährst, wie der Studiengang aufgebaut ist und was Dich erwartet. Kleine Bonus: Hier machst Du auch schon erste Bekanntschaften.
- An Vorlesungen und Klausuren teilnehmen: Zwar ist es keine Pflicht alle Vorlesungen zu besuchen und Klausuren musst Du auch nicht in allen Kursen schreiben, dennoch ist es empfehlenswert, denn spätestens beim Staatsexamen wird Dir der Stoff begegnen. Besuchst Du die Kurse gleich und lernst auch auf die Klausuren, wirst Du für die Examensvorbereitung deutlich weniger Arbeit haben.
- Ziele setzen und strukturiert arbeiten: Überlege Dir schon vor Beginn Deines Studium, was Du von Dir selbst erwartest und wo Du beruflich hinmöchtest. Mit einem Ziel vor Augen wird es Dir an Motivation nicht fehlen. Außerdem sind Ordnung und strukturiertes Arbeiten das A und O eines jeden Studiums. Versuche beides also gleich im ersten Semester einzuführen.
- Deine eigene Lernmethode finden: Lernst Du lieber mit diesem oder jedem Lehrbuch, gehst Du zum Lernen gerne in die Bib oder bleibst Du dafür lieber zuhause, kannst Du besser alleine oder in einer Lerngruppe lernen? Der eine kommt mit der einen Methode besser zurecht, der andere mit einer anderen. Finde für Dich selbst heraus, was am besten funktioniert.
- Mach Dir keinen Druck: Lass Dich nicht vom Konkurrenzkampf anstecken und versuche Dir selbst keinen unnötigen Druck zu machen. Halte Dir stets Dein Ziel vor Augen und arbeite daraufhin, unabhängig davon was die anderen machen. Plane überlegt, plane immer einen Puffer mit ein und schiebe nichts auf, das Du auch gleich erledigen kannst.
- Üben, üben, üben: Nur durch regelmäßiges Üben ab dem ersten Semester wirst Du im Examen gut abschneiden, ohne am Ende vom Stoff und vom Druck überfordert zu sein.
- Regelmäßige Auszeiten gönnen: Regelmäßige Pausen sind ebenso wichtig wie regelmäßiges Üben, denn die kleinen Auszeiten mit Freunden oder Sport brauchst Du, um Deine Batterie wieder aufzutanken.
- Think positive: Lass Dich nicht von Niederlagen oder dem Konkurrenzkampf anderer Student/innen runterkriegen. Konzentriere Dich auf Dich selbst und Deine Ziele und vergiss nie: Es haben schon viele vor Dir geschafft, auch Du kannst es schaffen!
Mit KI zusammenfassen:

















