Du hast gerade Dein Abitur bestanden und denkst nun über ein Studium der Rechtswissenschaften nach? Oder Du hast bereits mit dem Studium begonnen und würdest gerne noch etwas mehr über die juristische Ausbildung und die Arbeit der Anwälte erfahren?

Tatsächlich ist es so, dass mit dem Jurastudium in Deutschland hauptsächlich die klassischen Berufe eines Juristen / einer Juristin assoziiert werden: Anwalt / Anwältin, Staatsanwalt / Staatsanwältin und Richter / Richterin.

Auch in der Uni werden Dir meist die guten Karrierechancen und Gehaltsaussichten in eben diesen klassischen juristischen Berufen vorgepredigt. Tatsächlich gibt es aber noch so viel mehr Jura-Berufe, auf die es sich einen Blick zu werden lohnt. Jurist/innen werden zum Beispiel auch in Wirtschaft und Unternehmen stets händeringend gesucht – teilweise müssen sie dafür nicht einmal das zweite Staatsexamen haben.

Aber was macht ein Jurist bzw. eine Juristin bei der Arbeit eigentlich genau? Welche Berufsmöglichkeiten gibt es für Absolventen und Absolventinnen der Rechtswissenschaften tatsächlich? Und wie sieht es überhaupt mit dem Gehalt aus? Was verdienen Anwälte?

Wir von Superprof haben recherchiert und werden in diesem Artikel auf diese und weitere Fragen eingehen. Lies einfach weiter und erfahre, warum sich die juristische Ausbildung auf jeden Fall lohnt!

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Was macht ein Jurist eigentlich?

Während dem Jurastudium bist Du hauptsächlich damit beschäftigt, Gesetztestexte zu lesen, Prüfungsschemata zu lernen und fiktive Fälle zu bearbeiten. Dabei hast Du allerdings alle Fakten auf ca. 1-2 Papier schwarz auf weiß vor Dir liegen. Du musst die Fakten nicht erst selbst einholen und hast auch keine streitenden Mandanten vor Dir sitzen. Ein großer Teil der juristischen Arbeit fällt also weg ...

Kurz gesagt: Obwohl das Studium der Rechtswissenschaften in vielen Punkten sehr alltagsnah ist, bereitet es Dich nicht voll und ganz auf den Beruf als Jurist bzw. Juristin nach dem Abschluss vor.

Das wirst Du spätestens nach dem ersten juristischen Staatsexamen im Referendariat merken. Dann beginnt der praktische Teil der juristischen Ausbildung ...

Willst Du mehr zur juristischen Ausbildung und zum Aufbau des Jura-Studiums erfahren, dann lies unseren Artikel dazu.

Der Job des Juristen ist sehr vielseitig und abwechslungsreich.
Der Job des Juristen beinhaltet weitaus mehr als das Wälzen von Gesetzestexten. | Quelle: Unsplash

Also was genau macht eine Juristin bzw. ein Jurist denn nach dem Studium?

Natürlich kommt das stark darauf an, welchen Weg Du für Deine Karriere einschlägst, grob lassen sich dennoch einige Aufgabenbereiche zusammenfassen:

  • Rechtsberatungen: Bist Du nach dem zweiten juristischen Staatsexamen erst einmal als Anwältin zugelassen, kannst Du Mandanten empfangen und zu verschiedenen Themen des Rechts beraten und ihnen Rechtsbeistand leisten. Dabei kann es um die Beratung zu bestimmten Rechtsfragen oder auch die Vorbereitung auf einen Rechtsstreit vor Gericht gehen. Darüber hinaus musst Du auch stets zwischen Deinen Mandanten und der Gegenseite vermitteln. Die Aufgabenbereiche sind also vielseitig und es wird nie langweilig!
  • Gerichtsverhandlungen: Manchmal kann es in einem Streitfall auch nötig sein, den Fall vor Gericht zu verhandeln. Als Rechtsanwältin bzw. Rechtsanwalt wirst Du Deine Mandanten dann nicht nur auf die Gerichtsverhandlungen vorbereiten, sondern auch aktiv vor Gericht vertreten müssen. Du lieferst Fakten, befragst Zeugen, gibst ein Plädoyer und versuchst, das möglichst beste Ergebnis für Deine Mandanten zu erreichen, beispielsweise einer drohenden Strafe zu entgehen. Als Richterin / Richter bist Du die-/derjenige, die/der am Ende der Verhandlung die Entscheidung trifft und ein Urteil fällt.
  • Leitung von Ermittlungsverfahren: Als Staatsanwalt arbeitest Du eng mit der Polizei zusammen, denn Du bist dafür zuständig, das Ermittlungsverfahren zu leiten und zu entscheiden, wann genügend Beweise vorliegen, um ein Gerichtsverfahren zu beginnen. Besteht ausreichend Tatverdacht, bist Du der-/diejenige, der/die das Verfahren vors Gericht bringt und verhandelt. Darüberhinaus benötigt die Polizei auch Deine Unterstützung, um Beschlüsse vom Richter zu erlangen, um beispielsweise eine Hausdurchsuchung durchführen zu können.
  • Aufsätzen und Prüfen von Verträgen und Rechtsfragen: Arbeitest Du in Wirtschaft und Unternehmen liegt Dein Tätigkeitsschwerpunkt darauf, Verträge und diverse Rechtsfragen auf ihre Richtigkeit zu prüfen oder aufzusetzen. Das können ganz klassisch Kauf- oder Kreditverträge sein, aber auch speziellere Bereiche wie beispielsweise die Prüfung der Rechtslage beim Erwerb eines Windparks. Dann müssten neben Kauf- und Kreditverträgen nämlich auch Grundstücksrechte, öffentlich-rechtliche Umweltschutz-Regelungen usw. geprüft werden.
  • Urkunden und Beglaubigungen: Urkunden und Beglaubigungen fallen in den Tätigkeitsbereich eines Notars bzw. einer Notarin. Beurkunden sind zum Beispiel nötig bei Scheidungen, Testamenten oder beim Kauf von Immobilien. Dieser Weg steht allerdings nur den besten Absolventen und Absolventinnen offen.
Auch das Prüfen und Aufsetzen von Verträgen gehört zum Beruf des Juristen.
Als Anwalt in einem Unternehmen musst Du oft Verträge aufsetzen und prüfen. | Quelle: Unsplash

Du siehst also, die Aufgaben von Jurist/innen sind sehr vielseitig und abwechslungsreich.

Tatsächlich gibt es auch Nachhilfe Jura!

Berufsfelder für Jura-Absolventen

Du hast Dich durch mehrere Semester Jurastudium gekämpft (einfach war Jura nicht!), hast das erste Examen bestanden, das Referendariat beendet und auch das zweite Examen bestanden. Du hast den juristischen Abschluss in der Tasche und darfst Dich endlich Volljurist oder Volljuristin nennen.

Was nun? Was kannst Du nun nach dem Abschluss Deiner juristischen Ausbildung machen?

Die Antwort ist: eine ganze Menge!

Die Berufsfelder für Juristen sind wirklich zahlreich. Im Folgenden möchten wir Dir ein paar vorstellen:

  • Rechtsanwalt/-anwältin (angestellt oder selbstständig)
  • Staatsanwalt/-anwältin
  • Richter/in
  • Notar/in
  • Verwaltungsbeamter/-beamtin im Auswärtigen Amt oder Diplomatischen Dienst
  • Jurist/in in Wirtschaft und internationalen Unternehmen, auch im Bereich der Unternehmensberatung
  • Jurist/in in Verbänden, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen
  • Jurist/in in der Lehre als Professor/in, Dozent/in oder wissenschaftliche Mitarbeiter/in an der Universität
  • etc.

Wie Du siehst, sind die Berufsfelder für Juristen wirklich vielfältig. Du solltest also keinerlei Probleme dabei haben, den für Dich richtigen Beruf zu finden.

Mit wachsenden Berufsfeldern wird Dir als Anwalt nie langweilig.
Die Tätigkeitsbereiche von Juristen wachsen stetig an. | Quelle: Unsplash

Darüber hinaus ist die Branche für Rechtswissenschaft stets am wachsen. Juristische Expertise ist in immer mehr Bereichen gefragt.

Zudem erweitert sich der Aufgabenbereich von Juristen durch Entwicklungen wie Globalisierung und Digitalisierung, welche die Aufnahme neuer Themengebiete und Schwerpunkte an der Universität erforderlich machen. Gleichzeitig werden dadurch wiederum neue Berufe geschaffen.

Welche Möglichkeiten es gibt, ein Stipendium für das Jura-Studium zu bekommen, erfährst Du hier!

Berufsaussichten nach dem Jurastudium

Ob für Scheidungen, Verträge, Beurkunden oder irgendwelche Rechtsstreitigkeiten, Juristen werden wirklich immer gebraucht!

Dementsprechend niedrig ist auch die Arbeitslosenzahl unter Juristen.

Der Beruf des Juristen lohnt sich also schon einmal aus diesem Grund.

Grundsätzlich stehen Dir in Deutschland mit einem Abschluss in Rechtswissenschaft die meisten juristischen Berufe offen. Ganz egal, wie gut Du in der Prüfung abgeschlossen hast, einer Karriere als Rechtsanwalt bzw. Rechtsanwältin steht nach der Universität und dem Referendariat nichts mehr im Weg.

Strebst Du allerdings eine Karriere als Richter/in, Staatsanwalt/-anwältin, Notar/in oder an einer großen internationalen Kanzlei an, solltest Du Dir bereits beim Studieren besonders Mühe geben, denn hier zählt vor allem die Note. Anwälte in diesen Berufen müssen in der Regel ein Prädikatsexamen vorweisen können.

Welche Note genau erforderlich ist, hängt natürlich vom jeweiligen Bundesland ab. Es lohnt sich also, schon vor dem Jura-Studium genau zu überlegen, wo Du Jura studieren und wo Du später arbeiten möchtest.

Klassische juristische Berufe sind Rechtsanwalt, Staatsanwalt und Richter.
Für den klassischen Beruf des Richters ist auch ein gewisser Notenschnitt erforderlich. | Quelle: Unsplash

Zudem hast Du natürlich die Möglichkeit, Dich durch zusätzliche Qualifikationen wie einem Auslandsaufenthalt oder einem Master im ausländischen Recht (LL.M. – Master of Laws) zu profilieren und Dich so über die breiten Masse an Juristen und Juristinnen hinwegzusetzen.

Aber auch diejenigen, die kein Prädikatsexamen oder zusätzliche Qualifikationen vorweisen können, finden in der Regel einen Job, zum Beispiel in einer mittelständigen Anwaltskanzlei, in Unternehmen, in der Verwaltung oder sonst im öffentlichen Dienst.

Was verdienen Anwälte?

Auch die meisten Gehälter für die juristische Tätigkeit liegen im mittleren bis oberen Bereich. Besonders mit Prädikatsexamen liegt das Einstiegsgehalt schnell mal im sechsstelligen Brutto-Bereich.

Das Gehalt allein ist schon für viele ein triftiger Grund, Jura zu studieren!

Sogar mit nur einem Examen hast Du gute Aussichten, einen tollen Job zu finden. Allerdings musst Du Dich hier mit Bachelor- und Master-Absolvent/innen messen, die beispielsweise Wirtschaftsjura studiert haben.

Lass uns nochmal zusammenfassen, warum sich das Jurastudium lohnt – pro Jura:

  • Vielseitige Tätigkeitsbereiche mit einem oder zwei Staatsexamen, aber auch Bachelor oder Master
  • Juristen können deutschlandweit, aber auch international arbeiten
  • Die Arbeit ist spannend, vielseitig und abwechslungsreich
  • Als Jurist/in kannst Du richtig gut verdienen
  • Stets gefragter Job
  • Und noch vieles mehr ...

Du siehst, die vielen Semester und die lange Ausbildung lohnen sich allemal!

Na, bist Du auf den Geschmack gekommen und hast jetzt so richtig Lust lieber Rechtswissenschaft als BWL zu studieren? Dann schau Dir doch auch noch unseren Artikel rund um Tipps fürs Jura-Studium an!

Übrigens: Bist Du Dir noch nicht ganz sicher, kannst Du an den meisten Universitäten in Deutschland auch erst einmal als Gast an einer Vorlesung teilnehmen und so in das Studium schnuppern.

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.