Studierst Du grade Jura oder spielst mit dem Gedanken, nach dem Abitur ein Jurastudium zu beginnen? Du bist Dir aber noch nicht ganz sicher, weil Du nicht genau weißt, was für berufliche Möglichkeiten es nach dem Jurastudium für Absolventen und Absolventinnen gibt?

Tatsächlich sieht Deine berufliche Perspektive als sogenannter Volljurist bzw. Volljuristin rosig aus.

Volljuristin bzw. Volljurist bist Du sobald Du die juristische Ausbildung, also das Juastudium und das Referendariat durchlaufen und beide juristischen Staatsexamen bestanden hast. Dann stehen Dir im Grunde alle Türen offen – Du hast also die Wahl zwischen einer ganzen Reihe verschiedener Jobs!

Wir möchten Dir im Folgenden die drei klassischen Jobs für Volljuristen und Volljuristinnen vorstellen. Als Jurist bzw. Juristin mit einem Bachelor of Laws oder Master of Laws wirst Du nicht in diesen klassischen Berufen arbeiten können.

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Karriere in der Justiz: das macht ein Richter

Hast Du das erste und zweite Staatsexamen bestanden, bist Du als Volljurist bzw. Volljuristin grundsätzlich für das Richteramt befähigt.

Da der Beruf des Richters bzw. der Richterin allerdings einiges an Verantwortung mit sich bringt, musst Du noch ein paar zusätzliche Voraussetzungen vorweisen können, bevor Du für das Amt des Richters auf Probe zugelassen wirst.

Zu den Einstellungs-Kriterien für Richter und Richterinnen gehören:

  • Eine gute Note in der Staatsprüfung: Wo die Notengrenze liegt variiert von Bundesland zu Bundesland. In Bayern liegt sie gerade bei mindestens 8 Punkten.
  • Die deutsche Staatsangehörigkeit: Schließlich übst Du als Richter/in die rechtsprechende Gewalt in Deutschland aus.
  • Durchsetzungsvermögen: Du musst schließlich in den Verfahren vor Gericht am Ende das Urteil fällen.
  • Sozialkompetenz: Du musst nicht nur mit Zeugen und Beschuldigten, sondern auch Staatsanwälten und Verteidigern eng zusammen arbeiten.
  • Kommunikationsstärke: Zu der Zusammenarbeit gehört natürlich auch eine funktionierende Kommunikation zwischen den Beteiligten.
  • Belastungsfähigkeit: Ein Richter hat viele Aufgaben und trägt besonders viel Verantwortung. Damit muss man klar kommen.
  • Organisationstalent: Gerade in der Justiz ist es wichtig, stets den Überblick zu behalten, Fristen einzuhalten etc.

Erfüllst Du all diese Kriterien steht Deiner Karriere als Richter oder Richterin nichts mehr im Weg.

Voraussetzung für das Richteramt ist ein Jurastudium.
Das Amt des Richters ist besonders hoch angesehen. | Quelle: Pexels

Wirst Du für das Richteramt zugelassen, musst Du aber zunächst noch eine Probezeit von 3-5 Jahren durchlaufen, bevor Du schließlich zum Richter / Richterin auf Lebenszeit benannt wirst.

Als Richterin / Richter übst Du die rechtsprechende Gewalt in Deutschland aus. Zu Deinen Tätigkeiten zählt dann:

  • Das Bearbeiten von Fallakten: Die müssen gründlich gelesen und vor jeder Verhandlung vorbereitet werden.
  • Das Recherchieren von Fachwissen: Du kannst nicht für jeden Fall das nötige Spezialwissen mitbringen.
  • Das Prüfen, Ablehnen und Gewähren von Anträgen: Anträge für Prozesskostenhilfe und ähnliches gehen an den Richter und werden von diesem geprüft und beurteilt.
  • Das Erlassen richterlicher Beschlüsse und Anordnungen: Ohne diese kann die Polizei in vielen Bereichen nicht tätig werden. Zum Beispiel wenn es um Hausdurchsuchungen oder Beschlagnahmen geht.
  • Der Vorsitz und die Führung von Gerichtsverfahren: Du bist die höchste Autorität vor Gericht und leitest deshalb das Verfahren.
  • Das Aufklären von Sachverhalten: Deine Aufgabe ist es, die Wahrheit zu finden und den Sachverhalt mithilfe von Gesetzen, Beweisen usw. aufzuklären.
  • Das Fällen von Urteilen: Du bist derjenige / diejenige, der / die am Ende des Verfahrens die Entscheidung treffen muss – Geldbuße, Freiheitsstrafe oder Freispruch?
  • Betreuung und Prüfung von Praktikant/innen und Referendar/innen: Du bist für die Ausbildung der Praktikant/innen und Referendar/innen zuständig. Außerdem kannst Du als Prüfer im Staatsexamen fungieren und sogar an der Universität unterrichten.

Du siehst der Beruf des Richters ist also sehr vielseitig. Konnten wir Dich schon für eine Karriere in der Justiz begeistern?

Du kannst Dich außerdem für eine Spezialisierung entscheiden: Privatrecht, Strafrecht, Familienrecht, Arbeits- und Sozialrecht oder vielleicht doch lieber Finanzrecht?

Rechtspflege: das macht ein Anwalt

Als Rechtsanwalt bzw. Rechtsanwältin erwartet Dich nicht nur ein sicherer Job mit tollen Gehaltsaussichten, sondern auch eine besonders vielseitig Karriere.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Rechtsanwälte vor allem in zwei Bereichen tätig sind: in der Rechtsberatung und im Rechtsbeistand. 

Diese beiden Bereiche umfassen allerdings zahlreiche unterschiedliche Tätigkeiten, die den Beruf des Anwalts / der Anwältin besonders abwechslungsreich machen.

Zu den Tätigkeiten von Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen gehört zum Beispiel:

  • die juristische Beratung von Mandanten und Mandantinnen, und zwar sowohl Einzelpersonen als auch Personengruppen und juristische Personen
  • der juristische Beistand, also das Vertreten Deiner Mandantinnen und Mandanten vor Gericht und Behörden
  • die Unterstützung der Richter und Richterinnen bei der Rechtsfindung ist als Organ der Rechtspflege ebenfalls Deine Aufgabe
  • das Erfüllen außergerichtlicher Tätigkeiten wie zum Beispiel der Abschluss von Vergleichen
  • die Rechtsgestaltung und -überprüfung, das heißt Du Bearbeitest Sachverhalte, fertigst Verträge an, überprüfst Verträge und Rechtsgeschäfte auf ihre Rechtswirksamkeit und vieles mehr
Was soll ich nach dem Referendariat arbeiten?
Als Anwalt kannst Du in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten. | Quelle: Unsplash

Deine alltäglichen Tätigkeiten hängen natürlich immer stark davon ab, in welchem Berufsfeld oder auch in welcher Kanzlei Du arbeitest.

Bist Du zum Beispiel als Anwalt oder Anwältin in einer mittelständischen Kanzlei für Familien- und Erbrecht angestellt, werden Deine Mandate zum größten Teil aus Privatpersonen bestehen.

Arbeitest Du in einer großen internationalen Sozietät, wirst Du auch häufig Unternehmen unter Deinen Mandanten und Mandantinnen finden.

Hat Dich Dein Berufsweg in ein Unternehmen aus der Wirtschaft geführt, bist Du ausschließlich für die  rechtliche Beratung dieses Unternehmens zuständig. Du vertrittst und berätst also in der Regel keine Privatpersonen.

Welches Berufsfeld interessiert Dich am meisten?

Berufsbild Staatsanwalt: Aufgaben der Staatsanwaltschaft

Der Staatsanwalt ist wie der Rechtsanwalt ein Organ der Rechtspflege und oberster Vertreter einer Anklage bei Gericht, wenn es um Straftaten geht.

Anders als Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sind Staatsanwältinnen und Staatsanwälte allerdings nicht für die Rechtsberatung und den Rechtsbeistand von Privatpersonen zuständig. Die Staatsanwaltschaft vertritt wie der Name schon sagt den Staat und ist in dieser Funktion für die Verfolgung und Vollstreckung von Straftaten zuständig.

Grundsätzlich lässt sich dabei die Tätigkeit eines Staatsanwalts bzw. einer Staatsanwältin in drei Aufgabenbereiche aufteilen: die Staatsanwaltschaft ist nämlich als Ermittlungsbehörde, als Anklagebehörde und Vollstreckungsbehörde tätig.

Ermittlungsbehörde

Im Rahmen der Funktion als Ermittlungsbehörde hat die Staatsanwaltschaft unter anderem folgende Aufgaben:

  • Ermittlungsverfahren bei Vorliegen eines Anfangsverdachts einleiten
  • Das Ermittlungsverfahren leiten
  • Gegebenenfalls die Polizei bei der Beweisaufnahme unterstützen
Der Beruf als Staatsanwalt ist sehr abwechslungsreich.
Als Staatsanwalt wirst Du oft eng mit der Polizei zusammen arbeiten. | Quelle: Pexels
  • Richterliche Beschlüsse für Ermittlungsmaßnahmen einholen
  • Auskünfte bei Behörden einholen
  • Anklage bei hinreichendem Tatverdacht erheben
  • Gegebenenfalls das Ermittlungsverfahren einstellen

Anklagebehörde

Als Anklagebehörde ist die Staatsanwaltschaft diejenige, die bei hinreichendem Tatverdacht die öffentliche Anklage erhebt und den Staat vor Gericht vertritt.

Der Staatsanwalt verliest die Anklageschrift und das Schlussplädoyer. Außerdem befragt er Zeugen und Zeuginnen und stellt am Ende des Verfahrens einen Antrag zum Urteil.

Bei sogenannten Offizialdelikten hat die Staatsanwaltschaft sogar ein sogenanntes "Anklagemonopol".

Darüber hinaus hat die Staatsanwaltschaft auch die Möglichkeit Rechtsmittel einzulesen.

Vollstreckungsbehörde

Aber auch nach dem Gerichtsverfahren ist die Arbeit der Staatsanwaltschaft noch nicht getan. Jetzt muss sie noch für die Einleitung und Überwachung der Vollstreckung der gerichtlichen Entscheidung sorgen.

Dazu gehören zum Beispiel die Vollstreckung der Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe, die Vollstreckung von Fahrverboten oder auch das Eintreiben von Ordnungs- und Zwangsgeldern.

Aufgaben des Notars

Der letzte klassische juristische Beruf, den wir Dir vorstellen wollen, ist der des Notars bzw. der Notarin.

Ein Notar / eine Notarin ist ein/e unabhängige/r Träger/in eines öffentlichen Amtes.

Das bedeutet, dass Du als Notar oder Notarin mit hoheitlichen Befugnissen ausgestattet bist und stets unabhängig und unparteiisch handeln musst.

Notare und Notarinnen werden vor allem bei besonders bedeutsamen Rechtsgeschäften benötigt, denn hier sind die Beteiligten besonders schützenswert.

Unter die besonders bedeutsamen Rechtsgeschäfte fallen beispielsweise Immobilienkaufverträge, Eheverträge oder Erbverträge.

Als Notar geht Dir nie die Arbeit aus.
Manche Verträge sind nur mit Beurkundung durch einen Notar wirksam. | Quelle: Pixabay

Zu den Aufgaben eines Notars / einer Notarin gehört es also:

  • Rechtsgeschäfte des Grundstücks-, Gesellschafts-, Familien- und Erbrechts notariell zu beurkunden: Dazu zählen beispielsweise der Immobilienkaufvertrag, die Gründung oder Umstrukturierung von Unternehmen, Eheverträge, Vorsorgevollmachten, Sorgerechts- und Unterhaltsregelungen, Erbverträge, Testamente, Betreuungs- und Patientenverfügungen und noch vieles mehr. Die Beurkundung durch den Notar erfüllt dabei sogenannte Beweis-, Beratungs- und Warnfunktionen.
  • Notarielle Beglaubigung von Unterschriften, Handzeichen und Abschriften: Du hast bestimmt schon einmal ein Dokument in beglaubigter Form benötigt. Die notarielle Beglaubigung dient dazu, die Echtheit der Unterschrift, Handzeichen oder Abschriften zu bestätigen.
  • Verwahrung von fremdem Vermögen und Urkunden: Du kannst Urkunden wie das Testament auch vom Notar verwahren lassen oder die Bezahlung des Kaufpreises bei einem Grundstückskauf über den Notar abwickeln. Das bietet den Parteien mehr Sicherheit.
  • Ausbildung von Notaranwärtern und -anwärterinnen: Notare müssen eine praktische Ausbildung von drei Jahren in einem Notarbüro absolvieren. Während dieser Fachausbildung werden sie Dir also über die Schulter schauen und mit Dir zusammen arbeiten, um wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.

Diese und noch weitere Aufgaben erwarten Dich als Notarin oder Notar. Dein Arbeitsalltag sieht also sehr vielseitig aus.

Möchtest Du Notarin oder Notar werden, musst Du zunächst einmal die selbe Ausbildung wie Anwälte und Anwältinnen durchlaufen (Jurastudium, Referendariat, erstes und zweites Staatsexamen).

Danach erfolgt allerdings noch eine Fachausbildung von ca. 3 Jahren in einem Notarbüro. Außerdem ist in den meisten Bundesländern eine bestimmte Note nötig. In Bayern werden beispielsweise aktuell mindestens 8 Punkte verlangt.

Na, war bei den klassischen juristischen Berufen schon das Richtige für Dich dabei?!

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.