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Inwiefern sind Pilates & Yoga miteinander verwandt – oder auch nicht?

Von Florence, veröffentlicht am 01/08/2018 Blog > Sport > Yoga > Yoga Pilates: Worin liegen die Unterschiede?

„Es ist der Geist, der sich den Körper baut.“ – Friedrich Schillers Maxime, die einst Joseph Pilates inspirierte.

Yoga und Pilates sind Teil einer neuen Welle von Sportarten, die „in“ sind.

Sie verbinden oft den Körper und den Geist und haben den Vorteil, für jeden und alle Niveaus zugänglich zu sein.

Yoga ist in all seinen Formen, ob Schwangerschaftsyoga, Vipassana oder Hatha Yoga, schon weiter verbreitet als Pilates.

Die beiden Sportarten werden oft miteinander verglichen, dabei gibt es auch wichtige Aspekte, die sie unterscheiden.

Einer Studie zufolge verbessere regelmäßiges Yoga zu 24% die Gelenkigkeit. Pilates, das sich auf eine intensive Muskelstärkung konzentriert, hat den gleichen Effekt.

Aber was sind nun die wirklichen Unterschiede zwischen beiden Disziplinen? Diese Frage beantworten wir Dir sofort!

Yoga und Pilates: Unterschiedliche Ziele

Fangen wir mit einem Grundaspekt an: Yoga, ob nun dynamisches Yoga, Kundalini oder Yin Yoga ist, ist eine Praxis, die viel älter ist als Pilates.

Man versteht also, dass die beiden Disziplinen unterschiedliche Techniken entwickelt haben. Abhängig vom Ziel sind manche Techniken auch weiter entwickelt als andere.

Diese Ziele werden also den Unterschied machen und für das Pilates wie für das Yoga die Essenz selbst der Disziplin ausmachen.

Zwischen Dehnübungen, Positionsabfolgen, Kräftigung und Lockerung gibt es viele verschiedene Mittel, um ein potentielles Ziel der Disziplin zu erreichen.

Was aber erstmal definiert werden muss, ist das Ziel.

Magst Du Yoga oder Pilates lieber? Es ist wichtig Yoga und Pilates voneinander zu unterscheiden, denn die beiden Disziplinen haben nicht die gleichen Ziele. | Quelle: Pexels

Beim Yoga, das eine stark entwickelte Identität hat, ist das Hauptziel, den Körper und den Geist miteinander zu verbinden, und zwar auf eine fast philosophische Art und Weise.

Die Yoga Schlüsselbegriffe wie der innere Frieden, die Beruhigung, das Wohlergehen, und die Entspannung kommen der Sanftheit vieler Entspannungstechniken sehr nahe.

Es ist eine Etappe in Richtung Achtsamkeit, die aber nicht das einzige Ziel dieser Disziplin ist.

Denn wann immer ein spirituelles Ziel aufkommt, entwickelt das Yoga auch körperlichere Aspekt.

Es erlaubt eine Harmonisierung von Atmung, Geschmeidigkeit, Gleichgewicht, Ausdauer in den Haltungen, aber auch des inneren Friedens durch Meditation und Atemübungen.

Und was können wir über die Pilates Methode sagen, die im 20. Jh. von Joseph Pilates entwickelt wurde?

Diese Praxis ist viel jünger als Yoga, hat aber auch eine Identität und Werte, die von Anfang an existiert haben und diese Disziplin daher vom Yoga und sanfter Gymnastik unterscheiden.

Durch seine Bewegungsabläufe und Haltungsübungen erreicht das Pilates viele Effekte, die anders als die einer Yoga Stunde sind.

Was für Effekte sind das?

Erst einmal musst Du wissen, dass die Pilates Methode im Vergleich zum Yoga sehr viel mehr auf die physische denn auf die spirituelle oder mentale Sphäre Acht gibt.

Das Ziel ist hier eine Entwicklung der Muskeln, den Köper zu formen, gelenkig zu sein und eine für den Sport angemessene Körperhaltung zu entwickeln.

Dieses Ziel macht den Unterschied zum Yoga, und so ist Pilates eher für Menschen gedacht, die sich auf den Körper, den Muskelaufbau und die physische Ausdauer konzentrieren wollen.

Sie werden dank Pilates viele positive Wirkungen erleben!

Pilates vs. Yoga: Unterschiedliche Atemformen

Hast Du schonmal Pilates ausprobiert? Pilates und Yoga scheinen sich sehr zu ähneln, das ist aber nur dem Anschein nach so! | Quelle: Visualhunt

Wie schon erwähnt, ist die Atmung ein zentraler Angelpunkt der beiden Disziplinen und auch einer der wichtigsten Unterscheidungsfaktoren.

Manch einer denkt vielleicht, dass die Luft, die unsere Lungen füllt, nur ein nebensächliches Detail ist; sie werden aber schnell erfahren, wie die richtige Atmung Yoga oder Pilates Haltungen leichter, verständlicher und angenehmer macht.

Beim Pilates musst Du vor allem darauf achten, eine regelmäßige Atmung einzuhalten, damit Du nicht zu schnell außer Puste gerätst oder Seitenstechen bekommst.

Bei einem Pilates Kurs geschmeidig zu werden ist viel einfacher, wenn die richtige Atmung vorhanden ist.

Die Atmung muss an die jeweiligen Bewegungen, aber auch an deren Intensität angepasst werden.

Im Yoga bleibt es im Prinzip gleich, hinzu kommt aber noch, dass die Atmung mit der inneren Ruhe, der Persönlichkeitsentwicklung und der Bewusstseinserweiterung verbunden wird.

Ein Bewusstsein, das sich vor allem auf den Körper richtet, und durch eine gute Atmung gefördert sowie in fließender Koordination ausgeführt wird.

Mit dieser Technik führst Du das Yoga optimal aus und findest Ausgleich.

Denn ob Du Yoga oder Pilates machst, ist die Luft, die durch Deine Lungen strömt, eine wahre Energiequelle, die uns zeigt, dass wir wahrhaftig am Leben sind und dass die Aktivität, die wir gerade ausführen, definitiv zur Kategorie „Sport“ gehört.

Die Atmung vervollständigt beide sportlichen Disziplinen!

Yoga und Pilates: Unterschiedliche Körperhaltungen

Hast Du schonmal im Urlaub Yoga gemacht? Selbst wenn die Bewegungen bei Yoga & Pilates nicht die gleichen sind, bleibt das Wichtigste doch, dass Du Dich bewegst! | Quelle: Pexels

Der wohl größte Unterschied zwischen Yoga und Pilates findet sich in den Haltungen.

Wie schon etwas höher beschrieben, sind die zu erreichenden Ziele, die Atmung und die fundamentalen Prinzipien in den zwei Sportarten nicht die gleichen.

Das Gleiche ist der Fall für die Haltungen. Jede dreht sich um ein bestimmtes Ziel, das jeder Technik eigen ist.

Pilates wird z.B. etwas stärkere Bewegungsabläufe beinhalten, die oft markanter als die im Yoga sind und eine Stärkung des unteren Rückens, mehr Dehnung und Cardiotraining und einen starken Fokus auf die Wirbelsäule bieten.

Ein wahres Wundermittel gegen Stress und Rückenschmerzen!

Das Yoga bietet eine Vielfalt an Haltungen an, die sich oft mehr auf die Werte und die Geisteshaltung dieser Disziplin konzentrieren.

Ein Gleichgewicht, das sich nicht egal wie findet, denn die Bewegungsabläufe müssen oft sehr genau ausgeführt werden, um ihre Wirkkraft zu behalten.

Die Bewegungen des Yogis sind sanfter und weniger auf die Muskeln konzentriert, ohne jedoch deswegen einfacher zu sein.

Beim Yoga kommt der Anti-Stress Faktor nicht unbedingt nur aus den Haltungen.

Wenn Du diese jedoch zu schlecht bzw. zu nachlässig ausführst, wird die Wirkung ausbleiben, und vielleicht sogar entgegen Deiner Erwartungen verlaufen.

Jede Bewegung ermöglicht eine Erdung in Dir selbst, für Erwachsene und Kinder gleichermaßen, und führt zu einer gesteigerten Ruhe und vitalen Kraft.

Alles in Allem ist vor allem eins wichtig: Dass Du die Sportdisziplin gut ausführt, ob es nun Yoga oder Pilates ist.

Selbst wenn der Unterschied zwischen beiden groß ist, können sie miteinander kombiniert werden, sich gegenseitig ergänzen und zusammen eine optimale Verbesserung Deiner körperlichen Verfassung bieten.

Doch ein fundamentaler Punkt wurde bisher noch nicht behandelt: Die beiden Körpertechniken stützen sich nicht auf die gleiche Lebensphilosophie.

Pilates & Yoga: Zwei verschiedene Lebensphilosophien

Hast Du schonmal meditiert? Yoga und Pilates gründen nicht auf der gleichen Lebensphilosophie. | Quelle: Visualhunt

Yoga Nidra und Pilates haben nicht nur unterschiedliche Entstehungszeiten, sondern auch unterschiedliche mit den Übungen verbundene Lebensphilosophien.

Die spirituelle Sichtweise, auf der die beiden Praktiken aufbauen, ist nicht die gleiche.

Zu weit von ihr entfernt zu sein drückt sich auch in einer schlechten Ausführung der Übungen aus, und, wer weiß, führt vielleicht sogar zu besonders starkem Muskelkater am Morgen danach …

Nehmen wir z.B. Yoga: Diese aus Indien stammende Technik schöpft Kraft aus der ihr eigenen Philosophie des Geistes, die viel mit Entspannung und Meditation gemein hat.

So drückt sich in den Übungen und Bewegungen eine wahre Suche nach innerem Frieden und nach Achtsamkeit sowie einer spezifischen Atemtechnik aus.

Die Pilates Methode wurde erst im 20. Jahrhundert von Joseph Pilates in den Vereinigten-Staaten entwickelt.

Diese sportliche Disziplin entwickelt die Verbindung zwischen Körper, Geist und Mentalem.

Ein Konzept, das jetzt schon weltweit seine Früchte trägt und die Idee einer sanften, aber auch kräftigenden Sportpraxis demokratisiert hat.

Beim manchen Pilates Übungen musst Du, anders als beim Yoga, Deinen Rückengürtel stark nutzen und eine intensive, zielorientierte mentale Stärke und Aufmerksamkeit mitbringen.

Einen Sport zu machen, der weder Tanz noch Kampfsport oder Qi Gong ist, bringt seine eigenen Codes und Wirkkräfte mit, denen Du Dich anpassen musst.

Fazit: Yoga und Pilates überschneiden sich in manchen Punkten, bleiben aber unterschiedlich genug, um maximal vielen Menschen zu entsprechen.

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