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Tipps & Tricks rund ums Thema Arabisch Lernen

Von Tobias, veröffentlicht am 16/01/2019 Blog > Sprachen > Arabisch > Arabisch sprechen und schreiben: Besonderheiten und Aussprache

Ihr hattet schon immer Lust, Arabisch zu lernen, aber hattet einfach nicht die Zeit dazu? Nun gibt es keine Ausreden mehr: Schreibt Euch ein für Arabisch-Unterricht!

Ihr könnt die Art und Intensität des Unterrichts genau an Eure Bedürfnisse, Euer Budget und Eure verfügbare Zeit anpassen. Egal, ob Ihr Euch für einen Arabisch-Kurs an der Universität, einer Moschee, einer öffentlichen Einrichtung oder bei Euch zuhause mit Privatlehrer entschiedet.

Dabei solltet Ihr auch wissen, dass es verschiedene Formen von Arabisch gibt. So gibt es ein allgemein anerkanntes Hocharabisch und viele verschiedene Dialekte, die in den unterschiedlichen Teilen der arabischen Welt gesprochen wird. Ihr als Arabisch-Schüler werdet Euch zunächst mit Hocharabisch befassen, der Sprache Allahs und des heiligen Korans.

Um mit dem Arabisch lernen anzufangen, müsst Ihr zunächst das arabische Alphabet beherrschen. Erst dann könnt Ihr auch lesen, die ersten Sätze aufschreiben und richtig aussprechen.

Wir zeigen Euch in diesem Artikel, wie Ihr das am besten schafft.

Was ist Hocharabisch eigentlich?

Hocharabisch ist wie Hochdeutsch eine Dachsprache, unter der sich verschiedene Dialekte tummeln. Sie ist Standardsprache und dient sowohl der internationalen Kommunikation innerhalb der arabischen Welt, als auch als Sprache der Medien.

Länder, bei denen die Unterschiede im Dialekt zu stark ausgeprägt sind, können so miteinander auf Hocharabisch kommunizieren.

Damit sich also ein Ägypter mit einem Saudi und ein Marokkaner mit einem Syrer unterhalten kann, muss Hocharabisch oder „Modernes Standardarabisch“ genutzt werden.

Das klassische Arabisch ist eine alte, literarische Form des Arabischen, das sich im Laufe der Jahrhunderte stets gewandelt hat und in wichtigen Werken wie dem Koran Einzug gefunden hat.

Es ist der Ursprung des Arabischen, das wir heute kennen und das vor der Standardisierung auf modernes Standardarabisch im 19. Jahrhundert die dominante Sprache in der Region war.

Für einige Menschen ist klassisches Arabisch die „wahre“ Sprache der arabischen Welt. Andere wiederum behaupten, die Sprache sei um 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß. Für diese Debatte ist eine Lösung bislang nicht in Sicht.

Laut dem französischen Islamwissenschaftler Ralph Stehly sind heute lediglich 20% – 25 % der rund 1,3 Milliarden Moslems auf der Welt Araber.

Man sollte daher niemals die arabische Welt mit der muslimischen gleichsetzen. So gibt es auch viele Christen und Juden in der arabischen Welt.

Genauso wenig ist der Islam ein arabisches Phänomen. Viele hunderte Millionen Moslems leben heute in Indonesien, Indien, China, Bangladesch, der Türkei, Bosnien, dem Kosovo, Albanien und sprechen kein Wort Arabisch.

Die meisten Moslems findet man in Asien Längst nicht alle Moslems leben in der arabischen Welt | Quelle: Pixabay

Die ältesten Spuren der arabischen Sprache reichen zurück bis ins 9. Jh. vor Christus.  Eine Inschrift aus dem Jahre 328 n. Chr. belegt die arabische Sprache in nabatäisch-aramäischer Schrift.

Das klassische koranische Arabisch entstammt dem alten Arabisch, wie es im 7. Jahrhundert n. Chr. gesprochen wurde.  Das klassische postkoranische Arabisch ist dasjenige, das im Mittelalter während des Umayyaden- und Abassidenkalifats verwendet wurde.

Nichtsdestotrotz gehen alle Formen der arabischen Sprache auf den selben Ursprung zurück.

Um Arabisch lernen zu können und die Entwicklung zum heutigen Hocharabisch zu verstehen, muss man sich daher auch mit der Geschichte der Sprache auseinandersetzen.

Wie kann ich meine Aussprache in Arabisch verbessern?

Ihr habt die 28 Buchstaben des arabischen Alphabets verinnerlicht, Respekt!

Da ihr jedoch wisst, dass jeder arabische Buchstabe drei Formen hat, die seinem Platz im Wort entsprechen (am Anfang, der Mitte und am Ende), müsst ihr viel üben, denn insgesamt und für alle habt ihr 112 Grapheme zu lernen.

Gerade am Anfang solltet Ihr so viel Arabisch-Unterricht nehmen wie möglich und so viel mit Eurem Lehrer üben, wie es geht. Nur, wenn Ihr jemanden habt, der Euch alles richtig vormacht, seid Ihr sicher, dass Ihr die Wörter auch richtig aussprecht.

Das phonetische System in der arabischen Sprache

Die arabische Phonetik wirkt auf den ersten Blick recht kompliziert. Wer eine neue Sprache lernt, der braucht besonders am Anfang viel Geduld und Ausdauer. Arabisch ist eine Sprache mit wenig Vokalen und vielen Konsonanten, was für uns zunächst sehr ungewohnt erscheinen kann.

Tatsächlich gibt es verschiedene Formen von Konsonanten, bei denen Ihr wahre Verrenkungen im Mund machen müsst, um sie richtig auszusprechen:

  • sieben okklusive Konsonanten
  • vier emphatische Konsonanten
  • elf frikative Konsonanten
  • zwei nasale Konsonanten
  • zwei sogenannte Liquidas oder Fließlaute
  • zwei verschiebbare Konsonanten (Halbvokale)

Diese Konsonanten sind besonders schwer auszusprechen, da es gleichzeitig mit den Phonemen notwendig ist, die Basis der Zunge vorwärts oder rückwärts zu bewegen, um den gewünschten Klang zu erzeugen und die Bedeutung arabischer Wörter nicht zu verzerren.

Arabisch Vokale sind dagegen relativ einfach auszusprechen.

In diesem Video werden Euch die absoluten Arabisch-Basics einmal von einem Muttersprachler vorgesprochen:

Die Aussprache mit einem Privatlehrer üben

Wer mit dem Arabisch Lernen anfängt und seine ersten Unterrichtsstunden nimmt, der hat häufig das Gefühl, vor einer unerklimmbaren Hürde zu stehen.

Das ist ab er natürlich Unsinn! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und mit genug Übung werdet auch Ihr schnell die ersten spürbaren Fortschritte machen können. Ihr könnt die ersten Sätze sagen, versteht alle Buchstaben und könnt vielleicht sogar schon einige Dinge schreiben. Das wiederum wird Eure Motivation erhöhen und Ihr werdet im Unterricht noch aufmerksamer sein und so weiter Fortschritte machen.

Während des Unterrichts mit Eurem Privatlehrer ist es wichtig, dass Ihr gemeinsam mit ihm oder ihr an Eurer Aussprache feilt. Sprecht die Wörter Eurem Lehrer nach. So werdet Ihr Schritt für Schritt die richtige Aussprache von Konsonanten und Vokalen annehmen.

Nehmt Euch einen Arabischlehrer, Ihr werdet es nicht bereuen Ein privater Nachhilfelehrer kann wahre Wunder bewirken! | Quelle: Pixabay

Euer Lehrer sollte Euch mit unterrichtsbegleitendem Material versorgen, das er an Eure Stärken und Schwächen sowie Eure Interessen anpassen kann. Auch in öffentlichen Einrichtungen oder an Kursen an der Universität werdet Ihr sicher Arbeitsblätter zum Bearbeiten bekommen.

Begleitend dazu sollten auch interaktive Medien genutzt werden und arabische Filme oder Serien geschaut werden. Wichtig ist, dass Euch der Unterricht Spaß macht, denn nur dann könnt Ihr wirkliche Fortschritte machen.

Eine verlässlich gute Lehrmethode ist es etwa, den Schüler ein vom Lehrer vorgesprochenes Wort oder Buchstaben aufschreiben zu lassen. Das trainiert einerseits das Hörverstehen und andererseits die Schreibfähigkeiten.

Einen Sprachaufenthalt in einem arabischsprachigen Land wagen

Die beste und effektivste Art, um Arabisch zu lernen, ist es, genau wie für alle anderen Fremdsprachen, vor Ort in ein arabischsprachiges Land zu fahren und dort einen Sprachaufenthalt zu machen.

Entdeckt die arabischen Bibliotheken, Moscheen und kulturelle Stätten in Ländern wie Ägypten oder Marokko und lernt nebenbei Arabisch, ohne dass Ihr es überhaupt bemerkt.

Wenn Ihr in Ägypten seid, dann müsst Ihr unbedingt auch die Pyramiden besuchen Die Pyramiden in Ägypten sind eines der 7 Weltwunder der Antike | Quelle: Pixabay

Nehmt vor Ort Arabisch-Intensivkurse. Ihr werdet sehen: Schon nach wenigen Wochen werdet Ihr sehr große Fortschritte bemerken und Euch nach und nach mit der einheimischen Bevölkerung in Ägypten, Tunesien, Marokko etc. immer besser unterhalten können.

Wie kann man klassisches Arabisch lernen?

Wer sich die arabische Schrift ansieht, der könnte meinen, dass man fast künstlerische Fähigkeiten benötigt, um sie zu schreiben. In der Tat spricht man hier auch von „Kalligraphie“, also der Kunst des Schönschreibens.

Der erste wichtige Unterschied zu unserer Schrift ist, dass man sie von rechts nach links schreibt und liest.

Arabisch liest man von rechts nach links! | Quelle: Pixabay

Wer die arabischen Buchstaben und Wörter schreiben lernen will, der hat mehrere Möglichkeiten:

  • der Arabischkurs zu Hause
  • Arabischunterricht in Sprachschulen
  • Online Arabischkurse
  • Tutorials und Youtube-Videos
  • Webseiten zum Erlernen von Arabisch für Anfänger
  • Smartphone-Apps

Motivation und Entschlossenheit sind dabei stets der Schlüssel zum Erfolg, besonders dann, wenn Ihr Euch Arabisch selbst als Autodidakt beibringen wollt.

Andernfalls wird Euch Euer Lehrer immer unterstützen und auch in schwierigen Zeiten aufmuntern. Er oder sie verbessert Euch bei Eurer Aussprache und wenn es mit dem Schreiben noch nicht so ganz hinhauen will. So vermeidet Ihr, dass Ihr Euch schon von Anfang an falsche Angewohnheiten antrainiert.

Am Anfang wird sich der Inhalt des Arabischunterrichts noch auf einfache Konversationen beschränken, wie etwa: wie: „Hallo, wie geht es dir?“ „Mir geht es gut, danke“, „Mein Name ist……..“. „Ich bin Ägypter, und du? „Ich bin Deutscher. »). Diese Dialoge kann man anschließend aufschreiben, um so einerseits am Hörverstehen und andererseits an den Schreibfähigkeiten zu feilen.

Eine andere Möglichkeit, an der arabischen Kaligrafie zu arbeiten ist es, relativ stumpf Sätze von der Tafel abzuschreiben. Klingt langweilig, ja. Aber gerade am Anfang ist es wichtig, die Buchstaben so oft wie möglich aufzuschreiben, um so das visuelle Gedächtnis zu trainieren.

Dank des Internets gibt es heute viele digitale Hilfsmittel, mit denen man Arabisch lernen kann. So gibt es eine deutsch-arabische Online-Tastatur und viele verschiedene Apps und Webseiten, auf denen man kostenlos oder für geringes Geld von überall aus an seinem Arabisch feilen kann.

Auch Online-Arabischkurse sind heute problemlos möglich. Gerade, wenn Ihr vielleicht auf dem Land wohnt und Euch Anfahrtswege zur Sprachschule sparen wollt, ist das oft eine gute Möglichkeit. So könnt Ihr entweder im 1-zu-1-Gespräch mit Eurem Lehrer oder in Gruppenunterricht spielerisch von zuhause aus Arabisch lernen.

Dabei wünschen wir Euch viel Erfolg!

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