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Warum so voreingenommen? Was Du über Mathematik zu wissen glaubst

Von Christine, veröffentlicht am 14/04/2018 Blog > Nachhilfe > Mathe > 5 Vorurteile gegenüber der Mathematik

Dein Bauch grummelt, Du hast vielleicht sogar Magenschmerzen, kannst nicht schlafen oder leidest gar unter Panikattacken?

Und das nur, weil eine Mathe-Arbeit ansteht oder im Unterricht Kopien von Aufgabenblättern verteilt werden. Kommt Dir das bekannt vor?

Mathematik ist eines der unbeliebtesten Hauptfächer in der Schule.

Angeblich gibt es ja Mathematiker – und andere Menschen. Eben solche, die mit Mathe nichts am Hut haben.

Doch wenn Du mit Mathematik auf Kriegsfuß stehst, hat das meist eher mit uninteressanten und langweiligen Lernmethoden zu tun als mit Deiner mathematischen Intelligenz.

Manche Schüler benötigen einfach eine andere Lehrmethodik, andere Ansätze, um Mathematik zu verstehen.

Ich erzähle Dir heute von Vorurteilen gegenüber der Mathematik, die sich – wie Du Dir wahrscheinlich schon denken kannst – nicht bestätigen lassen.

Im Gegenteil: Sie zeigen Dir, welchen außerordentlichen Wert Mathematik für unser Leben hat.

Und wenn Du diesen Blog-Beitrag gelesen hast, hoffe ich, dass Du in Zukunft all diese Vorurteile auch für Dich entkräften kannst!

Ohne ein gewisses Mathe-Talent kannst Du in Mathematik nicht gut sein

FALSCH! Die „angeborene Mathebegabung“ ist ein Mythos.

Richtig ist: Manche Menschen tun sich mit Mathematik leichter, für andere ist das Thema nur schwer zugänglich und oft ziemlich frustrierend.

Das kann allerdings auch an der Lehrmethodik liegen.

Schüler, die nicht alles beim ersten Mal verstehen, sind aber nicht dazu verurteilt, immer bei den schlechtesten Fünf der Klasse zu sein und ihr ganzes Schulleben als Matheloser zu verbringen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um sich in Mathe zu verbessern:

  • Nimm Fördermöglichkeiten in der Schule in Anspruch – am besten beginnst Du damit schon in der Grundschule, spätestens aber ab der 5. Klasse.
  • Wenn das nicht ausreicht, suche Dir einen Lehrer für privaten Mathematikunterricht (Private Mathe Nachhilfe)
  • Falls Du während des Schuljahrs keine Zeit hast, kannst Du auch in den Ferien an Auffrischungs- und Nachhilfekursen teilnehmen.
  • Auch wenn es mühsam ist, aber es lohnt sich: Verbringe etwas mehr Zeit am Schreibtisch beim Lernen als vor dem Fernseher.

Der Unterschied zwischen Mathematiker und Nicht-Mathematiker ist nichts anderes als die Arbeitszeit, die benötigt wird, um eine Aufgabe zu verstehen und zu lösen.

Selbst wenn Du in Mathe nicht so gut bist wie andere: Wichtig ist, dass Du an Dich glaubst.

Denn auch gute Matheschüler haben ihre Schwächen. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass Du in einem anderen Bereich besser bist als sie.

Manchmal kommt es auch vor, dass Du einfach keine gutes Verhältnis mit Deinem Mathematiklehrer aufbauen kannst.

Du empfindest vielleicht den Unterricht als zu trocken und zu schnell und kommst daher nicht ganz mit, wenn es um das vielfältige mathematische Vokabular geht.

Zuweilen kann auch der Eindruck entstehen, dass Lehrer die schwächeren Schüler nicht schätzen, was zu Frustration und Lernverweigerung durch den Schüler führt.

Dauernder Misserfolg in Mathematik kann zu Frustration und Lernverweigerung führen. | Quelle: Pixabay

Das bedeutet aber nicht, dass Du Mathe nicht kannst.

Manchmal stimmt einfach die Chemie zwischen Lehrer und Schüler nicht.

Und Du brauchst vielleicht eine andere Person, die Dir Mathe auf eine andere Art nahebringt – und schon „flutscht“ es wieder.

Lass Dich vor allem nicht unterkriegen und such Dir einen netten, geduldigen und verständnisvollen Mathelehrer oder Mathe Nachhilfe Kurs, der Dir hilft, in Deinem eigenen Tempo voranzukommen.

Wirf bei der Gelegenheit auch mal einen Blick auf die Entwicklung des Matheunterrichts in Deutschland!

Mathematik ist nutzlos im Leben

FALSCH ! Um die Anwendungsgebiete der Mathematik aufzuzählen, reichen alle zehn Finger nicht aus.

Stell Dir vor, Du sitzt in der Kneipe mit Freunden und Ihr wollt die Rechnung unter Euch aufteilen… Ohne Mathematik? Keine Chance.

Lass es uns allgemein halten: Mathematik brauchst Du immer dann, wenn etwas gekauft oder verkauft wird.

Für das Berechnen von Preisen, Rechnungen, das Kalkulieren von Verkaufspreisen etc.

Ein Beispiel gefällig? Ein Produkt kostet 14,95 €. Du bekommst im Sale einen Rabatt von 20%. Und, was musst Du zahlen?

Ohne Mathe kannst Du nur dem Kassierer vertrauen.

Mit Mathe: Du multiplizierst den Produktpreis von 14,95€ mit 0,8 (100 abzgl. Prozentsatz in Dezimalzahlen). Das sind dann – okay, mit dem Rechner auf dem Smartphone – 11,96 €.

Noch schneller geht’s mit Kopfrechnen – wenn Du keinen Taschenrechner zur Hand hast, könntest Du das auch mathematisch überschlagen: 14,95€ sind knapp 15€. 20% sind 1/5. Du teilst 15 durch 5 (=3), ziehst diese 3€ von 15€ ab und erhältst 12€.

Kompliziertere Anwendungen aus der Wissenschaft sind zum Beispiel:

  • In der medizinischen Bildgebung können wir mit Hilfe der Mathematik Bilder des menschlichen Körpers aus bestimmten Punkten rekonstruieren (CRT, MRT).
  • Die Forschung im Bereich des Tourismus nutzt die Mathematik, um Flüge zum günstigsten Preis zu berechnen. Ziel ist es, leistungsfähige Algorithmen zu entwickeln, die in Echtzeit die genauesten Kosten für eine bestimmte Reise unter allen verfügbaren Flügen berechnen können.
  • Die Untersuchung von Schallwellen hilft bei der Gestaltung von Lärmschutzwänden entlang von Überholspuren. Mit ihrer Hilfe werden Konzertsäle für eine optimale Lärmverteilung entworfen. Oder es können Lärmgeneratoren entwickelt werden, um unerwünschte Geräusche (Tinnitus) auszugleichen.

Die Anwendungsgebiete der Mathematik sind nahezu unendlich.

Das Verständnis, dass sie einen wesentlichen Reichtum darstellen, ist eine wichtige Erkenntnis, um Dich mit diesem Schulfach auszusöhnen.

Mathe Lernen ist auch im Alltag nützlich!

Schau Dir hierzu gerne auch den Einfluss von Albert Einstein auf die Mathematik näher an.

Mathematiker gehen zum Lachen in den Keller

FALSCH! Logik und Konsequenz dürfen wir nicht mit übertriebener Ernsthaftigkeit verwechseln!

Mathematik ist eine Wissenschaft, die viel Konzentration, Arbeit und Konsequenz erfordert, das ist eine Tatsache.

Es ist einfach so, dass Du, wenn Du Dir lässig und mit viel Spaß – sagen wir in analytischer Geometrie – immer nur jedes zweite Kapitel anschaust, in der nächsten Prüfung ein ziemlich dummes Gesicht machen wirst.

Perfektion, Genauigkeit, Konzentration, Logik und konsequentes Arbeiten sind für Mathematik einfach notwendig.

Manchmal steckt das bunte Leben unsichtbar im schwarzen Anzug. | Quelle: pixabay

Das heißt aber noch lange nicht, dass Du außerhalb des Mathematikstudiums spaßbefreit sein musst – im Gegenteil.

Sport, Spiel und Spaß können ein toller Ausgleich sein – und stehen sicher nicht im Gegensatz zu guten Leistungen in Mathematik.

Dass Mathematik nicht immer bierernst sein muss, sondern auch Spaß machen kann, zeigt der Mathematik-Videoblogger Daniel Jung.

Über 100 Millionen Mal sind seine Videos gesehen worden, sehr viele Follower setzen in den Sozialen Netzwerken auf ihn und folgen ihm in puncto Mathematik und auf seiner Reise in Richtung „digitale Bildung“.

Das macht Daniel Jung, der selbst Mathematik und Sport studiert hat, zu einem der zum erfolgreichsten Educatoren zum Mathe Online Lernen weltweit.

Er ist Entwickler von Online- und Offline-Kurssystemen und gleichzeitig Bestseller-Autor im Bereich Mathematik-Skripte.

Eine spielerische Herangehensweise an die Mathematik kann also eine echte Bereicherung sein.

Außerdem sind Mathematiker mehr Träumer als wir denken.

Denn schau mal, musst Du nicht Deinen Kopf in den Sternen haben, um das Universum zu studieren?

Willst Du einen eindeutigen Beweis, dass Mathematik alles andere als humorlos ist? Dann schau mal in unseren Beitrag zu Mathematik und Kunst.

Kunst & Mathematik haben nichts miteinander zu tun

FALSCH! Die klassische Malerei hat schon immer Mathematik genutzt, um perfekte Bilder zu schaffen.

Außerdem inspirierte die Mathematik (siehe die Geschichte der Mathematik) schon immer viele Künstler.

Einige Werke entstanden dabei an außergewöhnlichen, weltweit bekannt Orten.

Schau Dir zum Beispiel das Fresko The Arithmetic im Palazzo Pontifico an, das sich im Vatikan befindet.

Oder wirf einen Blick auf das meisterhafte Gemälde von Raffaels Schule von Athen, wo wir Euklid, Pythagoras und Ptolemäus finden!

Geometrie war nicht nur Thema in der Malerei.

Sie war auch Motiv und treibende Kraft, wie das Werk von Pablo Picasso, dem Begründer des Kubismus, zeigt.

Er malte Kunstwerke aus geometrischen Formen, die die damals übliche malerische Darstellung als Porträts und Stillleben über den Haufen warfen.

Der abstrakte Maler Wassily Kandinsky widmete sich ebenso wie Vasarelys Komposition VIII der Verwendung geometrischer Formen und schuf dynamische, bewegende Gemälde.

Mathematik und Kunst haben genauso viel miteinander zu tun wie Mathematik und Informatik!

Eines der Werke von Wassily Kandinsky | Quelle: Wikipedia

Im Jahr 2001 wurde an David Auburn für das Werk Proof der Pulitzer-Preis verliehen.

Proof ist die Geschichte einer rätselhaften jungen Frau, Catherine, ihrer manipulativen Schwester, ihrem brillanten Vater und einem unerwarteten Freier.

Sie sind alle Teile des Puzzles auf der Suche nach der Wahrheit hinter einem mysteriösen mathematischen Beweis.

Aber nicht nur die Literatur nimmt Anleihen in der Mathematik, auch die Musik hat Verbindungen zu dieser Wissenschaft.

Besonders im 20. Jahrhundert lebten mathematisch ausgebildete Komponisten wie Pierre Boulez, der das Prinzip des Serialismus (auch serielle Musik genannt) entwickelte, um seine musikalischen Kompositionen zu schaffen.

Mädchen sind weniger gut in Mathe als Jungen

FALSCH! Experten  sind sich einig, dass Mädchen und Jungen in den sogenannten MINT-Fächern nicht unterschiedlich begabt sind, sondern dass Mädchen in vielen Kulturen ihre Zukunft einfach nicht in Mathematik und den Naturwissenschaften sehen.

Wissenschaftlerinnen sind weit weniger in den Medien sichtbar und das wirkt sich negativ auf das Selbstbewusstsein der Mädchen in diesen Fächern aus.

In der Tat: Frauen studieren 3,7-mal seltener Naturwissenschaften als Männer.

Und dieser Unterschied nimmt der Wirtschaft eine Menge talentierte weibliche Fachkräfte!

Quelle: DIW 2017

„Vergleicht man nämlich nur Schülerinnen und Schüler mit exakt denselben Mathematiknoten, schätzen die Jungen ihre mathematischen Fähigkeiten noch immer um fast einen halben Skalenpunkt höher ein. Dabei ist auch berücksichtigt, dass Jungen ihre Fähigkeiten generell und fächerübergreifend höher bewerten als Mädchen. Für das Fach Deutsch liegen die Selbsteinschätzungen so kaum auseinander, obwohl Schülerinnen dort deutlich bessere Noten erzielen als Schüler“, schreibt das DIW im November 2017

Hier also ein wichtiger Hinweis für alle Mädchen, die Mathe mögen: Unterschätze Deine Fähigkeiten nicht und Du wirst weiter kommen als viele Jungs!

Marie Curie zum Beispiel, eine polnische Physikerin und Chemikerin, die in Paris lebte, hat für die Entdeckung von Radium und Polonium als erste Frau den Nobelpreis für Chemie erhalten, und sie ist die einzige, die in ihrer Karriere als Wissenschaftlerin gleich zwei Nobelpreise erhalten hat.

Ihre Studien stellten die griechische Annahme in Frage, dass die Materie stabil und unzerbrechlich sei. Hut ab!

Ihre Arbeit hat auch zur Weiterentwicklung der Mathematik beigetragen. Du siehst: Der Erfolg in der Mathematik ist für alle zugänglich.

Nachdem wir nun diese 5 Vorurteile über Mathematik widerlegen konnten, hoffen wir, dass Du dieses Thema in einem neuen Licht siehst!

In diesem Blog-Beitrag kannst Du außerdem Interessantes über die Geschichte der Mathematik erfahren.

Mathematik ist in der Tat für alle gleich zugänglich. Jeder kann in diesem Hauptfach erfolgreich sein.

Und Mathematik kommt überall im Leben vor: von der Medizin bis zur Kunst oder Luftfahrt.

Entdecke hier die beeindruckendsten Beispiele für Mathematik in der Kunst!

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