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10 Gründe, warum Du Boxen lernen solltest!

Von Stefanie, veröffentlicht am 28/05/2019 Blog > Sport > Boxen > 10 Gründe, warum Du Boxen lernen solltest!

„Boxen war schon immer die Oper der Armen und der Schläger“, Jordi Bonells, französisch-spanischer Schriftsteller.

Früher galt Boxen als Kampfsportart der Bad Boys, die immer auf Streit aus waren. Seit geraumer Zeit genießt das Boxen jedoch zunehmend an Ansehen.

Boxen – französisches Boxen, englisches Boxen, Thai Boxen – wird nicht mehr im Wesentlichen als „die Oper des armen Mannes“ angesehen, der gerne zuschlägt, sondern als eine edle Kunst, die es ihm ermöglicht, eine vorbildliche körperliche Verfassung wiederzuerlangen: Dampf ablassen, Cardio-Training betreiben und gemeinsam Muskeln aufbauen.

Jeder, der regelmäßig boxt, wird es bestätigen: Boxen ist eine der umfassendsten Sportarten.

Die steigende Anzahl weiblicher Mitglieder im Kampfsport zeigt, dass Boxen in Deutschland sich zu einer Sportart entwickelt, bei der nicht mehr nur das Testosteron im Boxring regiert.

Im Jahr 2018 zählte der Deutsche Boxverband (DBV) in Deutschland insgesamt 60.708 männliche und 15.220 weibliche Mitglieder.

Ein Jahr nach der Veröffentlichung dieser Zahlen meldete der Verband im Jahr 2018 60.757 männliche und 21.514 weibliche Mitglieder.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 8,35%.

Diese Statistiken zeigen deutlich eine echte Leidenschaft für Amateurboxen in Deutschland – sei es für französisches Savate-Boxen, englisches Boxen, Thai-Boxen oder Kickboxen.

  • Was steckt hinter dieser Sportart, die bei so vielen Menschen Begeisterung auslöst?
  • Geht es darum, sein Selbstbewusstsein zu stärken, Gewicht zu verlieren, im ersten Kampf einen kraftvollen Uppercut zu platzieren?

Es erfordert viel Übung, um eine gute Beinarbeit zu entwickeln und kraftvoll zuschlagen und -treten zu können.

In diesem Artikel nennt Superprof 10 gute Gründe, um mit dem Boxen anzufangen.

1. Boxen ist eine abwechslungsreiche Sportart

Boxer zu sein bedeutet, weniger gegeneinander als vielmehr gegen die Langeweile und gegen den Bewegungsmangel zu kämpfen: Der Sport ist für alle geeignet.

Hast Du Angst vor Verletzungen? Ein Mundschutz und Schlagkraft sind alles was es braucht, um den Gegner zu schlagen. | Quelle: Visualhunt

Heutzutage unterteilt sich das Boxen in sieben unterschiedliche Trainingsformen:

  • Light-Contact-Boxing,
  • Boxen für die Wettkampfvorbereitung,
  • Amateurboxen,
  • professionelles Boxen,
  • Freizeitboxen,
  • Schattenboxen,
  • Boxen für Menschen mit Behinderungen.

Tatsächlich hängt die Art des Boxens, für die man sich letztendlich entscheidet, von den persönlichen Zielen ab.

Beim englischen und amerikanischen Boxen wird ins Gesicht und auf die Brust geschlagen, wohingegen beim französischen Savate Boxen, beim Bare Knuckle Boxen, Khmer Boxen, Kickboxen oder Thai Boxen auch die Beine zum Einsatz kommen.

Alle Körperteile – mit Ausnahme der Genitalien, des Halses und der Wirbelsäule – dürfen beim Freestyle-Boxen, bei den Mixed Martial Arts (MMA, eine Kombination aus Faustkampf und Vollkontakt) und dem Pankration anvisiert werden.

Mit guter Boxausrüstung (Springseil, Boxhandschuhe, Boxschuhe und/oder Boxsack) ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Entdecke die Geschichte des Boxsports und lerne alle Details kennen.

2. Boxen, um die Figur zu straffen

Nur bei wenigen Kampfsportarten kommt der Körper so umfassend zum Einsatz wie beim Boxen.

Während eines Boxkurses läuft und springt der Sportler, schlägt und tritt in die Boxsäcke, was ideal ist, um Beine und Arme zu straffen.

Anderthalb Stunden Training sind wesentlich anstrengender als ein Krafttraining im Fitnessstudio, denn beim Boxen wird die gesamte Tiefenmuskulatur gleichzeitig und schonend beansprucht.

Wenn du deine Muskeln definieren und deinen Körper straffen willst, dann ist Boxen – Kickboxen, Vollkontakt oder französisches Savate Boxen – ein unabdingbarer Bestandteil der Kampfkunst.

3. Boxen zum Kalorien verbrennen und Gewicht verlieren

In Frankreich ist jeder Zweite übergewichtig und fettleibig. Eine alarmierende Statistik, die verdeutlicht, wie wichtig es ist, einer sportlichen Tätigkeit nachzugehen.

Um Gewicht zu verlieren und an Entschlossenheit sowie Kraft zu gewinnen, ist Boxen noch besser geeignet als Zumba… | Quelle: Pexels

Außerdem beginnen immer mehr Franzosen, Sport zu treiben – sei es im Fitnessstudio, zu Hause oder in einem Sportverein -, wobei Sport als wirksames Mittel gegen Krankheiten angesehen wird.

Ein Kurs im französischen Boxen oder ein Kurs im englischen Boxen ist ein intensives Training für den menschlichen Körper. Tatsächlich werden viele Kalorien verbrannt und Fettgewebe (überschüssiges Fett in den Zellen) wird in Muskeln umgewandelt.

Boxen ist daher perfekt geeignet, um abzunehmen und Muskeln aufzubauen: Eine Stunde Boxen verbraucht mehr Energie Schwimmen oder ein Fitnesskurs.

Zieh deine Boxhandschuhe an und los geht’s!

4. Ein perfektes Ausdauertraining

Boxen stärkt das Herz-Kreislauf-System, indem es die Atmung stimuliert und die Herzfrequenz deutlich erhöht. Insbesondere ein regelmäßiges Training stärkt die Herzmuskulatur.

Savate Boxen verringert also das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ebenso wie Sport in Fitnessstudios, Jiu Jitsu, Kung Fu, Karate, Aikido oder Laufen.

Nach ein paar Wochen Boxtraining verbessert sich deine Kondition schon deutlich und Du bist weniger schnell außer Atem!

5. Boxen, um Dampf abzulassen und runterzukommen

In unserer heutigen Gesellschaft können Druck auf der Arbeit, die Allgegenwart von digitalen Medien und auch das ständige Streben nach beruflichem Erfolg ebenso wie Arbeitslosigkeit Stress und Angstzustände verursachen.

Vor diesem eher düsteren Hintergrund ist es immer gut, sich auf eine persönliche Aktivität, ein Hobby oder einen Sport verlassen zu können, um sich auszutoben!

Ich habe im Leben schon so vieles erlebt, ich bin verflucht… Stoppt die Depression! Nichts wie ab an den Boxsack im Boxclub! | Quelle: Pixabay

In diesem Zusammenhang kann es helfen, sich in einem Boxclub einzuschreiben, um Frustration, Stress, Angstzustände oder turbulente Momente im Leben auszuknocken.

Doch wie?

Zieh deine Trainingsklamotten an und reagiere dich an einem Boxsack ab. Nach dem Aufwärmen werden beim Betreten des Rings sogenannte Glückshormone freigesetzt.

Die Ausübung einer Kampfkunst oder eines Kampfsports wie Boxen lässt den Serotoninspiegel im Körper ansteigen, was dazu führt, dass der Sportler sein Wohlbefinden erheblich steigern, Stress effektiv abbauen und das körperliche Gleichgewicht wieder herstellen kann.

Wenn man den Boxclub verlässt, ist man entspannt und hat wieder Selbstvertrauen aufgebaut.

Vor allem die besten Boxer aller Zeiten können Dir das bestätigen!

6. Ein idealer Sport für den Muskelaufbau

Neben der Kräftigung des Herzens ermöglicht das Boxen, an der Ausdauer zu arbeiten und Muskelmasse aufzubauen. Zudem fühlt man sich wesentlich fitter.

Oft muss man sich erst richtig auspowern, um weniger müde zu sein: Nach einem guten Training in der Boxschule braucht der Körper Ruhe und wird besser mit Sauerstoff versorgt als zuvor.

Der Schlaf wird dadurch viel tiefer und man ist folglich weniger müde.

Die verschiedenen Übungen sind zudem ein richtiges Ganzkörpertraining. Es werden alle Muskeln vom Schienbein bis zum Unterarm intensiv beansprucht und stimuliert.

Auch wenn Du nicht so stark bist wie der Boxweltmeister Mike Tyson, wird der gesamte Oberkörper – Schultern, Brust-, Rücken- und seitliche Bauchmuskulatur – und auch der untere Teil des Körpers – Waden, Oberschenkel, Gesäß – gleichmäßig während eines Boxkurses trainiert.

Das ist ein gutes Mittel, um sich in Selbstbeherrschung zu üben und im Boxring ungeschlagen zu bleiben!

7. Boxen als ein gutes Mittel zur Selbstverteidigung

In großen französischen Städten können soziale Spannungen manchmal ein unerträgliches Ausmaß annehmen, sodass man Gefahr läuft, Aggressionen, Belästigung und Demütigung aller Art zu begegnen.

Bist Du bereit für Deinen ersten Boxkampf? Ich bin zwar keine Olympiasiegerin, aber ich weiß mich auf der Straße zu verteidigen… | Quelle: Pixabay

Taekwondo oder einen Frontkick zu beherrschen kann Dir dabei helfen, gelassener auszugehen.

Nicht etwa, weil Boxer wie Brahim Asloum oder der Boxcoach aus dem Film Million Dollar Baby es einem ermöglichen, alles und jeden auf der Straße zusammenzuschlagen…

Aber Kontaktsportarten sind ein effektives Mittel für die Selbstverteidigung.

Das Boxen an sich ist kein Selbstverteidigungssport, aber das Erlernen von Faustschlägen – Gerade, Haken und Aufwärtshaken – sowie die verschiedenen Arten zuzutreten – Low-Kick, Front-Kick – werden es Dir ermöglichen, einen eventuellen Angreifer mit präzisen und kraftvollen Schlägen abzuwehren.

Schaue Dir mal die besten deutschen Boxer an!

8. Boxen: Eine spielerische und gesellige Sportart

Boxen kann unabhängig vom Alter und der körperlichen Verfassung auf verschiedene Weise praktiziert werden, ist aber stets lustig und macht Spaß.

In erster Linie ist es ideal, um Menschen zu begegnen und eine gemeinsame Leidenschaft zu teilen.  Im jeweiligen Boxclub deiner Stadt können gemeinsame Körperkampf- oder Boxkurse dabei helfen, einen Trainingspartner zu finden.

Anschließend können daraus wunderbare Freundschaften entstehen: Man freundet sich an, lacht gemeinsam, lässt zusammen Dampf ab und trifft – warum nicht? – sein Alter Ego.

9. Boxen, eine Sportart für alle

In der Vergangenheit war der Besuch eines Boxclubs im Wesentlichen einem männlichen Publikum vorbehalten. Man sieht es in dem Film von Clint Eastwood aus dem Jahr 2004 – Million Dollar Baby -, in dem der Coach zunächst nur ungern die Heldin Hillary Swank trainiert.

Boxen hat im Jahr 2014 19,2 % der Frauen angezogen.

Der Sport trägt dazu bei, dass man sich stärker fühlt und ist eine der Sportarten mit dem höchsten Frauenanteil in den letzten Jahren.

Dabei sind der thailändische Boxclub oder das französische Boxsportzentrum kein Ort zum Flirten, sondern vielmehr ein Ort, an dem Männer und Frauen gleichgestellt sind, an dem man auf Augenhöhe trainieren kann, um gemeinsam Fortschritte zu erzielen.

10. Boxen: eine taktische und technische Sportart

Schließlich noch ein letzter guter Grund, um Boxen zu lernen: es handelt sich um eine technische und strategische Sportart. Das Ziel besteht nicht nur darin, seinen Gegner zu besiegen, sondern vor allem darum, seine Bewegung zu optimieren, um den entscheidenden Schlag zu platzieren.

Wie gut ist Deine Abwehr? Ein kleiner Schritt nach links und zack: k.o.! | Quelle: Visualhunt

Daher ist es notwendig, eine gute Taktik zu entwickeln und nachzudenken, um den bestmöglichen Treffer zu landen.

Wie alle Arten des Faustkampfes erfordert das Boxen ein hohes Maß an Präzision, Schnelligkeit und Beweglichkeit sowie Reaktionsfähigkeit und ein gutes Körpergefühl, um die Schlagabfolgen korrekt auszuführen.

Du musst daher kein Meister sein, um Spaß zu haben: Motivation reicht vollkommen aus, um überzeugende Ergebnisse zu liefern.

Zögere nicht, mit Boxausrüstung zu einem Schnupperkurs in den Boxclub zu gehen oder, falls es keinen gibt, zuhause einen Boxsack aufzuhängen.

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