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Sport Coach werden – so wird’s gemacht!

Superprof Blog DE > Sport > Personal Trainer > Personal Trainer werden: Ausbildung & notwendige Kompetenzen

Gesundheit und Wohlbefinden nehmen heutzutage einen sehr großen Stellenwert ein.

Je stressiger das Berufsleben, desto größer ist der Wunsch, einfach mal abzuschalten und sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

Dadurch sind auch immer mehr Menschen bereit, für fachkundige Beratung und persönliches Training zu bezahlen.

Kein Wunder also, dass sich Personal Training in Deutschland wachsender Beliebtheit erfreut.

Habt Ihr Euch auch gefragt, wie es wäre, im Dienste des Wohlbefindens und der Gesundheit anderer Menschen zu stehen und zu den glücklichen Menschen zu gehören, die sich ihre Arbeitszeit frei einteilen können?

Mit jedem Klienten kommt eine neue Herausforderung auf Euch zu: unterschiedliche Ausgangssituationen, Fähigkeiten und Trainingsziele.

Aber Ihr seid immer, der Problemlöser mit der ansteckend guten Laune.

Derjenige, der dafür sorgt, dass Sportmuffel bald auf der Liste der gefährdeten Arten eingetragen werden.

Der Superheld, der Euren Klienten zu einem besseren Leben verhilft!

Ganz klar: Personal Trainer ist der beste Job der Welt!

Der Trend, der in den siebziger Jahren in den USA entstand und anfangs hauptsächlich unter Stars und Sternchen die Runde machte, ist längst alltagstauglich geworden.

Mittlerweile ist ganz Europa im Fitnessfieber, auch wenn viele Menschen immer noch sehr ungenaue, teilweise von Vorurteilen behaftete Vorstellungen vom Beruf Sport Coach haben.

In Wirklichkeit reicht es natürlich nicht aus, beim Treppensteigen nicht aus der Puste zu kommen, um Euren Mitmenschen Sportunterricht zu geben.

Falls Ihr also Ihr vor der schwierigen Frage der Berufswahl steht oder Euren jetzigen Beruf an den Nagel hängen wollt, um ein neues, spannendes Abenteuer zu beginnen, seid Ihr hier genau richtig!

In diesem Artikel haben wir von Superprof die wichtigsten Informationen zum Beruf Fitnesstrainer zusammengetragen – von den Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zur erfolgreichen Vermarktung.

Was ist ein Personal Trainer? Achtung, Verwechslungsgefahr!

Im Bereich der Sportberufe gibt es die unterschiedlichsten Tätigkeiten.

Trotz gewisser Ähnlichkeiten darf ein Fitness Coach nicht mit folgenden Berufen verwechselt werden:

  • Sportlehrer
  • Kursleiter im Sportverein
  • Sport-Animateur
  • Konditionstrainer für Leistungssportler

Nehmen wir zum Beispiel den Sportlehrer…

Anders als beim Fitnesstrainer liegt seiner Tätigkeit eine langwierige Ausbildung zugrunde.

Auf sein fünfjähriges Sportstudium auf Lehramt folgt ein zweijähriges Referendariat, bei dem er unter Aufsicht anderer Lehrer auf seine Lehrtätigkeit vorbereitet wird.

Anschließend absolviert er sein zweites Staatsexamen, erhält Beamtenstatus und darf eigenständig unterrichten.

Als Sporterzieher an Grundschulen, Realschulen und Gymnasien besteht seine Aufgabe nicht darin, jeden Schüler individuell zu betreuen, sondern eher eine ganze Klasse zu beaufsichtigen.

Demzufolge unterstützt er die Kinder und Jugendlichen nicht beim Muskelaufbau, der Gewichtsabnahme  oder der Steigerung des Wohlbefindens.

In seinem Unterricht, der stark an den Lehrplan des jeweiligen Bundeslandes gebunden ist, versucht er, bei seinen Schülern Interesse für Sport und Bewegung zu wecken.

Er bringt ihnen die grundlegenden Techniken, Disziplinen und Spielregeln bei und vermittelt zusätzlich Werte wie Teamgeist und Fairness.

Im Gegensatz dazu kommt ein Fitnesstrainer nicht in Schulen zum Einsatz.

Anstatt wilde Schülerhorden zu bändigen, trainiert er in entspannter Atmosphäre mit motivierten Einzelpersonen, wodurch er den Satz „Ich hab meinen Turnbeutel vergessen!“ mit Sicherheit nicht zu hören bekommt.

Ein Personal Trainer ist weder Konditionstrainer noch Kursleiter im Sportclub!

Ersterer bereitet Spitzensportler auf Wettkämpfe vor,  indem er ihnen zu maximaler Leistung verhilft.

Nicht nur Fußballer sondern Sportler der unterschiedlichsten Disziplinen können dank der professionellen Unterstützung ihres Übungsleiters ihre Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer steigern.

Verletzungen durch Übermüdung und falsche Bewegung werden somit gezielt vorgebeugt. Das Training ist ganz auf die Ziele des Leistungssportlers abgestimmt und legt den Grundstein für dessen erfolgreiche Karriere.

Ein Kursleiter trainiert mit weniger ehrgeizigen Menschen, die Sport meist eher als Hobby betreiben. Egal ob im Schwimm-, Tanz- oder Hockey-Verein: Es gibt die unterschiedlichsten Einsatzorte.

Aber eines haben alle Kursleiter gemeinsam: Im Gegensatz zum individuellen Sportcoach trainieren sie mit einer ganzen Gruppe.

Außerdem werden Fitnesstrainer manchmal fälschlicherweise mit Sportanimateuren verglichen…

Letztere sind überall dort anzutreffen, wo gerne Urlauber gemacht wird.

Auf Campingplätzen, in Hotelanlagen aber auch auf Kreuzfahrtschiffen sorgen sie bei Jung und Alt für gute Laune, indem sie ein vielfältiges Sport- und Unterhaltungsprogramm organisieren.

Aber auch Sportanimateure bieten in der Regel Gruppenkurse, ohne die Teilnehmer individuell zu betreuen.

Auf der Suche nach einem sportlichen Beruf? Wie wär's mit Konditionstrainer? Mit der A-Lizenz erwerbt Ihr das notwendige Fachwissen, um als Konditionstrainer Leistungssportlern ein optimales Training bieten zu können. | Quelle: pixabay

Welche Ausbildung und Qualifikationen benötigt ein Personal Trainer?

Das Einkommen eines Personal Trainers ist von den unterschiedlichsten Faktoren abhängig.

Wer beispielsweise in einem Fitnessstudio in Festanstellung arbeitet, hat zwar ein sicheres monatliches Einkommen, Höhenflüge sind aber in den wenigsten Fällen drin.

Ein selbstständiger Sport Coach hingegen ist zwar größeren Risiken ausgesetzt, kann aber freier über sein Einkommen entscheiden.

In Deutschland liegt der durchschnittliche Monatsverdienst eines Trainers bei 1900€ brutto, wobei je nach Bundesland starke Schwankungen auftreten können.

Ein Sport Coach in Baden-Württemberg oder Hessen verdient beispielsweise wesentlich mehr Geld als in den Neuen Bundesländern.

Außerdem sind Eure Ausbildung und Berufserfahrung ausschlaggebend für einen zufriedenstellenden Verdienst.

Personal Trainer ist zwar in Deutschland keine staatlich geregelte Berufsbezeichnung, weshalb keine spezielle Ausbildung für das Ausüben dieser Tätigkeit vorgeschrieben ist.

Allerdings sind sehr umfangreiche  Fähigkeiten und Kenntnisse nötig, um Euren Kunden ein maßgeschneidertes Übungsprogramm zu bieten und ihnen das Erreichen Ihrer Trainingsziele zu gewährleisten.

Je mehr Qualifikationen Ihr vorweisen könnt, desto höher könnt Ihr Euer Honorar gestalten.

Wer sich in Deutschland als Fitnesstrainer qualifizieren möchte, hat folgende Möglichkeiten:

  • Ein Sportstudium an der Universität, z.B. der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Institut für Sport und Sportwissenschaft Freiburg oder der FAU Erlangen-Nürnberg.
  • Eine B-Lizenz, die Grundausbildung im Fitnessbereich: Sie bietet Euch die Möglichkeit, individuell aber auch im Fitnessstudio Kurse zu geben.
  • Eine A-Lizenz  baut auf die B-Lizenz auf und vermittelt Euch zusätzliche Kenntnisse aus den Bereichen Sportmedizin und Prävention. Dieser Trainerschein qualifiziert Euch für gesundheitsorientiertes Trainingmit speziellen Zielgruppen wie Senioren, Leistungssportlern, Reha-Patienten, Übergewichtigen und Schwangeren. Sowohl die A- als auch die B-Lizenz können bei verschiedenen Instituten wie z.B. der Academy of Sports als Fernkurs absolviert werden.

Zusätzlich habt Ihr die Möglichkeit, Euch durch weitere Kurse zu spezialisieren oder fortzubilden, um Eure Klienten auf allen gesundheitsbezogenen Gebieten auch fachkundig beraten zu können.

Dazu gehören:

  • Ernährungswissenschaft: Denn eine ausgewogene Ernährung ist genauso wichtig wie Bewegung, wenn es darum geht, wieder fit zu werden. Einfache Ernährungsberater-Schulungen gibt es bereits als sechsmonatigen Fernkurs, wohingegen eine staatliche Ausbildung als Diätassistent drei Jahre dauert.
  • Weitere Spezialisierungsmöglichkeiten sind beispielsweise Yoga, Pilates, Konditionstraining für Leistungssportler, Fußballtraining, Entspannungstechniken und Fitnessmassagen.
  • Wer sich als Sportcoach selbstständig machen möchte, braucht fundierte Kenntnisse im Bereich Management und Vermarktung. Um bestens vorbereitet zu sein, solltet Ihr auf jeden Fall an einem Existenzgründerseminar teilnehmen.

Diese Weiterbildungsmöglichkeiten sind zwar empfohlen aber nicht zwingend notwendig.

Je nach den Bedürfnissen Eurer Kursteilnehmer solltet Ihr daher selbst entscheiden, wie umfangreich Euer Fachwissen sein muss.

Träumst Du davon, im Fitnessstudio zu arbeiten? Um als Trainer in einem Fitnessstudio angestellt zu werden, ist in den meisten Fällen eine B-Lizenz erforderlich. | Quelle: pixabay

Als Fitnesstrainer glaubwürdig sein

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, sich für ein Personal Training zu entscheiden.

Eure Klienten möchten zum Beispiel:

  • Gewicht verlieren, schlank werden
  • Muskeln aufbauen
  • Ihre Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit verbessern
  • Gesundheitsproblemen vorbeugen
  • Körperlich und geistig fit werden bzw. bleiben
  • Sich rundum wohl fühlen

Aber eines haben alle Kursteilnehmer gemeinsam: Sie vertrauen auf professionelle Hilfe, um ihre Trainingsziele zu erreichen.

Einerseits benötigen sie Unterstützung beim Trainingsablauf und wichtigen Entscheidungen wie der Art, der Reihenfolge, und der Häufigkeit der Übungen.

Zum anderen kann ein Fitnesscoach sie kompetent in puncto gesunder Lebensweise und Ernährung beraten.

Eine dritte Aufgabe wird von angehenden Fitnesstrainern oft unterschätzt: nämlich die des „Seelenklempners“.

Für Eure Kursteilnehmer ist das Personal Training eine Art, Probleme zu lösen.

So unterschiedlich wie die Menschen sind auch ihre Vorgeschichten: Mangel an Selbstvertrauen, fehlende Motivation, Krankheiten und körperliche Beschwerden, Frust und Depression…

Kurz gesagt: Die Gesundheit Eures Klienten liegt in Euren Händen.

Und seine Hoffnung ist groß: immerhin soll das Training sein Leben verbessern!

Eine solide Vertrauensbasis zwischen Euch und Euren Kunden ist die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Training.

Rücksicht, Freude am Umgang mit Menschen, Einfühlungsvermögen und ein offenes Ohr gehören daher zu den zwischenmenschlichen Fähigkeiten, die Ihr unbedingt mitbringen solltet.

Vertrauen kann nur dann entstehen, wenn Ihr als Sport Coach kompetent und glaubwürdig seid.

Deshalb könnt Ihr nur dann punkten, wenn Ihr selbst leidenschaftlich gern Sport macht und fit, gesund und schlank seid.

Denkt immer daran, dass Euer körperliches Erscheinungsbild Euer Aushängeschild ist. Trainiert regelmäßig, achtet auf eine ausgewogene Ernährung und einen erholsamen Schlaf.

Verkörpert also all die Ideale, die Eure Kursteilnehmer anstreben!

Möchest Du anderen Menschen helfen, wieder fit zu werden? Eine sportliche Figur ist das beste Aushängeschild eines Personal Trainers. | Quelle: pixabay

Das Einmaleins der erfolgreichen Kundenwerbung

Wie könnt Ihr am besten Kunden finden, nachdem Ihr Euch als Fitnesstrainer selbstständig gemacht habt?

Das allerwichtigste ist ein umfassender Markttest. Überlegt Euch genau, welche Zielgruppe Ihr ansprecht und was Ihr diesen Menschen Besonderes zu bieten habt.

Nehmt Eure Konkurrenz genau unter die Lupe: Wie viele Fitnesstrainer gibt es bereits in der Gegend?

Welche Disziplinen bieten sie an? In welcher Preisspanne befinden sie sich?

Wenn diese Fragen geklärt sind, geht es darum, Euren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und Euch von der breiten Masse abzuheben.

Habt Ihr schon einmal etwas von „Personal Branding“ als Kommunikationsstrategie gehört?

Das Prinzip ist einfach: Ihr vermarktet Euch als Personal Trainer selbst wie eine Marke.

  • Überlegt Euch zunächst einen ansprechenden Namen, entwerft ein originelles Logo mit Wiedererkennungswert,
  • Dann wird gedruckt: Flyer, Visitenkarten, Gutscheine zum Verschenken – je mehr Leute Euer Informationsmaterial in den Händen halten, desto besser!
  • Setzt Anzeigen in lokale Zeitungen.
  • Sorgt durch eine eigene suchmaschinenoptimierte Internetseite und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, LinkedIn, Google + usw. dafür, dass Ihr in den Google Suchergebnissen möglichst weit oben erscheint.
  • Nebenbei könnt Ihr auch noch E-Mails von potentiellen Kunden erfassen, um diese durch Newsletter auf dem Laufenden zu  halten.
  • Überlegt Euch kreative Ideen, um potentielle Kunden auf Euch aufmerksam zu machen und langfristig zu binden: Schnupperkurse, Fitnesspartys, Kunden-werben-Kunden-Programme, Rabattaktionen, Treueprämien usw.
  • Findet Werbebotschafter und Partneranbieter, die Eure Werte teilen und Euch weiterempfehlen. Das können z.B. Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten, Masseure aber auch alle anderen Berufstätigen in Eurer Nähe sein, die über einen hohen Bekanntheitsgrad verfügen.

Und vergesst nicht, auf superprof.de ein aussagekräftiges Profil zu erstellen!

Gebt potentiellen Klienten so viel Informationen wie möglich, um ihnen die Auswahl zu erleichtern:

  • Erklärt, wie Euer Training abläuft und gebt die Disziplinen an, auf die Ihr Euch spezialisiert habt (z.B. Calisthenics, Pilates, Crossfit, Dehnübungen Prävention & Rehabilitation)
  • Welche Qualifikationen und wieviel Erfahrung habt Ihr?
  • Trainiert Ihr mit Erwachsenen, Kindern oder Jugendlichen?
  • Wo finden Eure Kurse statt? Unterrichtet Ihr auch als Online Fitness Coach?

Personal Training kann an vielen Orten stattfinden: im Freien, bei Euren Klienten - oder in einem eigens dafür eingerichteten Fitnessraum bei Euch zu Hause! | Quelle: pixabay Personal Training kann an vielen Orten stattfinden: im Freien, bei Euren Klienten – oder in einem eigens dafür eingerichteten Fitnessraum bei Euch zu Hause! | Quelle: pixabay

Zum Thema Selbstständigkeit haben wir hier noch einmal das Wichtigste zusammengefasst:

  • Eine Existenzgründung erfordert viel Eigeninitiative und Unternehmergeist. Wer selbstständig ist, arbeitet bekanntlich selbst und ständig.
  • Nur mit dem nötigen Geschäftssinn könnt Ihr Euren Bekanntheitsgrad erhöhen und Euch auf dem Markt behaupten.
  • Bemüht Euch ständig um Euren guten Ruf: Ein zufriedener Kunde kann Euch zehn weitere bringen
  • Im Begriff „Personal Trainer“ steckt das Wort „persönlich“. Der Kunde ist König und möchte individuell betreut werden. Eine Massenabfertigung von Kursteilnehmern ist ein absolutes No-Go!
  • Kundentreue muss belohnt werden: Denn es ist viel leichter, einen Kunden zu behalten als einen Neukunden zu gewinnen.

Haben wir Euch nun Lust gegeben, Euren Traum vom Personal Training zu verwirklichen? Dann nichts wie los! Nutzt Eure Chance, ganz oben auf der Fitness-Welle zu surfen!

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