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Was Ihr wissen müsst, um ein guter Fitnesstrainer werden zu können

Von Tobias, veröffentlicht am 13/03/2018 Superprof Blog DE > Sport > Personal Trainer > Als Personal Trainer arbeiten: Voraussetzungen, Ausbildung & Gehalt

Fitness Coach wird man nicht einfach von einem Tag auf den anderen, weil man vielleicht gerade eine Doku im Fernsehen über den Beruf gesehen hat oder „sowieso gerne Sport treibt“…

Natürlich kann dadurch die Idee entstehen, sich in diese Richtung zu orientieren.

Der Weg dahin ist aber kein leichter und man muss ihn Schritt für Schritt, reflektiert und gut organisiert antreten.

Versicherung, Gehaltsvorstellungen, Kundenakquisition… Bevor man richtig anfängt und als Personal Trainer arbeiten kann, muss man viele Aspekte beachten!

Wir zeigen Euch in unserem Artikel, wie Ihr ohne Umschweife zu einem erfolgreichen Privaten Fitness Trainer werden könnt.

Personal Trainer werden – wie geht das eigentlich?

Wir sehen es jeden Tag auf Instragram, Facebook, Snapchat & Co. – Fitness ist gerade total im Trend!

Der Körperkult war vielleicht noch nie so stark ausgeprägt in unserer Gesellschaft wie heute. Und die sozialen Medien erinnern und ständig daran, indem sie den „Fitness-Stars“ eine öffentliche Bühne geben.

Nicht alle davon sind immer ganz ernst zu nehmen, manche sind lustig verpackt, andere wiederum geben aber wirklich gute Trainingshinweise!

Für Euch als angehende Fitness-Coaches ist das natürlich praktisch! Denn wer auf Instagram tausende Follower versammelt hat, der kann sein Wissen durchaus auch im echten Leben anbieten!

Außerdem könnt Ihr Euch so mit anderen Fitnessexperten verbinden und Euch in Sachen Sport immer auf dem neuesten Stand halten.

Auf Instagram und Co. könnt Ihr zeigen, was Ihr drauf habt Soziale Medien bieten die ideale Marketingplattform für Fitness-Trainer | Quelle: Unsplash

Um Euch aber richtig positionieren zu können, müsst Ihr zunächst einmal wichtige Entscheidungen treffen:

  • Wollt Ihr Fitnesskurse zu Hause, in der Arbeit oder im Fitnessstudio anbieten?
  • Auf welche Übungen wollt Ihr Euren Fokus legen?
  • Wollt Ihr eine eigene Seite aufbauen, um Euch zu vermarkten, oder lieber auf das Angebot von Vermittlungsplattformen setzen?

Teilweise verlangen Kunden auch, dass man eine professionelle Ausbildung vorweisen kann.

Ähnlich wie ein Sprachnachweis oder ein Abschlusszeugnis einer Lehre.

Dafür gibt es wiederum verschiedene Möglichkeiten, die wir Euch in unserem Artikel zum Thema „Wie kann ich Personal Trainer werden?“ näher vorstellen.

Wie findet Ihr als Fitnesstrainer Eure Schüler?

Bevor Ihr Euch ins Abenteuer Fitnesstrainer werden begebt, solltet Ihr schon einmal etwas konkreter planen.

Wie wollt Ihr Euren Unterricht abhalten? Wer sollen Eure Kunden sein? Welche Preise wollt Ihr pro Unterrichtseinheit verlangen?

Einen Überblick, über gängige Preise findet ihr hier am Beispiel Calisthenics Berlin.

Wie organisiert man eigentlich eine individuell angepasste Sportstunde?

Und vor allem: Wie soll man seine Schüler für Personal Training eigentlich finden?

…und sichergehen, dass Kunden auch immer wieder kommen, damit Ihr jeden Monat ein sicheres Gehalt vorzuweisen habt?

Ihr könnt zunächst zum Beispiel mit kleinen Annoncen beginnen. Besonders lohnt es sich als Personal Trainer Frankfurt und vergleichbare Städte als Standort zu wählen.

Zum Beispiel im Arbeitsamt, Eurer lokalen Zeitung, in Kleinanzeigen- oder Online Fitness Portalen oder einfach in Supermärkten, Bäckereien und anderen Geschäften in Eurer Nähe.

Gebt genau an, was Eure Tarife sind und worauf Ihr spezialisiert seid: Gewichtsverlust, Muskelaufbau (Arme, Beine, Bauch etc.), Ausdauertraining, Ernährungsberatung, Dehnen, Yoga, Joggen, Waschbrettbauch und so weiter!

Und achtet auch darauf, dass Euer Aushang nicht im Meer von Annoncen untergeht!

In Unis und Schulen findet man häufig eine Tafel für Aushänge Eure Annonce sollte herausstechen, um nicht im Meer von Anzeigen unterzugehen | Quelle: Pixabay

Außerdem könntet Ihr versuchen, über Eure ehemalige Schule oder Hochschule an Schüler heranzukommen.

Gerade junge Leute sind dem Fitness-Wahn verfallen! Die Verbindungen, die man zu seinem langjährigen Ausbildungsort hat, sollte man nicht unterschätzen!

Wir hatten es ja schon kurz angesprochen: Heute gibt es auch die Möglichkeit, über Online-Plattformen zu gehen, die Private Lehrer vermitteln – so wie Superprof!

Diese 5 Qualitäten benötigt ein guter Fitness Coach

Seid Ihr Euch überhaupt sicher, dass Ihr alles mitbringt, was einen guten Fitnesstrainer ausmacht?

Menschen, die abnehmen, ihre Ausdauer erhöhen, sich wieder in Form bringen oder diese halten oder sich auf ein sportliches Event vorbereiten wollen möchten – all diese müsst Ihr trainieren können!

Welche Qualitäten benötigt Ihr also? Was muss ein Sport-Coach eigentlich können?

Nun, das kommt zunächst darauf an, welche Art von Trainer Ihr überhaupt werden möchtet.

Ein Fitnesstrainer im Studio benötigt anderes Wissen und andere Fähigkeiten als ein privater Coach, der zu seinen Kunden nach Hause kommt, oder ein Sportlehrer, der Kinder trainiert.

Dennoch gibt es fünf Qualitäten, die ein jeder Personal Trainer in sich vereinen sollte:

  • Eine ordentliche Ausbildung haben, die es ihm erlaubt, individuell angepasste Trainingspläne zu erstellen und diese so umzusetzen, dass sich niemand dabei verletzt,
  • Wissen, wo man die jeweiligen Schüler am besten trainiert : Als Coach in der Firma, zuhause, draußen (im Park, am Strand, Schwimmbad…) oder im Studio. Aber auch Einzelunterricht und Gruppenunterricht abwägen können.
  • Immer zuhören können! Denn in einem Sportlehrer steck auch das Wort „Lehrer“. Der psychologische und pädagogische Aspekt, der es Euch erlaubt, Eure Schüler zu motivieren und ihnen Selbstbewusstsein zu vermitteln, darf auf keinen Fall unterschätzt werden!
  • Immer an die Zukunft denken! Sportlehrer kann man nicht sein ganzes Leben sein. Mit dem Alter kommt irgendwann auch der Moment, an dem man sich aus der Sportkarriere zurückziehen wird. Deshalb solltet Ihr immer einen Plan B in der Hinterhand haben!

Versteift Euch nicht zu sehr auf Euren Beruf als Coach! Das Leben ist ein langer Weg. Seht zu, dass Ihr im Alter noch eine Alternative habt! | Quelle: Unsplash

Welche Versicherungen solltet Ihr als Fitness Trainer abschließen?

Der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zum professionellen Fitness-Coach ist ein wenig bürokratischer.

Das soll aber nicht heißen, dass er deswegen vernachlässigt werden kann!

Ihr solltet Euch als Trainer nämlich in jedem Fall eine gute Versicherung zulegen.

Denn Ihr habt es mit einem heiklen Thema zu tun, wenn Ihr anfangt, andere Leute beim Muskelaufbau, der Ernährung oder beim Abnehmen zu unterstützen.

Macht Ihr dabei etwas falsch, dann sind Arztbesuche, eventuell Verdienstausfälle oder im schlimmsten Fall sogar ein bleibender Schaden die Folge.

Ihr nehmt mit Eurem Beruf die Verantwortung über den Körper anderer Menschen auf Euch.

Gerade bei Leistungssportlern ist der Körper das größte Kapital. Wenn sich ein solcher aufgrund Eurer Trainingsmethoden verletzt und nicht mehr einsatzfähig ist, dann kann er Euch durchaus verklagen, um Schadenersatz zu erhalten.

Aus diesem Grund ist eine Versicherung, die derlei Kosten übernimmt, für Euch als angehende Personal Trainer ein Muss.

Sonst kann es passieren, dass Ihr Euch finanziell ruiniert.

Dafür gibt es in Deutschland die sogenannte Berufshaftpflichtversicherung, die Ihr schon für wenige Euro im Monat erhalten könnt.

Eine gewerbliche Haftpflichtversicherung ist für Trainer nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Aber: Viele Fitnessstudiobetreiber verlangen inzwischen den Nachweis einer Haftpflichtversicherung, wenn sie freie Trainer anstellen.

Welche Ausbildung braucht Ihr, um Personal Trainer zu werden?

Wie kann man sich eigentlich zum Trainer ausbilden lassen?

Eigentlich gar nicht – denn die Berufsbezeichnung „Fitness Coach“ gibt es in Deutschland gar nicht.

Das heißt, dass der Beruf nicht geschützt ist und ihn theoretisch jeder ausüben kann.

Das gilt natürlich auch für den „Personal Trainer„, den „Online Coach“ oder den „privaten Fitnesstrainer„.

Es gibt viele dieser Coaches, die keine spezifische Ausbildung haben.

Warum solltet Ihr also eine machen, fragt Ihr Euch sicher?

Nun, weil Ihr mit einer Ausbildung viel vertrauenserweckender auf Eure Kunden wirkt und auch mehr Geld verlangen könnt!

Ein ausgebildeter Fitness-Trainer verdient einfach mehr! Durch eine gute Ausbildung könnt Ihr Euren Lohn als Personal Trainer merklich erhöhen | Quelle: Unsplash

Also, beschäftigt Euch ruhig einmal mit der Möglichkeit einer Fitness-Ausbildung. Da gibt es verschiedene Niveaus, die von C bis A reichen.

Natürlich erfordern diese zeitlichen und teilweise auch finanziellen Aufwand.

Das wird sich später aber alles zurückzahlen – womit wir beim letzten Punkt unserer Artikelreihe wären:

Wie viel kann ich mit Personal Training verdienen?

Für viele von Euch wohl eine der wichtigsten Fragen: Wie viel könnt Ihr als Personal Trainer eigentlich verdienen?

Wenn Ihr plant, diese Aktivität als Vollzeitbeschäftigung auszuüben, dann ist das natürlich auch sehr verständlich, denn auch Fitnesstrainer müssen sich ja irgendwie über Wasser halten!

Um Euch einen ersten Überblick zu geben: Auf Superprof reichen die Preise von ungefähr 20 Euro bis auf über 70 Euro für einen voll ausgebildeten Coach, der zu Euch nach Hause kommt.

Ihr seht schon: Es kommt immer darauf an, was Ihr zu bieten habt.

Auch von Stadt zu Stadt und Bundesland zu Bundesland können die Preise variieren. Wenn Ihr als Angestellte/r im Fitnessstudio anfangt, dann solltet Ihr zunächst nicht mit mehr als 15 €/h rechnen.

Vergesst nicht: Mit zunehmender Erfahrung, Ausbildungsnachweisen und einem breiten Kundenstamm könnt Ihr Euren Lohn aber steigern!

Egal ob als Nebenjob oder Hauptbeschäftigung – wenn Ihr Euch gut anstellt, kann der Job als privater Fitness-Coach durchaus lukrativ sein!

Wir hoffen, dass wir Euch Eure Fragen zum Thema Fitness Coach werden so gut es geht beantworten konnten.

Habt Ihr noch Tipps oder Fragen? Schreibt sie gerne in die Kommentarspalte!

Also, auf ans Trainieren!

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