Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Was Ihr wissen müsst, um qualifiziertes Fitnesstraining geben zu können

Von Tobias, veröffentlicht am 11/03/2018 Blog > Sport > Personal Trainer > 5 Voraussetzungen für gutes Personal Training

Sportlehrer wird man nicht von heute auf morgen.

Man wacht nicht eines schönen Morgens einfach auf und sagt sich: „So, ab jetzt bin ich Sport-Coach.“

Vielmehr ist das ganze ein langer Weg, den Ihr zu gehen habt und der all Eure Fähigkeiten in Anspruch nehmen wird.

Nur dann könnt Ihr hoffen, ein offizielles Zertifikat als Fitnesstrainer erhalten und als Personal Trainer arbeiten zu können.

Ihr müsst außerdem willensstark sein und mentale Größe beweisen!

Fitness Coach – was ist das eigentlich?

Je nachdem, ob man Fitness-Trainer zuhause oder in einem Sportclub ist, fällt die Antwort auf diese Frage unterschiedlich aus…

Der Sport-Coach in der Turnhalle

Ein Fitness-Trainer im Studio ist dafür da, den Kunden die verschiedenen Geräte zu erklären, ihnen bei der Wahl derelben zu helfen (Butterfly, Hantelbank, Seilzug…) und je nach Kunden eine umfassende Beratung anzubieten.

Dabei müssen das Alter, der körperliche Zustand sowie die Ziele der einzelnen Fitness-Schüler mit einbezogen werden.

Ein guter Fitness-Trainer kennt die Fitness-Geräte in- und auswending Ein Trainer im Fitness-Studio hilft den Kunden beim Bedienen der Geräte / Quelle: Unsplash

Der Sport-Coach zuhause

Bei Privatunterricht zuhause wird sich der Sport-Coach mehr auf Fehlhaltungen oder unsachgemäßen Umgang mit Sport- und Krafttrainingsgeräten konzentrieren.

Er/sie wird hier Einzel- oder Gruppenunterricht betreuen.

Sein Rat wird gezielter auf die muskuläre Stärkung bestimmter Körperteile (Gesäß, Hüfte, Oberschenkel, Bizeps, etc.) ausgerichtet sein oder er wird seine Kunden gezielt bei der Steigerung ihrer Ausdauer unterstützen.

Und das alles in einer intimen und geselligen Atmosphäre!

Solche privaten Fitnesstrainer findet Ihr beispielsweise auf Superprof – checkt doch gleich mal das aktuelle Angebot für Personal Trainer Berlin, Personal Trainer Hamburg, Personal Trainer Köln und in vielen anderen Städten!

Diese 5 Fähigkeiten & Kompetenzen solltet Ihr als guter Personal Trainer mitbringen

Auch, wenn das alles ganz angenehm klingt, ist es doch nicht selbstverständlich, so einfach einen fremden Menschen ins Haus zu lassen.

Wie kann also bestimmt werden, welcher Fitness-Trainer die richtige Wahl ist? Dieser braucht nämlich nicht nur sportliche Fähigkeiten, sondern vor allem auch pädagogische!

1. Eine gute Ausbildung ist unerlässlich

Es gibt verschiedene Ausbildungen, die man durchlaufen kann, um Fitness-Trainer zu werden. Eigentlich kann jeder diese Tätigkeit ausüben, denn der Beruf ist nicht geschützt.

Ein Studium zum Sportlehrer

Jeder kennt sie, nicht jeder war immer auf einem grünen Zweig mit ihnen: Die Schulsport-Lehrer.

Wer in Deutschland Lehrer an einer öffentlichen Schule werden möchte, der muss ein Studium durchlaufen. Wenn Ihr Euch für diesen Weg entscheidet, dann müsst Ihr neben Sport aber noch ein zweites Fach belegen.

Außerdem heißt das, dass Ihr nochmal einige Jahre die Uni-Bank drücken müsst. Nicht der schnellste Weg zum Erfolg als qualifizierter Lehrer, aber natürlich mit der am meisten anerkannte. Denn wer ein Sport-Diplom nachweisen kann, der wird bei der Schülersuche später keine Probleme haben.

Eine Ausbildung zum Fitness-Coach

Anders als der Sportlehrer muss ein Fitness-Coach nicht studiert haben. Trotzdem gehört hier eine intensive Ausbildung zum Programm. Je nach erreichter Stufe reicht die Qualifikation von C- bis A-Niveau.

Ihr fangt als Assistenz-Trainer an und werdet am Ende mit dem Erwerben des A-Scheins Experte in Sachen Gesundheit und Fitness sein. Aufgrund der praktischen Herangehensweise bedeutet das für Euch, dass Ihr den studierten Sportlehrern in nichts nachstehen werdet.

2. Den richtigen Arbeitsplatz auswählen können

Wie bereits gesagt, kann ein Sport-Coach von überall aus arbeiten. Man trifft ihn in großen Unternehmen, Sportvereinen, Reha-Zentren oder beim Kunden zuhause.

Aber die Arbeit variiert auch immer je nach Wahl des Traingsortes.

Im Fitness-Studio oder Reha-Zentrum werdet Ihr als Sport-Trainer hauptsächlich Unterricht in Gruppen geben (Cardio, Muskelaufbau) oder Euch aber dem individuellen Fortschritt der Mitglieder widmen.

Als Sportlehrer kommt hinzu, dass Ihr das entsprechende Material bereitstellen müsst, also die Trainings-Matte, Hanteln, Medizinbälle usw.

Zusätzlich muss hier ein intensiver und persönlicher Trainigsplan erstellt und eingehalten werden. Außerdem müsst Ihr Eure Kunden bei der Ernährung beraten und regelmäßig für sie Zeit einplanen.

Gesundes Essen ist genauso wichtig wie viel Bewegung! Ein echter Fitness-Lehrer muss seine Schüler auch bei der richtigen Ernährung beraten / Quelle: Unsplash

Der Fitness-Trainer in einem Unternehmen bietet meist unterschiedliche Kurse für kleinere Gruppen an, die sich spontan für diese anmelden können. So wird Stress in der Arbeit abgebaut und eine soziale Komponente ins Berufsleben mit einbezogen.

3. Sich selbst fit halten

Wer andere trainiert und motiviert, sollte stets mit gutem Beispiel vorangehen!

Dafür müsst Ihr Euch immer in exzellenter körperlicher Verfassung befinden, um dynamisch und authentisch aufzutreten und Euren eigenen Schülern nicht hinterher zu hecheln!

Es reicht nicht, sich durch das Trainieren von anderen fit zu halten. Ihr müsst nebenbei noch Eure eigenen Trainingseinheiten für Euch selbst einplanen, um stets besser zu werden, neue Fähigkeiten zu erwerben, neue Trainingsmethoden und Sportarten kennenzulernen, die Euch bei Eurer Arbeit unterstützen können. Denn: Man lernt im Beruf nie aus!

Der Sport-Coach stellt vor allem im Gruppen-Unterricht eine Art Vorbild dar. Ein Idol, dem man nacheifern will. Wenn das nicht der Fall ist, dann seid Ihr nicht glaubwürdig!

Wer nur mit seinen Schülern trainiert oder sie gar nur anweist, der wird bald den Anschluss an diese verlieren!

Das ist nicht immer einfach, denn ein Fitness-Coach muss seine Arbeitszeiten an die Freizeit seiner Kunden anpassen. Und die liegen meist nicht in den Stunden, in denen Eure Familie oder Freunde vielleicht gerade Zeit hätten.

Daher müsst Ihr als Personal Trainer ein gutes Zeitmanagement an den Tag legen.

4. Immer an die Zukunft denken können

Anders als andere Berufe, ist der des Fitness-Coaches meist von recht kurzer Lebensdauer. Er ist körperlich anspruchsvoll und verlangt viel persönliches Commitment.

Jeder Mensch wird im Laufe seines Alters seine physischen Fähigkeiten nach und nach einbüßen und täglicher Intensiv-Sport wird immer mehr als Bürde empfunden werden.

Daher sollte sich jeder Fitness-Trainer schon früh einen Plan zurechtlegen, den er nach seiner sportlichen Aktivität angreifen will, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.

Als Fitness-Trainer braucht Ihr einen Plan B! Im Alter könnt Ihr Euch nicht mehr auf den Beruf des Fitness-Coaches verlassen / Quelle: Unsplash

Dieser Plan könnte z.B. sein:

  • Ausbilder für andere Sportlehrer werden
  • Den Fitnessbereich eines Sportclubs oder Reha-Zentrum zu übernehmen
  • Ein Fitness-Center leiten
  • Im Bereich Online Fitness aktiv werden und neben Videos & Übungsanleitungen vor allem auf Beratung setzen

Wir sagen nicht, dass Ihr Euch ganz vom Sport entfernen müsst – trotzdem solltet Ihr nach und nach mehr Rücksicht auf Euch und Euren Körper nehmen!

5. Mental fit sein

Wenn mit der Zeit die Nachfrage nach Eurem Unterricht steigt, wird es immer schwieriger, sie auch zu erfüllen.

Ihr dürft deswegen dennoch keinen Nervenzusammenbruch erleiden, sondern solltet immer:

  • Eurer Alltagsprobleme Herr werden
  • Eure Arbeit an die einzelnen Schüler anpassen
  • Aufgrund von kleineren administrativen Problemen nicht verzagen, denn die gibt es immer
  • Eure wahren Ziele im Leben priorisieren!

Diese 6 menschlichen Qualitäten braucht Ihr als guter Fitnesstrainer

  1. Seid stets gute Zuhörer!

Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für jeden Trainer. Denn es reicht nicht aus, einfach nur Übungen vorzugeben und abzuwarten.

Denn Teil des Sport-Trainer ist auch der pädagogische Faktor und um den zu erfüllen, braucht Ihr einige wichtige Qualitäten:

  • Ihr müsst zuhören können,
  • die Bedürfnisse der Schüler verstehen,
  • ihnen helfen, indem Ihr ihnen erfüllbare Ziele vorgebt
  • und sie bei Bedarf stets motiviert!

Ein Lehrer muss es immer schaffen, dass sich die Schüler bei ihnen wohlfühlen. Das wird einem unter anderem auch während einer Sport-Lehrer-Ausbildung beigebracht.

Die Grundlage eines erfolgreichen Trainings ist das richtige „Feeling“ und das Vertrauen in Euch selbst. Wenn Ihr Euch gut fühlt bei dem was Ihr tut, dann werdet Ihr immer besser werden.

Ein Coaching kann sich über mehrere Wochen, ja gar Monate hinziehen und Ihr müsst die Person, die Ihr trainiert, wirklich gut verstehen!

Deshalb ist es ratsam, immer erst ein Probetraining zu vereinbaren, um herauszufinden, ob die Chemie zwischen Schüler und Lehrer stimmt. Das ist elementar!

Ein guter Sportlehrer sollte außerdem immer dynamisch auftreten und stets die richtigen Worte finden können, um seinen Schülern das nötige Selbstvertrauen zu geben!

Gleichzeitig sollte ein Coach immer ruhig bleiben, geduldig sein und stets ein Lächeln auf den Lippen haben, um seinen Schülern ein gutes Gefühl zu geben.

Vergesst niemals, dass ein guter Fitness-Trainer neben sportlichen Qualitäten stets auch menschliche Kompetenzen mitbringen muss! Denn Selbstvertrauen ist für Schüler das A&O beim Fitness-Training.

2. Seid eine nie versiegende Motivationsquelle!

Es ist wichtig, dass Ihr Euch vor Augen haltet, dass Ihr für Eure Schüler während der Unterrichtsstunden die einzige Bezugs- und damit auch Vertrauensperson seid. Das gilt für alle Arten von Fitness-Coaches.

Damit Ihr allen Schülern auf Eurem Weg die bestmögliche Erfahrung bieten könnt, müsst Ihr Euch auf jede einzelne Stunde intensiv vorbereiten, egal ob es die erste oder fünfte Stunde mit einem Schüler ist.

Wenn Eure Schüler mal während der Stunde den Kopf hängen lassen, dann ist es an Euch, sie wieder aufzurichten!

Eure Motivation ist Grundlage für erfolgreiches Training Als Fitness-Trainer müsst Ihr Motivation förmlich ausstrahlen! / Quelle: Unsplash

Dafür müsst Ihr stets mit gutem Beispiel vorausgehen. Das ist eine wichtige Grundlage, denn ein Sportlehrer muss all die von ihm gegebenen Ratschläge auch selbst verinnerlichen. So können die Schüler sehen, dass Eure Tipps auch wirklich wirken und zu Erfolg führen!

Es gibt verschiedene Methoden, wie man sich selbst motivieren kann.

Ebenfalls elementar ist Eure Dynamik! Die Energie, die Ihr ausstrahlt, wird sich auch auf Eure Kunden übertragen.

Gebt Euren Schülern Lust, sich zu verbessern sogar Euch als Trainer irgendwann zu übertreffen. Der Rest kommt dann von ganz alleine! Denn je schneller sie ihre Ziele erreichen, desto mehr wird sich ihre Motivation auch erhöhen. Im Gegenzug mindert das Nicht-Erreichen von Zielen die Lust am Training…

Das bedeutet, dass Ihr Euren Kunden immer realistische Ziele setzen solltet!

3. Seid vielseitig!

Eine weitere wichtige Qualität der Personal Trainer. Denn um als Sportcoach ein qualitativ hochwertiges Training anbieten zu können, ist es entscheidend, dass Ihr Euch immer an neue Situationen anpasst und stets individuelle Lösungen findet.

Ein Hauch Kreativität, eine Ahnung Avantgardismus und Ihr werdet auf alle Probleme, die Euch bei der Arbeit in die Quere kommen, eine gute Lösung finden. Egal, ob Ihr:

  • Persönliche Ratschläge gebt
  • Unterschiedliche Aspekte einer Sportart beleuchtet
  • Bisher unbekannten oder schwierigen Situationen ins Auge blickt, wenn z.B. das Wetter nicht mitspielt oder der Untergrund für Euer Training ungeeignet ist
  • etc.

4. Seid sorgfältig!

Als Sport-Coach habt Ihr eine Mission: Eure Schüler so gut es geht und mit Einsatz all Eurer Fähigkeiten zu unterstützen, damit diese Ihre Ziele erreichen können.

Deswegen müsst Ihr immer sorgfältig arbeiten, Euch auf jede einzelne Stunde vorbereiten und mit vollem Einsatz für den Erfolg Eurer Kunden einstehen.

Sorgfältigkeit bedeutet auch, dass Ihr stets pünktlich seid, immer die richtigen Hilfsmittel dabei habt, um die Fortschritte der Schüler festzuhalten und bei Bedarf einige Übungen so oft wiederholt, bis der gewünschte Effekt erzielt ist.

Das heißt im Klartext: Ihr müsst gut organisiert sein! Und Organisation kann man lernen. Gemeinsam mit Euren Schülern solltet Ihr Regeln festlegen, um ein Maximum an Effizienz zu erlangen.

5. Seid verständnisvoll!

Klar, Ihr seid disziplinierter Sportler. Das muss aber nicht auch gleichzeitig für Eure Schüler gelten . Viele von ihnen haben Sport schon seit längerem aus Ihrem Alltag gestrichen und nun vielleicht das ein oder andere Kilo zu viel auf den Rippen.

Es gibt Kunden, die wahre Sportfreaks sind. Andere machen Sport nur, weil es ihnen vom Arzt angewiesen wurde oder sich einfach im Alltag besser fühlen wollen. Ihr müsst Euch auf jeden einzelnen dieser Menschen individuell einlassen und niemanden verurteilen!

Jeder hat das Recht, zu scheitern und beim ersten Mal eine Übung komplett zu verfehlen. Eure Aufgabe ist aber nicht, über sie zu schimpfen, sondern sie stets zu motivieren und ihnen den Spaß am Sport nicht zu nehmen. Wenn Ihr zu hart mit Euren Kunden umspringt, dann hat das meist negative Auswirkungen auf deren Leistung.

6. Last but not least: Immer positiv bleiben!

Stets gut drauf und motiviert zu sein ist für einen Sportlehrer besonders schwierig.

Ihr seid gewissermaßen dazu verpflichtet, immer ein positives Leitbild zu geben. Auch wenn es Euch selbst vielleicht nicht immer gleich gut geht.

Wenn Ihr aber versucht, stets positiv zu sein, dann werdet Ihr sehen, dass sich das auch auf Euer Befinden auswirkt! Außerdem werden so Eure Unterrichtsstunden dynamischer und Eure Lust und Begeisterung wird sich auf Eure Schüler übertragen. Und wer mit einem guten Gefühl in ein Training geht, der wird viel schneller Fortschritte machen, als jemand, der nicht an sich glaubt.

Das bedeutet für Euch konkret, dass Ihr immer die richtigen Worte finden müsst, Erfolge und Fortschritte ausdrücklich loben solltet. Dieses Verhalten sollte immer mehr zur Normalität in Eurem Unterricht werden. Womit wir wieder bei der so entscheidenden pädagogischen Komponente des Berufs Sport-Coach angelangt wären!

Und keine Angst: Wer die im Artikel aufgelisteten Qualitäten und Fähigkeiten vielleicht noch nicht bei sich feststellen kann, für den bleibt Zeit genug, sich selbst weiterzuentwickeln. Niemand ist anfangs perfekt und manche Qualitäten brauchen eben Zeit, bis sie ausgereift sind!

Viel Spaß beim Trainieren!

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar