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Wie muss ich mich als privater Fitnesstrainer gegen Schäden absichern?

Von Tobias, veröffentlicht am 11/03/2018 Blog > Sport > Personal Trainer > Welche Versicherungen benötige ich als Personal Trainer?

Wer sich körperlich entwickeln oder einfach sein Idealgewicht erreichen möchte, der kann sich einen privaten Fitness-Coach bzw. Personal Trainer nehmen. Aus diesem Grund erobern Personal Trainer Frankfurt mit ihren Diensten und zum Beispiel mit Calisthenics Berlin.

Dafür muss er aber zunächst den/die Richtige/n finden!

Auch wenn die Recherche noch so gründlich war, kann es doch passieren, dass ein Training zuhause nicht so abläuft wie vorgesehen – für Coach oder Kunden!

Gerade Verletzungen sollten tunlichst vermieden werden.

Was geschieht aber, wenn doch einmal etwas passiert und sich jemand verletzt? Wer haftet in diesem Fall? Der Coach?

Wenn ja, dann sollte der Personal Trainer in jedem Fall vorher einige Versicherungen abgeschlossen haben, die für ihn in diesem Fall die Haftung übernehmen.

Aber welche Art von Versicherungen sind das?

Falls Ihr ebenfalls mit dem Gedanken spielt, Euch als Personal Trainer selbstständig zu machen, gibt Euch Superprof die Antworten auf Eure Fragen!

Ich bin Personal Trainer – warum sollte ich mich versichern?

Wenn man vom Sportunterricht oder privatem Coaching spricht, dann denkt man automatisch an etwas angenehmes, oder?

An motivierte Lehrer und Schüler, die zuhause oder im Sportraum alles geben, um gemeinsam voranzukommen.

An Liegestützen und Klimmzüge im Park und draußen im Grünen, an der frischen Luft.

Oder an gemeinsames Joggen am Strand…

Personal Coaching ist auch all das, keine Frage!

Trotzdem ist nicht alles immer durch die rosa Brille zu betrachten, auch nicht in der Welt des Privatcoachings und man sollte immer die wesentlichen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wenn man Sport treibt.

Dazu gehört zum Beispiel auch, sich als Trainer mit den wichtigsten Versicherungen auszustatten.

Aber auch eine professionelle Ausbildung zu absolvieren, bevor man diesen Job ergreift.

Außerdem solltet Ihr als Coach immer solides, modernes und sicherheitskonformes Material haben.

Es reicht also nicht, nur ein wenig sportlich zu sein, um Sport-Coach zu werden.

Aber warum ist das eigentlich so?

Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, sollten wir zurückkehren zur ursprünglichen Definition des Sport-Trainers – den es rein rechtlich als Beruf übrigens gar nicht gibt! Trotzdem ist diese Aktivität natürlich definierbar.

Ein Sportcoach ist logischerweise ein Trainer, der anderen Leuten Sport beibringt, der ihnen hilft, fitter zu werden oder sie auf eine physische Aufgabe vorbereitet. Kurz gesagt: Ein Experte in Sachen Sport, aber nicht zuletzt auch ein Experte in Sachen Coach! 

Wer Sport unterrichten will, der ist auch Erzieher Als Sport-Coach habt Ihr auch eine pädagogische Aufgabe! | Quelle: Pixabay

Daher spricht man auch oft vom „privaten Fitnesslehrer“, also wie der Pädagoge in der Schule. Oft hat ein privater Fitnesscoach nur einen oder wenige Schüler, mit denen er eine entsprechend enge Bindung aufbaut.

Dazu gehört auch: Ständige Motivation, psychologische Unterstützung wo es geht, Beratung beim Thema Ernährung, Hilfe beim Umgang mit Übergewichtigkeit oder Stress im Alltag usw.

Neben dem reinen Sporttraining gehört also auch eine psychologische Komponente zum Beruf dazu.

Ein privater Fitnesscoach hat also die verschiedensten Verantwortungsbereiche, die er alle gleichzeitig meistern muss. Viel Druck lastet also auf seinen Schultern, da er das Vertrauen seiner Kunden auf keinen Fall enttäuschen möchte.

Wenn er mit diesem Druck aber umgehen und stets qualitativ hochwertigen Unterricht anbieten kann, dann wird er bei der Suche nach Schülern schon bald keine Probleme mehr haben.

Auch die Resultate müssen am Ende immer stimmen.

Wenn das nicht der Fall ist, dann können gerade Kunden, die sich für ein bestimmtes sportliches Event vorbereiten möchten, das aber aufgrund der mangelnden Qualität Eures Trainings nicht schaffen, eventuell Schadenersatz fordern.

Warum braucht ein Sport-Coach in jedem Fall eine gute Versicherung?

Ihr seht also, wer sich heute Sport-Trainer nennen will, egal ob mit Online Fitness Angeboten, zuhause beim Kunden oder in einem Fitnessstudio, der muss sich gegen alle Eventualitäten schützen.

Wenn ein Trainer auf Kundenfang geht, um möglichst stets einen Auftrag zu haben, dann wird er nicht damit zögern, seine Qualitäten vorab anzupreisen – vorausgesetzt, er ist ein einigermaßen guter Geschäftsmann! 

Seine Fähigkeit, dieses oder jenes Ergebnis zu erreichen, seine einzigartigen Trainingsmethoden, angepasste und sichere Ausrüstung, minimale Verletzungsgefahr, Referenzen, Qualifikationen… die Liste der Verkaufsargumente ist lang!

Kunden findet man über viele Wege, dafür kann man seine Qualitäten bewusst einsetzen Wer als Lehrer Geld verdienen will, der muss sich erst mal ein gutes Kunden-Netzwerk aufbauen | Quelle: Pixabay

In der Folge kann es aber durchaus passieren, dass sich die Dinge nicht so entwickeln, wie man das als Trainer gern hätte.

Stellt Euch zum Beispiel vor, einer Eurer Schüler wird von Euren Trainings so angeheizt, dass er sich völlig übermotiviert irgendwo verletzt. Ihr als Trainer seid dann haftbar!

Zusätzlich zur Verletzung verfehlt Ihr auch Euer Ziel, den Schüler zu einem gewissen Leistungsstand zu befördern, welches häufig mit einer saftigen Prämie versehen ist. Doppelt bitter!

Der Schüler legt sein Schicksal demnach komplett in Eure Hände, in dem er Euren Ratschlägen und Anweisungen Folge leistet.

Ein Kunde, der abnehmen, Muskeln aufbauen oder seine Ausdauer verbessern möchte, ist Euch als Trainer also gewissermaßen ausgeliefert.

Ein Trainingsziel zu verfehlen, ist die eine Sache. Stellt Euch nun aber einmal vor, dass Euer Schüler aufgrund einer Verletzung, die er sich aufgrund Eures Trainings zugezogen hat, nicht mehr arbeiten kann…

Für diese indirekten Kosten kann Euch der Betroffene vor Gericht haftbar machen. Wenn Ihr in dieser Situation dann keine Versicherung habt, die den Schaden abdeckt, dann seid Ihr privat so gut wie ruiniert!

Deshalb solltet Ihr Euch schon vor Beginn Eurer Tätigkeit als privater Fitness-Coach mit dem Thema Versicherung auseinandersetzen! Denn: Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Welche Art von Versicherungen gibt es für Euch als private Fitnesstrainer?

Alle gängigen Versicherungen sind sich des hohen Risikos der Sportlehrer bewusst und haben entsprechenden Schutz für sie entwickelt. Da gibt es zum Beispiel die Berufshaftpflicht-Versicherung für Fitness-Trainer.

Nach dem Gesetz haften Fitness-Coaches unbegrenzt für Schäden, die sie schuldhaft verursachen, und zwar auch schon bei leichter Fahrlässigkeit mit ihrem privaten Vermögen und zukünftigen Einnahmen.

Die Berufshaftpflichtversicherung ist deshalb die wichtigste Versicherung für die freiberufliche Tätigkeit als Fitnesstrainer. Während angestellte Mitarbeiter in einem Fitnessstudio über die Betriebshaftpflichtversicherung des Unternehmens mitversichert sind, müssen sich als Freiberufler um die eigene Trainerhaftpflicht kümmern.

Ihr könnt Euch einfach mal einen kleinen Überblick verschaffen.

Diese Art von Versicherungen decken sowohl Personen- als auch Sachschäden Eurer Kunden ab.

Fallen Schmerzensgeld, Arztrechnungen oder auch Aufwend­ungen für beschädigtes Eigentum eines Kunden an, trägt sie all diese Kosten, wenn Ihr als Lehrer den Schaden verursacht habt.

Wichtig ist, dass alle Tätigkeiten versichert sind, die Ihr als Fitnesstrainer oder Personal Coach ausführt.

So könnt Ihr zum Beispiel das Abhalten von Kursen, Outdoor-Aktivitäten wie Wandertouren oder die Einweisung an Trainingsgeräten individuell versichern.

Keine Panik vor hohen Rechnungen beim Arzt - die Versicherung zahlt! Eine gute Versicherung übernimmt die Arztkosten, die aufgrund Eures Trainings anfallen können | Quelle: Pixabay

Auch verlorene Schlüssel oder Schlüsselkarten der Trainingsstätten könnt Ihr optional in Euren Versicherungsschutz einschließen!

So seid Ihr rundum versichert!

Nebenbei solltet Ihr auch eine gute Krankenversicherung für Euch selbst abschliessen, denn: Als Trainer legt Ihr großen Wert auf Gesundheit.

Man setzt sich aber durch den permanenten Sport und Fitnessübungen auch stärker eventuellen Verletzungen aus!

Deshalb solltet Ihr für alle Fälle vorsorgen. Ob ambulante, stationäre und zahnärztliche Behandlungen – die meisten großen Versicherungen bieten Euch Lösungen für die an Euch angepasste Krankenversicherung.

Zuletzt entscheiden sich viele Coaches auch für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz: BU).

Für Trainer in der Fitnessbranche ist ein Berufsunfähigkeitsschutz besonders wichtig, denn die körperliche und mentale Fitness ist die Grundlage für den beruflichen Erfolg und Lebensstandard.

Ohne Euren Körper könnt Ihr auch kein Geld verdienen!

Schon eine Einschränkung des Bewegungsapparates kann zur Berufsunfähigkeit führen.

Gut, dass Ihr Euch für solche Fälle versichern könnt!

Müsst Ihr Euch als Sportlehrer oder Sporterzieher auch versichern?

Unter den vielen verschiedenen Profilen von Menschen, die Ihre Dienste als privater Fitnesscoach anbieten, findet man auch viele Sportlehrer und -erzieher. Erstere sind jene Lehrer, die man aus der Schule kennt.

Jeder hat in seinem Leben schon einmal Sportunterricht bei einem Sportlehrer gehabt.

Wenn man mit einem abgeschlossenen Lehramtsstudium im Bereich Sport als Fitness-Trainer nebenher Geld verdienen möchte, dann hat man aufgrund seiner Ausbildung gute Karten!

Aber müssen sich verbeamtete Lehrer, die nebenbei privaten Unterricht geben, zusätzlich selbst versichern?

An Theorie kommt man als Sportlehrer nicht herum Wer Sportlehrer werden will, muss nochmal die Schulbank drücken / Quelle: Pixabay

Die Antwort ist: Ja! Zumindest, solange der Unterricht nicht Teil des Berufsalltags als Sportlehrer an der Schule ist.

Denn gegen alles, was am Arbeitsplatz passiert, sind die Sportlehrer versichert.

Wenn sie nun aber zusätzlich privaten Unterricht geben möchten, dann benötigen sie, wie jeder andere Sportlehrer auch, eine zusätzliche Berufs-Haftpflichtversicherung.

Ansonsten müssen sie für durch ihr Training verursachte Schäden mit ihrem Privatvermögen haften!

Gleiches gilt für Sporterzieher, Sport-Animateur (z.B. in einem Ferienclub) oder alle anderen Sport-Berufe.

Ihr solltet im Kopf behalten: Gegen alles, was Ihr als Angestellte an Eurem Arbeitsplatz verursacht, seid Ihr über Euren Arbeitgeber versichert.

Alle freiberuflichen Aktivitäten müsst Ihr selbst auf JEDEN FALL vorher durch eine entsprechende Versicherung ausstatten – sonst kann der Traum vom Beruf als Trainer schnell zum Albtraum werden…

Lasst Euch trotzdem nicht die Lust am Sport nehmen! Viel Spass beim Trainieren!

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