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Wie kann ich mir als Fitness Coach meinen Kundenstamm aufbauen?

Von Tobias, veröffentlicht am 10/03/2018 Superprof Blog DE > Sport > Personal Trainer > Wie kann ich als Personal Trainer Kunden finden?

Nach jahrelanger Ausbildung inklusive täglichen Trainings und theoretischem Büffeln habt Ihr nun endlich Euer Ziel erreicht: Ihr seid professioneller Personal Trainer!

Aber den Beruf könnt Ihr natürlich nur ausüben, wenn genügend Schüler Eure Dienste in Anspruch nehmen möchten.

Aber wie bzw. wo findet man die eigentlich?

Wie kann ich als Personal Trainer arbeiten und genug Interessenten für meine Kurse begeistern?

Privates Fitnesstraining: Schülersuche auf die traditionelle Art & Weise

Annoncen schalten

Klassischerweise schaut man sich als angehender  Personal Trainer zunächst einmal alle Annoncen in Zeitungen oder Fachzeitschriften an.

Häufig findet man hier Arbeitsangebote oder zumindest Tipps & Tricks, an wen man sich wenden muss, um Schüler zu finden.

Schüler kann man außerdem über Aushänge finden, zum Beispiel im Rathaus oder der Arbeitsagentur. Es kommt immer darauf an, wo Ihr wohnt!

Heutzutage laufen aber auch Annoncen hauptsächlich über das Internet. Und das Angebot ist groß!

Deswegen muss Euer Angebot aus dem Meer von Annoncen herausstechen.

Beschreibt genau, worauf Ihr spezialisiert seid: Ausdauer? Fitness? Muskelaufbau? Ernährungsberatung?

Gesundes Essen ist genauso wichtig wie viel Bewegung! Ein echter Personal Trainer muss seine Schüler auch bei der richtigen Ernährung beraten | Quelle: Unsplash

Auch könnt Ihr Euch auf eine gewisse Kundengruppe spezialisieren, zum Beispiel Kinder, Senioren oder schwangere Frauen.

Außerdem müsst Ihr den richtigen Preis für Euer Personal Training festsetzen.

Je mehr Schüler gleichzeitig an Eurem Training teilnehmen, desto weniger Geld solltet Ihr auch pro Person verlangen.

Bei Training mit bis zu 3 Personen könnt Ihr aber Euren Standard-Tarif durchaus noch gelten lassen.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich mit der örtlichen Presse in Verbindung zu setzen. Vielleicht hat ein Journalist ja Lust, einen Artikel über Euch und Euer Training zu schreiben?

Für viele Leute ist das Berufsfeld der Personal Trainer nämlich durchaus interessant.

Je präziser Ihr Euer Training beschreibt und je genauer Ihr Eure Tarife festlegt, desto sicherer werden sich Eure Schüler sein, wenn sie Euch als Trainer auswählen.

Ihr solltet stets Professionalität, aber auch Transparenz vermitteln!

Niemand möchte am Ende eine unangenehme Überraschung bei Preis oder Training erleben.

Wenn Ihr eine erste kostenlose Probestunde anbietet, könnt Ihr Euer Training für Anfänger noch attraktiver machen.

Denn die wenigsten Schüler möchten gleich von Anfang an in ein langfristiges Trainings-Abo einsteigen.

Das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer ist Gefühlssache und sollte immer auf Vertrauen basieren.

Wenn Ihr einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge seid, ist das aber kein Beinbruch. Angebot und Nachfrage im Sport-Bereich sind schließlich riesig.

Seid offen zueinander, das ist besser, als wenn Euch der Schüler dann am Ende vielleicht eine schlechte Bewertung hinterlässt.

Gleichzeitig wird ein gutes Verhältnis auch dafür sorgen, dass Eure Schüler Euch weiterempfehlen und Ihr so einen nie endenden Strom an Kunden haben werdet.

Schüler über Schulen und Universitäten finden

Wenn Ihr selbst einmal studiert habt, um professioneller Sportlehrer zu werden, dann könnt Ihr ganz einfach Kontakt mit Euren damaligen Kommilitonen aufnehmen.

Einige unter ihnen werden sicher gute Tipps für die Schülersuche haben!

Auch die Lehrer können Euch helfen, denn sie kennen viele Eltern, die ein Kind haben, das privaten Einzel-Sportunterricht benötigen könnte.

Als ausgebildeter Fitness-Coach sollte das für Euch natürlich kein Problem darstellen.

In Schulen und Universitäten könnt Ihr zusätzlich wieder auf Annoncen zurückgreifen. Häufig findet man in den Eingangsbereichen ein Schwarzes Brett mit Gesuchen und Angeboten aller Art!

In Unis und Schulen findet man häufig eine Tafel für Aushänge Eure Annonce sollte herausstechen, um nicht im Meer von Anzeigen unterzugehen | Quelle: Pixabay

Je mehr Ihr Euren Unterricht unter die Leute bringt, desto höher sind die Chancen, schnell einen geeigneten Schüler zu finden.

Ruft doch einfach mal in den Schulen und Unis in Eurer Umgebung an und informiert Euch über Eure Möglichkeiten, dort Werbung für Euer Training zu machen.

Schülersuche 4.0 – Schüler finden im Internet

Das Internet

In einem Zeitalter, in dem jeder immer 24h am Tag mit dem Internet verbunden ist, läuft auch die Kommunikation größtenteils über das Netz.

Für Euch als private Sportlehrer heißt das, dass Ihr Experten werden müsst in Sachen Online-Marketing, um gezielt Kunden für Euer Training gewinnen zu können.

Dazu gehören auch SEO (Search Engine Optimisation) – Maßnahmen, um bei Google & Co. höher gelistet zu werden, wenn Menschen nach „Personal Trainer München“ (oder Eurer entsprechenden Stadt) oder Ähnlichem suchen.

Die eigene Webseite als Personal Trainer

An ihr führt heute kein Weg vorbei, sie ist gewissermaßen das Schaufenster Eurer Aktivität – die Website.

Indem Ihr Eure eigene Webseite kreiert, könnt Ihr viele Möglichkeiten nutzen:

  • Euch selbst und Eure Qualifikationen und Zertifikate ausführlich vorstellen (warum nicht z.B. mit einem Video?)
  • Euer Training beschreiben und auf Eure Spezialisierungen eingehen: Muskelaufbau, Tiefenmuskulatur-Training, Formtraining, Wohlfühl-Kurse, Vorbereitung auf Prüfungen, Abnehmen etc.
  • Eure Preise und Leistungen genau darstellen.
  • Tipps und Tricks zum Thema Sport geben, z.B. in Form eines Blogs. Damit erscheint Ihr glaubwürdig  und verbessert gleichzeitig Eure Sichtbarkeit in den Suchmaschinen.
  • Eure Partner vorstellen, mit denen Ihr zusammenarbeitet.
  • Eine Kontakt-Seite mit Infos zu Anfahrt, Telefonnummer, E-Mail-Adresse…

Video-Kanäle wie YouTube

Video-Plattformen wie YouTube sind heutzutage ein wichtiges Kommunikationsmedium.

Mit einem selbst gemachten Video könnt Ihr Eure Begeisterung für den Sport und Euer Können noch besser an Eure Schüler vermitteln.

XHIT Daily bietet so zum Beispiel einen 10-Minütigen Bauchmuskel-Kurs zum Testen an – probiert es doch einfach mal selbst aus!

So könnt Ihr zum Beispiel zeigen, wie bei Euch eine Trainingseinheit aussieht, wo sie stattfindet, was Eure Hilfsmittel sind etc.

So wissen Schüler schon vorab ganz genau, was sie erwartet.

Mithilfe von Bildern und Videos können sich die Schüler ein besseres Bild von Eurem Training machen Zeigt Euren Schülern mit Bildern und Videos, wie Euer Training aussieht | Quelle: Pixabay

So werden auch Online-Kurse denkbar. Ihr könnt professionelle Videos drehen und sie dann zum kostenpflichtigen Download anbieten.

Dabei könnt Ihr alle Arten von Personal Training für jedes Körperteil anbieten und so die Zahl der interessierten Kunden maximieren.

So kann jedes Trainings-Video als Ersatz für regelmäßige Treffen für privaten Unterricht eingesetzt werden.

Social Media

Wenn Eure Schüler von Eurem Training begeistert sind, dann stehen die Chancen gut, dass sie das ihrem Freundeskreis auch direkt mitteilen.

Und das geht heutzutage ebenfalls Online – durch soziale Medien wie Facebook, Instagram, Snapchat & Co.

Damit Euer Training noch besser kommuniziert werden kann, solltet Ihr Euch eine eigene Facebook-Seite anlegen (gleiches gilt für andere soziale Medien!). Auf diese können Eure Schüler ihre Freunde dann ganz einfach lotsen.

Dort könnt Ihr Infos zu Euch und Eurem Training geben und auf Eure Website verlinken.

Indem Ihr Bilder hochladet und Videos von Eurem Training zeigt, erhöht Ihr die Chance, über Social Media neue Kunden zu finden.

Aber Achtung: Eine Social Media Seite will gepflegt werden, die Inhalte müssen aktuell sein und Ihr müsst auf Kommentare und Beschwerden fachgerecht und zeitnah antworten!

Sich professionell bei der Schülersuche helfen lassen

Am Anfang ist die Schülersuche oft noch schwer und langwierig.

Warum also nicht in Erwägung ziehen, jemanden zu engagieren, der das für Euch übernimmt?

Es gibt verschiedene Seiten, auf denen Ihr Euer Angebot als Fitnesstrainer anbieten könnt. Meist müsst Ihr dafür eine kleine Gebühr zahlen, aber das ist besser, als am Ende ohne Schüler dazustehen, oder?

Auf Personalfitness.de geht die Lehrersuche ganz einfach mit ein paar Klicks, je nachdem wo Ihr wohnt.

Meist sind diese Seiten seriös, am besten informiert Ihr Euch aber erst einmal in Sportforen oder bei Euren Fitness-Trainer Kollegen.

Vielleicht haben diese ja schon gute Erfahrungen mit einer Vermittlungs-Seite gemacht.

Wenn Ihr dann einmal an ein paar Kunden vermittelt wurdet, die Euer Training für gut befunden haben, dann werden diese früher oder später mit ihren Freunden über Euch reden – so werden sich immer mehr Schüler bei Euch melden und Ihr seid nicht mehr abhängig von Vermittlungen.

Deshalb ist es entscheidend, dass Ihr gerade am Anfang immer 100% gebt und Eure Kunden zufrieden stellt.

Denn wenn ein privater Fitness-Coach unmotiviert ist, dann helfen selbst die besten Zertifikate nichts…

So verbessert Ihr Euer Trainingsangebot als Personal Trainer

Hier findet Ihr abschließend einige Tipps & Tricks, die Euch dabei helfen, Euch und Euer Training besser darzustellen und so noch mehr Kunden zu finden:

  • Scheut Euch nicht davor, Eure Stärken hervorzuheben: Eure Fähigkeiten, Erfahrungen, Spezialisierungen als Sportlehrer. Versucht, Euch in die Situation der Schüler hineinzuversetzen und findet heraus, was bei Euch den Unterschied bei der Wahl eines Coaches ausmachen würde.

Seid nicht scheu, was Eure Qualitäten betrifft Zeigt, was Ihr drauf habt! Nur so findet Ihr dauerhaft Schüler | Quelle: Pixabay

  • Erzählt eine Geschichte: Personal Trainer sein bedeutet nicht nur ständig Übungen zu machen. Ihr müsst es auch schaffen, ein Vertrauensklima herzustellen und offen mit Euren Schülern umgehen.
    Zeigt ihnen, dass Ihr stets zuhört und versucht, ihren Bedürfnissen nachzukommen. Sprecht über Vereine und Verbände, mit denen Ihr arbeitet, Eure Erfolge und Leidenschaften.
    So könnt Ihr Vertrauen erzeugen und damit für ausreichend Kunden sorgen!
  • Vermeidet Fachjargon und zu spezifische Terminologien. Stellt vielmehr klar vor, wozu Euer Kurs die Schüler führen wird und was sie von Eurem Training konkret erwarten dürfen: Gewichtsverlust, Fitness-Aufbau, Muskeltraining, Wohlfühlen im Alltag, Ernährungsberatung…
  • Stellt Euch und Euer Training mithilfe von Fotos und Videos vor. Denn „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, wie das Sprichwort schon sagt. Da ist natürlich was dran, denn so hebt Ihr Euch auch von der Masse der anderen Coaches ab.

Achtet darauf, dass Ihr Eure Annonce fehlerfrei und in gutem Deutsch verfasst. Auf keinen Fall sollten sich Rechtschreibfehler einschleichen. Sonst riskiert Ihr, dass man Euch nicht ernst nimmt…

Ihr könnt Euch auf vielerlei Seiten kostenlos anmelden und ein Profil als Sport-Coach erstellen, darunter auch auf Superprof.

Schaut Euch dafür doch einfach mal auf der Seite um.

So könnt Ihr auch eine erste Konkurrenz-Analyse durchführen und Euch an den Profilen und Preisen der anderen Trainer orientieren.

Trotzdem gilt: Ihr selbst solltet im Zentrum Eures Profils stehen, also stellt Euch selbst in einem guten Licht dar! Keine falsche Bescheidenheit 🙂

Und wenn Ihr dann mal die ersten guten Unterrichtsstunden gegeben habt und Eure Schüler Euch positive Bewertungen hinterlassen, dann wird die Schülersuche schon bald zum Selbstläufer!

Viel Erfolg bei der Suche!

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