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Mit welchem Gehalt kann ich als Französisch Privatlehrer rechnen?

Von Anna, veröffentlicht am 24/03/2018 Superprof Blog DE > Sprachen > Französisch > Welchen Preis kann ich für Französisch Privatunterricht verlangen?

Französisch ist Euer Ding und Ihr geht vollkommen in der Sprache und Kultur auf?

Oder vielleicht habt Ihr auch das Glück und Französisch ist Eure Muttersprache und Ihr könnt ohne Probleme Fragen zu Syntax, Grammatik und Wortschatz beantworten.

Eventuell habt Ihr auch schon etwas Erfahrung in Fremdsprachendidaktik.

Außerdem gebt Ihr gern etwas von Eurem Wissen weiter und fühlt Euch im Kontakt mit anderen Menschen wohl?

Dann ist der Job als Französisch Privatlehrer definitiv etwas für Euch!

Bevor Ihr allerdings die erste Stunde Nachhilfeunterricht auf Französisch gebt, müsst Ihr Euch im Vorab ein paar Gedanken zu Eurem Unterricht machen.

Dazu gehört natürlich auch die Frage nach dem Preis, den Ihr pro Stunde verlangen möchtet.

Verschiedene Faktoren spielen bei der Preisgestaltung eine Rolle und Fragen wie: „Überschätze ich mich selbst?“, „Ist mein Preis zu niedrig?“ oder „Wie definiere ich den besten Preis für mich und meine Kundschaft?“ stellt sich am Anfang womöglich jeder.

Sich plötzlich selbst in Form eines Preises bewerten zu müssen, ist auch gar nicht so einfach!

Doch wir geben Euch dafür die wichtigsten Tipps an die Hand, damit Ihr bald als Französisch Nachhilfelehrer durchstarten könnt.

Um einen für beide Seiten fairen Preis für Euren Französisch Nachhilfeunterricht festzulegen, braucht Ihr eigentlich nur ein paar Details zu beherzigen.

Informiert Euch über den Markt für Französisch Privatunterricht

Bevor Ihr die ersten Stunden als Französisch Nachhilfelehrer gebt, solltet Ihr ein wenig über den Nachhilfemarkt Bescheid wissen.

Denn ohne Kenntnis der Preise der „Konkurrenz“ ist es schwierig sich zu positionieren.

Der erste Schritt ist die Suche im Internet.

Auf Kleinanzeigen Plattformen, wie eBay Kleinanzeigen oder betreut.de könnt Ihr einen Blick auf die Preise der Konkurrenz werfen.

Versetzt Euch einfach in die Lage eines Schülers oder eines Elternteils, die einen Französisch Privatlehrer suchen.

Schaut Euch auch die Preise für Französisch Online Unterricht an.

Studiert die Annoncen von Kleinanzeigen für privaten Französisch Einzel- und Gruppenunterricht, ebenso den Stundentarif von Sommerkursen und Abendschulen.

Auch auf Superprof könnt Ihr Euch alle Angebote zu Französisch Privatunterricht anschauen.

Schaut auf den Anzeigentext und die Qualifikation der Leute, die sich wie Ihr dafür entschieden haben, Französisch Nachhilfelehrer zu werden, und natürlich auf ihre Preisangaben.

Schaut in die Annoncen anderer Französischlehrer, um ein Gefühl für die Preise pro Unterrichtseinheit zu bekommen. Im Internet könnt Ihr Euch schlau machen, welche Preise andere für Ihren Französischunterricht verlangen. | Quelle: Unsplash

Auf Superprof.de liegt der Preis für Französisch Nachhilfe, beziehungsweise für Französisch Sprachunterricht, bei durchschnittlich 18 € pro Einheit.

Mit Hilfe dieser Durchschnittspreise für privaten Französischunterricht könnt Ihr Euch ein erstes Bild für Eure eigene Preisgestaltung machen und Ihr könnt die Preise der anderen besser einschätzen.

Auch bei Sprachschulen, die Französisch anbieten, könnt Ihr einmal nachschauen, welche Preise sie pro Kursstunde verlangen.

Das gibt Euch ebenfalls eine ungefähre Vorstellung, wobei man hier immer mit einberechnen muss, dass bei Sprachschulen generell nicht der volle Preis an die Lehrer geht, sondern nur ein bestimmter Prozentsatz.

Preisgestaltung in Abhängigkeit vom Französisch Niveau

Nun müsst Ihr Euer eignes Profil erstellen und Euer Niveau evaluieren.

Wenn Ihr Euch die Anzeigen jedes einzelnen Lehrers anseht, werdet Ihr sehr schnell feststellen, dass der Preis je nach Niveau des Lehrers variiert.

Auch werdet Ihr beispielsweise auf Superprof sehen, dass die Profile der Französisch Privatlehrer sehr vielfältig sind.

Vom Schüler bis zum pensionierten Lehrer werdet Ihr wohlmöglich alles finden können.

Das deutsche Jugendarbeitsschutzgesetz, welches die Arbeitszeiten der unter-18-Jährigen reguliert, erlaubt Kindern ab 13 Jahren mit der Einwilligung des Vormundes leichte Arbeiten im Rahmen von 2h am Tag zu verrichten.

Weiterhin besagt das Gesetz, dass 15-18- Jährige eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Woche arbeiten dürfen, welche allerdings vom Alter abhängig sind.

Das bedeutet, bereits ab 13 Jahren darf man rein theoretisch Nachhilfe geben.

Unter Nachhilfeanbietenden kann man also auch Schüler finden, die gerade Ihr Abitur vorbereiten und jüngeren Schülern in Französisch helfen wollen.

Aber man findet nicht nur Schüler, sondern auch pensionierte Schullehrer, Französisch Muttersprachler mit schulischer Ausbildung, zertifizierte Lehrer einer Privatschule, Französische Lehramtsstudenten, Dozenten oder Referendare!

Das Portfolio von Privatlehrern, die Französisch anbieten, ist breit gefächert.

Solange das Niveau des Nachhilfeanbieters höher ist als das des Nachhilfesuchenden, wird er ihm beim Lernen der Französischen Sprache helfen können.

Kurzum: Ein Abiturient wird keinem Lehramtsstudenten in Französisch helfen können, sondern wenn dann nur umgekehrt.

Euer Niveau hat einen direkten Einfluss auf den Gesamtpreis einer Unterrichtseinheit.

Wenn Ihr beispielsweise ein Erstsemestler in Französischer Literaturwissenschaft seid und Heimunterricht geben möchtet, könnt Ihr nicht den gleichen Preis veranschlagen wie ein Lehrer mit 20 Jahren Erfahrung.

Ihr müsst also Euer Französisch Niveau einschätzen können.

Für einen Französischlehrer, der das erste und zweite Staatsexamen besitzt, genügt es in der Regel, beide Diplome sowie die Jahre an Berufserfahrung anzugeben, um sich dementsprechend positionieren zu können.

Wer Lehramt studiert hat und bereits Berufserfahrung hat, kann einen höheren Preis veranschlagen. Bestimmte Abschlüsse, Diplome und Berufserfahrung rechtfertigen natürlich einen höheren Preis für Eure Französisch Privatstunden. Quelle: Unsplash

Ihr seid kein ausgebildeter Französischlehrer? Dann scheint es erstmal nicht ganz so einfach, sich zu positionieren.

Aber keine Sorge!

Habt Ihr Französisch im Abitur prüfen lassen? Oder Französisch zumindest in der Oberstufe gehabt?

Was hat Euch zu Eurem Französischstudium bewegt und welche Kurse belegt Ihr?

Habt Ihr ein DELFjunior, DELF oder DALF Zertifikat absolviert oder ward bereits im französischsprachigen Ausland?

Habt Ihr einen Sprachkurs in Frankreich gemacht oder seid beruflich tagtäglich mit Franzosen im Kontakt?

Versucht Eure Französischkenntnisse zu untermauern und jede einzelne Etappe aufzuführen.

Wenn Ihr überzeugt seid, Französisch Privatunterricht auf sprachlicher wie pädagogischer Ebene geben zu können, aber Euch die notwendigen Referenzen fehlen, dann wäre ein Französisch-Test die beste Möglichkeit, Eure Fähigkeiten zu unterstreichen.

Neben den bekannten DELF- und DALF Tests gibt es auch andere Einstufungstests für die Französische Sprache.

Der TCF (Test de Connaissance du Français) kann von allen über 16-Jährigen abgelegt werden.

Ihr werdet in eines von 6 Kompetenzniveaus (A1 bis C2) des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens eingestuft.

Bewertet werden Hörverständnis, Leseverständnis, mündlicher Ausdruck und schriftlicher Ausdruck.

Habt Ihr Interesse an einem TCF Test, denn wendet Euch beispielsweise an ein Institut Français in Eurer Umgebung.

Ihr möchtet ein DELF (Diplôme d’Etudes en Langue Française) oder DALF (Diplôme approfondi de langue française) Test absolvieren?

Dann könnt Ihr Euch ebenfalls an ein Institut Français wenden.

Definiert das Profil Eurer Schüler

So wie das Niveau des Lehrers den Preis beeinflusst, so fällt auch das Niveau der Schüler ins Gewicht.

Französisch Nachhilfe für Abiturienten vorzubereiten, ist nicht der gleiche Aufwand wie für Master Studenten.

Nicht nur die Inhalte erfordern mehr Vorbereitung, auch der pädagogische Ansatz ist ein anderer.

Deshalb hängt der Preis auch vom Publikum, dem Ihr Eure Hilfe anbietet ab. Je nach Niveau des Schülers könnt Ihr verschiedene Preise verlangen.

Außerdem müsst Ihr festlegen, bis zu welchem Niveau Ihr überhaupt Französischunterricht geben könnt.

Eher Erwachsenenbildung oder lediglich Schüler in Französisch begleiten? Möchtet Ihr Kinder, Jugendlichen oder gar Erwachsene unterrichten? Und bis zu welchem Niveau traut Ihr Euch Französisch Nachhilfe zu? Quelle: Unsplash

Fazit: Ein Französisch-Dozent kann Studenten auf Universitätsprüfungen vorbereiten. Ein Abiturient nicht.

Aber letztendlich müsst Ihr entscheiden, bis zu welchem Level Ihr Privatstunden in Französisch geben möchtet.

Ihr seid Euch noch unsicher, wo Ihr Eure Grenze ziehen sollt?

Dann schaut auf die Profile anderer Privatlehrer, die ein ähnliches Profil wie Ihr haben, um Euch besser einschätzen zu können.

Auch was die Hausaufgaben zwischen zwei Französisch Einheiten angeht, müsst Ihr schauen, wie Eure Schüler diesbezüglich eingestellt sind.

Ihr müsst also individuell auf Eure Schüler eingehen, da nicht alle damit einverstanden sind, Hausaufgaben für die Nachhilfe machen zu müssen.

Was für Ausgaben habt Ihr als Französisch Privatlehrer?

Betriebskosten würde man das in größeren Firmen nennen.

Wie in vielen anderen Berufen habt Ihr auch als Nachhilfelehrer laufende Kosten, die Ihr bedenken müsst.

Um einen angemessenen Preis festzulegen zu können, müsst Ihr Eure Ausgaben ermitteln.

Als Nachhilfelehrer bietet Ihr meist Heimunterricht an, d.h. Ihr müsst zu Euren Schülern fahren.

Deshalb solltet Ihr im Vorhinein Euer Einzugsgebiet festlegen, um die maximalen Fahrtkosten zu kennen.

Informiert Euch über die Kosten der Öffentlichen Verkehrsmittel für dieses Gebiet oder berechnet die maximalen Spritkosten.

Konkret bedeutet das: Legt Ihr beispielsweise einen Umkreis von 15 km fest, dann schätzt Ihr die ungefähren Kosten für eine Fahrt bis zu 15 km und schlagt diese auf Euren Tarif.

Macht Euch auch vorab Gedanken, wie viele Unterrichtsstunden pro Woche Ihr anbieten könnt.

Weiterhin müsst Ihr benötigte Materialien für Euren Französisch Nachhilfeunterricht berücksichtigen.

Angefangen von Notizbüchern und Stiften, bis hin zu Büchern und Druckkosten (für Übungskorrekturen, Hausaufgaben usw.) – all das müsst Ihr in Euren Kalkulationen mit bedenken.

Auch die Einkommenssteuer, die Ihr gegebenenfalls zahlen müsst, muss im Preis bedacht werden.

In Deutschland zahlt Ihr bei einem jährlichen Einkommen bis zu 9000 € (laut Einkommenssteuergesetz 2018) keine Einkommenssteuer (Grundfreibetrag).

Alles darüber wird versteuert!

In welchem Rahmen wollt Ihr Französischunterricht geben?

Schlussendlich müsst Ihr eine Struktur oder Plattform wählen, damit Ihr Interessenten für Euren Französischunterricht findet.

Viele Institutionen, die auf schulische Unterstützung ausgerichtet sind, suchen immer wieder nach Privatlehrern, auch für Französisch.

In diesem Fall hat der Lehrer den Status eines Arbeitnehmers mit befristeten oder unbefristeten Verträgen.

Gruppen - oder Einzelunterricht? An einem Institut oder ganz privat? Diese Fragen müsst Ihr für Euch beantworten. Wollt Ihr lieber mehrere Schüler unterrichten oder Einzelunterricht geben? Lieber über ein Institut gehen oder Euer eigner Herr sein? | Quelle: Pixabay

Wählt Ihr ein Nachhilfeinstitut aus, um Schüler in Französisch zu unterstützen, dann müsst Ihr zuerst einen Lebenslauf und ein Anschreiben senden und dann ein Bewerbungsgespräch durchführen.

Der Preis des Französischkurses wird vom Institut selbst festgelegt.

Ihr erhaltet einen Lehrauftrag und werdet somit über das Institut mit Euren Schülern in Kontakt gebracht.

Ihr habt auch die Möglichkeit, Euch bei einem Verein für Hausaufgabenbetreuung oder einer Schülerhilfe zu melden, ebenso wie bei einem Institut Français oder einer Sprachschule anzufragen.

Was allerdings besonders gut und ohne viel Aufwand und ohne Vermittler funktioniert, sind die traditionellen Kleinanzeigen – sei es in einer Zeitung, einem Aushang in der Nachbarschaft, in Online Stadtanzeigern oder bei Online Plattformen wie eBay Kleinanzeigen oder Betreut.de.

Überall könnt Ihr meist kostenlos eine Anzeige für Euren Französischunterricht schalten.

Auch auf Superprof könnt Ihr kostenlose Anzeigen schalten und von einer maximalen Reichweite profitieren.

Ihr könnt sogar Französisch Online Unterrichten über Webcam und Skype – und das quasi von überall aus!

Außerdem legt Ihr dort Euren Tarif selbst fest und es wird keinerlei Provision fällig.

Nun habt Ihr alle Karten in der Hand, um den besten Tarif für Euren Französisch Privatunterricht festzusetzen.

Kleiner Tipp zu Schluss: Sprecht mehr Schüler an, indem Ihr Euren Preis pro Unterrichtseinheit senkt und Online Französischunterricht per Webcam gebt!

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