Möchtest Du Türkisch lernen, aber bist Dir unsicher und glaubst, dass Türkisch viel zu schwierig für Dich ist?

Da können wir Dich beruhigen! Obwohl es natürlich einige Unterschiede zum Deutschen gibt, ist die türkische Grammatik sehr logisch und systematisch aufgebaut.

Etwa 75 Millionen Menschen weltweit sprechen Türkisch als Muttersprache – und das nicht nur in der Türkei. sondern auch in anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, Bulgarien. Frankreich und Österreich.

Gerade in Deutschland gibt es viele Menschen, die Türkisch sprechen – nicht nur allein deswegen lohnt es sich, Türkisch zu lernen.

Wir wollen Dir in diesem Artikel eine kleine Einführung in die türkische Grammatik geben, die Dir ja vielleicht Lust auf mehr macht – Türkisch lernen mit Apps, einen Türkisch-Sprachkurs, ... – es gibt zahlreiche Möglichkeiten!

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Geschichte der türkischen Sprache

Deutsch gehört zu den germanischen Sprachen – Türkisch dagegen zu den Turksprachen. Zusammen mit teilweise mongolischen, tungusischen, koreanischen und japanischen Sprachen gehört Türkisch zu der Gruppe der altaischen Sprachen.

Das Türkisch, das wir heute kennen, ist das moderne Türkeitürkische, das erst seit der Sprachreform von Mustafa Kemal Atatürk im 20. Jahrhundert in dieser Form existiert.

Die türkische Sprache hat ihren Ursprung im 7. Jahrhundert, in dem zunächst Althochtürkisch oder auch Göktürkisch gesprochen wurde. Auch das Schriftsystem war ein anderes und erinnerte an das Schriftsystem, welches uns aus den germanischen Runen bekannt ist.

Beim Übertritt zum Islam der Turkvölker im 11. Jahrhundert entwickelte sich das Mittelhochtürkisch mit arabischem Alphabet.

Doch zu diesem Zeitpunkt trennten sich die Wege einiger Turkvölker und sie wanderten in verschiedene Richtungen.

Die Sprache der Turkvölker, die in Zentralasien geblieben waren, nannte sich Osttürkisch. Die Sprache derer, die in den Westen eingewandert waren, wurde entsprechend Westtürkisch genannt – diese Form bildete die Basis des heutigen Türkischs.

Im 14. Jahrhundert gründete sich das Osmanische Reich, in dem die offizielle Schriftsprache der Völker Osmanisch war und Elemente des Persischen und Arabischen aufwies. Doch Osmanisch wurde letztendlich nur von der höheren Gesellschaft gesprochen und geschrieben, die meisten anderen sprachen weiterhin Türkisch.

Am 29. Oktober 1923 wurde unter der Führung von Mustafa Kemal Atatürk die Türkische Republik ausgerufen, welcher auch die Sprachreform im 20. Jahrhundert durchsetzte. Am 3. November wurde das arabische Alphabet abgeschafft und durch das lateinische Schriftsystem ersetzt – auch wenn diese Reform damals wie heute nicht jeden begeisterte, hat sie seitdem Bestand.

Hast Du schon einmal ein Denkmal von Atatürk gesehen?
Im 20. Jahrhundert sorgte Mustafa Kemal Atatürk für eine Sprachreform. | Quelle: Unsplash

Das türkische Alphabet

Wenn sie auch erstmal ungewohnt erscheint, ist die türkische Aussprache gar nicht so schwer, wie Du vielleicht denkst. Am meisten Schwierigkeiten wird Dir vielleicht das türkische R machen, welches mit der Zunge an den vorderen Schneidezähnen gerollt wird.

Doch grundsätzlich gilt für die türkische Sprache, dass Du die Wörter so aussprichst, wie Du sie schreibst. Dazu muss man natürlich erstmal wissen, wie die einzelnen Buchstaben ausgesprochen werden – und da gibt es nur wenige Buchstaben, die anders als die deutschen ausgesprochen werden.

Wir zeigen Dir einmal die Bestandteile des türkischen Alphabets:

  • A, a
  • B, b
  • C, c (wird dsche ausgesprochen)
  • D, d
  • E, e
  • F, f
  • G,g 
  • Ğ, ğ (das weiche g dient zur Dehnung von Vokalen und wird mit yumuşak g buchstabiert)
  • H, h
  • I, ı (wird wie ein kurzes, dumpfes i ausgesprochen)
  • İ, i
  • J, j (wird wie ein französisches j ausgesprochen)
  • K, k
  • L, l
  • M, m
  • N, n
  • O, o
  • P, p 
  • Q, q
  • R, r
  • S,s (wird wie ein Doppel-s gesprochen)
  • Ş, ş (wird sche gesprochen)
  • T, t
  • U, u
  • Ü, ü
  • V, v (wird wie das deutsche w ausgesprochen)
  • Y, y (wird ds deutsche j ausgesprochen)
  • Z, z (ist wie ein stimmhaftes s zu sprechen, wie zum Beispiel in "Sonne")

Die Buchstaben, dessen Aussprache nicht kurz erklärt wurde, kannst Du wie die deutschen Buchstaben aussprechen.

Übrigens werden türkische Wörter nicht wie im Deutschen auf der ersten Silbe, sondern in der Regel auf der letzten Silbe betont. Doch natürlich gibt es dabei auch Ausnahmen.

Wörter, die zum Beispiel aus einer Fremdsprache adaptiert wurden, wie zum Beispiel ràdyo, behalten ihre ursprüngliche Betonung.

Auch Städte und Ortsnamen fallen aus dieser Regel, sie werden meist auf der vorletzten Silbe betont.

Jetzt, wo Du das türkische Alphabet kennst, können wir zu ein paar einfachen Grundlagen in der türkischen Grammatik übergehen.

Grundlagen der türkischen Grammatik für Anfänger

Gleich zu Beginn haben wir eine gute Nachricht für Dich: Was die türkische Grammatik unter anderem leichter als die deutsche macht, ist, dass es kein grammatisches Geschlecht gibt. Es gibt also keine männlichen, weiblichen und auch keine neutralen Substantive und dementsprechend auch keinen bestimmten Artikel wie der, die und das.

Wenn man allerdings doch bei bestimmten Wörtern gendern möchte, dann man das Wort für "Mann" oder "Frau" vor das eigentliche Wort setzen. Geht es zum Beispiel um eine Berufsbezeichnung und man möchte sagen, dass es sich um eine Ärztin handelt, kann man dies mit der Bezeichnung bayan für Frau tun. Dies ergibt dann die Kombination bayan doktor.

Kannst Du bereits ein wenig Türkisch?
Die türkische Grammatik ist nicht so schwer zu erlernen, wie es vielleicht den Anschein macht. | Quelle: Unsplash

Vokalharmonien

Im Türkischen unterscheidet man in Vokalharmonien. So wird zunächst zwischen hellen und dunklen Vokalen unterschieden, welcher der kleinen und großen Vokalharmonie unterliegen.

Du kannst Dir merken: Auf dunkle Vokale folgen dunkle, auf helle Vokale folgen helle. Dies ist wichtig für die Erweiterung eines Wortes, auf die wir nachfolgend nochmal eingehen werden.

Die hellen Vokale sind: e, i. ö, ü

Die dunklen Vokale sind: a, ı, o, u

Die Vokalharmonien kommen zum Einsatz, wenn es zum Beispiel darum geht einen Kasus oder den Plural zu bilden.

So setzt man die kleine Vokalharmonie zum Beispiel ein, um den Plural zu bilden. Im Türkischen unterscheidet man nur zwischen der Pluralendung -ler und -lar.

Bei einem hellen Vokal folgt die Pluralendung -ler, bei einem dunklen Vokal dagegen die Endung -lar.

Die große Vokalharmonie verläuft ein wenig komplexer. Diese kommt zum Beispiel für den Genitiv und den Akkusativ zum Einsatz.

  • Auf ein e und i folgt ein i.
  • Auf ein ö und ü folgt ein ü.
  • Auf ein a und ı folgt ein ı.
  • Auf ein o und u folgt ein u.

Ein Beispiel macht das Ganze vielleicht etwas anschaulicher:

Du hast zum Beispiel das türkische Wort doktor für "Arzt". Möchtest Du aber von mehreren Ärzten sprechen, schaust Du zunächst, was für ein Vokal in der letzten Silbe am Ende steht. In diesem Fall wäre es ein dunkler Vokal, das o.

Da die Pluralendung der kleinen Vokalharmonie unterliegt, wird der Plural mit einem -lar gebildet. Das Wort für "Ärzte" wäre also dementsprechend: doktorlar.

Agglutination

Hast Du schon mal von agglutinierenden Sprachen gehört? Neben vielen anderen Sprachen ist Türkisch ebenfalls eine agglutinierende Sprache. Das Prinzip dieser Sprachen hängt von unterschiedlichen Suffixen ab, die Du an ein Wort anhängst. Je mehr Informationen ein Wort bekommt, desto länger wird es entsprechend.

So spielt die kleine Vokalharmonie bei folgenden Suffixen eine Rolle:

  • Pluralbildung
  • Dativ
  • Lokativ
  • Ablativ

Die große Vokalharmonie dagegen bei diesen Suffixen:

  • Personalendungen
  • Possessivendungen
  • Genitiv
  • Akkusativ
  • Fragepartikel
Warst Du schonmal in der Türkei?
Vor allem für eine Reise in die Türkei lohnt es sich, ein paar Wörter zu kennen! | Quelle: Unsplash

Groß- und Kleinschreibung

Im Türkischen brauchst Du Dir meist um die Groß- und Kleinschreibung keine Gedanken zu machen, denn die meisten Wörter werden einfach klein geschrieben.

Ausnahmen sind:

  • Wörter am Satzanfang
  • Eigennamen
  • Titel
  • Anredetitel und dazugehörige Berufsbezeichnungen
  • Ämter und Institutionen
  • Monatsnamen und Wochentage können groß oder klein geschrieben werden, außer wenn es um ein konkretes Datum geht.

Türkischer Satzbau

Im Türkischen lässt sich anders als im Deutschen nicht der Satzbau Subjekt-Prädikat-Objekt finden, sondern bei türkischen Sätzen steht das Verb am Ende des Satzes.

Der Satzbau lautet also: Subjekt-Objekt-Prädikat.

Tatsächlich wird aber dieser Satzbau in der Umgangssprache und in der lyrischen Sprache nicht immer befolgt.

Du möchtest mehr über die türkische Grammatik erfahren? Sprachen kann man auch immer gut mit einem passenden Buch lernen!

Daher wollen wir Dir kurz auflisten, welche Bücher sich für den Einstieg in die türkische Sprache besonders eignen:

  • "Günaydın – Einführung in die moderne türkische Sprache, Teil 1"
    Grammatik, Vokabular, Landeskunde und Übungen
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  • "Kolay gelsin! Türkisch für Anfänger, A1 bis A2"
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Wie kannst Du am besten lernen?
Ein Buch kann Dich beim Erlernen einer Fremdsprache unterstützen. | Quelle: Unsplash

Türkische Grammatik lernen mit Superprof

Neben der Möglichkeit Türkisch online zu lernen, besteht auch die Möglichkeit, über Superprof der türkische Sprache mächtig zu werden. Eine Auswahl an derzeit über 80 Nachhilfelehrer und Nachhilfelehrerinnen bieten Dir in Deutschland aktuell die Chance, mehr über die türkische Sprache zu erfahren.

Beim Erlernen einer neuen Sprache kann es von Vorteil sein, dies mit jemanden zu tun, der Dir eventuelle Fragen beantworten kann und Dir bei der Aussprache hilft. Denn ein Buch allein kann Dich natürlich nicht korrigieren, wenn Du Fehler machst – vor allem, wenn es um die Aussprache geht.

Gerade am Anfang ist es auch wichtig, dass Du regelmäßig Vokabeln lernst und auch übst, wie es ist, wenn man mit sich mit jemandem unterhält. Ein verpflichtender Termin und eine passende Nachhilfe kann beim Erlernen einer Sprache dabei helfen, motiviert und diszipliniert am Ball zu bleiben.

Der Vorteil bei Superprof: Du kannst Dir den Unterricht in der ersten Probestunde erstmal ganz in Ruhe anschauen, bevor Du Dich entscheidest. Dafür musst Du lediglich ein wenig Zeit aufwenden, denn die erste Unterrichtseinheit ist bei Superprof kostenlos! Besser geht es doch gar nicht, oder?

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Yeliz

Ich liebe das geschriebene Wort – es zu lesen, einfach selbst zu schreiben oder es als Gestaltungselement zu nutzen. Dazu gehört auch die Sprache: Reisen und andere Kulturen faszinieren mich.