Von der Kultur zur Lebensart, von der Geschichte zur Sprache: Japan hat uns viel zu bieten!

Wenn Du also nach Japan reisen willst und auf die Frage "Do you speak Japanese?"mit Ja antworten können willst, sei unbesorgt: Mit ein bisschen Talent und genug Übung ist alles möglich!

Auch wenn Japanisch eher als schwierige Sprache gilt, wirst Du in diesem Artikel entdecken, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich dieser zu nähern und sie Schritt für Schritt zu lernen.

Und, kleiner Bonus für uns als (wahrscheinlich größtenteils) Deutsch-Muttersprachler: Die japanische Grammatik ist einfacher als die deutsche! Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ ade!

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Die wichtigsten Infos rund ums Thema Japanische Sprache und Japan findest Du übrigens in unserem Guide!

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Die Japanisch-Schrift: Hiragana und Katakana

Eine Einteilung der UNESCO hat eine Liste der Top 10 schwierigsten Sprachen der Welt ergeben. Japanisch steht dabei an 5. Stelle!

Die große Schwierigkeit dieser Sprache liegt am Unterschied zwischen der geschriebenen und der gesprochenen Sprache, aber auch an einer Grammatik, in der unzählige Höflichkeitsformen und sprachliche Formalitäten enthalten sind. Nicht zu vergessen die zahlreichen chinesischen Schriftzeichen, die es sich zu merken gilt.

Um also die japanische Geschichte und Sprache zu lernen, musst Du dich (zumindest teilweise) vom lateinischen Alphabet verabschieden und neue Schriftsysteme (ja, im Plural!) lernen …

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Kennst Du Hiragana, Katakana und Kanji?
Kannst Du die japanischen Schriftzeichen Hiragana, Katakana und Kanji auseianderhalten? | Quelle: Visualhunt

Die grundlegende Schrift des Japanischen besteht aus zwei Alphabeten, den Zeichensystemen Hiragana und Katakana. Diese bestehen aus ca. 50 „Buchstaben“. Diese Buchstaben sind ursprünglich chinesische Zeichen, die aber umfunktioniert und vereinfacht wurden und nun als phonetische Alphabete verwendet werden:

  • Die Hiragana-Zeichen: Dies ist das phonetische Alphabet, das am meisten Anwendung findet. Es wird vor allem zum Bilden grammatikalischer Formen genutzt.
  • Die Katakana-Zeichen: Dieses Alphabet wird in der Regel dazu verwendet, fremdsprachige bzw. entlehnte Wörter zu schreiben.

Zusätzlich zu diesen zwei japanischen Alphabeten werden auch noch einige chinesische Schriftzeichen in ihrer ursprünglichen Bedeutung benutzt. Das sind Zeichen, die jeweils für ein ganzes Wort/einen ganzen Begriff stehen und nicht nur für einzelne Laute oder Silben. Diese ursprünglich chinesischen Zeichen heißen im Japanischen Kanji.

Zum Transkribieren von japanischen Wörtern für Ausländer und für manche fremdsprachigen Begriffe sowie E-Mail-Adressen usw. verwenden die Japaner auch lateinische Buchstaben. Sie nennen sie Rōmaji.

Übrigens: In der Japanischen Schrift gibt es keine Leerzeichen oder Satzzeichen (Interpunktion). Man schreibt die verschiedenen japanischen Schriftzeichen einfach ohne Lücken hintereinander.

Es gibt also Hiragana, Katakana, Kanji und Rōmaji – alles klar so weit?

Dann schauen wir uns mal im Folgenden die grundlegenden Grammatikregeln des Japanischen an.

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Die Basis der japanischen Grammatik: Partikel und Endungen

Wenn man Japanisch lernen möchte, muss man sich darauf gefasst machen, dass die japanische Grammatik ganz anders funktioniert als in Deutsch, Englisch (oder anderen indoeuropäischer Sprachen).

Wir sind es gewohnt, dass wir viel über verschiedene Wortarten (Nomen/Substantive, Verben, Adjektive, Adverbien, Pronomen usw.) ausdrücken, die wir dann teilweise noch konjugieren oder deklinieren.

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Das Japanische funktioniert ganz anders. Mach also Deinen Kopf frei und lass dich ein auf eine ganz andere Sprachlogik!

Sprichst Du Nihongo?
Do you speak Japanese? | Quelle: Unsplash

Das erste, was man dabei lernen muss, ist, dass im Japanischen Partikel und Endungen eine extrem wichtige Rolle spielen. Viele Bedeutungsunterschiede kann man genau mit solchen Partikeln ausdrücken.

So  ist die Silbe ka z.B. der Fragepartikel. Sagt man einen Satz "normal" (zum Satzbau kommen wir weiter unten noch), ist es ein normaler Aussagesatz, hängt man das ka hinten dran, verwandelt sich der Satz in eine Frage. Praktisch, oder?

Des Weiteren gibt es Partikel, um in einem Satz das Objekt oder Subjekt zu markieren oder auch, um ein Ziel auszudrücken (wie "um zu") oder eine Herkunft einen Ursprung (ein bisschen wie "von").

Der Subjekt-Partikel (steht also nach einem Nomen) lautet wa (は). Der Partikel für das direkte Objekt lautet o (を) gefolgt und der für das indirekte Objekt ni (に).

Wenn man verschiedene Partikel an Verben dranhängt, drückt man damit die Zeitform aus. So kann man je nach Partikel/Endung einen Satz von "Ich spiele." zu "Ich spielte gestern." oder "Ich spiele gerade." verändern.

Dabei verändert sich das Verb aber nicht (das Verb wird also nicht wie auf Deutsch, Französisch oder ein bisschen auch Englisch konjugiert). Alles passiert über die Partikel!

Merke: Partikel/Endungen stehen immer hinter dem Wort, auf das sie sich beziehen.

Syntax: So bildet man Sätze im Japanischen

Japanisch-Satzbau

Ein japanischer Satz besteht in der Regel mindestens aus einem Subjekt und einem Verb (also eigentlich wie im Deutschen). Genau wie auf Deutsch und Englisch kann es zusätzlich noch ein Objekt geben.

Also z.B. "Der Hund frisst.": 犬は食べる。

Oder: "Der Hund frisst den Knochen.": 犬は骨を食べます。

Wie bereits erwähnt, kann das Verb auch noch mit verschiedenen Partikeln "angereichert" werden, um z.B. eine Zeitangabe zu machen (z.B. "Der Hund frisst gerade den Knochen.": 犬は骨を食べています。)

Die klassische Satzstellung im Japanischen lautet dabei allerdings: Subjekt + Objekt + Verb, also wörtlich übersetzt wäre das auf die Sätze oben angewendet:

  • 犬は食べる。= Inu wa taberu = "Hund fressen."
  • 犬は骨を食べます = Inu wa hone o tabemasu = "Hund Knochen fressen."
  • 犬は骨を食べています。= Inu wa hone o tabete imasu = "Hund Knochen fressen gerade."

Doch es gibt noch eine Besonderheit, die wir so aus dem Deutschen nicht kennen: Im Japanischen wird das Subjekt häufig weggelassen, z.B. wenn man schon weiß, worum es geht. Das ist also in solchen Fällen häufig der Fall, in denen man im Deutschen ein Pronomen verwenden würde, weil das Subjekt schon vorher eingeführt wurde.

Z.B.: "Dort ist ein Hund. Er frisst den Knochen" würde in der wörtlichen Übersetzung aus dem Japanischen lauten: "Hund da sein. Knochen fressen." Das zweite "Hund" bzw. "er" wird weggelassen, weil man ja schon weiß, dass es um den Hund geht.

Wie sagt man "Der Hund frisst den Knochen" auf Japanisch?
Wörtlich übersetzt sagt man auf Japanisch: "Hund Knochen fressen." | Quelle: Unsplash

Auch das Objekt kann weggelassen werden ("Hund fressen."). Allerdings ist es dann so, dass es im Satz wirklich kein Objekt gibt, man also einfach nicht weiß, was der Hund frisst. Wenn dagegen wie eben erwähnt das Subjekt weggelassen wird, dann nur, weil man schon weiß, was das Subjekt ist, es also implizit annimmt.

Alles klar so weit? Wenn Du Hilfe brauchst und einen Japanisch Kurs Hamburg suchst, schau doch mal bei Superprof.

Reihenfolge in japanischen Sätzen

Es ist noch wichtig zu betonen, dass die Reihenfolge der einzelnen Satzteile (also Subjekt, Verb, Objekt) geändert werden kann, ohne dass sich die Bedeutung ändert.

Im Deutschen ist das ja bis zu einem gewissen Grad auch so. Der Satz klingt dann vielleicht einfach ein bisschen komisch, aber man versteht trotzdem, was gemeint ist.

Wie auf Deutsch oder Englisch auch, bist Du aber auf der sicheren Seite, wenn Du Deinen Satz mit dem Subjekt beginnst. Im Japanischen folgt dann wie gesagt das Objekt (wenn es eines gibt) und dann das Verb.

Wie schon erwähnt, gibt es auf Nihongo einen extra Fragepartikel, den man nutzt, um einen Aussagesatz in einen Fragesatz umzuwandeln. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass im Gegensatz zu Deutsch oder Englisch nicht die Reihenfolge der Satzglieder verändert werden muss, um das zu tun.

Subjekt, Objekt und Verb bleiben also schön brav so stehen, es folgt einfach der Fragepartikel, z.B. "犬は骨を食べますか?" = Inu wa hone o tabemasu ka? = "Hund Knochen essen [Fragepartikel ka]?"

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Japanische Wortarten: Verben und Adjektive

Adjektive sind eigentlich Verben

Schauen wir uns noch eine Besonderheit der japanischen Grammatik an: Adjektive und Verben.

Das Besondere daran ist nämlich: Es gibt keinen Unterschied! Ja, richtig gehört: Adjektive und Verben werden im Japanischen nicht unterschieden, es handelt sich um die gleiche Wortart.

Oder besser gesagt: Alle Adjektive treten in Kombination mit dem Infinitiv "sein" auf, uns verhalten sich somit wie Verben.

Wenn man also zum Beispiel sagen will "Der Hund ist klein.", sagt man wörtlich: "Hund klein-sein". "Hund" ist dabei das Subjekt und "klein-sein" das Verb.

Man kann das Adjektiv-Verb aber auch vor das Wort setzen, dann verhält es sich wie ein typisches Adjektiv bei uns. "Der große Fisch" wäre also wörtlich übersetzt "groß-sein Fisch".

Spannend, oder?

Das Hilfsverb Desu

Zum Thema Verben im Japanischen gibt es noch etwas zu sagen: Es gibt nämlich ein besonderes Hilfsverb: das Desu (です). Es steht immer am Ende des Satzes und mit dem Hilfsverb „sein“ übersetzt, allerdings nur in bestimmten Fällen: Es entspricht den Ausdrücken „entsprechen“ und „gleichzusetzen mit“.

Es dient außerdem dazu, zu markieren, dass man sich höflich an den Gesprächspartner wendet, ähnlich wie bei uns das Siezen. Eine mögliche Übersetzung könnte sein: „Ich verkünde Ihnen, dass …“. (Mehr zu den Höflichkeitsformen weiter unten im Artikel.)

Transitive und Intransitive Verben Japanisch

Wie im Deutschen auch, gibt es im Japanischen transitive und intransitive Verben.

Der Unterschied zwischen den beiden Formen ist, dass es bei dem einen einen aktiven Agenten gibt, der die Handlung durchführt. Das andere beschreibt etwas, das ohne einen direkten Agenten passiert.

Im Deutschen haben wir teilweise Verben, die gleichzeitig transitiv und intransitiv sein können, z.B.: "Das Auto stoppte" und "Ich stoppte das Auto", aber im Japanischen wird daraus 「まった」 bzw. 「めた」 . Das Verb verändert sich also, je nachdem, ob es eine transitive oder intransitive Bedeutung hat.

Die historische Entwicklung der japanischen Sprache zeichnet Superprof übrigens in einem weiteren Artikel nach!

Wenn Dich die japanische Grammatik mit all ihren Facetten interessiert, lernst Du wahrscheinlich schon Japanisch. Sollte das jedoch wider Erwarten nicht der Fall sein, könntest Du auf jeden Fall mal Privatunterricht in Japanisch in betracht ziehen.

Syntax-Unterschiede: modernes Japanisch vs. Klassischjapanisch

Im Japanischen gibt es im Bereich der Syntax Unterschiede. So existieren zwei Formen, das moderne (heutige Standard-) Japanisch und das Klassischjapanisch.

Die klassische und literarische Sprache nennt man Bungo (文語). Im Gegensatz dazu steht das Kōgo, die aktuelle geschriebene Sprache, die sich an der gesprochenen Sprache orientiert.

Zwischen den beiden Formen gibt es auch lexikalische Unterschiede:

  • Im modernen Japanisch bzw. Nihongo gibt es weniger Wörter als im Klassischjapanisch.
  • Andere Wörter haben hingegen ihre Bedeutung geändert.
  • Einige Ausdrücke des modernen Japanisch wurden aus dem Chinesischen entlehnt.

Das Bungo galt in Japan bis Ende der 1940er-Jahre als die Hauptform der geschriebenen Sprache. Heutzutage finden sich noch zahlreiche Ausdrücke des Bungo im modernen Japanisch und es wird auch immer noch an den Schulen unterrichtet.

Wie ist die japanisch Schrift?
Das klassische und das moderne Japanisch unterscheiden sich stark. | Quelle: Visualhunt

Das Klassischjapanische entstand im 10. Jahrhundert und hat die Jahrhunderte mehr oder weniger unbeschadet überdauert. Im Vergleich zu anderen Sprachen hat es sich nicht stark weiterentwickelt. (Man denke nur an die starke Entwicklung des Althochdeutschen oder des Mittelenglischen.)

Heutzutage dominiert aber wie gesagt das moderne Japanisch, Kōgo: sowohl im Mündlichen als auch im Schriftlichen. In der Grammatik und im Vokabular kommt allerdings noch manchmal das Bungo durch – entweder als stilistisches Mittel oder um eine Doppeldeutigkeit auszuräumen, die durch das Kōgo nicht zu vermeiden ist.

Selbstverständlich reicht der Einfluss der japanischen Sprache weit über die Grenzen Japans hinaus! Man denke nur an Sushi, Manga oder japanische Kunst! Schauen wir uns also einmal an, warum Japanisch lernen Sinn macht und welchen Einfluss das Japanische im internationalen Kontext hat …

*

Zusammengefasst kann man zur japanischen Grammatik also Folgendes sagen:

  • Partikel und Endungen sind auf Japanisch enorm wichtig und die Basis für alles andere.
  • Im Japanischen steht das Verb immer am Ende.
  • Das Subjekt (meist ein Nomen) wird stets von wa (は), dem Subjekt-Partikel, gefolgt.
  • Das direkte Objekt wird immer von o (を) gefolgt und das indirekte Objekt von ni (に).
  • Im Japanischen gibt es ein drittes Hilfsverb: das Desu (です). Es steht immer am Ende des Satzes. Es wird mit dem Hilfsverb „sein“ übersetzt, allerdings nur in bestimmten Fällen: Es entspricht den Ausdrücken „entsprechen“, „gleichzusetzen mit“.
  • Um eine Frage zu stellen, bildet man einen ganz normalen Aussagesatz nach den normalen Regeln der Grammatik und hängt dann einfach den Fragepartikel ka hinten dran.
  • Die Verben und Adjektive (gleiche Form) werden nicht an das Nomen angepasst, also nicht konjugiert bzw. dekliniert. Sie verändern sich auch nicht nach Person, Genus und Numerus. Japanische Adjektive sind Verben (z.B. "groß-sein").

Um erfolgreich Japanisch zu lernen, musst Du Dich so gut wie möglich vom Deutschen lösen. Das Japanische verfolgt eine ganz eigene Logik, die nicht 1:1 aus dem Deutschen übertragen werden kann (wie das bis zu einem gewissen Grad z. B. mit Englisch oder Französisch der Fall ist).

Wenn Dir das noch schwerfällt, hol Dir am besten auch ein Buch zur japanischen Grammatik. Wenn Du gut Englisch kannst, kannst Du Dich vielleicht auch für ein Buch zu Japanese Grammar entscheiden, dann ist die Auswahl größer.

Welche Elemente der japanischen Sprache fallen Deutschen leicht?

Im Gegensatz zur chinesischen Aussprache ist die japanische Aussprache für Deutsche relativ einfach. Sie ist auf Silben aufgebaut und die Tonhöhe/Melodie spielt im Gegensatz zum Chinesischen keine große Rolle.

Außerdem ist die japanische Grammatik ziemlich einfach aufgebaut im Vergleich zur deutschen Grammatik!

Während wir im Deutschen sechs Personalpronomen (ich, du, er/sie/es, wir, ihr, sie/Sie) mit den jeweiligen Verbkonjugationen haben, gibt es im Japanischen nur eine einzige Form für alles. Super easy, oder?

Und das Gleiche gilt für die verschiedenen Zeiten. Während sich Deutschschüler mit Präsens, Perfekt, Imperfekt, Plusquamperfekt, Futur I und II rumschlagen, gibt es im Japanischen nur eine Gegenwarts- und eine Vergangenheitsform – das war’s! Du fragst Dich, wie man dann im Japanischen etwas Zukünftiges ausdrückt? Ganz einfach: Man verwendet das Präsens und hängt einfach ein Partikel für die Zukunft an. Gewusst, wie!

Außerdem gibt es nicht wie gesagt wirklich Konjugationen, wie wir sie im Deutschen verstehen. Vielmehr verwendet man eine Reihe an relativ einfachen Anpassungen, die sich an der zeitlichen Struktur und dem Sprachregister orientieren.

Hier ein Beispiel:

  • Ich esse: 食べる「たべる」– taberu 
  • Ich werde essen: 明日食べる「あしたたべる」– ashita taberu (= „Morgen ich esse.“)
Ist Japanisch schwierig auszusprechen?
Die japanische Aussprache ist für Deutsche in der Regel kein Problem. | Quelle: Pexels

Im Gegensatz zu anderen asiatischen Sprachen ist Japanisch keine Tonsprache. Deshalb ist sie für Deutsche relativ einfach auszusprechen. Es gibt nur ein paar Laute, die wir im Standard-Deutschen nicht kennen (wie z. B. das gerollte „r“ und das weiche „sch“ wie in „Journal“). Aber solche „undeutschen Laute“ finden sich auch im Spanischen, Italienisch oder Französischen – daran sollte es also nicht scheitern.

Was allerdings noch etwas verwirren kann, ist, abgesehen von der für uns fremdartigen Schrift allgemein, dass es zwischen den Wörtern keine Leerzeichen gibt und das traditionellerweise von rechts nach links oder von oben nach unten gelesen wird. Aber auch in diesem Bereich hat ein Wandel stattgefunden.

Japanisch und seine Höflichkeitsformen

Die japanische Höflichkeit – für Deutsche ein Buch mit sieben Siegeln!

In der japanischen Kultur ist Höflichkeit so wichtig, dass es dafür sogar eine eigene Sprache gibt, das Keigo (敬語)!

Dieses System wird im Deutschen einfach „Japanische Höflichkeitssprache“ genannt. Im Gegensatz zu westlichen Sprachen, in denen sich die Höflichkeit meist über Du-/Sie-Formen und eine etwas höflichere Wortwahl ausdrückt (z. B. im Deutschen mehr Konjunktiv als Indikativ: „Ich hätte gerne/möchte“ statt „Ich will/mag“) verfügt das Japanische über ein ganz eigenes grammatikalisches und lexikalisches System, um Höflichkeit zu demonstrieren.

Die Höflichkeit im Japanischen lässt sich generell in drei Kategorien einteilen:

  1. Teineigo (丁寧語): normale Höflichkeitsform zwischen Unbekannten ohne besondere Hierarchie (z. B. im Geschäft, auf der Straße, Nachrichtensprecher)
  2. Sonkeigo (尊敬語): respektvolle Sprache (z. B. gegenüber Vorgesetzten, Professoren oder Geschäftspartnern)
  3. Kenjōgo (謙譲語): bescheidene Sprache (das Gegenstück zum Sonkeigo, z. B. wenn man sich auf sich selbst oder die eigene Familie/Firma bezieht)

Die einzelnen Systeme sind geprägt von bestimmten höflichen Verben, Anreden, Höflichkeitspartikeln, einer passiven Form usw.

Diese Höflichkeitssprache hat in Japan noch einen sehr hohen Stellenwert. In den Medien, unter älteren Personen und Sprachbegeisterten wird sich oft darüber echauffiert, dass junge Menschen in Japan diese Formen nicht mehr richtig einzusetzen wissen.

Die junge Generation lernt das Keigo nicht mehr so, wie es in den Augen der älteren Generation sein sollte und es wird sich regelmäßig beschwert, wenn in Handbüchern und Ähnlichem diese Formen falsch angewandt werden.

Ob das nun eine Schande oder der normale Lauf der Dinge und der Sprachentwicklung ist, sei mal dahingestellt. Wobei ich zugeben muss, dass sich mir auch die Fußnägel aufrollen, wenn ich höre: „Geb das dem Student.“ Ich fauche dann immer: „-en!“ (mal ganz abgesehen von der falschen Imperativform).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Japanisch vielleicht nicht objektiv „schwer“, sondern eher „komplex“ ist. Besonders die Schriftzeichen und die ausgeprägten Höflichkeitsformen sind der deutschen Sprache sehr fern und somit für Deutsche erst einmal schwer zu greifen.

Warum sind Japaner so höflich?
Im Land des Lächelns ist Höflichkeit enorm wichtig – das zeigt sich auch in der Sprache. | Quelle: Pexels

Es ist aber alles eine Frage der Übung und Folgendes kann helfen, bestimmte Ausdrücke und Formen zu verinnerlichen:

  • Einen Manga oder ein Buch auf Japanisch lesen
  • Japanisch Lieder singen (am besten als Karaoke)
  • Japanische Zeitschriften lesen (am besten zu einem Thema, das Dich besonders interessiert)
  • Auf japanischen Internetseifen surfen (Websites zu bestimmten Themen oder von Nachrichtensendern)
  • Einen japanischen Konversationspartner (Tandempartner) oder Brieffreund finden
  • Einen Japanischclub oder ein Kulturzentrum Japanisch finden

So viele Möglichkeiten und so wenig Zeit … Leg also am besten gleich los!

*

Die japanische Sprache und Kultur ist heutzutage omnipräsent! In einem unserer anderen Artikel kannst Du mehr über die Strahlkraft der Kultur Japans erfahren. Oder lerne noch etwas über die Kunst der japanischen Kalligraphie – das Shodō! So kannst Du Dir Japanisch-Vokabeln besonders effektiv einprägen!

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Anna

Man lernt nie aus ...