Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Japanisch lernen mit dem Handy – ist das möglich?

Von Tobias, veröffentlicht am 21/02/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Online Japanisch Lernen: Die besten Apps für Smartphone und Tablet

Ihr habt bereits versucht, mit einem Lehrbuch auf dem etwas „traditionelleren“ Weg Japanisch zu lernen und Euch fehlt dabei das Spielerische und Animierte?

Ihr bevorzugt eine App für Euer Smartphone oder Tablet, weil Ihr glaubt, dass dies der einzige Weg ist, um zu üben und zu lernen, wo auch immer Ihr seid und egal zu welchem Zeitpunkt?

Apps sind in der Tat sehr praktische Methoden, um Japanisch zu lernen!

Ganz gleich, ob Ihr hier vor Ort über die japanische Küche lernen wollt, eine der vielen Reisenden nach Japan werden wollt, um die ganze Inselgruppe zu besuchen oder an Matsuri oder traditionellen Festen teilnehmen wollt –  was auch immer Euer Plan ist, wir stellen Euch im Folgenden Apps vor, die auf Euch, Eure Sichtweise und Eure Erwartungen abgestimmt sind!

Das Geschäft mit Sprachen-Apps, um zweisprachig zu werden 

Für jede Fremdsprache gibt es immer mehr Apps, um bilingual zu werden. Das gilt auch für Japanisch.

Die Apps auf dem Smartphone oder Tablet haben den Vorteil, dass sie Euch aktiver beim Lernprozess begleiten.

Egal ob Ihr Anfänger seid und Lust habt, ein paar japanische Ausdrücke oder Wörter zu lernen, bevor Ihr nach Japan reist oder ob Ihr bereits ein mittleres Niveau besitzt und Euch weiter verbessern wollt, um in Japan zu arbeiten – Ihr werdet die passende Auswahl finden.

Wie für jeden Lernprozess wird es notwendig sein, Euch zuvor die richtigen Fragen zu stellen, um die passende Unterstützung (beim Japanisch lernen) zu nutzen.

  • Wenn Ihr also Touristen seid und plant, nach Japan zu reisen um die Hauptstadt Tokio, den Berg Fuji oder die Tempel und Heiligtümer von Kyoto zu bestaunen, beschränken sich Eure Lernziele generell auf das Verständnis einer einfachen Konversation, wenn Ihr vor Ort seid.
  • Wenn Ihr Euch im Land der aufgehenden Sonne niederlassen und dort leben wollt, sind Eure Lernziele sicherlich etwas anspruchsvoller.

Wollt Ihr vielleicht sogar in Japan leben? Warum wollt Ihr Japanisch lernen? | Quelle: Pixabay

Die Sprachen-Apps berücksichtigen das Ausmaß Eurer Investition in das Lernen. Einige richten sich an ein totales Anfängerpublikum und dienen mehr als Einführung ins Japanische, während andere einige Grundkenntnisse voraussetzen, um sie zu verwenden.

Welche Vorteile hat es, Japanisch mit einer App zu lernen?

Im Vergleich zum Japanisch Lernen mit einem Lehrbuch haben Apps den Vorteil, dass sie praktisch und vielseitig nutzbar sind.

Würdet Ihr Euer 500-Seiten-Lehrbuch in überfüllte öffentliche Verkehrsmittel mitnehmen, wenn Ihr Euch auf den Weg in die Arbeit macht? Die Antwort lautet sicher: Nein!

Japanisch lernen mit einer App auf dem Smartphone ist unter solchen Umständen viel einfacher. Und es ist mindestens genauso originell und modern, wie Japanisch Lernen über Webcam oder mithilfe von Videos!

Wenn man es mit Büchern vergleicht, ist das Lernen mit einer App spielerischer und Ihr habt sicherlich weniger das Gefühl von strengem Lernen, wie das bei Büchern oft der Fall ist.

Schließlich ist der direkte Effekt mit Sicherheit größer, wenn Ihr eine App anstelle von handschriftlichen Dokumenten beim Lernen einer Fremdsprache benutzt.

In Bus und Bahn bietet sich das Lernen mit App an Auf dem Weg in die Arbeit kann man bequem per App Japanisch lernen | Quelle: Pixabay

Damit möchten wir nicht sagen, dass Ihr Eure Japanischbücher in die Tonne kloppen solltet! Aber wenn Ihr nicht zuhause seid, sind die Apps bestimmt einfacher zu nutzen und gleichzeitig genauso effektiv! Benutzt ruhig beide Methoden, um schneller Fortschritte im Japanischen zu machen!

Japanisch lernen mit Nemo

Nemo ist Euer virtueller Japanisch-Lehrer. Ziel der App ist es, eine sichere Grundlage im Japanischen aufzubauen und Alltagsgespräche führen zu können. Ihr werdet Euch mit dieser App also die wichtigsten und nützlichsten japanischen Wörter aneignen und einen Basis-Wortschatz aufbauen können.

Wichtige Wörter werden von einem Muttersprachler vorgelesen, sodass Ihr die richtige Aussprache hören könnt. Euer eigenes Sprechen könnt Ihr mit der App perfektionieren, indem Ihr Euch selbst über das Mikrofon aufzeichnet und nach einer gewissen Zeit hoffentlich eine akzentfreie Aussprache habt!

Die App ist dafür gedacht, dass Ihr Euch immer wieder ein paar Minuten Zeit nehmt, um neue Wörter zu lernen. Es gibt keine Lektionen, die aufeinander aufbauen.

Außerdem habt Ihr mit Nemo die Möglichkeit, Karteikarten anzufertigen, um neue Wörter schneller zu lernen. Dank dem Überprüfungsmodus könnt Ihr bereits gelernte Karteikarten bei Bedarf wiederholen.

Was wir mögen:

  • Kostenlose Standardversion mit Upgrade-Möglichkeit
  • Für Anfänger geeignet, da keine Vorkenntnisse nötig sind
  • Die Wörter werden von einem Muttersprachler vorgesprochen
  • Die Funktionen sind offline verfügbar
  • In mehr als 10 Sprachen verfügbar und auch zum Lernen anderer Fremdsprachen zum Download in den App-Stores

Was wir weniger mögen:

  • stellenweise fehlen Wörter bei den Übersetzungen

AnkiApp Karteikarten für den Wortschatz

Die AnkiApp ermöglicht es Euch, Euren Wortschatz in Japanisch aufzubauen. Ihr könnt dort eigene Karteikarten erstellen und Euch die Wörter immer wieder selbst abfragen. Die App erspart Euch selbst geschriebene Karteikarten, die Ihr mit Euch herumtragen müsst und Ihr habt über das Smartphone oder Tablet von überall aus Zugriff auf Eure Vokabeln. Es sind Euch bei der Anzahl der Karteikarten keine Grenzen gesetzt.

Viele Apps haben eine Karteikarten-Funktion Karteikarten findet Ihr in digitalisierter Form in manchen Apps | Quelle: Pixabay

Außerdem könnt Ihr die Karteikarten individuell mit Farben, Markierungen oder Unterstreichungen gestalten oder sogar Fotos für die Erstellung der Karten verwenden.

Praktisch ist, dass Ihr die Karteikarten auf mehreren Geräten abspeichern könnt und die App Eure Lernfortschritte laufend synchronisiert.

Außerdem könnt Ihr eure Karteikartendecks ganz einfach mit Freunden teilen und so ein interaktives Element in Euer Japanisch-Studium bringen.

So könntet Ihr zum Beispiel vor Eurer gemeinsamen Reise nach Japan die wichtigsten Wörter gemeinsam lernen, damit Ihr gut vorbereitet seid!

Was wir mögen:

  • Kostenlose Standardversion, Premium Version gegen Aufpreis verfügbar
  • für Android und iOS geeignet
  • Parallele Nutzung auf Smartphone, Laptop und Tablet möglich
  • Vielseitig einsetzbar, da man jede Fremdsprache damit lernen kann

Was wir weniger mögen:

  • Teilweise Probleme bei der Synchronisation

Kanjis lernen mit dem Kanji Recognizer

Diese App bezieht sich nur auf einen einzigen Aspekt von Japanisch: Das Schreiben und Wiedererkennen der Kanji-Schriftzeichen.

Eure Aufgabe ist es, die vorgeschlagenen Kanjis, die systematisch ins Englische übersetzt werden, nachzuzeichnen. Quizfragen werden Euren Fortschritt festhalten und es Euch ermöglichen, die Informationen leichter zu verankern.

Eine ähnliche App ist für iOS-Geräte verfügbar: Sie heißt JEDict Lite und bietet dieselben Funktionen an.

Was wir mögen:

  • Die Tatsache, dass Ihr trainieren könnt, indem Ihr die Kanjis selbst reproduziert
  • Quizfragen zur Prüfung Eurer Kenntnisse über Kanjis

Was wir weniger mögen:

  • Das etwas schlichte Design der App
  • Die App ist bisher nur im Englischen verfügbar

Schrift, Zahlen und ein Quiz mit Obenkyo

Auch bei Obenkyo gibt es ein breites Spektrum an Lernmöglichkeiten.

Die App ist sehr nützlich, wenn Ihr Euch darauf vorbereiten wollt, Ziffern und Zahlen zu lernen. Diese werden systematisch in Romaji, Hiragana oder Kanji übersetzt.

Versteht Ihr schon ein paar japanische Schriftzeichen? Die japanischen Schriftzeichen zu verstehen ist von elementarer Wichtigkeit | Quelle: Pixabay

Dass es Übungen zu Partikeln gibt, die auf Japanisch verwendet werden können, um den Redefluss zu verbessern und sich klarer auszudrücken, ist ebenfalls eine super Neuigkeit für diejenigen, die gerne Japanisch lernen möchten.

Die Darstellung und Erklärung der Kanjis ist ausgezeichnet und Ihr könnt durch Schritt-für-Schritt Animationen genau sehen, wie man sie transkribiert.  

Außerdem wird Euch der Reichtum des vorgeschlagenen Lexikons ermöglichen, Euer Vokabular zu erweitern und eine Reise durch die Geschichte Japans zu machen. Samurais, Kaiser und Geishas werden bald keine Geheimnisse mehr vor Euch haben können! Profitiert von der Gelegenheit, Euch sprachlich zu bereichern aber auch Euren Horizont und Euer Wissen über die Kultur Japans zu erweitern!

Was wir mögen:

  • Das sehr originelle System zur Zeichenerkennung
  • Die sehr klaren Animationen rundum die Kanjis
  • Die App ist kostenlos und ohne Werbung

Was wir weniger mögen:

  • Einige Bugs beim Quiz, die zum Teil die Ergebnisse verfälschen

JED und „Japanisches Wörterbuch“ zum Lernen des Vokabulars

Diese App ist ideal, wenn Ihr Euch darauf vorbereitet, nach Japan zu reisen und Ihr Euch in Situationen befindet, in denen Ihr Verständigungsprobleme mit Muttersprachlern habt.

Die App hat den Vorteil, dass sie schnell übersetzt und Klarheit eines Dialogs oder Eurer Unterhaltung wiederherstellt. Aber seid vorsichtig, es ist wichtig, einige Japanisch-Kenntnisse, vor allem im Hinblick auf die Schrift zu besitzen, um die App richtig verwenden zu können (zum Beispiel zu wissen, wie man ein Verb in den Infinitiv umformt).

Trotzdem kann sie auch ein Anfänger nutzen, ohne von allen Funktionen zu profitieren.

Das System zum Lernen der Kanjis ist außerdem extrem gut ausgearbeitet. Ihr könnt für jedes von ihnen die stückweise Zerlegung finden, was das Lernen und Auswendiglernen erheblich erleichtert. Dies gilt besonders für die Kanjis, die oft erst nach langer Zeit nachzuvollziehen sind.

Die App ist nicht für iOS verfügbar, aber keine Panik! Die App Imiwa sollte Eure Erwartungen ebenfalls erfüllen: Mit Beispielsätzen, Ausspracheübungen oder auch Animationen, um Euch die Zerlegung der Kanjis zeigen, ist sie der App für Android ähnlich.

Was wir mögen:

  • Die Tatsache, dass die App es ermöglicht, Japanisch in mehrere Sprachen zu übersetzen (Deutsch, Spanisch, Englisch, Französisch) und vice versa
  • Offline verfügbar! Praktisch, wenn Ihr in abgelegenem Gebieten kommuniziert

Was wir weniger mögen:

  • Das etwas schlichte Design mit dem schwarzen Hintergrund der App
  • Reguläre Probleme mit Bugs 

Zusammengefasst:

  • Beginnt damit, Euch zu überlegen, was Eure Erwartungen und vor allem Bedürfnisse im Hinblick auf das Japanischlernen sind. Wie wir jetzt öfter sehen konnten, variiert das Profil und die Bedürfnisse stark zwischen jemandem, der im Land der Mangas und Kimonos arbeiten und langfristig leben möchte und jemandem, der nur für eine relativ kurze Zeit nach Japan gehen möchte.
  • Für diejenigen unter Euch, die für eine Reise nach Japan und Alltagsunterhaltungen vorbereitet sein wollen, empfehlen wir Nemo als persönlichen Japanisch-Trainer. Diese App bringt Euch nicht nur die Bedeutung, sondern auch die korrekte Aussprache der wichtigsten japanischen Wörter bei.
  • Um Euch einen Grundwortschatz anzueignen oder Euer bisheriges Vokabular noch weiter zu verbessern, bieten Euch selbsterstellte Karteikarten der AnkiApp die Möglichkeit, einige Wörter aus dem Japanischen zu lernen und zu wiederholen.
  • Bei spezifischeren Themen und wenn Ihr Euer Niveau im Hinblick auf das Schreiben verbessern wollt, empfehlen wir Euch den Kanji Recognizer.
  • Wenn Ihr Euch mit einer Person unterhaltet und es zwischen Euch zu Missverständnissen kommt, sind Vokabel-Apps wie Imiwa oder JED für Android sehr nützlich.
  • Wenn Ihr keine Lust auf Apps habt, könnt Ihr jederzeit auch Privatunterricht nehmen (diesen findet Ihr zum Beispiel hier auf Superprof!).

Wie Ihr seht, zielen einige Apps darauf ab, Euch ein Grundverständnis von Japanisch zu vermitteln, während andere sehr nützlich sind, um spezifische Bedürfnisse zu erfüllen.

Ganbatte! (das bedeutet „Viel Glück“!)

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar