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Die Top Bücher für die Weiterbildung auf Russisch

Von Franziska, veröffentlicht am 06/02/2019 Blog > Sprachen > Russisch > Die besten Bücher zum Russisch Lernen

Unter allen Ressourcen, die man finden kann, um Russisch zu lernen, wie etwa Podcasts, Webseiten und auch mobile Apps, gibt es eine, die unter all den Optionen einer wahrlich langen Tradition entspringt: Bücher.

Sie sind zwar weniger interaktiv als Skype-Konferenz-Kurse, aber Handbücher beinhalten Lernmethoden für die Aneignung der Sprache Tolstois, die sich schon jahrzehntelang bewähren. Und das gilt für Schülerinnen und –schüler aller möglichen Sprachen.

Auch wenn jüngere Generationen eher mit dem Game Boy oder ok – mit Instagram – aufgewachsen sind als mit der täglichen Benutzung des Duden oder anderer Sprachlehrwerke, werden Lernbücher von Sprachexperten weiterhin als Bedingung angesehen, wenn man sich die slawische Sprache aneignen will.

Wenn euer Ideal als Sprachschüler ist, die Sprache zu meistern, ohne dabei Rücksicht auf Grammatik, Konjugationen und Vokabular Rücksicht zu nehmen, wird euch der folgende Artikel bestens gefallen.

Drückt auf die F11-Taste, um den Vollbildmodus zu aktivieren und entdeckt die besten Bücher, um Russisch zu lernen!

Schnell Fortschritte machen mit „Russisch für totale Anfänger” von Roman Lehmann

Wir widmen uns erst einmal den Anfängern – also denjenigen, die Russland vor allem mit Winter, schönen Frauen und starkem Wodka assoziieren.

Anders als Lehrwerk ist „Russisch für totale Anfänger“ schon deshalb, weil es nicht von einem der einschlägigen Sprachverlage kommt. Das tut der Qualität allerdings keinen Abbruch. In Rezensionen ist reihenweise von einem guten und strukturierten Aufbau die Rede, der es einem ermöglicht, einfach und schnell Fortschritte in der slawischen Sprache zu machen.

Die Lernhilfe ist zudem praktisch, weil sie Lehr-, Arbeits- und Übungsbuch in einem Band vereint. Sein Hörverständnis und die Aussprache kann man außerdem mit der dazugehörigen CD üben.

Und weil man heutzutage nie das Online-Geschäft vernachlässigen darf, hat der Verlag auch eine dazugehörige (Android) App entwickelt, die für lediglich 1,19 € im Google Play Store zu haben ist. Einen interessanten Kontrast zu diesem Feature bietet übrigens die eher antik anmutende Webseite.

Natürlich kann man online auch noch viele weitere Russischkurse finden. Am Anfang kann man sich immer an YouTube-Angeboten orientieren, denn Videos sind ein perfekter Anlaufpunkt, um sich in der russischen Sprache weiterzubilden.

Wenn man die Sprache nicht ganz alleine, sondern mit einem Gegenüber lernen möchte, kann man sich zum Beispiel auch in Hamburg, Berlin oder je nach Wohnort einen geeigneten Lehrer suchen.

Manche haben auch die transsibirische Eisenbahn vor Augen, wenn sie an Russland denken. Vielleicht ist auch das Teil der Vorstellung in vielen Köpfen? | Quelle: WikiImages via pixabay

Das Russisch Niveau mit „Russisch mit System” von Elena Minakova-Boblest verbessern

Habt Ihr Lust auf einen Russischkurs? Dann arbeitet euch durch dieses Buch!

Und schon sind wir mit Langenscheidt wieder bei den großen Verlagen angelangt. Macht aber nichts, wenn ihre Produkte so gut sind wie dieses. Auch wenn das Vergnügen nicht billig ist (46 Euro auf Amazon), kann man leicht ein B1-Niveau damit erreichen, sofern man sich gut anstellt.

Die 18 Lektionen bieten alles, was man zu Beginn braucht: Nach der Vermittlung des kyrillischen Alphabets macht man sich an das Grundlagen-Vokabular zu Alltag, Freizeit und Reise.

Es folgt eine Übersicht, was der Band sonst noch kann:

  • Alltagsnahe Dialoge und abwechslungsreiche Übungen und Tests lassen (hoffentlich) nicht so schnell Langeweile aufkommen.
  • Mit Audio-Lektionen (entweder mit CD oder Herunterladen) kann man zudem sein Hörverständnis und seine Aussprache üben. Die Download-Funktion ist auch praktisch, wenn du lernen willst, während du unterwegs bist.

Allerdings ist kein Lehrbuch perfekt. Benutzer bemängeln z.B., dass es nicht genügend Übungen gibt. Die Hauptkritik lautet allerdings überraschenderweise: Das Buch ist materiell schlecht verarbeitet.

Doch keine Lust, die Sprache Tolstois mit einem Buch zu lernen? Es gibt auch viele Webseiten, mit denen man super Russisch lernen kann!

„ASSiMiL Selbstlernkurs für Deutsche: Russisch ohne Mühe heute“

In Frankreich ist ASSiMiL so berühmt wie Leo Tolstoi, Fjodor Dostojewski oder Igor Strawinski …Da trifft es sich gut, dass es diese Lernmethode nun auch für die russische Sprache gibt.

In ganzen 71 Lektionen vermittelt das Lehrbuch Grundlagen der russischen Sprache bis zum Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens. Inklusive sind das Erlernen von 2500 Vokabeln und gezielte Sprechtrainings.

Gerade in puncto Struktur tut sich dieses Werk hervor: Die kurzen Lektionen werden übersichtlich auf Doppelseiten gestaltet. Am Anfang steht immer ein russischer Dialog, der auch für den „realen Alltag“ hilfreich sein kann.

Mit circa einem Jahrhundert Erfahrung in Sachen Sprachvermittlung kann man der Methode, ihrem pädagogischen Wert und Lehrtechniken durchaus vertrauen. Und die haben auch im Zeitalter von Bloggern, YouTubern und anderen neuen Technologien nichts an Aktualität verloren.

Die ASSiMiL-Methode stützt sich immer auf die Technik der zerstreuten Wiederholung. Das bedeutet im Klartext, dass die Wiederholung und Überprüfung von Vokabeln und Grammatik in Intervallen stattfindet. Das soll helfen, sich die Einzelheiten der Sprache besser – und vor allem dauerhaft – einzuprägen.

Das Tolle ist außerdem: Diese Strategie ist nicht sprachspezifisch, sondern lässt sich von jeder auf jede Sprache anwenden.

Obwohl das Buch an sich nicht teuer ist (22 Euro als Taschenbuch), stellt es der Verlag geschickt an, einem noch „ähnliche hilfreiche“ Angebote schmackhaft zu machen: So kann man sich auch einen „Komplettkurs“ anschaffen, der z.B. Audio-CDs oder ein Lernprogramm für den PC enthält.

Und wenn ihr euch nun doch entschließt, einen „richtigen“, also einen Präsenzkurs zu machen, könnt Ihr euch ja einen in der Stadt suchen, in der ihr wohnt. Tipp: Wenn es keinen direkt vor Ort gibt, vielleicht aber in der nächst größeren? Und unterwegs zum Kurs kann man sich ja schon mal einen Podcast zum Russischlernen anhören …

Manche Russlandliebhaber wollen auch nur einmal auf dem roten Platz stehen. Auch die Moskauer Architektur kann ein Grund sein, die russische Sprache zu lernen. | Quelle: opsa via pixabay

Die besten Deutsch-Russisch Wörterbücher

Obwohl es seit der Expansion von Google in den Übersetzungsmarkt etwas antiquiert wirken mag, bleibt das Wörterbuch eine unumgängliche Instanz, wenn man eine Fremdsprache lernen möchte. Und für die unter 20-Jährigen ist das eine ganz neue Welt …

Bei der Benutzung eines Wörterbuchs entgeht einem nichts mehr – und das gilt natürlich für beide Richtungen. Ob vom Russischen ins Deutsche oder vom Deutschen ins Russische. Das Wörterbuch für einen Sprachenlerner ist ein bisschen wie der Hund für den Menschen: sein bester Freund. Oder in der religiösen Version: die Bibel für Sprach-Gläubige.

Langenscheidt Universalwörterbuch

Zuerst ist anzumerken, dass Wörterbücher heutzutage fast immer zweisprachig gehalten sind – also in beide Richtungen übersetzt wird. Dies hat zwar einerseits den Vorteil, dass man nicht mehr zwei Bücher kaufen muss. Andererseits darf man aber annehmen, dass sie „kompakt gehalten“ sind und deshalb viele Wörter auslassen.

Auch das „Universalwörterbuch“ von Langenscheidt bildet hier keine Ausnahme. Gleichzeitig hat der Verlag übrigens gerade das Monopol für das einzige aktuelle (mehr oder weniger) erschöpfende Wörterbuch inne. Es umfasst 30.000 Stichwörter und ist für vergleichsweise günstige 12,99 € auf Amazon zu haben.

Praktisch ist der Band vor allem, wenn man vorhat, sich nach Russland oder ein anderes Land der ehemaligen Sowjetunion zu begeben. Deshalb sind auch enthalten:

  1. alphabetisch geordnete Reisetipps,
  2. die wichtigsten Sätze für unterwegs zum schnellen Nachschlagen,
  3. einen Guide für Speisekarten & Feiertage, um für alle Lokale und Sightseeing-Touren gewappnet zu sein und
  4. ein nach Langenscheidt-Angaben hochaktuellen Wortschatz aus den Bereichen Alltag & Reise.

Benutzererfahrungen sagen vor allem, wie praktisch das handliche Buch für den Alltag ist. Klar ist aber auch: Sucht man nach spezifischen Vokabeln, zum Beispiel nach Fachvokabular zu einer bestimmten Sportart, wird man wahrscheinlich nicht fündig.

Aus dieser Beschreibung geht dann auch hervor, dass dieses kleine Buch vor allem eine praktische Hilfe für Anfänger ist, die es gerne immer bei sich haben möchten – vor allem beim Reisen in Russland.

Pons Kompaktwörterbuch

Obwohl Langenscheidt auch noch einige handlichere Formen und „Russisch Easy“ für Einsteiger mit kyrillischen und lateinischen Buchstaben zu bieten hat, spezialisiert sich Pons ebenfalls auf diese Nische. So gibt es neben einem Basiswörterbuch auch noch ein Kompakt– und ein „Kleines Wörterbuch“.

Eigentlich ist das Kompaktwörterbuch mit seinen etwa 130.000 Stichwörtern und Wendungen gar nicht so kompakt. Ein Zusatz, der den Wortschatz sozusagen auch etwas „aufbläst“, ist die Berücksichtigung von Wörtern und Ausdrücken, die in Österreich und der Schweiz gebräuchlich sind. Enthalten sind außerdem Vorlagen zum Verfassen eigener Texte.

Vorteile des kompakten Wörterbuchs sind: Mit rund 30 Euro ist auch dieser Band durchaus im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der meisten Sprachlerner. Außerdem stammt die letzte Ausgabe vom Januar 2018 und ist somit eine der aktuellsten auf dem Markt. Infokästen geben zusätzlich Formulierungshilfen für stehende Redewendungen in besonderen Alltagssituationen.

Der Haken: Man benötigt auf jeden Fall gute Augen, denn die Schrift ist durchaus im Miniaturformat gehalten.

Neu sind auch Bildwörterbücher bei beiden Verlagen. Die visuellen Darstellungen sollen helfen, sich die Übersetzungen zu merken. Aber wenn Ihr mal genug vom analogen Recherchieren habt, gibt es ja auch noch Online Übersetzer für das Russische.

In der russischen Sprache mit Literatur weiterkommen

Weil das Internet wie ein Raubtier zu versuchen scheint, die Literatur in die Falle zu locken und sie bis auf das letzte Werk zu digitalisieren, findet ihr im Folgenden einige Webseiten, die diese Befürchtung Wirklichkeit werden zu lassen scheinen.

Russische Bibliothek „Tolstoi“

Tatsächlich hat die Tolstoi-Bibliothek, die nach einem der berühmtesten Vertreter der russischen Literatur benannt ist, auch eine physische Präsenz (in München). Und mit etwa 47.000 Bänden ist deren Bestand wirklich nicht zu verachten.

Das Gute für alle, die nicht in München wohnen und sich trotzdem für russische Literatur interessieren: Es gibt auch einen Online-Katalog, in dem man nach der Anmeldung nach Lust und Laune stöbern kann. Aber aufgepasst. Russischkenntnisse sind vonnöten, denn die Eingabe im Suchfeld erfolgt ausschließlich auf Kyrillisch.

Warum sich nicht mal in eine Bibliothek wagen, um eine Fremdsprache zu lernen? Auch Bibliotheken müssen inzwischen anders gedacht werden. Mit ihren Online-Angeboten kann man oft hervorragend Sprachen lernen. | Quelle: ElasticComputeFarm via pixabay

Die Empfehlungen von der University of Sussex

Für die Anglophonen unter uns gibt es eine weitere extrem praktische Quelle, die aus der Wissenschaft kommt – von der britischen University of Sussex.

Hier finden sich nicht nur alle möglichen Empfehlungen, um Russisch zu lernen und auf Russisch Recherche zu betreiben, sondern auch Tipps für Literaturliebhaber wie zum Beispiel:

Runivers

Ebenfalls für die Fortgeschrittenen unter uns lohnt die Seite Runivers. Tatsächlich ist sie eine wahre kulturelle Goldgrube mit zahlreichen digitalisierten Dokumenten, Reportagen, Artikeln und erhaltenen Werken, die sich auf die russische Gesellschaft, ihre Geschichte und ihre Kultur beziehen. Das Ziel ist, diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wenn Ihr aber noch gar nicht so weit seid, könnt ihr auch erst einmal einen Russischkurs für Anfänger belegen. Und für einen spaßigen und spielerischen Zusatz könnt ihr auch die ein oder andere App herunterladen. So geht Russisch Lernen mit links!

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