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Digitale Lösungen, um Russisch zu lernen (mobile Apps)

Von Franziska, veröffentlicht am 11/01/2019 Blog > Sprachen > Russisch > Russisch Lernen App: Unsere Tipps für Smartphone & Tablet

Noch vor einigen Jahrzehnten musste man sich abmühen, um in seiner Nähe einen Russischlehrer zu finden, um die Sprache zu lernen.

Außer einigen Sprachlernbüchern in der Bücherei, die meist sehr von Grammatik und morphologischer Philologie getragen wurden, war auf dem „Sprachlernmarkt“ keine Methode zugänglich – das Goethe Institut gab es zum Beispiel nicht überall und Kurse waren zudem kostspielig.

Bis heute hat sich diesbezüglich allerdings Einiges geändert: Die digitale Revolution hat nicht nur unser aller Lebensstil verändert, sondern auch von Grund auf die pädagogischen Werkzeuge, die wir benutzen können, um die slawische Sprache zu lernen.

Dies geht über die Programme hinaus, die man am PC benutzen kann. Smartphones und Tablets erlauben den Zugang zu einer großen Bandbreite an russischsprachigen Apps, die von verschiedenen russischen Muttersprachlern entwickelt wurden. Dies erlaubt, mit unterschiedlichen Methoden gleichzeitig arbeiten und sich so in Windeseile verbessern zu können …

Machen wir uns also daran, diese Lösungen nach Effizienz und Preis-Leistungs-Verhältnis einzuordnen!

Die Rolle von Apps beim Russisch Lernen

Wie slawische Sprachen lernen ohne einen Sprachaufenthalt oder eine lange Reise in die ehemalige Sowjetunion?

Und natürlich lässt sich bei diesen Geräten, die man jeden Tag benutzt, auch eine kyrillische Tastatur einstellen. Das eröffnet euch die Möglichkeit, Russisch in eurem Heimatland ganz unabhängig zu lernen – ohne auf Bibliotheksöffnungs- oder Kurszeiten von Sprachschulen achten zu müssen.

Es ist unbestritten, dass die große Marke mit dem angebissenen Apfel – die sich zunächst mit ihren Mac-Books hervortat – eine Pionierrolle bei der Entwicklung der neuen Gadgets spielte, die heute alles miteinander verbinden.

Das iPad ist die Königin der Tablets, während das iPhone zusammen mit zwei bis drei anderen Topmodellen auf dem unantastbaren Sockel der digitalen Technik thront. Es kommen in einer ungebremsten Geschwindigkeit immer neue Versionen der Geräte heraus, die die älteren in Benutzerfreundlichkeit, Autonomie und Vielseitigkeit übertreffen.

Ihr solltet übrigens wissen, dass Anbieter wie Assimil auch teilweise noch mit traditionellen Methoden bei ihren Russischkursen arbeiten. Dieser Sprachtrainer versieht zum Beispiel noch Audioaufnahmen mit kompatiblen Untertiteln auf dem iPhone. Und das ist perfekt, um seine Russischvokabeln auf dem Weg zur Arbeit zu wiederholen.

Welche Sprache, die man heute spricht, eröffnet einem nicht die Möglichkeit, sich Kenntnisse darüber mithilfe von kostenlosen oder zumindest sehr günstigen Kursen anzueignen?

Russisch online lernen ist eine Methode z.B. für Studenten, knappe Budgets, Russischliebhaber und Neueinsteiger, um die Sprache zu entdecken.

Schaut euch auch Videos auf Russisch an, um besser zu werden.

Sprachen lassen sich heutzutage so leicht unterwegs „mitnehmen“. Mit Smartphone und Tablet lässt sich Russisch überall lernen. | Quelle: Ricinator, pixabay

Die Top 10 Deutsch-Russisch Kurse und Übungen auf dem Smartphone

  1. Busuu

Russisch Online Kurse sind äußerst erfolgreich und einige von euch kennen vielleicht sogar schon die Seite busuu.com, um via E-Learning leicht Russisch zu lernen.

Um schnell Fortschritte machen und seine Kenntnisse in Bereichen wie Tempus, unregelmäßige Verben und Phonetik perfektionieren zu können, haben die Entwickler des Interface eine App für Android und iPhone (im letzteren Fall ist iTunes notwendig) kreiert.

Die Russischsprachkurse passen sich an den Kunden an, indem man interaktive Übungen auswählt, denen man nachgehen kann und die dem jeweiligen Niveau entsprechen (zum Beispiel Anfänger). Des Weiteren kann man seine Ziele festlegen. Diese Kurse sind thematisch unterteilt.

Die erste Einheit beschäftigt sich, wie alle anderen, mit einem bestimmten Thema der russischen Grammatik, einer Vokabelübung mit neuen russischen Wörtern, mündlichem Ausdruck und Hörverständnis sowie einer Übung, die sich dem kyrillischen Alphabet widmet.

Bilder und Dialoge helfen, sich für die mehrsprachige Zukunft nach und nach zu rüsten – ganz ohne großes Kopfzerbrechen.

Ein Plus für den Lerner ist, dass die Grammatikübungen von anderen Usern korrigiert werden können – die die Sprache Dostojewskis als Muttersprache sprechen.

Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, bietet Busuu sogar eine Möglichkeit, Russisch kostenlos zu lernen! Es ist allerdings ein Abonnement notwendig, um zusätzliche Kurse zu machen, vor allem auf einem fortgeschrittenen Level.

Natürlich muss dies keinen Ersatz für Nachhilfelehrer, Gruppenkurse oder Sprachaufenthalte darstellen, um zweisprachig zu werden.

Und wenn euch das lieber ist, gibt es auch zahlreiche Bücher, mit denen man gut Russisch lernen kann.

Sich selbst ein Bild vom Land machen: Warum dafür nicht mal eine Reise nach St. Petersburg unternehmen? Auch schöne Architektur wie hier die von der St. Petersburger Bahnhofshalle kann zum Sprachenlernen motivieren. | Quelle: Tama66, pixabay

  1. Duolingo

Das Großprojekt Duolingo wurde sowohl von nationalen wie auch von Fachmedien (vom Wall Street Journal über Slate bis hin zum PC Magazine) gefeiert. Und für Polyglotte oder solche, die es werden möchten, ist es das Paradies.

Für die Weiterbildung bietet diese Android-App an, Englisch, Spanisch oder auch Französisch zu lernen …

Ohne Zusatzoptionen ist das Modul erstmal gratis: Was gibt es Besseres, um Pronomen zu lernen, den Akzent zu verbessern und sich das Imperfekt anzueignen?

Es gibt vier Methoden, unter denen man zum Üben wählen kann: „leicht“ (5 Minuten am Tag), „normal“ (10 Minuten), „schwierig“ (15 Minuten) oder „verrückt“ (20 Minuten).

  1. Babbel

Die Android-App dieser bekannten Plattform von „E-Linguisten“ ist relativ ähnlich zur vorherigen außer, dass sie einen weniger kindischen und demzufolge „erwachseneren“ Eindruck macht.

Obwohl dankbarerweise viele Funktionen kostenlos angeboten werden, ist man mit einem monatlichen Abo für 9,95 € besser beraten.

Die täglichen Aktualisierungen erlauben, Bugs zu umgehen und die pädagogischen Methoden zu optimieren.

Der Vorteil dieser multilingualen Softwares ist, dass man, nachdem man eine Sprache – beispielsweise Russisch – ausreichend gelernt hat, sich einfach der nächsten Sprache widmen kann. Warum nicht Portugiesisch oder Italienisch?

  1. Russisch sprechen mit MosaLingua

Sowohl IOS, Android als auch PC/MAC (dank „Mosa Lingua Web”): Seine Vielseitigkeit ist der Trumpf dieses digitalen Sprachzentrums, das zudem weniger als 5 Euro kostet.

Die Benutzung auf mobilen Geräten ist intuitiv und die App liefert mit 10 Schwierigkeitsstufen Jedem genug Stoff zum Nachdenken. Zudem gibt es ausreichend Unterstützung, um jegliche Fehler bei der Aussprache im Russischen zu unterscheiden.

In diesem Kurs wird Thema für Thema bearbeitet. Des Weiteren werden den Lernenden Ratschläge gegeben und der Schwerpunkt wird auf Situationen des „echten Lebens“ gelegt.

Mit spielerisch angelegten Boni wird der Nutzer motiviert, immer am Ball zu bleiben.

Auch Webseiten bieten die Möglichkeit, schnell Fortschritte zu machen.

  1. LingoPal Russisch

Nach den vier oben erwähnten Apps begeben wir uns nun mit einem Schlag auf ein rein sprachliches Niveau.

Die LingoPal App ersetzt sicher nicht Intensivkurse mit einem guten Lehrer vor Ort. Derer gibt es z.B. viele in Berlin. Das Sprachlerninstrument bietet mehr eine Hilfe, die bisher erworbenen Sprachkenntnisse zu festigen und das Hörverständnis auf ein zumindest mittleres Niveau zu heben.

Zudem ist anzumerken, dass die Software kostenpflichtig ist: Derzeit kostet sie 1,09 Euro. Sie bleibt allerdings ein exzellentes Mittel, um neue Wörter zu lernen und bietet einen ziemlich vollständigen Katalog von russischen Ausdrücken, die immer noch gebräuchlich sind. Und wenn man dieses Werkzeug besitzt, muss man sich zum Lernen nicht gleich nach St.Petersburg begeben…

Das Gute an der „digitalen Lehrerin“ ist, dass sie eine heitere Stimme besitzt. So kann man jedes russische oder ukrainische Wort frohen Mutes lernen.

  1. Mondly

Die von Grund auf kostenlose App zum Russischlernen hat auf Google Play derzeit Rezensionen mehr als 122 000 Personen – mit einer beeindruckenden durchschnittlichen Bewertung von 4,7.

Obwohl die App eigentlich gratis ist, gibt es einige Zusatzmodelle, die etwas kosten (im Apple Store z.B. ab 9,99 Euro pro Monat).

Das Konzept ist, dass man sich mit den grammatikalischen Grundregeln des Russischen vertraut macht und ihnen einige Minuten pro Tag widmet.

Trotzdem liegt der Schwerpunkt auch hier eher auf dem Vokabular als auf Grammatikregeln. Außerdem hilft eine Spracherkennung bei der Sprache Gogols weiter.

Verschiedene Vokabelregeln präsentieren sich auch in Form von Spielen.

Vielleicht eher eine unangehme Art und Weise, nach Russland zu reisen: Pferdekutsche. Die Gründe, Russisch zu lernen, sind zahlreich. Am besten steigt man mit einer App ein – wenn man sich gerade keine Reise nach Russland leisten kann. | Quelle: jackmac34, pixabay

  1. FunEasyLearn

Es kostet nichts, sich eine kostenlose Version anzuschaffen, warum es also nicht ausprobieren?

Wie die meisten anderen Apps, die hier zum Russischlernen vorgestellt werden, handelt es sich bei FunEasyLearn um eine App, mit der man vor allem sein Vokabular vergrößern kann. Mit 6300 Wörtern bietet die Software einen guten Grundstock, um sich sein eigenes kleines Russischwörterbuch zusammenzusetzen.

Allerdings ist Vorsicht geboten: Vermeidet es, euch die kostenpflichtigen Plug-Ins anzuschaffen, denn die lohnen – zumindest fast – nicht. Besser, man bleibt also bei der kostenlosen Version.

Oder warum nicht mal einen Podcast zum Russisch lernen streamen oder downloaden?

  1. Nemo Russisch

Wir bewegen uns nun weiter im Kreis der zahlungspflichtigen Apps (derzeit 9,99 Euro). Nemo Russisch ist vor allem praktisch, wenn man sich einen grundlegenden Wortschatz gebunden an die russische Kultur aufbauen möchte. Die App bietet allerdings keine geeignete Methode, um Sprachen richtig sprechen zu lernen.

Allerdings ist diese Art des Lernens eine schlaue Möglichkeit, die Werke der großen russischen Schriftsteller besser zu verstehen: Puschkin, Tschechow, Tolstoi – ohne zu stolpern.

Der vorhandene Wortschatz wird gelesen und geschrieben, um die Aussprache richtig zu üben und sich die Buchstaben des Alphabets anzueignen.

  1. AccelaStudy Russisch

Wollt ihr die Struktur der russischen Grammatik lernen? Dann aufgepasst!

Für derzeit 7,99 Euro bietet AccelaStudy einfach die Möglichkeit, sich verständlich zu machen und fungiert dabei als eine Art deutsch-russisches Wörterbuch. Aber damit Russisch als zweite Sprache lernen?

Eine neue Sprache im Modus 2.0 kennenzulernen, wird einem in diesem Fall leider durch ein überholtes Design schwieriger gemacht.

Um Russisch fließend und wie ein Muttersprachler zu lernen, sollte man sich vielleicht lieber anderen Methoden zuwenden, die online zu finden sind.

  1. Learn & Play

Wenn ihr bereits die Möglichkeiten der anderen Programme ausgeschöpft habt und euch jetzt langweilt, könnt ihr mit dem Modul „Lasst uns lernen und spielen. 1000 russische Wörter“ den gelernten Wortschatz mit Vokabelübungen wiederholen.

1000, das ist viel und wenig auf einmal: Es ist natürlich stark anzunehmen, dass ihr die vorgeschlagenen Wörter schon kennt, aber es ist trotzdem nie schlecht, zu üben!

Natürlich ist es auch immer anzuraten, sich ein Deutsch-Russisch Wörterbuch anzuschaffen, um sich das Lernen zu erleichtern.

Einfach im Internet Russisch lernen

Online-Kurse sind nicht auf Apps als solche begrenzt. Tatsächlich könnt ihr sie (um noch schneller das Anfängerlevel loszuwerden) diese digitalen Alternativen einfach zusätzlich zu anderen nutzen.

Apps wie DuoLingo oder Mondly haben für Linguisten nicht den gleichen Einfluss wie Konversationskurse, ein komplettes Eintauchen oder Einzelkurse (Russischkurse in Berlin, zum Beispiel), aber ein kostenloser Russischkurs ist in jedem Fall immer etwas wert.

Eine 3G oder 4G W-Lan-Verbindung erlaubt euch, euer Tablet oder Smartphone immer mit dem Internet zu verbinden. So ist und bleibt die russischsprachige Welt immer in greifbarer Nähe.

Dank vieler praktischer Apps ist das Smartphone heute ganz vorne bei den beliebtesten Sprachlerninstrumenten dabei. | Quelle: DaruiszSankowski, pixabay

Seid autodidaktisch unterwegs und surft im russischsprachigen Google, um Freunde zu finden, mit denen ihr euch dann via Skype oder Mail austauschen könnt. Die Installation einer virtuellen Tastatur kann hier definitiv von Vorteil sein.

Sich eine oder einen russischsprachige/n Gesprächspartner/in zu suchen, das kann auch heißen, sich eine/n zukünftige/n Gastgeber/in bzw. eine Gastfamilie zu suchen. Warum nicht mal eine Weile im Uralgebirge verbringen? So kann man sich auch gleich noch einen Dialekt aneignen.

Parallel könnt ihr euch an Transkription und Übersetzung vom Russischen versuchen. Wer sagt, dass euch nicht eine blühende Zukunft als Russischübersetzer bevorsteht?

Die Methode, die ich empfehle, ist, russische Filme in der Originalversion anzusehen und sich russische Lieder anzuhören. Das ist perfekt, um die Sprache und die Kultur der ehemaligen UdSSR kennenzulernen und sich gleichzeitig unterhalten zu lassen.

Übrigens sind auch Online Russischübersetzer sehr praktisch.

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