Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Eine gute Spieltechnik ist beim Gitarre Spielen von großer Bedeutung

Von Melanie, veröffentlicht am 17/03/2018 Blog > Musik > Gitarre > Gitarre Spielen Lernen: Verbessere Deine Technik

Wenn Du Gitarre Spielen Lernen willst, und zwar egal welchen Musikstil (Blues, Rock, Funk, Reggae, Hard Rock, Metall, Country usw.), ist es notwendig, die Grundlagen zu beherrschen.

Es ist wichtig zu wissen, wie man das Plektrum hält, die Finger richtig positioniert, um Barré-Akkorde und eines Tages vielleicht auch Arpeggios zu spielen.

Jeder Musikstil erfordert beim Gitarrespielen seine eigenen Techniken – um im Gitarrenunterricht schnelle Fortschritte machen zu können, muss man diese natürlich beherrschen.

Eine konstante Größe bei allen Musikstilen

Wenn es bei all den unterschiedlichen Musikstilen eine Gemeinsamkeit gibt, dann ist es die Technik.

Ob Du Dir nun vorgenommen hast, die Technik eines Virtuosen zu erlangen, um wie Satriani zu spielen, oder mit einem schlichten Stil wie Richie Havens…

Oder ob Du auf der Gitarre Barré-Akkorde lernen oder zum Ausdrücken Deiner Gefühle lediglich die grundlegenden Techniken anwenden möchtest…

Eine gute Technik ist beim Gitarre Spielen das Wichtigste!

Aber wie lernt man, gut Gitarre zu spielen? Wie kann man seine Spieltechnik verbessern?

Und was bedeutet Technik überhaupt? Es ist die Fähigkeit, einen richtigen Ton mit dem gewünschten Klang zu erzeugen

Warum sollte ich meine Spieltechnik verbessern?

Einerseits hilft Dir eine gute Technik, selbstbewusster zu spielen, nicht an Deinem Können zu zweifeln, und andererseits wirst Du Dein Instrument einfach besser beherrschen.

Das ermöglicht Dir,  auf der Gitarre alles zu spielen, was Dir gefällt.

Seine Spieltechnik zu verbessern bedeutet, sich Automatismen anzueignen und sich auf Details zu konzentrieren.

Um welche Automatismen bzw. Details handelt es sich?

Das kann die Sitzposition, Deine Art, die Gitarre zu halten bzw. die Finger auf dem Griffbrett zu positionieren, Deine Armstellung oder aber auch die Beanspruchung der richtigen Muskeln betreffen.

Indem Du auf all diese Details achtest, sorgst Du dafür, Dich von anderen Gitarristen abzuheben und einen Schritt nach vorne zu kommen.

Was bringt eine bessere Technik?

Die Vorteile einer besseren Spieltechnik sind eindeutig:

  • Dein Spiel wird viel fließender, die Finger bewegen sich flinker
  • Steigerung der Spielgeschwindigkeit
  • Besseres Greifen der Akkorde und somit fehlerlose Akkordfolgen, die übereinandergehen und nicht abgehackt klingen
  • Ein besseres Körpergefühl
  • Beanspruchung der richtigen Muskeln und somit Vermeidung von Verspannungen

Die verschiedenen Techniken

Beim Gitarrespielen muss man sich viele Techniken aneignen.

Je nach Musikstil und Geschicklichkeit sind folgende Techniken zu lernen bzw. zu verbessern:

  • Der Wechselschlag mit dem Plektrum (von oben nach unten)
  • Legato: „gebunden Spielen“ bedeutet, dass die Töne besonders fließend (ohne Unterbrechungen) hintereinander gespielt werden.
  • String-Skipping oder Saiten überspringen
  • Finger-Picking: Zupftechnik mit den Fingern
  • Tapping: Beim Tapping hämmert man zusätzlich mit einem (oder mehreren) Finger(n) der Rhythmushand Töne auf das Griffbrett.
  • Vibrato
  • Bending

Mit dem Plektrum spielen lernen | Quelle: Pixabay

Eine gute Haltung, um seine Technik beim Gitarre Spielen zu verbessern

Du weißt natürlich, dass es notwendig ist, regelmäßig zu üben, um beim Gitarre spielen dauerhaft besser werden zu können.

Egal, ob Du Privatunterricht bei einem Gitarrenlehrer nimmst, in einer Musikschule oder einem Verein Gitarre spielen lernst oder aber ob Du Dir das Spielen mithilfe von Tutorials im Internet selbst beibringst: Das regelmäßige Üben ist das A und O!

Nur so erlangst Du neue Kompetenzen und eignest Dir Automatismen an, die Du dann lebenslang beibehältst.

Das hilft Dir dann auch dabei, den Rhythmus beim Gitarre Spielen zu beherrschen.

Sich wohlfühlen

Um Deine Technik verbessern zu können, musst Du Dich beim Spielen wohl fühlen.

Du brauchst einen bequemen Stuhl, auf dem Du gut sitzt und auf dem Du Deine Gitarre richtig halten und spielen kannst.

Zu bevorzugen sind Stühle mit einer Lehne, um eine gute Haltung einnehmen zu können und um den Rücken zu schonen.

Allerdings solltest Du Stühle mit Armstützen oder Armlehnen vermeiden, da Du in Deinen Bewegungen eingeschränkt wirst und Du Dich nach vorne beugen musst (über Deine Gitarre), das führt zu einer schlechten Haltung.

Seine Gitarre richtig halten

Es ist extrem wichtig, zu lernen, die Gitarre richtig zu halten, wenn Du Deine Spieltechnik verbessern willst.

Als Rechtshänder musst Du die Gitarre so halten, dass sich Deine rechte Hand in der Mitte zwischen Schallloch und Steg befindet.

Deine linke Hand hält den Griff.

Dies ist nicht die ideale Sitzposition zum Gitarre üben … | Quelle: Pixabay

Halte die Gitarre nahe an Deinem Körper, so dass die dünnste Saite (die den höchsten Ton erzeugt) nach unten zeigt und achte darauf, dass die Rückseite der Gitarre Deinen Bauch und Oberkörper berührt.

Die Gitarre muss auch auf dem Bein, das mit der Anschlaghand übereinstimmt, aufliegen (rechte Hand, rechtes Bein beispielsweise).

Seine Gitarre stimmen

Ansonsten ist es unmöglich, gut Gitarre zu spielen und seine Technik zu verbessern.

Vor jeder Gitarrensession, vor jeder Gitarrenunterrichtsstunde oder vor jedem öffentlichen Auftritt musst Du Deine Gitarre stimmen, damit sie richtig klingt.

Wenn Du mit einer ungestimmten Gitarre spielst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Üben eine frustrierende Erfahrung wird und keinen Erfolg bringt.

Es gibt verschiedene Methoden und Hilfsmittel, um seine Gitarre zu stimmen. Du kannst zwischen einer Stimmgabel, einem elektrischen Stimmgerät, einem Online-Stimmgerät und Stimmen mit Griffen (5. Bund-Methode) oder einer App auf Deinem Smartphone auswählen.

Mit dem Plektrum umgehen können

Du musst einwandfrei mit dem Plektrum umgehen können, um Deine Technik zu verbessern und um keine schlechten Angewohnheiten anzunehmen oder die falschen Muskeln zu beanspruchen, was zu schmerzhaften Verspannungen führen kann.

Lerne außerdem, wie Du selbstständig Deine Gitarrensaiten wechseln kannst!

Die Grundlagen beherrschen, um seine Technik beim Gitarrenspiel verfeinern zu können

Akkordfolgen üben

Für eine flüssige und saubere Spielweise ist es wichtig, so lange Akkordfolgen zu üben, bis sich alle Töne gleich gut anhören und in der gleichen Intensität erklingen.

Beginne mit den Grundakkorden, d.h. Akkorden, die sich zwischen dem 1. und dem 3. Bund befinden.

Insbesondere folgende Akkorde solltest Du zuerst auf der Gitarre lernen: C-Dur, G-Dur, F-Dur, E-Dur, D-Dur, A-Dur und bestimmte Moll-Akkorde.

Mit einem Metronom üben

Ein Metronom hilft Dir, im Takt zu bleiben. | Quelle: Pixabay

Um sicherzustellen, gleichmäßig und im Takt zu spielen, solltest Du das altbewährte Metronom benutzen, es gehört unbedingt zur Grundausrüstung eines guten Gitarrenschülers.

Du wirst gezwungen, wirklich jede Note zu spielen und Dein Taktgefühl zu entwickeln.

Tonleitern üben

Wenn Du bei einem privaten Gitarrenlehrer oder in einer Musikschule Unterricht nimmst, hast Du sicherlich Gitarrentabs mit den wichtigsten Tonleitern bekommen, die man kennen sollte.

Wenn Du Dich unter all den existierenden Lernmethoden dazu entschlossen hast, Dir das Gitarre spielen selbst beizubringen, dann solltest Du zuerst die wichtigsten Dur- und Molltonleitern und Septakkorde lernen.

Vergiss auch nicht die Pentatoniken, die wichtig sind, wenn Du Rock oder Bluesmusik spielen möchtest: Das sind Tonfolgen mit 5 Noten, die auch „Blues-Tonleiter“ genannt werden.

Bei regelmäßigem Üben von Tonleitern kannst Du Deine Fingerfertigkeit und Deine Beweglichkeit verbessern.

Eine kleine Übung? Wähle eine Tonleiter aus und integriere sie als Solo in ein Musikstück. Spiele sie dann in der richtigen Reihenfolge, durcheinander und in dem Du jeden zweiten Ton auslässt usw.

Einige Stücke einüben

Es ist natürlich Quatsch, sofort schwere Stück zu lernen und das berühmte Solo von „Stairway to Heaven“ anzugehen!

Von „Stairway to heaven“ solltest Du zunächst die Finger lassen … | Quelle: Visualhunt

Es ist allerdings wichtig, ein paar grundlegende Stücke zu kennen, mit leicht erkennbaren Akkorden wie in den Songs von den Beatles oder von Nirvana bzw. Oasis.

Lerne sie, damit der Unterricht und das Üben so viel Spaß wie möglich macht.

Anstatt nur einen Riff zu lernen, solltest Du den ganzen Song üben, um zu verstehen, wie der komplette Song aufgebaut ist.

Das hilft Dir dabei, besser zu verstehen, wie die Gitarre aufgebaut ist und außerdem kannst Du Deine Ausdauer verbessern.

Parallel zum Gitarrenunterricht eine Routine entwickeln

Regelmäßiges Üben

Zum Verbessern der Technik steht regelmäßiges Üben auf der Tagesordnung.

Dabei ist es besser, jeden Tag 10 bis 15 Minuten zu spielen als 3 Stunden am Stück einmal in der Woche.

Dadurch bekommst Du beim Spielen mehr Ausdauer und außerdem kannst Du Dein Muskelgedächtnis trainieren, das notwendig ist, um flüssiger spielen zu können.

Zum Trainieren der Fingerfertigkeit ist es sinnvoll, wenigstens 4 bis 5 Mal in der Woche zu üben, am besten zu festen Uhrzeiten, die komplett für das Üben reserviert sind. Wenn Du Dich fragst, wann es am besten ist, zu üben, dann lautet die Antwort, dass es keinen schlechten Zeitpunkt gibt, das kann nach der Arbeit, während der Mittagspause oder vor dem Frühstück sein.

Sich immer warm spielen

Genauso wie beim Sport treiben, ist es wichtig, sich aufzuwärmen.

Mach‘ es Dir bequem und beginne zum Aufwärmen mit einigen Fingerübungen, spiele ein paar Noten einfacher Tonleitern.

Alles, was sich leicht wiederholen lässt, ist zum Aufwärmen geeignet!

Arbeit und Vergnügen verknüpfen

Um beim Gitarre Spielen Deine Motivation aufrechtzuerhalten, solltest Du auch Stücke oder Riffs spielen, die Dir Spaß machen.

Beginne mit den Tonleitern und spiele danach Sachen, die Dir gefallen.

Während der Übungseinheiten solltest Du auch daran denken, Pausen einzulegen.

Beim Gitarre spielen relaxen und entspannen ist wichtig! | Quelle: Pixabay

Es ist beim Üben auch sinnvoll, zwischen dem „Pflichtprogramm“ wie Fingerübungen oder Tonleitern und dem Spielen von Stücken, die einfach Spaß machen, abzuwechseln.

So kannst Du lernen, wie man die Finger auf dem Hals positionieren muss, um Barré-Akkorde oder Arpeggios auf der Gitarre zu spielen.

Eine Herausforderung haben

Um Deine Spieltechnik zu verbessern, musst Du immer nach vorne sehen, immer versuchen, Dir höhere Ziele zu stecken, aber Vorsicht, sie müssen realisierbar bleiben.

Es ist natürlich unsinnig, sich etwas Unerreichbares in den Kopf zu setzen und sich an „Pull-off“ oder „Hammer-on“ Techniken zu versuchen, wenn Du nicht einmal die Grundlagen beherrschst.

Setze Dir jede Woche ein neues Ziel und versuche es schrittweise zu erreichen.

Notiere Deine Fortschritte, so dass Du stets vor Augen siehst, was Du bereits geleistet hast.

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar