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Unsere Tipps, um das passende Klavier für Anfänger & Fortgeschrittene zu finden

Von Tobias, veröffentlicht am 17/08/2018 Blog > Musik > Klavier > Wie finde ich das richtige Klavier?

Egal für welchen Zweck (professionell oder in der Freizeit) Ihr ein Klavier sucht, es sei Euch gesagt: Es gibt nicht „das eine, richtige“ Klavier.

Das perfekte Modell werdet Ihr ohnehin nicht bekommen.

Aber natürlich sollte das Piano so gut es geht zu Euch passen und auch Eurem Budget entsprechen.

Wir helfen Euch in diesem Artikel dabei, wie Ihr die richtige Wahl fürs erste Klavier treffen könnt.

Gibt es ein „ideales“ Klavier?

Diese Frage ist die erste, die wir uns stellen wollen.

Tatsächlich sollte man den Begriff „ideal“ durch „so gut passend wie möglich“ ersetzen, auch wenn das länger und komplizierter zu schreiben ist.

Aber dafür ist man näher an der Wahrheit dran. Denn was für den einen ideal ist, ist für den anderen keine gute Wahl.

Es gibt einige wichtige Elemente, die es vor dem Kauf eines Klaviers zu beachten gilt und die dafür sorgen, dass Ihr beim Klavier Spielen mehr Spaß habt und schneller lernt.

Wir möchten unsere Erfahrungen mit dem Klavier hier mit Euch teilen, damit Ihr so viele Informationen wie möglich habt und Euch für Euer perfektes Klavier entscheiden könnt.

Die wichtigsten Faktoren, die es beim Kauf zu beachten gilt

Ein Klavier besteht aus mehreren Teilen, die den Mechanismus funktionieren lassen.

Diese Bestandteile solltet Ihr kennen, bevor Ihr Euch ein Klavier anschafft. Das hilft Euch dabei, Qualität zu erkennen und das richtige Modell auszuwählen.

Die wichtigsten Bestandteile sind schnell zu erkennen.

Die Pedale

Egal, ob nur ein Pedal vorhanden ist, wie bei den meisten elektrischen Klavieren oder drei wie bei klassischen mechanischen Varianten – Pedale sind ein wichtiger Bestandteil des Klaviers.

Ein Klavierstudium ist nicht vollständig, wenn man nicht weiß, wie man mit den Pedalen umgehen muss.

Hände und Füße müssen dabei koordiniert werden und zusammenarbeiten, um die Töne zu erzeugen.

Die drei Pedale haben unterschiedliche Funktionen Pedale sind ein entscheidendes Element beim Klavierspielen | Quelle: Visualhunt

Es ist daher von äußerster Wichtigkeit, das Pedal vor dem Kauf auszuprobieren und auf Komfort, Widerstand und Material zu testen.

Ein schlechtes Pedal wird sich auch negativ auf Euer Klavierspiel auswirken. Stellt also sicher, dass das Pedal gut funktioniert, wenn Ihr im Laden seid und das jeweilige Klaviermodell testet.

Die Tastatur

Das erscheint jetzt offensichtlich, aber natürlich sollte man auch die Tastatur ausprobieren, bevor man sich für ein Klavier entscheidet. Ganz einfach weil es verschiedene Typen von Tastaturen gibt und auch die Anzahl der Tasten variiert.

Auch die Beschaffung des Tasten kann stark unterschiedlich ausfallen. Je nach Euren Präferenzen solltet Ihr Euch für sanftere oder härtere Tasten entscheiden. Das wirkt sich dann auf Euer Spiel aus.

Kleiner Tipp: Wenn Ihr gerade mit dem Klavierspielen anfangt, dann wählt eher ein Klavier mit sanfteren Tasten. Diese sind leichter anzuschlagen und Ihr braucht weniger Energie beim Klavier Spielen.

Der Notenständer

Der nächste wichtige Bestandteil des Klaviers ist ein Notenständer.

Er ist dafür da, dass Ihr Eure Noten ganz einfach und ohne dass sie Euch stören vor Euch aufstellen könnt. Es gibt nichts Ärgerlicheres für einen Pianisten als ein Notenständer, der nicht richtig hält.

Wenn die Noten herunterfallen, ist das natürlich schlecht.

Klar, der Notenständer ist nicht so wichtig wie etwa die Tastatur, sollte aber dennoch beim Kauf nicht vernachlässigt werden. Er ist ein wichtiger Gegenstand für jeden Klavierspieler.

Beim Klavier ist jedes Detail wichtig und kann Euch dabei helfen, beim Klavier Lernen schneller Fortschritte zu machen.

Einige Dinge, die es vorm Klavierkauf zu beachten gilt

Nachdem man sich einmal mehrere Klaviere angeschaut hat und die Sache langsam Gestalt annimmt, kommt die nächste Etappe, die daraus besteht, sich vor dem Kauf nochmal alle wichtigen Kleinigkeiten vor Augen zu führen.

Dazu gehört, dass man sich der Unterschiede zwischen verschiedenen Klavier-Typen für Anfänger bewusst wird (Keyboard, klassisches Klavier, Flügel).

Das hilft Euch dabei, das für Euch passende Modell auszuwählen. Kleine Recherchen, z.B. im Internet, vor Kauf des Instruments können ebenfalls dazu beitragen, die richtige Wahl zu treffen.

Da gibt es eine ganze Reihe an Informationsquellen, auf denen Ihr die wichtigsten Informationen findet.

Außerdem ist es wichtig, stets im Hinterkopf zu behalten, wie viel Platz man eigentlich bei sich zu Hause hat und welche Dimensionen das Klavier annehmen darf.

Es wäre ärgerlich, sich ein Klavier zu kaufen, dass dann gar nicht in die Wohnung passt.

Achtet immer darauf, dass das Klavier gut in Eure Wohnung passt So ein Flügel füllt ein Zimmer ganz schön aus! | Quelle: Visualhunt

Das Budget spielt zudem eine entscheidende Rolle. Nicht jeder kann sich einen Bösendorfer-Flügel leisten.

Denkt daran, dass Ihr, wenn Ihr Euer Klavier beim Fachhändler kauft, oft noch einen kleinen Verhandlungsspielraum habt.

Zuletzt solltet Ihr auch beachten, wie Ihr das Klavier mittel- bis langfristig verwenden möchtet.

Daher ist es wichtig, dass Ihr Euch selbst darüber bewusst werdet, welche Ziele und Ambitionen Ihr habt.

Ein Pianist mit Ambitionen zum Profi wird sich für ein anderes Instrument entscheiden als jemand, der nur in der Freizeit und zum Vergnügen spielt.

Die Wahl des Klaviers sollte sauber durchdacht sein, denn so ein Instrument kauft man nicht alle Tage!

Wer kann Euch bei der Auswahl des richtigen Klaviers helfen?

Beim Kauf eines Instruments, und insbesondere bei so einem teuren wie dem Klavier, ist es entscheidend, dass man sich fachkundige Meinungen zu Rate zieht.

Denn es kann schon mal passieren, dass man in der Welt der Pianos ein wenig den Überblick verliert:

  • Keyboard
  • Klassisches Klavier
  • Flügel
  • Konzertklavier
  • E-Piano
  • Cembalo

Wenn der Pianist noch ein Kind ist, dann sind die wichtigsten Entscheidungsträger natürlich die Eltern, die sich dann vielleicht in ihrem Freundeskreis oder naher Familie Tipps & Tricks einholen.

Sie kennen den angehenden Pianisten am besten und können daher am besten entscheiden, was ihm oder ihr liegt.

Der Rat des Klavierlehrers, sofern vorhanden, kann natürlich ebenfalls beim Kauf eines neuen Klaviers zu Rate gezogen werden.

Durch seine Erfahrung und seine Leidenschaft für das Instruments ist er ein sehr authentischer und guter Ratgeber, dessen Meinung immer ernst genommen werden sollte.

Ohne Beratung riskiert Ihr, dass Ihr Euch für das falsche Modell entscheidet Lasst Euch beim Kauf des richtigen Klaviers so gut beraten, wie es geht | Quelle: Pixabay

Ihr solltet eventuell sogar in Erwägung ziehen, den Klavierlehrer beim Kauf mitzunehmen, falls er oder sie einverstanden ist.

Zuletzt ist es natürlich auch ratsam, andere Menschen zu fragen, die sich bereits ein Klavier gekauft haben oder sogar Profis in ihrem Metier sind.

Wir empfehlen Euch, Euch immer in einem Fachhandel für Instrumente beraten zu lassen.

Die Verkäufer sind häufig passionierte Pianisten, die Euch gerne beim Kauf beraten.

Ihr könnt Euch über das Klavier austauschen, diskutieren. Das ist nie verlorene Zeit, vor allem dann, wenn man noch Anfänger ist.

Letzte Tipps, um das ideale Klavier zu finden

Eigentlich gibt es keinen „Trick 17“, um das ideale Klavier zu finden. Alles hängt ab von Eurer Präzision, Geduld und Organisation.

Denn ein Klavier ist ein echtes langfristiges Investment! Daher solltet Ihr auch nichts dem Zufall überlassen.

Je nach Eurer Erfahrung und Euren Ambitionen kann auch ein Second-Hand-Klavier eine gute Wahl sein, gerade dann, wenn Ihr nur gelegentlich spielen wollt. Für angehende Profis eignet sich ein Neukauf besser.

Bevor Ihr mit der Suche anfangt, müsst Ihr Euch Euer Budget genau festlegen und es auf keinen Fall überschreiten.

Legt Euer Budget vor dem Kauf fest und bleibt auch dabei! So ein Klavier kostet viel Geld, darüber solltet Ihr Euch bewusst sein | Quelle: Pixabay

Vergesst auch niemals, dass das Klavier spielen Spaß bereiten soll. Und ein Pianist sollte stolz auf sein Instrument sein können!

Wenn die Ästhetik, der Klang oder das Gefühl nicht stimmen, dann lasst die Finger vom Klavier!

Darum: Probiert das Klavier immer ausgiebig aus, bevor Ihr einen Kauf in Erwägung zieht.

So könnt Ihr z.B. das gleiche Lied auf verschiedenen Instrumenten spielen, um Euch eine genaue Vorstellung von jedem Modell zu machen.

Das ist natürlich nur möglich, wenn Ihr Euch in einem echten Geschäft befindet und den Kauf nicht online tätigt.

Zudem könnt Ihr im Fachhandel auch wichtige Accessoires wie Klavierhocker, Metronom oder eine Leuchte kaufen – denn ohne Hilfsmittel kann man nur schwer Klavier spielen.

Ein letzter Rat: Vermeidet Klaviere aus Holz, denn das nutzt sich sehr schnell ab. Neben der aufwendigen Instandhaltung (polieren und einölen) kann sich die Abnutzung des Materials negativ auf den Klang des Klaviers auswirken.

Alte Klaviere aus Holz sind daher nicht zu empfehlen, falls Ihr euch für ein gebrauchtes Modell entscheiden möchtet.

Klaviere sind zwar wertvoll, aber auch sehr anfällig.

Die Wahl eines Instruments, das Euch einen Teil Eures Lebens begleiten wird, sollte nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden und immer ernst genommen werden!

Stellt Euch daher immer erst die Frage, wie Ihr Euer Klavier benutzen wollt:

  • Um Klavier spielen zu lernen?
  • Um Unterricht bei Euch zuhause geben zu können?
  • Um Solfeggio-Übungen zu unterstützen?
  • Um in einer Band mitzuspielen?
  • Um ein schönes Instrument zuhause herumstehen zu haben?
  • Um gelegentlich ein wenig darauf klimpern zu können?

Wenn Ihr dann das richtige Klavier gefunden habt, kann es richtig losgehen.

Mit Disziplin und Leidenschaft werdet Ihr schnell Fortschritte machen und Ihr werdet Spaß am Klavier Spielen finden. Und nur darauf kommt es wirklich an!

Viel Erfolg beim Üben!

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