"Halte nie einen für glücklich, der von äußeren Dingen abhängt."

- Seneca -

Der Stoizismus ist keine Erfindung der Römer. Es handelt sich um eine Schule der hellenistischen Philosophie, die im frühen 3. Jahrhundert v. Chr. in Athen gegründet wurde. 

Er florierte in der griechischen und römischen antiken Gesellschaft und war eine der wichtigsten Philosophien der westlichen Zivilisation. Die Stoiker glaubten, dass das Ziel allen  Verhaltens durch Ruhe des Geistes, Vernunft und Moral gekennzeichnet sein sollte. Ziel ist, ein konstant glückliches und zufriedenes Leben zu führen, das keine Habgier, keinen Hass, keine Wut und keinen Materialismus kennt. Du wirst schnell sehen, wie aktuell diese Philosophie auch heute noch ist! 

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Was ist Glück?

Der Verlust eines Verwandten, eine unheilbare Krankheit, eine traumatische Erfahrung ... all dies sind unglückliche Ereignisse, die im Leben passieren können und die unserem Streben nach Glück im Weg zu stehen scheinen. Glück - dieser höchste Zustand wird oft als der ultimative Zweck des menschlichen Lebens angesehen. Der Stoizismus liefert rationale und vernünftige Antworten, die dazu dienen, die „unglücklichen Ereignisse“ des Lebens zu akzeptieren. 

Ein Stoiker nimmt die Dinge ruhig und gelassen. | Quelle: Unsplash

Der Stoizismus definiert Glück wie folgt:

Glück besteht in der Abwesenheit von Seelenproblemen oder GelassenheitsstörungenDer Weg zum Glück besteht darin, den Moment so zu akzeptieren, wie er sich darstellt, indem man sich nicht vom Verlangen nach Vergnügen oder von der Angst vor Schmerz kontrollieren lässt, sondern indem man seinen Verstand benutzt.  

Ein weiser Mensch ist emotional widerstandsfähig gegen Unglück. Dieser Glaube spiegelt sich in der Bedeutung des Ausdrucks "stoische Ruhe" wieder.

Was auch immer an unglücklichen Ereignissen in unserem Leben passiert, Stoizismus hilft uns, sie zu akzeptieren und darüber hinwegzukommen. Der Stoizismus ist eine sehr therapeutische Philosophie. Ein Stoiker empfindet kein Selbstmitleid und lässt auch nicht zu, dass seine Gefühle seine Fähigkeit zur Vernunft untergraben.  Ein Stoiker bleibt unter allen Umständen gelassen, egal ob er körperliche oder geistige Schmerzen hat. Die stoische Ethik basiert auf einfachen Vorschriften, die bis heute sehr effizient sind. Wenn etwas nicht von uns abhängt, hat es keinen Sinn, sich darüber aufzuregen. In der gesamten stoischen Ethik geht es um den Einsatz der Vernunft, die es uns ermöglichen soll, unter allen Umständen die Kontrolle über unsere Gefühle zu behalten.

Der Stoizismus blühte in der gesamten römischen und griechischen Welt bis ins 3. Jahrhundert nach Christus, und unter seinen Anhängern befand sich Kaiser Marcus Aurelius. Er erlebte einen Niedergang, nachdem das Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. zur Staatsreligion wurde. 

Stoizismus und Liebe

In Bezug auf die romantische Liebe, betrachtet der Stoizismus diese Leidenschaft wie jede andere. Was ist eine Leidenschaft? Eine Neigung, die die Seele stört. Die Vernunft muss als Filter dienen, der die Leidenschaft akzeptiert und reguliert. Es ist daher möglich, stoisch und verliebt zu sein, aber nur, wenn die Gefühle unter Kontrolle bleiben. Der Stoizismus findet seine Anwendung in der Kontrolle starker Impulse oder in der Akzeptanz des Verlaufs der Ereignisse.

Es wäre aber nicht richtig, anzunehmen, dass ein Stoiker keine Emotionen kennt und völlig apathisch durchs Leben geht. Ein Stoiker gibt seinen Gefühlen nicht nach, wenn seine Klarheit bedroht ist. Er rationalisiert seine Leidenschaften. Es ist absolut möglich, dass ein Stoiker liebt, solange er die Kontrolle darüber behält, wie sich seine Liebe äussert. Ein Stoiker nimmt den Verlust des geliebten Menschen hin, da er diesen Verlust bereits in Betracht gezogen hat. Er kontrolliert nicht sein Schicksal, sondern lediglich seine Einstellung zu diesem Schicksal. 

Ein Stoiker lässt die Dinge sein wie sie sind. Wenn ein Stoiker krank wird, ruft er einen Arzt an, um medizinische Versorgung zu erhalten, weil er dazu in der Lage ist. Es hängt von ihm ab, er kann es beeinflussen. Gesundheit ist einer körperlichen Störung vorzuziehen. Wenn die Krankheit jedoch unheilbar ist, akzeptiert der Stoiker sie und wird seine letzten Tage friedlich leben.

Stoizismus ist eine Philosophie, die sich nicht um das Wohlergehen der Gemeinschaft kümmert. Das erste Anliegen des Stoikers ist sein eigenes Gleichgewicht. Die Liebe zu seinen Mitmenschen nimmt nicht den ersten Platz in dieser Philosophie ein. Die Philanthropie eines Stoikers besteht nicht darin, sich anderen hinzugeben. Der Stoiker geht aber davon aus, dass der Mensch von Natur aus gesellig ist und andere fair und gerecht zu behandeln, gehört zu seinen Grundprinzipien.

Der Stoizismus ist also ein philosophisches System, das die Vernunft als Heilmittel für den Schmerz des Lebens sieht. Dank der Vernunft, kann der Mensch unter allen Umständen Glück erlangen. Ob Sklave oder Herr, ob er aus der Arbeiterklasse oder aus der Oberschicht kommt, der Stoiker hat immer die Kontrolle über die Art und Weise, wie er die Dinge betrachtet. 

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Die wichtigsten Stoiker

Die alten stoischen Philosophen kamen aus fast allen erdenklichen Verhältnissen. Einer war ein Sklave, ein anderer war Kaiser. Einer war ein Wasserträger, ein anderer ein berühmter Dramatiker. Einige waren Kaufleute, andere waren von Geburt wohlhabend. Einige waren Senatoren und andere Soldaten (nicht zu verwechseln mit Gladiatoren). Allen gemeinsam war die Philosophie, die sie praktizierten. Ob sie als Sklaven schufteten oder die römische Armee anführten, sie konzentrierten sich nicht auf die Außenwelt, sondern auf das, was ausschließlich in ihrer eigenen Kontrolle lag: Ihre eigenen Gedanken, ihre eigenen Handlungen, ihre Überzeugungen. Die antike Philosophie führt dazu, dass die von Mythen und Göttern geprägte Weltansicht nach und nach naturwissenschaftlichen Erklärungen wich. In der antiken Philosophie im alten Rom bildeten die Götter immer noch Teil des Weltbildes, diese konnten jedoch nicht in das Weltgeschehen eingreifen, sondern sollten de Menschen als Vorbild dienen und von diesen nachgeahmt werden, da die römischen Götter von Philosophen wie Seneca als von Natur aus gut angesehen wurden.

Marcus Aurelius

Der vor fast zwei Jahrtausenden geborene römische Kaiser Marcus Aurelius ist vielleicht der bekannteste stoische Denker der Geschichte. Marcus regierte das alte Rom fast zwei Jahrzehnte lang. Er hatte zu dieser Zeit die mächtigste Position der Welt inne. Nichts war für ihn verboten. Es gab niemanden, der ihn von seinen Wünschen abhalten konnte. Doch Marcus erwies sich als würdig für die Position, in der er sich befand. Weisheit und Tugend unterschieden ihn von der Mehrheit der früheren und späteren Weltführer... Sein Tagebuch spiegelt die privaten Gedanken des damals mächtigsten Mannes der Welt wieder, der sich immer wieder ermahnt, tugendhafter, gerechter und immuner gegen Versuchungen zu werden. Es ist ein Text der römischen Literatur über Selbstdisziplin, persönliche Ethik, Demut, Selbstverwirklichung und Stärke. Wenn Du dieses Jahr nur ein Buch liest, dann bitte dieses!

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Seneca

Seneca ist ein weiterer wichtiger Stoiker der Geschichte. Er wurde vor über 2.000 Jahren in Südspanien geboren und in Rom ausgebildet. Seneca verfolgte eine Karriere in der Politik des alten Rom und wurde ein hochrangiger Finanzangestellter. Kaiser Claudius verbannte Seneca auf die Insel Korsika, weil er angeblich Ehebruch mit der Nichte des Kaisers begannen hatte. Acht Jahre später, erhielt Agrippina, Mutter des zukünftigen Kaisers Nero und Frau von Claudius, die Erlaubnis, dass Seneca zurückkehren und er der Lehrer ihres Sohnes werden konnte. Nero wurde später einer der berüchtigtsten und tyrannischsten Kaiser in der Geschichte des Römischen Reiches, doch Senecas Tod im Jahr 65 v. Chr. kam auf Befehl von Nero selbst, der glaubte, Seneca sei Teil einer Verschwörung gegen ihn. Während all dieser turbulenten Perioden blieb der Stoizismus eine Konstante in seinem Leben. Senecas Briefe sind eine Pflichtlektüre für alle, die zeitlose philosophische Ratschläge zu Trauer, Reichtum, Macht, Religion und Leben suchen. Dazu gehören zeitlose Weisheiten wie: "Ich will Dir ein Liebesmittel zeigen ohne einen Trank, ohne ein Kraut, ohne Spruch irgendeiner Zauberin: Willst du geliebt sein, so liebe!"

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Epiktet

Epiktet wurde vor fast 2000 Jahren in Hierapolis (heutige Türkei) als Sklave in einem wohlhabenden Haushalt geboren. Epaphroditus, sein Besitzer, gab ihm die Erlaubnis, liberale Studien zu betreiben, und so entdeckte Epiktet die Philosophie. Später erlangte Epiktet seine Freiheit und unterrichtete fast 25 Jahre lang in Rom Philosophie. In Nikopolis in Griechenland gründete er schließlich eine Philosophieschule und unterrichtete bis zu seinem Tod. Epictetus hat einige der denkwürdigsten stoischen Zitate geprägt: „Um das Beste aus dem herauszuholen, was in unserer Macht steht, müssen wir den Rest so  nehmen, wie er auftritt.“ Er hat unter anderem Marcus Aurelius beeinflusst.

Innere Ruhe finden - das wünschen sich viele. | Quelle: Unsplash

Cato

Der berühmte Römer Cato war Soldat und Aristokrat, Senator und Stoiker. Er forderte die Hochhaltung der altrömischen Ideale, Unbestechlichkeit, strikte Befolgung des geltenden Rechts und republikanische Gesinnung. Er gehörte zu einer aristokratischen Gruppe, deren Hauptanliegen die Sicherung der Herrschaft des Senats war. Er leistete zeitlebens Widerstand gegen Caesar, der nach der Alleinherrschaft strebte.

Für sein Schweigen kritisiert, sagte er: "Ich spreche erst, wenn ich sicher bin, dass das, was ich sage, nicht besser ungesagt bleiben sollte."

Wenn das keine zeitlose Aussage ist!

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Welche Bedeutung hat der Stoizismus heute?

Die Stoic Community, die im Oktober 2012 während eines Workshops an der University of Exeter gegründet wurde, organisiert die jährliche Stoic Week, eine internationale Veranstaltung, die Teilnehmer einlädt, sieben Tage lang stoischen Praktiken zu folgen, indem sie sie auf die moderne Welt anwenden. Im Laufe der Woche lernen sie die Grundprinzipien des Stoizismus verstehen.

Laut Statistiken des Teams der Stoic Week 2013 gaben 56% der 2400 Teilnehmer an, klüger und freundlicher geworden zu sein. 14% stellten eine Zunahme ihrer Zufriedenheit, 9% eine Zunahme positiver Emotionen (Freude oder Optimismus) und 11% eine Abnahme negativer Emotionen fest. Die Ergebnisse mögen niedrig erscheinen, aber für nur eine Woche sind sie ziemlich signifikant. Du kannst nicht in nur einer Woche stoisch werden. Du wirst mehrere Jahre brauchen, um das ideale Maß an Weisheit zu erreichen, dass Dich stoisch lassen wird. Ein Stoiker zu werden bedeutet harte Arbeit und Ausdauervermögen. Wichtig ist jedoch, dass in sieben Tagen bei einigen Menschen Ergebnisse erzielt werden. Über mehrere Monate oder Jahre hinweg wären die positiven Ergebnisse sicher frappierender. Die Lehren des Stoizismus sind überraschend modern.

Wenn Du heute Stoizismus lernst und praktizierst, kannst Du Dich verbessern und ein vernünftigerer Mensch werden. Die Philosophie lehrt wünschenswerte Fähigkeiten wie Mut, Geduld, Selbstdisziplin, Gelassenheit, Ausdauer, Vergebung, Freundlichkeit und Demut.

Sich auf das Wesentliche konzentrieren, sich seiner Gedanken und Gefühle bewusst zu sein, zu erkennen, dass das Leben vergänglich ist und wir uns auf das konzentrieren sollten, was wirklich wichtig ist... all das ist heute noch so aktuell wie damals.

Nehmen wir ein zeitgemäßes Beispiel: Die Covid-Krise ist ein externes Ereignis, auf das wir keinen Einfluss haben, das jedoch einige Schwierigkeiten mit sich bringt, wie existentielle Ängste oder Schulprobleme. Ein wichtiges Prinzip des Stoizismus ist das Loslassen. Ein Stoiker trägt nicht die Verantwortung für die Situation, er kann nichts an ihr ändern, warum sollte er sich also ein Glück wünschen, das utopisch ist? Ärger, Wut und Stress sind unnütz und schlechte Zeiten vergänglich. Wir können nur glücklich sein, wenn wir im Moment leben, ohne nach einem unerreichbaren Ziel zu streben. Mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag hilft, den Fokus zu schärfen. Indem wir uns jeden Tag vor Augen halten, dass unser Leben vergänglich ist, können wir wichtige Dinge priorisieren und uns darauf konzentrieren, das Beste aus uns und unserem Leben in dieser Situation herauszuholen.

Auch in der schwersten Krise, gibt es Momente der Zufriedenheit. | Quelle: Unsplash

Die 9 Prinzipien des Stoizismus

Folge diesen 9 Prinzipien des Stoizismus und werde ein zufriedener Mensch:

1. Entwickele eine interne Kontrolle

Vieles, was im Leben passiert, liegt nicht in unserer Kontrolle. Die Stoiker erkannten diese unbestreitbare Wahrheit und konzentrierten sich stattdessen auf das, was sie ändern konnten.

2. Verschwendest nicht Deine Zeit

Die Stoiker haben verstanden, dass Zeit unser größtes Kapital ist. Im Gegensatz zu unseren materiellen Besitztümern kann Zeit, die einmal verloren gegangen ist, niemals wiedergewonnen werden. Wir müssen uns daher bemühen, so wenig wie möglich davon zu verschwenden.

3. Lagere Dein Glück nicht aus

Vieles von dem, was wir tun, ergibt sich aus unserem Bedürfnis, von anderen gemocht und akzeptiert zu werden.Es ist weitaus besser für uns, das Leben zu unseren eigenen Bedingungen zu leben und die Meinungen anderer zu ignorieren.

4. Ignoriere Ablenkungen

"Wenn eine Person nicht weiß, zu welchem ​​Hafen sie segelt, ist kein Wind günstig." - Seneca

Der moderne Kapitalismus hat uns eine Fülle von Möglichkeiten gegeben. Ob Essen, Reisen oder Unterhaltung - wir haben weit mehr zu tun als unsere Vorgänger. Die vielen Möglichkeiten lähmen uns durch Unentschlossenheit. Die Stoiker betonten die Notwendigkeit zielgerichteten Handelns. Wir müssen darauf achten, nicht nur auf unsere Umstände zu reagieren, sondern bewusst zu leben.

5. Trenne Dich von Ego und Eitelkeit

Eine der größten Frustrationen von Epictetus als Lehrer war, dass seine Schüler behaupteten, dass sie unterrichtet werden wollten, aber insgeheim glaubten, dass sie bereits alles wussten. Im Zentrum stehen Ego und Arroganz. Nie war solches Denken gefährlicher als heute.

6. Konsolidiere Deine Gedanken schriftlich

Von den vielen Dingen, die wir täglich tun können, ist keines so wichtig wie der Blick nach innen. Der Akt der Selbstreflexion zwingt uns, uns selbst in Frage zu stellen und unsere eigenen Annahmen von der Welt zu hinterfragen.

Das Führen eines Tagebuchs bleibt eine der effektivsten Möglichkeiten zur Achtsamkeit.

7. Sei standhaft

Wenn Du für nichts einstehst, wirst Du auf alles hereinfallen.

8. Stelle Dir das Schlimmste vor, das passieren könnte

Uns wird beigebracht, dass Optimismus und positives Denken der Schlüssel zu einem glücklicheren Leben sind. Aber das glaubten die Stoiker nicht.

Wie würde mein Leben aussehen, wenn morgen alles schief ginge? Wie würde ich mit dieser Situation umgehen? Sollte dies meine heutige Lebensweise verändern?

Dies waren einige der Fragen, die sie sich stellten.

Wir sollten brutal ehrlich zu uns selbst sein und niemals Angst haben, uns der Realität zu stellen. Auf diese Weise können wir uns am besten auf den Erfolg vorbereiten und auf den Misserfolg vorbereitet sein.

9. Nichts hat Bestand

"Alexander der Große und sein Maultiertreiber gingen beide den gleichen Weg." - Marcus Aurelius

Nichts von dem, was wir erreicht haben, ist von Bedeutung. Es ist ein ernüchternder Gedanke. Wir sehen uns als Protagonist in unserer eigenen Geschichte. Aber die Wahrheit ist, dass diese Wahrnehmung nur in unseren Köpfen existiert. Jeder um uns herum geht mit einer ähnlichen Einstellung herum, aber jeder von uns ist auf lange Sicht unbedeutend. Alles was zählt ist, dass wir das Leben zu unseren eigenen Bedingungen leben. Nur so können wir wirklich sagen, dass wir ein gutes Leben geführt haben.

Der Stoizismus bietet eine Antwort auf Krisensituationen und ist damit eine universelle und zeitlose Philosophie.

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.