Die Römische Republik bestand von 509 v. Chr. bis 27 v. Chr. Sie begann nach der Zeit der römischen Könige und endete mit der Machtergreifung Julius Caesars und dem Beginn des Römischen Reiches. 

Das alte Rom ist sicher das bekannteste Reich in der Geschichte der Menschheit. Es hat ein reiches Erbe an Kunst, Philosophie, Literatur und Architektur hinterlassen. Menschen auf der ganzen Welt lernen heute noch Latein und lesen die Schriften von Seneca oder die "Selbstbetrachtungen" von Marcus Aurelius. Wir besuchen jedes Jahr zu Tausenden das Kolosseum und das Forum Romanum. Die meisten Menschen wissen ziemlich viel über Rom, die Gladiatoren, römische Erfindungen und vielleicht sogar römische Mythologie. Aber worüber viele Menschen nur wenig wissen, ist die römische Regierung. Dabei war es die römische Republik, die für viele Regierungsformen der westlichen Welt ein Vorbild war.

Die Römische Republik hat nicht nur die Architektur moderner Demokratien beeinflusst. | Quelle: Unsplash
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Soziale Klassen während der Republik

Bis Julius Cäsar 49 v. Chr. die Macht in Rom eroberte, wurde Rom nicht von einem allmächtigen Kaiser regiert, sondern von zwei gewählten Konsuln. Zu dieser Zeit galt Rom als Republik, und Rom glich eher einer Demokratie, wie wir sie heute kennen. Die Gesellschaft im alten Rom wurde in drei soziale Hauptklassen aufgeteilt: Die Patrizier, die Plebejer und die Sklaven.

Die Patrizier waren die reichsten und elitärsten Familien Roms. Die Betonung liegt auf "Familie", denn selbst die reichsten Plebejer galten aufgrund ihrer Abstammung nicht als Patrizier. Patrizier lebten in großen Villen und hielten Sklaven. Sie durften wählen und an der Regierung teilnehmen.

Die Plebejer stellten die Unterschicht Roms. In den allermeisten Fällen verfügten sie weder über Reichtum oder Sklaven, aber als Bürger Roms durften sie ebenfalls wählen und an der Regierung teilnehmen. Normalerweise musste die plebejische Klasse arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Es kam jedoch vor, dass sich ein wohlhabender Plebejer den Weg in die Patrizierklasse ebnete, vor allem, wenn eine Patrizierfamilie dringend Geld benötigte. Seit Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr., war eine Heirat zwischen Plebejern und Patriziern möglich. Das vorher geltende Eheverbot zwischen den Ständen wurde aufgehoben. 

Die Sklavenklasse von Rom dagegen hatte kein Geld, kein Land und keine Freiheiten. Obwohl sie Sklaven waren, hatten sie einige Rechte und besetzten oft wichtige Berufe wie Buchhalter oder sogar Arzt! Trotzdem galten sie nicht als Bürger Roms und durften weder wählen noch Teil der Regierung werden.

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Der Senat

Während der gesamten Geschichte Roms spielte der Senat eine wichtige Rolle in der römischen Politik und Regierung. Der Senat bestand aus Männern ab 30 Jahren, und die Senatoren hatten ihr Amt ihr ganzes Leben lang inne! Senatoren berieten die Konsuln sowie die Richter und später in der römischen Geschichte sogar den Kaiser. Obwohl das Volk theoretisch souverän war und der Senat nur Ratschläge gab, übte der Senat in der Praxis aufgrund des Prestiges seiner Mitglieder enorme Macht aus.

In der Kaiserzeit verlor der Senat natürlich an Macht. Trotzdem erörterte der Senat die Innen- und Außenpolitik und überwachte die Beziehungen zu ausländischen Mächten und Regierungen. Der Senat lenkte das religiöse Leben Roms und kontrollierte die Staatsfinanzen. Allein dadurch hatte er auch unter den Kaisern noch grosse Macht, zum Beispiel, wenn dieser für neue Feldzüge Geld brauchte.

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Die Konsuln

Der Konsul war der höchste Magistrat in der alten römischen Republik, aber seine willkürliche Ausübung war begrenzt: Die vom Senat ernannten und vom Volk in der Comitia Centuriata, einer Volksversammlung, gewählten Konsuln hatten jeweils nur ein Jahr lang ihr Amt inne und konnten sich gegenseitig bei Entscheidungen ein Veto einlegen. Konsuln waren jedoch im wahrsten Sinne des Wortes die Staatsoberhäupter. Sie befehligten die Armee, beriefen den Senat und die Volksversammlungen ein und präsidierten sie, führten ihre Dekrete aus und vertraten den Staat in auswärtigen Angelegenheiten. Nach 367 v. Chr. musste mindestens einer der Konsuln ein Plebejer sein. Nach Ablauf ihrer Amtszeit wurden die Konsuln in der Regel Gouverneure der Provinzen. In den späten Jahren der Republik nutzten die Provinzgouverneure ihre unbegrenzten Befugnisse, um sich zu bereichern, wo es nur ging. Obwohl das Konsulat (sowie der Senat) nach dem Zusammenbruch der Republik bestehen blieb, hatte es den größten Teil seiner früheren Macht verloren. Die Ernennung von Konsuln ging vom Volk auf den Staat über; später stand es einzig dem Kaiser zu, Konsuln zu benennen.

Die Volksversammlungen

Während der Republik gab es drei verschiedene Versammlungen, die comitia centuriate, die comitia tributa und das concilium plebis.

Das Vertrauen in die Politik zu verlieren ist eine ganz alte Geschichte... | Quelle: Unsplash

Die Centuriate-Versammlung war in erster Linie militärischer Natur: Sie entschied über Krieg und Frieden, verabschiedete Gesetze, wählte Konsuln, Prätoren und Zensoren. Zur Versammlung gehörten sowohl Plebejer als auch Patrizier, die aufgrund ihres Reichtums und der Ausrüstung, die sie für den Militärdienst bereitstellen konnten, sogenannten Zenturien zugeordnet wurden. Die Abstimmung begann mit den reicheren Zenturiern, deren Stimmen die der ärmeren überwogen.

Das concilium plebis war eine Versammlung der Plebejer unter Ausschluss aller Patrizier. Dieser Plebejische Rat diente als Wahlrat, in dem plebejische Bürger für die Verabschiedung von Gesetzen stimmen konnten und Themen diskutierten, die im Zusammenhang mit den Plebejern standen. Der Rat fungierte als Sprachrohr der plebejischen Bürger. Im Laufe der Zeit wurde das Concilium Plebs das wirksamste Gesetzgebungsmedium der Republik, bis Sulla dem ein Ende bereitete.

Die comitia tributa, oder Stammesversammlung, war eine nichtmilitärische Zivilversammlung. Sie übernahm den größten Teil der Gesetzgebung und fungierte als Gericht für schwerwiegende öffentliche Straftaten.

451 v. Chr. erhielt Rom sein erstes schriftliches Gesetzbuch, das auf 12 Bronzetafeln geschrieben und im Forum öffentlich ausgestellt wurde. Die Gesetze regelten Angelegenheiten wie Gerichtsverfahren, Zwangsvollstreckung bei Schulden, väterliche Autorität über Kinder, Eigentumsrechte, Erbschaft und Bestattungsvorschriften. Die sogenannten Zwölftafelgesetze hoben auch die starren Standesunterschiede zwischen Plebejern und Patriziern teilweise auf (zum Beispiel das bereits erwähnte Eheverbot zwischen Patriziern und Plebejern). Sie bildeten die Grundlage für alle nachfolgenden römischen Gesetze.

Das Ende der römischen Republik

Die Römische Republik überdauerte 500 Jahre und ihr Regierungssystem ist das Model vieler moderner Demokratien. Die Römische Republik hatte eine Verfassung, Gesetze, gewählte Beamte und ein Gremium von Senatoren.

Mit dem Wachstum der Republik traten jedoch viele neue Probleme auf:

Roms Expansion führte zu neuen Einnahmen für die Republik und jeder wollte ein Stück vom Kuchen. Korruption und Bestechung in der Regierung nahmen zu. Reiche Bürger kauften Stimmen, was dazu führte, dass die Bürger dem Senat zunehmend misstrauten. Viele Menschen wurden als Sklaven von Roms Eroberungen zurückgebracht. Die Sklaven führten zu einem Zustrom billiger Arbeitskräfte, die die unteren Klassen benachteiligte und das landwirtschaftliche System störte. Viele einfache Bauern konnten nicht mit den wohlhabenden Bauernhöfen konkurrieren, die Sklaven einsetzten und verloren so schließlich ihr Land. Als Roms Eroberungen allerdings stagnierten, sanken auch die Einnahmequellen. Dieser Rückgang des Geldes verursachte eine enorme Belastung für die Wirtschaft und führte zu einer höheren Besteuerung der Bürger, was die allgemeine Unzufriedenheit zusätzlich befeuerte.

Verbrechen in Rom waren an der Tagesordnung und die Bewohner fürchteten um ihre Sicherheit. Die reichen Bürger stellten ihre eigenen privaten Armeen zu ihrem Schutz auf. Viele dieser privaten Armeen waren sehr groß und schuldeten einem Privatmann die Treue und nicht der römischen Regierung...

Der Fall der Römischen Republik begann 59 v. Chr., als Julius Caesar, Gnaeus Pompeius Magnus und Marcus Licinius Crassus einen Pakt bildeten, um ihre politischen Ziele besser durchsetzen zu können, das erste Triumvirat. (Du erinnerst Dich vielleicht auch an die Gründungssage Roms, die mit dem Ende des trojanischen Krieges und dem Bau des trojanischen Pferdes begann, dies ist allerdings ein Mythos. Oder etwas doch nicht?)

Caesar wurde 59 v. Chr. zum Konsul gewählt und erhielt nach einem Amtsjahr die Provinz Gallien als Statthalter. Crassus wurde Mitglied der Ackerkommission und Pompeius konnte ein Gesetz durchsetzen, dass seine Veteranen versorgte.

Caesar war zu dieser Zeit bereits ein besonders erfolgreicher Heerführer (und übrigens auch ein guter römischer Schriftsteller!). Er hatte ganz Gallien erobert.

Crassus starb in der Schlacht und ließ Caesar und Pompeius zurück, die sich bald gegenseitig bekämpften. Beide wollten die Kontrolle über Rom erlangen. Nach einem Bürgerkrieg zwischen Caesars Legionen und dem Senat (49 bis 45 v. Chr.), der von Pompeius angeführt wurde, gewann Caesar und machte sich zum Alleinherrscher.

Die römische Republik wurde zur Diktatur. Der Senat wollte die Herrschaft eines Einzelnen verhindern und so verschworen sich am 15. März 44 v. Chr. 60 Senatoren und ermordeten Caesar.

Das Ende der Republik ist der Beginn der Kaiserzeit. | Quelle: Unsplash

Marcus Antonius, ehemaliger Mit-Konsul von Caesar und sein Freund und Bewunderer, versuchte Caesars Stellung einzunehmen, aber er hatte einige Gegner im Senat, darunter Cicero.

Auch Caesars Adoptivsohn Octavian (der sich später Augustus nannte) wollte Caesars Nachfolge antreten.

31 v. Chr. kam es zur entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Marcus Antonius und Octavian um die Vorherrschaft im Römischen Reich. Marcus Antonius wurde geschlagen und Octavian erlangte endgültig die Alleinherrschaft. Octavian wurde der berühmte römische Kaiser Augustus.

Marcus Antonius zog sich mit seiner Geliebten Kleopatra nach Alexandria zurück. Dort starben beide 30 v. Chr. durch Suizid.

Nach Jahren der politischen Unordnung, fand Rom nie mehr den Weg zurück in die Republik, die einst zum Aufstieg der Großmacht beitrug.

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.