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Unsere Tipps & Tricks, um privaten Japanisch-Unterricht geben zu können

Von Tobias, veröffentlicht am 14/03/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Wie kann ich Japanisch Lehrer werden?

Privatunterricht ist heute ein sehr lukratives Geschäft. Immer mehr Menschen entscheiden sich in Deutschland dazu, sich einen privaten Nachhilfelehrer zu nehmen, um sich in einem Fachgebiet zu verbessern und etwas neues zu lernen.

Ganz egal, ob man die Tätigkeit neben dem Studium ausübt oder sich hauptberuflich darauf spezialisieren will – es gibt viele Dinge zu beachten, wenn man sich für eine Karriere als Privatlehrer vorbereitet.

Gerade dann, wenn Ihr Japanisch-Unterricht erteilen wollt, habt Ihr als Privatlehrer einen interessanten Markt, denn in Deutschland sind Japanisch-Kurse relativ rar.

Aber wie wird man eigentlich privater Japanisch-Lehrer? Das erfahrt Ihr in diesem Artikel!

Braucht man eigentlich gewisse Qualifikationen und Diplome, um privaten Japanisch-Unterricht erteilen zu können?

Viele von Euch haben sich sicher schon einmal gefragt, ob man irgendwelche Ausbildungen oder gar ein Studium durchlaufen muss, um privaten Unterricht erteilen zu können. Da können wir Euch aber beruhigen: Der Beruf des Lehrers ist in Deutschland nicht geschützt und daher darf jeder, der das gerne möchte, auch als Lehrer privaten Unterricht erteilen.

Das gilt selbstverständlich auch für Japanisch-Unterricht! Solange Ihr über 14 Jahre seid und Eure Eltern einverstanden seid, müsst Ihr noch nicht einmal volljährig sein, um Japanisch-Unterricht geben zu können.

Würde es Dir gefallen, eine Fremdsprache zu unterrichten? Die Berufsbezeichnung „Lehrer“ ist nicht geschützt.| Quelle: pixabay.com

In der Praxis sind Zertifikate und Diplome, die Eure Qualität als Lehrer belegen, jedoch natürlich immer wünschenswert. Denn mit ihnen könnt Ihr Eure Dienste besser an den Mann (oder die Frau) bringen. Ihr verbessert quasi Eure Außendarstellung als Lehrer, was Euch beider Kundenfindung hilft.

So bereitest Du Deinen Japanischunterricht vor. 

Ihr könnt Euer Fachwissen dann noch besser zu Geld machen:

  • Grammatik
  • Vokabeltraining
  • Wissen über die japanische Kultur vermitteln
  • Mit Euren Schülern die faszinierende Geschichte Japans erforschen

Jeder Sprachaufenthalt, jedes Sprachzertifikat oder sonstige Auszeichnung, die mit dem Thema Japanisch zu tun hat, solltet Ihr auf Eurem Lehrangebot entsprechend platzieren. Dabei ist es egal, ob Ihr eigentlich Mathe oder Biologie studiert habt – jeder kann Japanischlehrer werden!

Auch jahrelange Lehrerfahrung ist ein Argument, das Euch beim Finden von neuen Schülern durchaus helfen wird und eventuell fehlende Zertifikate mehr als ausgleichen kann.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sich neue Erfahrungen im Bereich Japanisch zu verschaffen:

  • Für ein paar Monate/Jahre in Japan arbeiten,
  • Leben in Japan bei einer Gastfamilie,
  • Sich einen japanischen Brieffreund suchen
  • Unterricht an einer japanischen Schule nehmen
  • Einen Sprachaufenthalt in Japan wagen
  • Japanisch Online Unterricht nehmen, z.B. dank MOOC-Kursen.

Um fehler- und akzentfrei Japanisch sprechen zu können sowie die verschiedenen japanischen Schriftarten zu kennen (Kana, Kanji, Katakana, Hiragana…) ist es fast unerlässlich, einige Zeit in Japan verbracht zu haben. Damit weckt Ihr Vertrauen und werdet in der Folge mehr und mehr Schüler akquirieren können.

Für viele Menschen ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass Ihr Lehrer Erfahrungen vor Ort in Japan gesammelt hat und nicht nur stets in Deutschland geblieben ist.

Japan besuchen ist Pflichtprogramm für jeden Lehrer Wer noch nicht in Japan war, kann eigentlich nicht wirklich Japanischlehrer werden | Quelle: Pixabay

Ihr seht also: Diplome sind nicht unbedingt notwendig, machen für den Japanischlehrer aber viele Dinge einfacher. Erfahrungen kann man sich nicht kaufen, helfen aber ebenfalls ungemein weiter, vor allem, wenn es sich dabei um Auslandserfahrungen in Japan handelt!

Welche verschiedenen Typen von Japanisch-Lehrern gibt es eigentlich?

Wenn Ihr bei Superprof einfach mal probeweise nach einem Japanisch-Lehrer sucht, dann werdet Ihr überrascht sein, wie viele unterschiedliche Gesichter Euch aus Eurem Bildschirm entgegenblicken werden.

Gerade private Sprachlehrer haben unterschiedliche Werdegänge. Das liegt daran, dass quasi jeder, der der japanischen Sprache mächtig ist, auch Japanischunterricht geben kann.

Um Japanisch-Unterricht anzubieten, braucht Ihr keine besondere Ausbildung oder Qualifikation. „Learning by doing“ ist oftmals die gewählte Methode, mit der es Lehrer heutzutage weit bringen können.

Wie viel Geld kannst Du als Japanischlehrer nehmen?

Hinzu kommen ein gewissen pädagogisches Geschick und die Fähigkeit, gut zuhören zu können. Wenn Ihr diese Qualitäten habt, dann steht Eurer Karriere als privater Japanischlehrer nichts mehr im Wege.

Welche sind aber die wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von Japanisch-Privatlehrern?

Hier eine kleine Übersicht:

  • Studentische Nachhilfelehrer: Wenn Ihr Student seid und Japanisch sprecht, dann ist die Sprache eine gute Möglichkeit, sich ein wenig Taschengeld hinzuzuverdienen. Meistens werden sich Anfänger an Euch richten, um Japanischunterricht anzufragen.
  • Ausgebildete Japanisch-Privatlehrer: Wenn Ihr schon einige Erfahrung als Japanischlehrer sowie diverse Zertifikate und Diplome vorzuweisen habt, dann könnt Ihr Euren Unterricht an ein Klientel ausrichten, das schon etwas weiter fortgeschritten ist. In den allermeisten Fällen werdet Ihr dann auch besser verdienen als Lehrer, die nur nebenbei Unterricht geben.
  • Muttersprachler, die Japanischunterricht geben: Muttersprachlern ist die japanische Sprache natürlich mehr oder weniger „in den Schoß“ gefallen. Wenn Ihr japanische Eltern oder einen Elternteil habt, dann seid Ihr wahrscheinlich nicht nur der japanischen Sprache mächtig, sondern seid auch vertraut mit der Kultur und den Sitten des Landes der aufgehenden Sonne. Diesen angeborenen Vorteil könnt Ihr in bares Geld ummünzen!
  • An der Universität Japanischkurse geben: Wenn Ihr Euch für diese Art des Unterrichts entscheidet, dann führt an einem Japanischstudium in der Regel kein Weg vorbei! Als Nicht-Muttersprachler müsst Ihr hier viele Zertifikate vorweisen und natürlich auch einige Zeit in Japan verbracht haben.

Egal, wie alt Ihr seid, welche Ausbildung Ihr gemacht habt oder wo Ihr wohnt: Für jeden Lehrertypen gibt es sicher irgendwo eine gewisse Nachfrage!

Natürlich müsst Ihr Euren Stundenlohn stets an Eure Leistung anknüpfen und Euch weder über noch unter Wert verkaufen!

Mit einem Japanologie-Studium zum Japanischlehrer werden

Im Japanologie Studium setzt Ihr Euch auf wissenschaftlicher Basis mit dem Inselstaat Japan auseinander. Im Zentrum stehen dabei die Sprache und Schrift und historische sowie zeitgenössische Fragestellungen. Damit handelt es sich bei dem Studiengang sowohl um eine Sprach-, als auch um eine Kulturwissenschaft.

Wenn Ihr diesen Studiengang erfolgreich abschließt, dann ist das natürlich eine ideale Voraussetzung, um anschließend auch privat Japanischunterricht zu erteilen.

Aber was erwartet Euch während eines Japanologie-Studiums?

Je nach Studienstandort und Studiengang können sich die Schwerpunkte voneinander unterscheiden. Während einige Universitäten bei ihrem Japanologie Studium besonderen Wert auf eine umfassende Sprachausbildung legen, sind andere Studiengänge beispielsweise eher ethnologisch, historisch oder literarisch fokussiert.

Wer sich für Japan interessiert, der kann Japanologie studieren Im Japanologie-Studium taucht Ihr ein in die japanische Kultur, Geschichte und Sprache | Quelle: Pixabay

Je nachdem, für welche Schwerpunkte Ihr Euch interessiert, sollte auch die Wahl des Studienortes entsprechend ausfallen.

Aber wo kann an eigentlich überall Japanologie studieren und damit die Kultur, Sprache und Geschichte dieses fernöstlichen Landes genauer unter die Lupe nehmen?

Leider ist das Japanologie Studium in den letzten Jahren an vielen Hochschulen Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen. Dennoch könnt Ihr den Bachelor-Studiengang noch immer an zahlreichen deutschen Universitäten studieren. Zu den renommiertesten Universitäten dieser Fachrichtung gehören die Universitäten in Bochum, Frankfurt und Erlangen.

Zudem ist Düsseldorf durch die sehr große und aktive japanische Gemeinschaft Deutschlands einzige Japantown. Ein Master Studium in Japanologie bietet zum Beispiel die Ludwigs-Maximilian-Universität München an.

Neben einer Karriere als Privatlehrer Japanisch öffnen sich mit einem solchen Studium natürlich noch andere Berufsfelder für Euch. So könnt Ihr zum Beispiel im Tourismus arbeiten oder sogar als Dolmetscher und Übersetzer Euer Geld verdienen. Auch wirtschaftlich ist Japan ein sehr interessantes Land, das enge Verbindungen zu Deutschland pflegt.

Ihr seht also, wenn Ihr Euch wirklich für Japan und seine Kultur und Sprache interessiert, dann ist das Studium der Japanologie sicher keine verkehrte Wahl!

Als Fremdsprachenkorrespondent Japanischunterricht erteilen

Fremdsprachenkorrespondent – diesen Ausdruck habt Ihr vielleicht schon einmal gehört, wisst aber nicht unbedingt, wie genau Ihr ihn einordnen solltet. Dass der Job etwas mit Fremdsprachen zu tun ist, liegt auf der Hand – aber was steckt noch dahinter und viel wichtiger: Was macht ein Fremdsprachenkorrespondent eigentlich genau?

Die Antwort ist: Er (oder sie) erledigt allgemeine Büro- und Sachbearbeitungsaufgaben, aber auch einen Teil der kaufmännischen Vorgänge in einer Firma – und das alles in vielen verschiedenen Sprachen. Muss z.B. ein fremdsprachiger Vertrag übersetzt oder ein Brief in einer anderen Sprache verfasst werden, ist das die Aufgabe von Fremdsprachenkorrespondenten, die auch unter der Berufsbezeichnung „Fremdsprachenassistent“ bzw. „Fremdsprachenassistentin“ bekannt sind.

Zudem übernehmen sie einfache Dolmetschertätigkeiten und telefonieren mit ausländischen Geschäftsleuten. Sind sie in Import- oder Exportabteilungen tätig, holen sie auch Angebote ein, beantworten Anfragen und verbuchen Aufträge.

Es handelt sich hierbei um eine zweijährige Ausbildung, die an einer schulischen Einrichtung absolviert werden kann.

Die meisten Menschen, die diese Ausbildung absolvieren, entscheiden sich klassischerweise für Sprachen wie Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch. Aber auch Japanisch erfreut sich als Fremdsprache in Deutschland immer größerer Beliebtheit – und das nicht ohne Grund:

Japanisch wird weltweit von etwa 122 Millionen Menschen gesprochen und liegt damit derzeit auf Rang 9 der weltweit am häufigsten gesprochenen Sprachen. Ein staatlicher Abschluss in Japanisch eröffnet unseren Absolventen zahlreiche Karrieremöglichkeiten, von der Beschäftigung in staatlichen Institutionen bis hin zur Tätigkeit in nationalen und internationalen Wirtschaftsunternehmen.

Lernt Japanisch und macht Karriere! Eure Japanischkenntnisse können Euch auch in der Wirtschaftswelt von Nutzen sein | Quelle: Pixabay

Aber wo kann man sich eigentlich zum Fremdsprachenkorrespondent Japanisch ausbilden lassen?

Das geht z.B. an der F+U Academy of Languages Heidelberg. Hier könnt Ihr Euch auch ohne Japanisch-Vorkenntnisse einschreiben. Der Unterricht basiert dabei auf vier Säulen: das Lesen und Schreiben der komplexen japanischen Schrift – bestehend aus Kanji (chinesische Schriftzeichen) und den Silbenschriften Hiragana und Katakana –, das Hörverstehen sowie die eigene Sprechfähigkeit.

Am Ende oder sogar während der Ausbildung habt Ihr also in jedem Fall das Zeug dazu, privaten Japanischunterricht zu erteilen und Euch so ein wenig Geld hinzuzuverdienen.

Wie wirst Du zum Japanischlehrer?

Japanisch auf Lehramt studieren, um Privatunterricht geben zu können

Wenn Ihr Euch für ein Lehramtsstudium eingeschrieben habt, dann wohl kaum, um danach hauptberuflich privaten Unterricht zu erteilen. Die meisten Absolventen dieses Studiums unterrichten danach an öffentlichen Schulen, im Falle Japanisch in der Regel am Gymnasium.

Natürlich kann man sich aber auch als angehender bzw. voll ausgebildeter Japanischlehrer von Privatunterricht ein wenig Geld hinzuverdienen. Aber welche Voraussetzungen müsst Ihr dabei eigentlich erfüllen?

Nun ja, Voraussetzung für jedes Studium ist das Abitur, was Ihr nach erfolgreichem Abschluss des Gymnasiums erhaltet.

Die Zulassungsbeschränkungen sind abhängig von der jeweiligen Universität sowie der Nachfrage im aktuellen Jahr. Bei relativ unpopulären Studiengängen wie Japanisch Lehramt werdet Ihr aber nur schwerlich am Numerus Clausus scheitern können.

Aktuell bieten lediglich zwei deutsche Universitäten dieses Fach an: Die Uni Köln sowie die Ruhr Uni Bochum. Während Ihr in Köln Bachelor und Master in Japanisch auf Lehramt absolvieren könnt, beschränkt sich die Ruhr Uni Bochum auf den Master.

Der Bachelor-Abschluss qualifiziert noch nicht für die Ausübung des Lehrerberufs an einem Gymnasium oder einer Gesamtschule. Hierfür ist der Abschluss des auf den Bachelor-Studiengangs aufbauenden zweijährigen Master-Studiengangs „Unterrichtsfach Japanisch“ (Master of Education, M.Ed.) erforderlich.

Das Studium im Unterrichtsfach Japanisch unterteilt sich in die drei Bereiche Japanisch, Fachdidaktik Japanisch sowie Kultur und Gesellschaft Japans. 

Das Studium setzt sich aus wöchentlich 2 Seminaren zur Kultur und 3 Seminaren als Sprachkurs zusammen.

Wir empfehlen Euch das Lehramtsstudium Japanisch nur dann, wenn Ihr wirklich selbstständig arbeiten könnt und Euch sicher seid, später auch einmal in diesem Berufsfeld arbeiten zu wollen. Um schnell und effizient Japanisch lernen zu können gibt es sicherlich effektivere Wege!

Wir hoffen, dass Euch dieser kleine Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, Japanischlehrer zu werden, von Nutzen sein konnte!

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