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Pinsel, Stifte, Leinwände & Co. – diese Dinge brauchst Du zum Malen und Zeichnen

Von Anna, veröffentlicht am 29/07/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Malerei > Pinsel, Stifte, Leinwände etc.: Diese Malutensilien sind unverzichtbar!

Zahlreiche Hobbykünstler widmen sich dem Zeichnen, und das hat seine Gründe: Man kann einfach aus Spaß zeichnen, weil es Freude bereitet, man kann seine Kreativität ausleben, man kann zeichnen, um zu entspannen und abzuschalten und auch, um neue Perspektiven einzunehmen und sein Gehirn zu trainieren …

Um gut zeichnen zu können, muss man seine Umgebung ganz genau beobachten und so originalgetreu wie möglich wiedergeben, was man sieht. Dabei darf man sich nicht zu sehr von seiner linken Gehirnhälfte beeinflussen lassen, die alles analysieren möchte und die reine Wahrnehmung stört. Wenn Du Dich fragst, wie Du Deine rechte Gehirnhälfte fürs Zeichnen besser aktivieren kannst, empfehlen wir Dir das Buch „Garantiert Zeichnen lernen“ von Betty Edwards.

Doch heute stellen wir uns eine etwas andere Frage. Es geht nicht darum, was der Mensch schon an Talent und Wahrnehmung zum Zeichnen mitbringt, sondern welche Utensilien er zusätzlich benötigt, um überhaupt künstlerisch tätig werden zu können. Vom einfachen Bleistift bis zu Grafiktabletts und virtuellen Whiteboards – wir schauen uns den Bereich Künstlerbedarf mal etwas genauer an!

Die besten Grafiktabletts zum Zeichnen

Weil heute digitale Hilfsmittel extrem wichtig sind, vor allem, wenn man professionell malt und zeichnet (z.B. Grafikdesign), sind natürlich auch Computer im Einsatz, um die Werke zu digitalisieren, nachzubearbeiten, ihnen Farben zu geben usw.

Was bringt ein Grafiktablett? Heutzutage arbeiten zahlreiche kreative Köpfe mit Grafiktablett und Computer. | Quelle: Pexels

Wenn man also regelmäßig am Computer künstlerisch tätig sein will, kommt schon bald nicht mehr um eine erste Investition herum, und zwar die in ein Grafiktablett! Dieses schließt man traditionell über USB-Kabel oder WLAN (kabellos) an den Computer an und kann so mit einem digitalen Stift (Pen) auf der blockartigen Oberfläche vor sich arbeiten und dabei das Ergebnis direkt am Computerbildschirm bewundern. So kann man leichter zeichnen und Dinge bearbeiten, denn mit einem Stift arbeitet es sich natürlich besser und genauer als mit der Maus oder dem Touchpad.

Die Preisspanne ist natürlich recht groß, je nach Hersteller, Modell, Größe, Qualität usw. Ein Einsteigermodell bekommt man schon ab ca. 50-60 € (digitale Zeichenpads sogar ab 30 €), für ein Profi-Grafiktablett kann man aber auch locker bis zu 5.000 € oder mehr ausgeben. Dazwischen sind eigentlich alle Preisstufen vertreten.

Die größte Schwierigkeit am Anfang? Sich an den Umgang mit diesem Tool zu gewöhnen. Es wirkt zwar wie Papier und Stift, verhält sich aber doch ein bisschen anders und fühlt sich auch erstmal ein bisschen komisch an.

Zwei Punkte sind besonders wichtig, wenn man mit einem Grafiktablett arbeitet:

  • Auf dem Grafiktablett zeichnen, den Blick dabei aber auf den Computerbildschirm gerichtet haben
  • Den Druck und den Winkel des Digital Pens so variieren können, dass die gewünschte Strichbreite und bestimmte Effekte (schraffieren usw.) erzielt werden

Wenn Du nach einem geeigneten Grafiktablett suchst, ist es wichtig, dass Du Dein Niveau und Deine Bedürfnisse kennst. Denn es bringt ja nichts, wenn Du das neuste und teuerste Modell anschaffst, dann die Funktionen aber gar nicht zu nutzen weißt.

Diese Faktoren solltest Du beachten:

  • Größe des Zeichentabletts insgesamt und der aktiven Fläche
  • Auflösung
  • Anzahl der Druckstufen des Stifts
  • Enthaltene Software und Bearbeitungsoptionen

Es gibt inzwischen auch Grafiktabletts mit Display, also eigentlich eigenständige kleine Computer (wie herkömmliche Tablets), die hauptsächlich zum Zeichnen gedacht sind.

Was die Marken angeht, hast Du verschiedene Optionen, aber der Marktführer im Bereich Zeichentabletts ist ohne Frage Wacom. Von dieser Marke findest Du viele verschiedene Grafiktabletts für jedes Niveau.

Webbasierte Whiteboards – gemeinsam Zeichnen

Eine weitere Möglichkeit, auf dem PC zu zeichnen und sich dabei mit anderen auszutauschen, sind Online-Whiteboards.

Das Prinzip ist ganz einfach: Dieses virtuelle Tool wird in einem Browserfenster aufgerufen (oder in manchen Fällen als Programm heruntergeladen) und ist mit dem Internet verbunden. Andere können den Projekten beitreten und so kann man am PC oder Tablet gemeinsam brainstormen, zeichnen, entwerfen usw.

Virtuelle Whiteboards werden nicht nur im kreativen Bereich, also zum Zeichnen und Entwerfen genutzt, sondern auch für folgende Anwendungen:

  • Teilen und Kommentieren von Bildern, Videos, Präsentationen
  • Bearbeiten von Projekten und gleichzeitiges Chatten
  • Speichern und Archivieren von Brainstorming-Sessions
  • Live-Feedback zu Projekten
  • uvm.

Du arbeitest mit Whiteboards? Kennst Du schon die digitale Version des klassischen Whiteboards? | Quelle: Pexels

Jedes Web-Whiteboard hat andere Funktionen und viele sind spezialisiert. So sind manche besser für kreative Anwendungen, andere sind geeigneter, um viele verschiedene Whiteboards und Projekte zu bündeln und wieder andere sind besonders für Videos gedacht. Die meisten sind in der Basisversion gratis, verfügen aber auch über eine Premiumversion für gehobenere Ansprüche und Business-Anwendungen.

Hier einige Beispiele von Web-Whiteboards, die auch zum gemeinsamen Zeichnen geeignet sind:

  • AWW
  • Flockdraw
  • IPEVO Annotator
  • Limnu
  • InVision

Welche Stifte sollte ich zum Zeichnen benutzen?

Du magst es lieber old school, also analog und schwarz (bzw. grau) auf weiß? Verständlich und bei all der Technik geht doch nichts über eine handgemalte Zeichnung mit Bleistift (oder einer anderen Stiftart) auf Papier.

Doch was zunächst einmal simpel klingt, ist am Ende doch gar nicht so einfach, denn abgesehen von den verschiedenen Marken muss man sich auch zwischen den verschiedenen Stärken von Bleistiften entscheiden (bzw. mehrere nutzen, je nach Partie auf dem Bild):

  • Die mittleren Minen HB (Hard Black) und F (Firm): Diese Standardhärten eignen sich besonders gut zum Zeichnen und Schreiben.
  • Die weichen Minen B (Black): Diese weichen Minen reichen von normal „weich“ (B-3B) bis „sehr weich“ (4B-9B). Die unteren B-Nummern (bis ca. 3B) eignen sich noch zum Schreiben (natürlich auch zum Zeichnen), die sehr weichen Nummern sind explizit für Skizzen, Entwürfe und künstlerische Arbeiten.
  • Die harten Minen H (Hard): Während sich die unteren Härten (H, 2H) noch zum normalen Schreiben und Zeichnen eignen, sind die Härten im Bereich 3H-5H („sehr hart“) eher für technische Zeichnungen, Detailpläne usw. geeignet. Die „extrem harten“ Minen (6H-9H) verwendet man für Litographien usw., also fast schon Gravuren.

Bekannte Marken im Bereich Bleistift sind Faber-Castell, Staedtler, Derwent oder auch Koh-i-Noor Hardtmuth.

Abgesehen von den typischen Bleistiften mit Graphitmine (nicht aus Blei!) gibt es natürlich noch andere Stiftarten bzw. Materialien, die zum Zeichnen geeignet sind:

  • Zeichenkohle: Kohlestifte bringen ein noch stärkeres Schwarz aufs Papier und erzielen so dramatische Effekte. Vorsicht, bei dieser Arbeit machst Du Dir die Finger schmutzig!
  • Rötel: auch „roter Ocker“ genannt, gehört zu den Mineralfarben. Der rötliche Ton wird gerne für Porträts verwendet. Erhältlich als Holzstift, Pastellstift oder Kreide.
  • Schwarzstein: eine Alternative zur Kohle. Wird besonders gerne als ein Bestandteil der Trois-Crayons-Technik verwendet.
  • Tinten und Tuschen: auch diese permanenten (nicht radierbaren) Flüssigkeiten werden gerne zum Zeichnen verwendet. Auftragungsarten: Vogelfeder (Kielfeder), Bambus- oder Rohrfedern oder Stahlfeder (Füllfederhalter).

Wie wähle ich den richtigen Malpinsel aus?

Du malst lieber? Ob mit Wasserfarben (Aquarell), Ölfarben (Ölmalerei) oder Acrylfarben (Acrylmalerei) – es braucht den richtigen Pinsel!

Welchen Malpinsel soll ich wählen? Beim Malen will der richtige Pinsel je nach Malart gewählt sein. | Quelle: Pexels

Diese Aspekte solltest Du bei der Pinselwahl beachten:

  • Der Pinselgriff: Er besteht traditionell aus Holz (Natur oder lackiert). Wichtig ist, dass er gut in der Hand liegt.
  • Das Pinselhaar: Echthaar (Naturhaar) oder Synthetikhaar (Kunsthaar)? Das kommt ganz auf Deine Bedürfnisse und natürlich Deine Einstellung zum Tierschutz an.
  • Die Pinselform: Das Pinselhaar kann ganz unterschiedlich gestaltet sein: Breiter Pinsel, Rundpinsel, Borstenpinsel, Schrägpinsel, Katzenzungenpinsel usw. Es kommt ganz auf den gewünschten Effekt und die Größe der Fläche an.
  • Die Pinselgröße: Natürlich gibt es Pinsel auch in verschiedenen Größen (Stärken), auch dabei kommt es auf die Fläche bzw. die gewünschte Detailgenauigkeit an.

Wenn Du gerade erst mit dem Malen beginnst, ist es gut, wenn Du mehrere Pinselarten zur Auswahl hast. So kannst Du verschiedene Optionen ausprobieren und herausfinden, welche Partien Du am besten mit welchem Pinsel malst und welche Technik Dir am besten liegt.

Bekannte Marken sind Pelikan, Faber-Castell, da Vinci, Sennelier uvm. Schau Dich am besten Mal im Schreibwarengeschäft oder einem Fachgeschäft für Künstlerbedarf um.

Was kostet eine Gemäldeleinwand?

Wenn Du richtig malen willst, brauchst Du früher oder später auch eine Leinwand, auf die Du malen kannst (außer Du malst nur mit Wasserfarben auf Papier). Welche Möglichkeiten gibt es und was kostet so eine Leinwand zum Malen? Auch hier kommt es natürlich wieder ganz darauf an …

Zunächst einmal auf das Material der Leinwand: Baumwolle, Leinen, Kunstfaser oder Mischform? Diese und weitere Möglichkeiten hast Du. Und dann stellt sich die Frage, ob in der Naturfarbe oder vorbehandelt, also in Weiß. Und möchtest Du die Leinwand lose lassen und dann einrollen können oder soll sie auf einen Keilrahmen gespannt sein? Und falls Letzteres, soll das schon gemacht sein (Fertigleinwand) oder möchtest Du den Keilrahmen selbst zusammenzimmern und bespannen? Hier findest Du alle möglichen Optionen mit den zugehörigen Preisen.

Magst Du Ölmalerei? Ölfarben und Acrylfarben malt man am besten auf eine Leinwand. | Quelle: Pixabay

Und natürlich kommt es wie immer auch auf die Größe an, ist ja klar. Je größer die Leinwand bzw. der bespannte Keilrahmen, desto höher der Preis. Überleg Dir also gut, wie groß Dein Bild werden soll. Für eine Landschaft brauchst Du sicherlich eine größere Leinwand als für ein Porträt. Der bespannte Keilrahmen „Eco plus“ z.B. kostet bei boesner 2,59 € für 20×20 cm und 21,96 € für 80×120 cm. Spartipp: Je mehr Du auf einmal bestellst, desto günstiger wird der einzelne Rahmen!

Dir ist es wichtig, dass Dein Gemälde von A bis Z von Dir ist? Dann kannst Du Dir den Keilrahmen natürlich auch selbst zusammenschustern! Viele Künstlerbedarfseiten haben dafür extra Rubriken mit allen Einzelteilen, die man so braucht. Klick Dich einfach mal durch!

Wie viel kostet es, ein Bild Rahmen zu lassen?

Du hast also ein Bild gemalt (auf Leinwand oder Papier) und möchtest ihm jetzt den passenden Rahmen verpassen, damit es richtig in Szene gesetzt wird? Kein Problem!

Im Fachgeschäft und im Internet findest Du zahlreiche Fertigrahmen in Standardgrößen oder wenn es etwas ganz Besonderes sein soll, kannst Du Dein Bild auch maßgeschneidert rahmen lassen.

Der Preis variiert nicht nur nach der Größe, sondern auch nach der Rahmenart: ein Klassischer Leerrahmen (nur der äußere Rahmen), ein Fertigrahmen/Wechselrahmen (mit Rückwand aus Karton und evtl. Passepartout und Bilderglas) oder ein Schattenfugenrahmen (für Leinwände auf Keilrahmen)? Bilderglas oder nicht? Und wenn ja, welche Art von Glas? Fragen über Fragen … Und die Antworten beeinflussen den Preis!

Und wie sieht der Rahmen selbst aus? Naturholz, lackiertes Antikholz oder vielleicht vergoldeter Barockrahmen mit Intarsien? Logisch: Je spezieller das Material und je aufwendiger die Verzierung des Rahmens, desto teurer das gute Stück. Der Barockrahmen „Louvre“ von boesner kostet in der Größe 24×30 cm zum Beispiel 99,50 €. Einen Standard-Holzwechselrahmen aus Eiche dagegen (30×40, mit Bilderglas) bekommt man schon für 16,20 € (und bei anderen Anbietern vielleicht noch günstiger).

Und abgesehen von Material und Verzierung kommt es auch auf die Dicke/Breite des Rahmens an. Klar: Ein dünner Holzrahmen braucht weniger Material als vier extrabreite Leisten und ist somit auch günstiger …

Klick Dich am besten einfach mal selbst durch die verschiedenen Anbieterseiten wie:

  • Rahmenversand.de
  • Boesner
  • HALBE
  • Die RahmenManufaktur
  • Bilderrahmenwerk
  • Baumärkte wie Hornbach
  • McRahmen.de
  • Einrahmung24
  • uvm.

Und auf der Webseite von Hornbach findest Du zum Beispiel auch einen Preiskalkulator, um herauszufinden, was die individuelle Rahmung Deines Meisterwerks kosten würde!

Wie soll Dein Rahmen aussehen? Spezieller Rahmen, spezieller Preis – so läuft das. | Quelle: Visualhunt

Jetzt weißt Du also Bescheid, welche Vorteile eine Grafiktablett oder Online-Whiteboard hat, kannst aber auch zwischen klassischen Stiften und Malpinseln wählen und hast auch einen Maluntergrund und den passenden Rahmen. Worauf wartest Du noch? An die Malutensilien, fertig, los!

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