"Du und ich - und auch sonst keiner - kann so hart zuschlagen wie das Leben! Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann ... Es zählt bloß, wie viele Schläge man einstecken kann und ob man trotzdem weitermacht.", Rocky Balboa.

Schläge einstecken? Das klingt ziemlich hart! Aber keine Sorge, mit einer guten Vorbereitung und einem guten, strukturierten Boxtraining bist Du bald bereit für Deinen ersten Boxkampf.

Es gibt viele unterschiedliche Gründe, um mit dem Boxen anzufangen.

Die Lust sich auszupowern, endlich mal loslassen können, einen schöneren, stärkeren Körper entwickeln, seinen Kampfgeist aktivieren, flirten... Für jede*n ist etwas dabei.

Sobald Du jedoch die Entscheidung getroffen hast, dass Du Boxen lernen willst, musst Du auch alles geben. Sonst wird das nichts! Stecke Deine ganze Energie in Dein Training, dann werden sich die ersten Fortschritte schnell sehen lassen.

Damit Deine Anfänge gut verlaufen, Du Dich gut in Deinem Training zurechtfindest und auch bald schon Deine ersten Boxkämpfe vorbereiten kannst, werden wir Dir jetzt einige wertvolle Tipps geben.

Das erste Training mit Boxsack... Das Solo Training und dein erster Boxkampf... Das sind wichtige Schlüsselmomente, die jede*r Boxer*in am Anfang seiner*ihrer Boxkarriere erlebt.

Du solltest Dich natürlich auch fragen, welchen Boxstil Du eigentlich erlernen willst: klassisches Englisches Boxen, französisches Savate Boxen, Thaiboxen, usw.

Boxtraining: Aller Anfang ist schwer

Als Anfänger*in ist es gar nicht so leicht zu wissen, wie man am besten mit dem Boxen Lernen anfängt. Das ist ganz normal. Hier erinnern wir Dich nochmal daran, wie Du das Boxen lernst, Schritt für Schritt.

Du hast Dir die größten Boxkämpfe mit Legenden wie Muhammad Ali, Myke Tyson, Mayweather oder Max Schmeling tausend Mal angeschaut… und Du träumst davon auch einmal im Ring zu stehen und Deinen ersten Kampf zu gewinnen? Bisher ist das Ganze aber nur ein Traum?

Wenn Du eines Tages zu den ganz Großen gehören willst, oder z.B. bei einer Europameisterschaft mitmachen willst, dann musst Du auch wirklich dafür arbeiten. Der Weg zum Erfolg ist im Grunde "einfach": Er besteht aus harter Arbeit, Ausdauer und viel Schweiß.

Der Übergang von der Theorie zur Praxis ist für einige Idealisten nicht ganz so einfach. Dabei solltest Du Dich auf keinen Fall demotivieren lassen. Hindernisse und Schwierigkeiten sind dazu da, um überwunden zu werden. Das wird Dir auch Dein*e Boxtrainer*in sagen.

Den ersten Reflex, den Du haben solltest, ist mit anderen Boxern*innen in Kontakt zu treten. Im Internet oder über's Hörensagen findest Du schnell einen Boxclub in Deiner Nähe.

Willst Du ein Boxstar werden?
Der Weg zum Boxstar erfordert Ausdauer und viel Training. | Quelle: Unsplash

Falls Du keinen Boxverein findest oder auch als zusätzliches Training, kannst Du eine*n private*n Boxtrainer*in engagieren.

Experten*innen sind eine wertvolle Hilfe. Dein*e Boxtrainer*in wird Dich schnell in die richtige Richtung leiten, Du wirst keine falschen Moves auswendig lernen, schnelle Fortschritte machen, motiviert bleiben... Wenn Du es wirklich weit bringen willst, musst Du gut darin sein, Hilfe anzunehmen. Selbst Tyson Fury musste da durch!

Es macht außerdem auch noch Sinn, neben dem Boxtraining auch noch andere Sportarten zu machen. Jede*r Boxer*in profitiert von einem durchtrainierten Körper und zwar auf allen Levels!

Da wären unter anderem das Joggen für mehr Kondition, Zirkeltraining für besonders gute Herzleistungen, Ausdauer und Beweglichkeit, sowie natürlich auch Muskeltraining für die nötige Power.

Hohe Motivation ist gut, Du solltest jedoch trotzdem langsam an das Boxen herangehen und nur progressiv Dein Training steigern. Wie sagt nicht doch das italienische Sprichwort: " Chi va piano, va sano e lontano "(Wer langsam geht, geht vernünftig, wer vernünftig geht, geht weit).

Indem Du systematisch vorgehst, kommst Du besonders weit. Bevor Du Deinen eigenen Stil oder eigene Schlagtechniken entwickelst, kannst Du erstmal die Standards des klassischen Boxens lernen. Um die Grundtechniken des Boxens zu beherrschen, brauchst Du schon etwas Zeit. Nimm Dir die Zeit, es lohnt sich!

Tarek
Tarek
Lehrer für Boxen
5.00 5.00 (2) 100€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Martin
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Lehrer für Boxen
35€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Zeki
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Tanju
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Amir
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Wie lernst Du Boxen bei Dir zu Hause?

Es gibt weit und breit keinen Boxverein, oder Du hast einfach keine Lust rauszugehen? Mach Dir keine Sorgen, Du kannst das Boxen auch von zu Hause aus lernen!

Wie das mit der Theorie funktioniert, ist klar: Dafür brauchst Du nur mehrere Theoriebücher über das Boxen lesen und in Magazinen und Online die News der Boxsport-Welt verfolgen.

Auf Youtube kannst Du auch viele tolle didaktische Videos finden, in denen Dir bestimmte Schlagtechniken oder Ausweichmanöver erklärt werden. Außerdem findest Du auch Aufnahmen großartiger Boxkämpfe, die Du Stück für Stück analysieren und auseinander nehmen kannst. Du kannst also auch von den ganz Großen lernen!

Dieser Voyeurismus kann Dich aber auch nur so weit bringen. Du kannst einige Nachmittage damit verbringen auf Deiner Couch zu sitzen und vielleicht mit einigen Boxfreunden*innen Boxkämpfe schauen. Danach heißt es aber das Ganze in die Tat umzusetzen!

Hast Du schon einmal das Schattenboxen probiert?
Schattenboxen ist eine gute Trainingsform für Zuhause. I Quelle: Unsplash

Wenn Du eher ein*e Einzelgänger*in bist oder aus anderen Gründen ein Training zu Hause vorziehst, ist ein Boxcoach die optimale Lösung für Dich. Du wirst es nicht bereuen!

Vergiss jedoch auch nicht, dass Du ein Minimum an Accessoires brauchst: eine Art Boxring (eine Tatami Matte reicht aus), einen Boxsack, einen Speedball, Sportsachen, all das brauchst Du (Boxshorts oder eine einfache Jogginghose und T-Shirt z.B.), Boxturnschuhe, Boxhandschuhe...

In der Stadt haben die meisten Menschen nicht genug Platz, um sich einen Boxraum zu Hause einzurichten. Denn ein Boxsack braucht ganz schön viel Platz...

Es macht aber trotzdem Sinn, wenn Du regelmäßig in Deinem Zimmer oder Wohnzimmer übst und Freunde vom Boxen einlädst, um gemeinsam Boxkämpfe zu schauen. Die Atmosphäre und der Austausch sind stimulierend und so startest Du in Dein nächstes Boxtraining mit hoher Motivation.

Boxtraining: Wie bereitest Du einen Boxkampf vor?

Wir alle denken noch an diesen einen professionellen Boxkampf, bei dem uns die Tränen in die Augen gestiegen sind... Vielleicht hast Du den Boxkampf ja auch irgendwo noch auf DVD oder auf einer Festplatte gespeichert.

Solche Ehre kommt uns noch nicht zu Teil... Dafür braucht es Jahrzehnte langes hartes Training. Du hast es jetzt aber schon einen entscheidenen Schritt weiter geschafft: Dein*e Trainer*in sagt, dass Du für bereit für Deinen ersten echten Boxkampf bist. Du bekommst eine*n echte*n Gegner*in! Jetzt kann das Training für den Boxkampf beginnen.

Erst warst Du ganz ungeduldig, Du konntest den herannahenden Boxkampf kaum abwarten.  Jetzt, wo der Tag aber langsam näher kommt, wird Dir etwas mulmig zumute...

Der dadurch entstehende Stress gibt Dir vielleicht Lust, Dich vermehrt zu bewegen. Du solltest diesen Impuls aber unbedingt unterdrücken. Denn in den Tagen kurz vor dem Boxkampf solltest Du Dich auf keinen Fall verausgaben.

Das Training in der letzten Woche vor dem großen Tag sollte sanfter als sonst sein. Beim Boxkampf brauchst Du nämlich Deine ganze explosive Kraft. Wenn es Dir ein wenig an Ausdauer und Power fehlt, kann das schnell zu einer Niederlage führen.

Arbeite daran Deine Schlagtechniken noch ein wenig zu verfeinern und nimm Dir auch mal eine Auszeit: ein warmes Bad, viel Schlaf und Entspannung... Desto ausgeruhter Du bist, desto gefährlicher wirst Du für Deine*n Gegner*in.

Hast Du beim Boxen schon einmal Kopfschutz getragen?
Der Boxkampf: Zum Glück gibt es den Kopfschutz! I Quelle: Unsplash

Außerdem solltest Du jetzt auch auf Deine Ernährung achten. Gesund sollte Dein Essen sein, und Dein Gewicht stabil. Wenn Du nämlich auf einmal aus Deiner Gewichtskategorie herausfällst, wirst Du sofort disqualifiziert.

Wende alle möglichen (legalen ;-)) Mittel an, um herauszufinden, wie Dein*e Gegner*in boxt: geheime Schlag-Kombinationen, Schwachstellen, Stärken, Temperament, aktuelle Fitness, Kampfstil...

Merke: Es ist nicht immer ein Vorteil, viele Boxvideos von sich im Internet hochzuladen. Denn das gibt Deinen zukünftigen Gegnern*innen reichlich Material, um Deinen Kampfstil zu analysieren und besser zu kontern.

Zu guter Letzt: Am Tag des Kampfes wirst Du ziemlich aufgeregt sein. Deswegen ist es besser, wenn Du Deine Sporttasche mit allem Nötigen schon am Tag vorher packst: Boxhandschuhe, Trinkflasche, Boxschuhe, usw.

Selbst wenn die Spannung und Ungeduld immens sind, solltest Du nie das Aufwärmen überspringen. Und stell Deinem*r Trainer*in ruhig alle Fragen, die Dir auf dem Herzen liegen. Er*sie ist dazu da, um Dich zu unterstützen!

Wie trainierst Du mit einem Boxsack?

Die meisten Menschen, die ein Paar Boxhandschuhe besitzen, benutzen diese nur um auf einen Boxsack einzuschlagen.

Für viele bedeutet das Training mit dem Boxsack einfach nur: sich Auspowern, nach der Arbeit auf andere Gedanken kommen, fit bleiben. Der Boxsack kann aber auch Teil des richtigen Boxtrainings sein. Es gibt viele unterschiedliche Boxsacktypen, mit denen Du Boxen lernen kannst.

Der Boxsack hat eine zylindrische Form und ist mit Leder oder Vinyl überzogen. Seine Größe ist variabel und sollte zu Deiner eigenen Körperstatur passen. Er wird mit dichtem, schwerem Material gefüllt wie z.B. Sand, Körnern, Kieselsteinen.

Hast Du schon einmal mit Boxsack trainiert?
Beim Training am Boxsack musst Du unbedingt Handschuhe tragen. I Quelle: Unsplash

Wenn Du Angst davor hast, Dich an den Handgelenken oder Händen zu verletzen, kannst du auch ein einfacheres Accessoires wählen: den Punchingball oder den Speedball.

Der Speedball und der Punchingball sind meist aus Leder und mit leichtem Material, wie Synthetik oder Baumwolle gefüllt. Sie sind viel leichter und weicher und Du kannst hier auch ohne Boxhandschuhe, z.B. nur mit Bandagen trainieren.

Hier geht es vor allem um die Schnelligkeit. Du kämpfst gegen eine*n imaginäre*n Gegner*in und gibst alles.

Mit dem Speedball und dem Punchingball kannst Du an Deinen Schlagtechniken feilen, Deine Beweglichkeit, Schnelligkeit und Schlagpräzision verbessern. Deine Herzaktivität und Atmung spielen eine wichtige Rolle (Du solltest beim Zuschlagen nicht Deinen Atem blockieren, sondern im Gegenteil gut ausatmen).

Versuch Doch mal das Timing eines echten Boxkampfes zu übernehmen: Du machst so viele Rounds und Pausen wie Dir auch im echten Leben abverlangt werden würden...

Du kannst ein*e fortgeschrittene*n Boxer*in darum bitten, Dir zuzuschauen und Dich zu coachen. So lernst Du besonders schnell und dein Training wird außerdem viel interessanter.

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Florence

Meine Städte sind Berlin und Paris, aber mein Herz gehört der Welt, den Menschen und unterschiedlichen Kulturen: Ich reise und übersetze leidenschaftlich gerne. Meine Neugier und mein Wissensdurst kennen keine Grenzen!