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Unsere Tipps & Tricks, um Japanisch-Privatunterricht geben zu können

Von Tobias, veröffentlicht am 17/03/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Japanisch Sprachkurs Geben: Worauf Du achten musst

Japanisch wird heute von mehr als 120 Millionen Menschen gesprochen und ist damit die am neunt-häufigsten gesprochene Sprache der Welt.

Auch aufgrund dieser Tatsache interessieren sich mehr und mehr Menschen hier bei uns in Deutschland dafür, die japanische Sprache zu erlernen und in die faszinierende Kultur des Landes einzutauchen.

Ihr sprecht Japanisch? Warum setzt Ihr Eure Fähigkeiten nicht im Privatunterricht ein und verdient nebenher etwas Geld?

Egal, ob Japanisch Eure Muttersprache ist oder nicht – heute kann man ganz einfach Schüler finden, die sich für Euren Unterricht interessieren und gutes Geld dafür bezahlen.

Wir zeigen Euch hier, wie genau das geht!

Wie wird man eigentlich Japanisch-Lehrer?

Je nachdem, in welcher Form und unter welchen Voraussetzungen Ihr Japanisch-Unterricht geben wollt, ist es auch mehr oder weniger schwierig, diesen Job auszuüben.

Wer klassischer Lehrer an einer Schule oder gar einer Universität werden will, um auf fortgeschrittenem Niveau die japanische Grammatik, die Schriftzeichen oder die kulturellen Hintergründe zu unterrichten, der braucht in jedem Fall eine abgeschlossene Ausbildung.

Japanisch auf Lehramt kann man zwar nicht an vielen Universitäten in Deutschland studieren, an manchen ist es aber doch möglich. So bieten beispielsweise die Uni Köln und die Ruhruni Bochum jeweils einen Bachelorstudiengang „Japanisch auf Lehramt“ an.

Das ist aber nicht unbedingt notwendig! Wenn Ihr privat Japanisch-Unterricht geben möchtet, dann benötigt Ihr nämlich keinerlei Diplome oder Zertifikate, denn der Beruf des Lehrers ist in Deutschland nicht geschützt.

Ihr solltet lediglich 14 Jahre oder älter sein, um in Deutschland legal als Nachhilfelehrer arbeiten zu können.

Dennoch ist es natürlich nie verkehrt, wenn Ihr eine Ausbildung oder ein Studium absolviert habt, das mit dem Thema Japanisch zusammenhängt:

  • Ihr könnt einen Sprachaufenthalt in Japan machen, um Eure Sprachkenntnisse schnell und effizient zu verbessern
  • Ihr könnt eine Ausbildung zum Fremdsprachen-Assistent machen
  • Ein Japanologie-Studium wird Euch ebenfalls die wichtigsten Kenntnisse in der japanischen Sprache vermitteln
  • Japanisch Zertifikate wie der JLPT sind ein gutes Mittel, um Eure Japanisch-Kenntnisse unter Beweis zu stellen
  • Vielleicht habt Ihr ja sogar ein Japanisch-Abitur abgelegt oder seid eine Zeit lang an einer japanischen Schule gewesen?

Nur, wer schon einmal nach Japan gereist ist und das Land der aufgehenden Sonne hautnah kennen gelernt hat, kann wirklich von sich behaupten, ein guter Japanischlehrer zu sein.

Japan ist auf jeden Fall eine Reise wert Eine Reise nach Japan ist Pflicht für jeden Japanischlehrer | Quelle: Pixabay

Denn viele Schüler wollen Japanisch nicht nur aufgrund der Sprache lernen, sondern möchten hauptsächlich die japanische Kultur näher kennenlernen. Diese kann natürlich nur von Euch vermittelt werden, wenn Ihr bereits Erfahrungen in Japan gesammelt und einige Zeit dort gelebt habt.

Egal, ob Ihr japanische Wurzeln habt oder nicht – jeder kann Japanisch unterrichten, solange Ihr die nötigen Kenntnisse über Sprache und Kultur des Landes habt.

Welches Japanisch-Niveau benötigt man, um Privatunterricht geben zu können?

Um Japanisch zu unterrichten braucht Ihr nicht unbedingt ein abgeschlossenes Studium.

Zunächst einmal ist es ausreichend, wenn Ihr die Basics der Sprache einwandfrei beherrscht:

  • Zählen auf Japanisch
  • Den Großteil der Schriftzeichen beherrschen (Kanji, Kana, Katakana oder Hiragana).
  • Die Wörter richtig aussprechen können
  • An Eurem deutschen Akzent gearbeitet haben
  • Sich mit Muttersprachlern ordentlich verständigen können
  • Die japanischen Suffixe kennen (Sama, Kun, Chan, Senpai, Sensei etc.)
  • Schon einige Einblicke in die japanische Kultur bekommen haben (Höflichkeit, japanische Küche, japanische Geschichte etc.)

Diese Grundlagen könnt Ihr Euch auf durch einen guten Japanischkurs aneignen (idealerweise vor Ort in Japan).

Natürlich könnt Ihr dann nicht die absoluten Vollprofis in Japanisch unterrichten. Für Anfänger sollte das aber in jedem Fall ausreichend sein.

Je nach Eurem eigenen Niveau könnt Ihr daher Unterricht für verschiedene Arten von Schülern anbieten.

Dabei unterscheidet man generell zwischen vier verschiedenen Arten von Lehrern:

  • Ein studentischer Lehrer, der nebenbei etwas Geld dazu verdienen möchte und hauptsächlich Unterricht für Anfänger anbietet
  • Ein Lehrer, der bereits lange in Japan gelebt hat und die Sprache sehr gut beherrscht
  • Der Muttersprachler, der wirklich nahezu perfekt Japanisch spricht und die Kultur mehr oder weniger im Blut hat
  • Ein voll ausgebildeter Lehrer, der Japanisch auf Lehramt studiert hat

Habt Ihr das Zeug zum guten Japanischlehrer? Als Lehrer müsst Ihr vielerlei Kompetenzen vorweisen können | Quelle: Pixabay

Natürlich hat Euer Japanisch-Niveau auch einen entscheidenden Einfluss auf die Bezahlung, die Ihr pro Stunde verlangen könnt.

Genauso hat auch das Niveau Eurer Schüler einen Einfluss auf Euren Preis. Ein Anfänger wird kaum so viel bezahlen wie jemand, der nur noch einige Nuancen verbessern möchte.

Manche Schüler passen dabei besser zu Euch als andere. So könnt Ihr Euch als Lehrer zum Beispiel auf japanische Literatur oder einen bestimmten Japanisch-Test spezialisieren, um Euch so von der Konkurrenz abzuheben.

Wie könnt Ihr für Euren Japanisch-Unterricht Schüler finden?

Japanischunterricht ist so beliebt wie noch nie zuvor!

Das liegt einerseits an der faszinierenden Kultur, andererseits an der wichtigen wirtschaftlichen Position, die die asiatischen Länder inzwischen global einnehmen.

Es ist fast unmöglich, als Japanischlehrer heute keine Schüler zu finden – vorausgesetzt, man weiß, wie man die Sache am besten angeht!

Hier sind einige Tipps, die Euch bei der Schülersuche behilflich sein können:

  • Sprecht mit Familien und Freunden über Eure Lehrtätigkeit und bittet sie, die Nachricht zu verbreiten
  • Sprecht auch Nachbarn und Euer Umfeld in der Schule / Uni / Arbeit an
  • Versucht, mithilfe von Kleinanzeigen in Schulen oder Universitäten an neue Schüler zu gelangen
  • Auch in Supermärkten machen sich Aushänge immer gut
  • Zeitungsannoncen sind zwar eher altmodisch, können aber dennoch zu Erfolg führen
  • Dank des Internets könnt Ihr Euch auch auf Plattformen wie Superprof anmelden und Euren Unterricht so effektiv anbieten

Über Kleinanzeigen könnt Ihr potenzielle Schüler über Eure Kurse in Kenntnis setzen. Um Schüler zu finden, könnt Ihr Annoncen an Pinnwände und schwarze Bretter hängen. | Quelle: pixabay

Gerade die letzte dieser Methoden erfreut sich heute immer größerer Beliebtheit, da sie einfach, günstig und effektiv ist.

Mit Superprof könnt Ihr Eure Dienste auch per Skype und Webcam anbieten, um lange Anfahrtswege zu vermeiden und Schüler in ganz Deutschland anzusprechen.

Schaut Euch auch einmal in Foren um, die sich mit dem Thema Japan beschäftigen. Eventuell werdet Ihr ja in einem Anime-Forum nach neuen Schülern fündig!

Auf Eurer Anzeige solltet Ihr alle wesentlichen Informationen zu Euch und Eurem Unterricht angeben. Dazu gehören neben Mailadresse, Telefonnummer usw. auch alle Zertifikate, Auszeichnungen und Erfahrungen, die Ihr im Bereich Japanisch gemacht habt.

Ihr könnt natürlich auch vorher mit Euren potenziellen Schülern in Kontakt treten, um abzugleichen, ob Eure Vorstellungen zueinander passen.

Wie könnt Ihr Euren Japanisch-Unterricht organisieren?

Schüler für Euren Unterricht zu finden ist die eine Sache. Die andere ist es, Euren Unterricht so zu organisieren, dass er effizient und erfolgreich wird.

Aber wie geht das eigentlich?

Zunächst solltet Ihr Eure erste gemeinsame Stunde dazu nutzen, mit dem Schüler die zukünftige Herangehensweise an den Unterricht zu planen.

Ihr müsst die Ziele und Erwartungen Eures Schülers kennenlernen. Will er oder sie nur ein wenig an der Oberfläche der Sprache kratzen und sich eher auf die japanische Kultur fokussieren? Oder hat er oder sie schon einige Vorkenntnisse, die Ihr vertiefen sollt?

Vielleicht will Euer Schüler sich auch gezielt auf eine Japanisch-Prüfung wie den JPLT vorbereiten. In diesem Fall solltet Ihr Euch im Voraus um die entsprechenden Hilfsmittel wie Tests aus vergangenen Jahren kümmern.

Wie Ihr sicher wisst, lernt man in jungen Jahren schneller als Erwachsener, auch das solltet Ihr berücksichtigen!

Wenn Ihr einen erwachsenen Schüler habt, müsst Ihr Euren Unterricht natürlich ganz anders aufbauen als bei einem Kind.

Behaltet stets die absoluten Basics im Hinterkopf:

  • Wiederholungen der letzten Stunden
  • Übungen in Arbeitsbüchern
  • Online-Tests
  • Einhaltung eines genau definierten Zeitplans
  • Besprechung der kurz- und langfristigen Zielsetzungen
  • Stetiges Wiederholen und Einstudieren neuer Kanjis
  • Bilanz ziehen am Ende jeder Stunde

Achtet stets darauf, dass die Schüler nicht den Eindruck haben, dass es sich bei Euren Kursen eigentlich nur um faden Schulunterricht handelt. Seid kreativ und bringt Bewegung in die Sache!

Hebt Euch von anderen Privatlehrern ab, indem Ihr Euch auf bestimmte Aspekte der Kultur Japans fokussiert:

  • Mangas und Animes
  • Videospiele
  • Roboter
  • Kalligrafie
  • Japanische Küche
  • Origamis
  • Ikebana
  • Haikus usw.

Nur so könnt Ihr das Interesse Eurer Schüler aufrechterhalten!

Wie bestimmt man den Preis für seinen Japanischunterricht?

Nun habt Ihr Euren Unterricht geplant und alles organisiert – aber wieviel könnt Ihr für eine einzelne Unterrichtsstunde eigentlich verlangen?

Das sagen wir Euch in unserem Artikel!

Auf Superprof kosten private Japanischstunden in etwa zwischen 20 und 30 €. Dabei ist die erste Stunde als Probeunterricht meistens kostenlos.

Je nach Eurem Profil sowie den Erwartungen Eurer Schüler, kann professioneller Japanischunterricht sogar über 50 € pro Stunde einbringen!

Japanischunterricht macht Spaß und füllt den Geldbeutel So viel könnt Ihr für Euren Japanisch-Unterricht verlangen | Quelle: Pixabay

Hier sind einige Dinge, die Ihr beachten solltet:

  • Wenn Ihr Euch dazu entscheidet, über eine private Sprachschule zu unterrichten, dann bestimmt diese auch den Preis für Euren Unterricht
  • Wenn Ihr über eine Online-Plattform Schüler finden wollt, dann könnt Ihr Euren Tarif selbst festlegen
  • Selbstverständlich haben auch Eure Diplome, Zertifikate und Erfahrungen mit Japan großen Einfluss auf den Preis, den Ihr pro Stunde verlangen könnt
  • Wenn Ihr über entsprechend gute Hilfsmittel verfügt, kann das den Preis für Eure Unterrichtsstunden ebenfalls positiv beeinflussen
  • Wenn Ihr für Euren Unterricht lange Fahrtwege auf Euch nehmen müsst, dann müssen sich diese natürlich auch in Eurem Preis pro Stunde widerspiegeln
  • Ihr könnt mit Rabatten und Sonderangeboten Schüler an Euch binden (Eine Gratis-Stunde pro zehn bezahlter Stunden etc.)
  • Einige Regionen Deutschlands sind teurer als andere. Auch Ihr als Japanischlehrer solltet das natürlich nicht vernachlässigen.

Wenn Ihr Euch dazu entscheidet, privaten Japanischunterricht zu erteilen, dann werdet Ihr auf nicht besonders viel Konkurrenz stoßen, gegen die Ihr Euch durchsetzen müsst.

Viel schwerer hat man es da als Englisch-, Französisch-, oder Spanischlehrer!

Daher müsst Ihr nicht unbedingt mit dem Preis spielen, um Schüler anzulocken. Setzt Euch einen Tarif, der Euch angemessen erscheint und vermarktet Eure Dienste so gut wie möglich, zum Beispiel in Eurem Superprof-Profil.

Nun habt Ihr alle Infos, die Ihr braucht, um erfolgreichen Japanisch-Unterricht geben zu können. Wir wünschen Euch viel Erfolg beim Unterrichten!

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