Immer mehr Menschen entschließen sich, eine Fremdsprache zu lernen, und immer öfter ist das nicht nur Englisch oder Französisch, sondern auch Spanisch!

Und das Gute ist: Es ist gar nicht so schwierig die spanische Grammatik und auch die spanische Aussprache zu lernen, wie man vielleicht meinen könnte.

Hier sind ein paar Gründe, warum auch  Du mit ein bisschen Übung bald ein super Spanisch-Aussprache haben kannst:

  • Man liest die Wörter fast genauso wie sie geschrieben werden.
  • Die meisten Laute kennst Du schon aus anderen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch).
  • In jedem spanischsprachigen Land gibt es Unterschiede in der Satzmelodie und in der Aussprache der einzelnen Laute. > Es gibt also nicht ein Ideal, sondern kommt ganz auf den jeweiligen Akzent an.

Der Vorteil: So musst auch Du nicht immer alles perfekt aussprechen, um akzeptiert und verstanden zu werden.

Deine Chancen, fließend Spanisch sprechen und spanische Begriffe korrekt aussprechen zu können, sind dementsprechend hoch.

Dafür brauchst Du bloß die wesentlichen "Knackpunkte" zu kennen und etwas an ihnen zu arbeiten.

Superprof stellt Dir die Stellen der spanischen Aussprache vor, die für Dich als deutschen Muttersprachler eine Herausforderung darstellen könnten, und gibt Dir die Instrumente an die Hand, um diese zu überwinden.

Mit unseren Tipps wirst Du es schaffen, beim Spanisch Lernen Deine spanische Aussprache zu perfektionieren.

Grundlage der Spanisch-Aussprache: Das R zum Rollen bringen

Vielen Deutschen fällt es schwer, das spanische R zu rollen.

Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Man hat diesen Laut so bisher nie gehört.
  • Der Spanischlehrer selbst kann es nicht gut aussprechen.
  • Das R rollt einfach nicht ...

Ich selbst hatte als Kind das gleiche Problem mit Griechisch: Man braucht das gerollte R, um die Sprache richtig auszusprechen, aber irgendwie hat es nicht gereicht, zu hören, wie mein griechischer Vater das R rollt, ich konnte es einfach nicht nachmachen.

Die erste Methode, um das Rollen zu lernen, lautet, wie generell, wenn man Spanisch effektiv lernen will: üben, üben, üben.

Das habe ich dann auch gemacht. Am besten versucht man immer wieder, die Zunge "zum Flattern" zu bringen, indem man sie lose an den Gaumen legt und versucht, durchzupusten.

Die Stelle dieser Berührung ist etwas weiter hinten im Gaumen als bei der Aussprache der Laute T und D, nur dass die Zunge an dieser Stelle vibriert und nicht wie bei T und D fest draufgedrückt wird.

Auch helfen können Sätze, in denen Wörter mit R vorkommen. Im Spanischen kannst Du dafür Wörter wie la rosa, el árbol oder el amor aussprechen.

Wenn es mit dem richtigen Rollen und "Flattern" (bzw. Vibrieren) der Zunge gar nicht klappen will, sieh Dir die anatomische Funktionsweise unseres Mundes näher an und versuche zu verstehen, wie die Spanier diesen Laut produzieren.

Dabei gibt es eine Zwischenlösung, die zumindest ein bisschen besser klingt, als spanische Wörter mit einem deutschen R (im Hals gesprochen) auszusprechen: Man begnügt sich mit einem einzelnen Zungenschlag oben am Gaumen.

Um das zu üben, kann man immer wieder schnell hintereinander den Buchstaben D aussprechen, also d-d-d-d-d-d-d-d. In Wörtern, in denen sich das R zwischen zwei Vokalen befindet, empfehlen einige, statt R lieber tr oder dr zu sagen.

Das klingt dann fast wie ein gerolltes R und bei der Aussprache von spanischen Wörtern kann man sich so zumindest ein bisschen durchmogeln.

Finde heraus, welche Methode am besten zu Dir passt, und schon bald wirst auch Du das spanische R problemlos rollen können (oder zumindest einen Laut produzieren können, der der Spanisch-Aussprache des Buchstaben R einigermaßen nahe kommt).

Das klassische Beispiel von pero (Spanisch: aber) und perro (Spanisch: Hund) zeigt, dass es im Spanischen die Bedeutung verändern kann, das R in der Aussprache kurz oder lang zu ziehen.

Wenn Du es schon drauf hast, das R zu Rollen, kommt nun der nächste Schritt.

Der Hund will "perro" genannt werden
El perro (Spanisch: der Hund): Sprich mich bitte richtig aus! | Quelle: Visualhunt

Achte bei der spanischen Aussprache darauf, die Trennung von R und Doppel-R auch wirklich zu markieren.

In diesem Zungenbrecher kannst Du diese Unterscheidung besonders gut üben:

Se aburría Ramón encerrado en su recurrente rutina.
Resuelto a romperla, arrancó rumbo a tierras rimbombantes.

Spanisch sprechen lernen: doppelte Vokale richtig betonen

Wer fließend Spanisch sprechen will, kann einige grundlegende Regeln beachten.

Folgen beispielsweise zwei Vokale aufeinander, kann dies drei Ursachen haben: ein steigender Diphthong, ein fallender Diphthong oder ein Hiat.

Diese Begriffe mögen Dir neu erscheinen, deshalb erläutern wir zunächst einmal, was dahinter steckt:

  1. Steigender Diphthong: Steigende Diphthonge fangen mit einem geschlossenen Vokal i oder u an, der durch den zweiten Vokal abgeschwächt wird, wie in "pue.do", "cie.lo" oder "ra.dio"*.
  2. Fallender Diphthong: Fallende Diphthonge fangen mit einem dominanten Vokal a, e, o oder u an und enden mit einem abgeschwächten Vokal, zum Beispiel: "ai.re", "hoy", "neutro".
  3. Hiat: Diphthonge findet man immer dann, wenn zwei Vokale miteinander zerfließen und zu einer Silbe werden. Hiate kommen seltener vor, bestehen aber ebenfalls aus zwei Vokalen. Diese werden getrennt und vollständig ausgesprochen und bilden zwei separate Silben. Meist trägt einer der Vokale ein Akzent-Zeichen (tílde) wie in "dí.a", "tran.ví.a", "pa.ís".

*Der stärkere Vokal ist jeweils fett markiert; der Punkt markiert die Silbentrennung.

Mit Hiaten haben Muttersprachler Deutsch in der Regel keine Probleme, weil das Deutsche viele davon beinhaltet und gerne Laute und Worte mit Pausen trennt.

Klassische Fehler der Deutschen liegen hingegen bei den Diphthongen.

Der Diphthong "eu" – wie in den Worten Europa oder Euro, die auf Deutsch und Spanisch gleich geschrieben werden – wird sehr unterschiedlich ausgesprochen.

Im Deutschen wird "eu" zu [oi], während es im Spanischen wie ein fallender Diphthong "eu" mit einem starken e und einem schwachen "u" ausgesprochen wird: [eu]. Die Aussprache auf Spanisch lautet also nicht [oiro], sondern [e-uro].

So kannst Du üben: Bist Du Dir bei einem Wort unsicher, wie es ausgesprochen wird, gib es in ein Spanisch-Deutsch-Online-Wörterbuch wie pons.eu ein und schau Dir die Lautschrift an oder lass es Dir vorspielen.

Überprüfe so die Aussprache und sprich es nach.

Versuche so auch mal, die argentinische Hauptstadt "Buenos Aires" spanisch und nicht deutsch auszusprechen, und überprüfe es dann in einem Online-Wörterbuch.

Apropos "online": Natürlich kannst Du anstatt zum Beispiel einen Spanischkurs München zu belegen, auch komplett über das Internet Spanischkurse besuchen, und zum Beispiel mit einem Privatlehrer auch Spanisch lernen online per Webcam !

Spanisch Aussprache Tricks: Das verflixte H-Phantom am Wortanfang

Das H am Anfang des Wortes im Spanischen mitzulesen ist ein totales NO-GO.

Vor allem bei einfachen Sätzen wie "Yo hablo español". Sag bitte immer "ablo", und nicht "hablo"! Auch an der Eisdiele kann man ins Fettnäpfchen treten: "Eis" wird nicht deutsch "helado", sondern eben mit stummem H, also "elado" gesprochen.

Welche Beispiele gibt es für das stumme H im Spanischen?
Un helado por favor – aber bitte ohne H am Anfang! | Quelle: Unsplash

Im Spanischen liest man (so gut wie) alles, wie es geschrieben wird, außer eben das H am Anfang des Wortes. Es ist ein "Phantom", das beim Sprechen verschwindet.

Früher war es in vielen Fällen nämlich kein H, sondern ein F. Im alten Spanisch hieß es zum Beispiel nicht la harina (Mehl), sondern la farina. Dass verwundert einen nicht, wenn man Französisch spricht, denn dann weiß man, dass Mehl in dieser Sprache la farine heißt.

So gibt es mehrere Beispiele von Wörtern aus dem Spanischen, die mit H anfangen, deren französische Äquivalente noch das F am Wortanfang trafen: el horno (Spanisch: Ofen) > le four (fr.) ; hacer (Spanisch: machen) > faire ; el hierro (Spanisch: Stahl) > le fer (fr.) ; el hambre (Spanisch: Hunger) > la faim (fr.).

In spanischen Namen findet man diese historische Entwicklung auch wieder. Beispielsweise existieren gleichzeitig die spanischen Namen Fernando und Hernando und deren Variationen.

Und wenn wir schon bei Namen sind: Hast Du Dich auch schonmal gefragt, wie man den spanischen Namen "Jorge" richtig ausspricht und entsprechend "Jorge Aussprache" gegoogelt? Nun, der Name ist zwar mit unserem "Jürgen", wird allerdings ganz anders ausgesprochen.

Das liegt vor allem daran, dass der Laut [j], der auf Deutsch mit J geschrieben wird, im Spanischen als Y dargestellt wird. Das spanische J dagegen entspricht unserem ch-Laut. Doch auch der Buchstabe G kann im Spanischen wie unser [ch] ausgesprochen werden, nämlich wenn er vor sogenannten hellen Vokalen auftritt (dazu später mehr).

Da das E so ein heller Vokal ist, lautet die richtige spanische Aussprache von Jorge: Chorche, wobei das erste ch weiter hinten im Hals gesprochen wird (wie bei "Buch"), und das zweite vorne am Gaumen (wie bei "Mädchen").

Zurück zu unserem Geister-H, das sich aus einem früheren F entwickelt hat. Egal, was der Grund dafür ist, fürs Schulspanisch (und allgemein die spanische Aussprache) ist es wichtig, im Kopf zu behalten: Nie den H-Geist am Anfang des Wortes aussprechen!

Woher kommt das typische spanische Lispeln?

Wie spricht ein echter Spanier die Wörter "centro" oder "zápatos" aus?

Er wird die Anfangsbuchstaben lispeln, indem er die Zunge unter den oberen Zähnen vibrieren lässt, was sich so ähnlich anhört wie das "th" [θ] im Englischen.

Dieser Laut wird in der Spanisch-Lautschrift als [θ] dargestellt: Die Wörter centro und zapatos spricht eine Spanierin also als [θentro] und [θapatos] aus.

Interessanterweise sprechen nicht alle Spanischsprecher diese Beispielworte gleich aus.

Fast in ganz Lateinamerika existiert dieser Lispellaut nämlich nicht.

Stattdessen nutzen zum Beispiel die Argentinier oder Mexikaner ein langgezogenes, scharfes s: [ssentro] oder [ssapatos].

In der Schule wird oft das Spanisch aus Spanien unterrichtet, ich hatte aber zum Beispiel einen Spanischlehrer, der viele Jahre in Ecuador gelebt hat und somit nicht das gelispelte, sondern das scharfe S im Spanischen verwendet hat.

Wenn Du aber das spanische Spanisch sprechen willst, versuche, das [θ] zu lernen und es bei den Wörtern zu benutzen, bei denen es auch Deine Lehrerin so ausspricht (wenn sie selbst auch den spanischen Dialekt/Akzent spricht). Aber wenn es gar nicht klappt, musst Du wissen, dass es nie die Wortbedeutung verändert, stattdessen einfach ein langes S auszusprechen.

Du wirst immer verstanden und eigentlich kann es Dir nicht einmal als Fehler angerechnet werden. Mach Dir also keinen Stress, am Buchstaben S wird Deine Spanisch-Aussprache nicht scheitern!

Auch Kirschen – "cerezas" – werden in Spanien gelispelt. | Quelle: Visualhunt

Spanisches C und spanisches G – so spricht man die Buchstaben aus

Hast Du Dich auch schonmal gefragt wie man ein spanisches c und ein spanisches g ausspricht?

Falls ja, ist das kein Wunder, denn die Konsonanten G und C sind im Spanischen besonders: Sie werden unterschiedlich ausgesprochen, je nachdem welcher Vokal darauf folgt.

Das kann anfangs verwirren, deshalb erklären wir Dir, wie es genau funktioniert.

Vor den sogenannten hellen Vokalen – i und e – spricht man das c genauso wie das z oder gelispelte s als [θ] aus: el cielo > [θielo], celoso > [θeloso]. (In der lateinamerikanischen Aussprache dann entsprechend nicht als [θ], sondern scharfes s > [ssielo]).

Vor den sogenannten dunklen Vokalen – o, u und a – wird c als k ausgesprochen: el código > [kodigo], el cuerpo > [kuerpo],  la cara > [kara].

Versuche mal, diesen Zungenbrecher 5-mal hintereinander richtig auszusprechen und zwischen den beiden Aussprachen von c zu unterscheiden:

Son las cinco menos cinco, faltan cinco, para las cinco, cuántas veces dije cinco sin contar el ultimo cinco.

Ähnliche Veränderungen finden wir bei g wieder.

Vor i und e wird g zu [x], das so ähnlich wie das deutsche h bzw. ch ausgesprochen wird: girar > [xirar]/[chirar], la gente > [xente]/[chente] und eben [chorche] ("Jorge-Aussprache").

Vor o, u und a, also den dunklen Vokalen, bleibt g als [g] erhalten:  el gol > [gol], ganar > [ganar].

Interessant ist dabei, dass man die dunklen Vokale nutzen kann, um einen Buchstaben (z.B. g) vor einem hellen Vokal (i oder e) "hart" zu machen, wenn er an dieser Stelle eigentlich "weich" ausgesprochen werden würde.

Schauen wir uns dazu das Beispiel la guerra ("der Krieg") an. Als deutschsprachige Person würde man dazu tendieren, das Wort [guera] auszusprechen. Da aber das u kein eigener Laut ist, sondern nur dazu dient, das g hart zu machen (damit es nicht [chera] gesprochen wird), hört man das u selbst nicht: Die Aussprache dieses Wortes lautet also [gera].

Das Gleiche gilt übrigens im Französischen und auch hier können wir das Wort "Krieg" als Beispiel nehmen: la guerre. Das Wort wird [ger] ausgesprochen, und nicht etwa [guer]. Warum? Du hast es Dir sicher schon gedacht: Das u dient nur dazu, das g vor dem e hart zu machen, denn ohne müsste man ein weiches g [scher] sprechen (wie beispielsweise im Wort gérer.

Jorge Aussprache: Wie spricht man das G auf Spanisch?
Soll das g vor e hart gesprochen werden, muss ein u eingefügt werden: wie in la guerra – der Krieg. | Quelle: Unsplash

Alles klar so weit? Wenn nicht, kein Problem, denn das ist einfach die trockene Theorie, die dahinter steckt. Wichtig ist, dass Dir bewusst ist, dass in der Spanisch-Aussprache g und c unterschiedliche gesprochen werden, je nachdem welcher Vokal darauf folgt!

Spanisch Sprechen: Satzmelodie fließen lassen

Im Deutschen neigt man dazu, kleine Pausen zwischen den Wörtern einzulegen. Dadurch klingt es oft etwas abgehackt und hart, was leider dazu führt, dass Deutsch im Rest der Welt nicht gerade als schöne Sprache wahrgenommen wird.

Andere Sprachen, wie Spanisch oder Französisch sind da viel melodischer. Die Wörter fließen beim Sprechen viel mehr ineinander. Das macht es auf der Ebene des Verstehens aber auch schwieriger für Spanisch-Anfänger, denn teilweise hört man gar nicht, wo ein Wort endet und das nächste anfängt.

Das solltest Du also auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, wenn Du Spanisch bilingual werden willst.

Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass viele Wörter im Spanischen auf Vokale enden. Nomen, die auf -a enden, sind meist weiblich, jene, die auf -o enden, männlich. Endet ein Wort mit einem Vokal und das folgende Wort fängt mit einem Konsonanten an, werden sie beim Sprechen ohne Pause dazwischen aneinander gereiht.

Treffen ein Endvokal und ein Anfangsvokal aufeinander, so verschwimmen sie in der Aussprache zu einem Vokal.

Dieses Phänomen nennt sich "sinalefa" (Deutsch: Synalöphe).

So kommt es, dass die Silbenzählung im Deutschen und Spanischen voneinander abweichen können. Also derselbe Satz hätte deutsch ausgesprochen 10 Silben, spanisch ausgesprochen aber nur 8!

Beim Sprechen brauchst Du natürlich nicht in jedem Satz Deine Silben zu zählen, aber es ist trotzdem interessant und hilfreich, sich diesen Unterschied bewusst zu machen, um an der eigenen Spanisch-Aussprache zu feilen.

Versuche beim Spanischsprechen also, die Wörter mehr aneinanderzureihen und dort Sprechpausen einzulegen, wo zum Beispiel ein Komma steht, und nicht einfach mitten im Satz zwischen jedem Wort kurz zu stoppen, nur weil es sich in Deinem Kopf um einzelne Wörter handelt.

Wie ist die spanische Buchstaben Aussprache?
Romanische Sprachen wie Spanisch oder Französisch sind viel fließender als das Deutsche. | Quelle: Unsplash

Das ist übrigens auch der Grund, warum die Aussprache meist deutlich schlechter ist, wenn man eine fließende Fremdsprache wie Spanisch oder Französisch erst als Erwachsene(r) lernt.

Kinder hören die Laute und ahmen diese ganz natürlich und flüssig nach. Als Erwachsener lernt man in der Regel über die Schrift.

Das führt erstens dazu, dass man Buchstaben erst einmal so aussprechen möchte wie in der Muttersprache (weil man in dieser das Alphabet gelernt hat) und zweitens macht das Gehirn dann nach jedem Wort eine mentale Pause und es fällt uns schwerer, die Laute so zu verbinden, wie es ein Muttersprachler Spanisch ganz natürlich tun würde.

Deshalb kann es durchaus hilfreich sein, das Spanischbuch mal eine Weile zur Seite zu legen, und wie ein Kind einfach in die Sprache einzutauchen (Immersionstechnik). Konzentriere Dich dabei nicht auf die einzelnen Wörter, sondern auf die Sprachmelodie im Ganzen.

Wie das am besten geht, schauen wir uns im folgenden Kapitel an.

Richtige Spanisch-Aussprache anhören

In diesem Artikel wurde ins Besondere auf Spanisch für Deutsche und  viele Besonderheiten der spanischen Aussprache vorgestellt, die für das deutsche Ohr vielleicht neu sind.

Sie sind aber nicht nur theoretisch, sondern: So sprechen Spanier wirklich!

Die meisten Spanischlehrer in Deutschland sind deutschen Ursprungs und haben Spanisch auch nur als Fremdsprache gelernt.

Obwohl sie gut oder sogar sehr gut Spanisch sprechen, kann es sein, dass sie selbst das eine oder andere Phänomen der spanischen Aussprache nicht beherrschen (z.B.  das perfekt gerollte R).

Gerade deshalb brauchst Du Originalvorbilder aus der spanischsprachigen Welt!

Hör Dir Radiosendungen, Podcasts oder Musik aus den spanischsprachigen Medien an und achte auf die beschriebenen Aussprachephänomene.

  • Wird das R und das Doppel-R wirklich so stark gerollt?
  • Ist das Anfangs-H tatsächlich ein Phantom?
  • Lispeln die Spanier wahrhaftig so stark und die Lateinamerikaner gar nicht?
  • Entsprechen dem G und dem C ernsthaft verschiedene Laute?
  • Sprechen die Spanier fließender als die Deutschen?

Um das letzte Beispiel nochmal genauer auszuführen und zu spüren, kannst Du ein Buch und das dazugehörige Hörbuch nehmen. Satz für Satz liest Du den Text vor und hörst Dir abwechselnd dazu Satz für Satz im Hörbuch an.

Achte dabei auf den Satzfluss und Pausen und versuche, denselben Satz nochmal richtig zu wiederholen. So gewöhnst Du Dich nach und nach, Satz für Satz an den natürlichen Sprachfluss des Spanischen.

Höre Dir immer wieder echte Beispiele aus der spanischsprachigen Welt an und achte auf die Phänomene, die Dir persönlich schwer fallen, um Deine Aussprache zu perfektionieren.

Was bringt mir die Lautschrift Spanisch?
Wenn Du keine Spanisch-Lautschrift lesen kannst, hör einfach spanischen Sänger*innen zu, um Deine Spanisch-Aussprache zu verbessern. | Quelle: Unsplash

Behalte die richtige Spanisch-Aussprache im Ohr und setze sie um, wenn du das nächste Mal auf den Las Ramblas in Barcelona bist.

Erhalte hier außerdem weiterführende Tipps zur Spanisch Rechtschreibung.

Und wenn Du dabei doch etwas externe Hilfe benötigst, findest Du auf Superprof den/die perfekte/n Lehrer/in für Dich! (z.B. Spanisch lernen Berlin u.v.m.)

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Anna

Man lernt nie aus ...