In welchen Ländern spricht man Spanisch? 

Auf eine schmale Treppe in Spanien ist die spanische Fahne auf die gesamte Länge der Treppe gestrichen.

Spanisch ist wie Italienisch, Französisch, Portugiesisch und Rumänisch eine romanische Sprache, die sich aus dem sogenannten "Vulgärlatein" entwickelt hat. Spanisch entstand auf der Iberischen Halbinsel, die das heutige Spanien und Portugal umfasst. 

Spanisch ist mit über 500 Millionen weltweit die Sprache mit der zweitgrößten Anzahl von Sprechern. Vielleicht fragst du dich, in welchen Ländern und auf welchen Kontinenten Spanisch gesprochen wird?

Von Asien bis Amerika sprechen Menschen Spanisch. Das ist ziemlich beeindruckend. Wenn du also Spanisch sprechen, lesen oder verstehen kannst, dann hast du sowohl persönlich als auch beruflich einen enormen Vorteil, da Spanisch eine Weltsprache ist. Die Geschichte des Spanischen ist sehr komplex, da sich Spanisch nicht immer auf natürliche Weise als die Sprache der Wahl für diese Millionen von Menschen entwickelt hat. Die Verbreitung des Spanischen ist das Ergebnis einer jahrhundertealten Geschichte mit vielen Migrations- und Kolonisationsperioden.

Von spanischsprachigen Ländern in Amerika bis hin zu spanischsprachigen Ländern in Asien oder Afrika, wächst die Zahl der spanischsprachigen Menschen weltweit. Allein in den USA ist die Zahl der Sprecher seit 1980 um enorme 233 % gestiegen, und das Cervantes-Institut prophezeit, dass die Bevölkerung in offiziell spanischsprachigen Ländern bis 2050 voraussichtlich 750 Millionen erreichen wird. Das schließt natürlich die unzähligen Hundert Millionen Menschen weltweit aus, die Spanisch als Zweitsprache gelernt haben oder gerade dabei sind, Spanisch zu lernen. Von allen Sprachen der Welt ist Spanisch die am dritthäufigsten gelernte Sprache, nach Englisch und Französisch. Ob aus persönlichen oder geschäftlichen Gründen, viele Menschen möchten Spanisch lernen.

Blick über Barcelona vom Gaudi-Park aus.
In Barcelona klingt Spanisch nicht so wie in Madrid. | Unsplash
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Und los geht's

Wo leben die meisten Spanisch sprechenden Menschen?

Amerika ist der Kontinent mit den meisten Spanisch sprechenden Menschen der Welt. Mexiko hat mit 110 Millionen die meisten Sprecher. An zweiter Stelle steht Kolumbien. Die USA liegen mit rund 41 Millionen gleichauf mit Argentinien. Als nächstes kommen Venezuela, Peru, Chile, Ecuador, Guatemala und Kuba. In Amerika leben insgesamt also rund 470 Millionen Spanisch sprechende Menschen.

In 20 Ländern weltweit ist Spanisch Amtssprache. Dazu gehören Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Kuba, die Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Äquatorialguinea, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, Spanien, Uruguay und Venezuela.

Auch wenn Spanisch in Belize, Andorra und Gibraltar keine offizielle Sprache ist, wird die Sprache dort ebenfalls sehr häufig gesprochen.

Sehen wir uns an, wie sich die spanische Sprache in Asien, Afrika, Europa und Amerika entwickelt hat.

Spanisch in Europa

In der Heimat der spanischen Sprache, Spanien, festigte sich die heute bekannte Sprache erst im Mittelalter – vorher war Latein durch den Einfluss der Römer die Hauptsprache. Die verschiedenen spanischen Königreiche, die nach Süden zogen, um die Halbinsel von den maurischen Arabern zu befreien, sprachen eine Vielzahl lateinischer Dialekte, aus denen sich die verschiedenen Versionen des Spanischen in Spanien entwickelten. Das Königreich Kastilien, einst ein kleines Königreich, gewann im Zuge der "Reconquista" an Bedeutung, und der dort gesprochene Dialekt – Kastilisch – wurde zur Sprache der Verwaltung, Kultur und Geschichte. (Ähnlich wie das "Hochdeutsch" bei uns nichts anderes ist als der im ehemaligen Königreich Hannover gesprochene Dialekt).

1492, als die "Reconquista" abgeschlossen war, wurde Kastilisch zum offiziellen Dialekt Spaniens ernannt und war eine der ersten europäischen Sprachen mit einem offiziell definierten Grammatiksystem. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Sprachen wurde Spanisch jedoch stark vom Dialekt der Mauren beeinflusst. Nach jahrhundertelanger Vermischung, bildete die Sprache um 1200 die standardisierte spanische Sprache und heute können Tausende von spanischen Wörtern ihren Ursprung auf die lange islamischen Herrschaft zurückführen. Spanisch wird auch in den europäischen Ländern Portugal und Andorra sowie von vielen Menschen im britischen Territorium Gibraltar gesprochen, hauptsächlich dank der Nähe beider Länder zu Spanien.

Kastilisch ist jedoch bei weitem nicht der einzige spanische Dialekt auf der Welt. Auch der andalusische Dialekt des Spanischen entwickelte sich ungefähr zur gleichen Zeit und wird immer noch in Teilen Südspaniens gesprochen. Später, im 16. Jahrhundert, baute Spanien sein Reich in Amerika aus und brachte seine Sprache mit. Heute leben in Spanien weniger als 10 Prozent der spanischsprachigen Personen der Welt.

Mit 46 Millionen Spanisch sprechenden Menschen, ist Spanien hinter die Vereinigten Staaten zurückgefallen und ist heute das Land mit der drittgrößten spanischsprachigen Bevölkerung.

Auf einer Strasse steht ein Paar, ein junger Mann mit Hut und und eine junge Frau mit langen dunklen Haaren, die sich lächeln ansehen.
Mit Spanisch wirst du dich trotz aller Unterschiede in vielen Ländern verständigen können. | Unsplash

Spanisch in Amerika

Als Christoph Kolumbus 1492 Amerika erreichte, kamen die Kontinente Nord- und Südamerika erstmals mit der spanischen Sprache in Berührung. Im Hinblick auf die religiöse Bekehrung der lokalen Bevölkerung, war der katholischen Kirche sehr daran gelegen, dass die Eingeborenen Spanisch lernen.

Als die in den religiösen Institutionen unterrichteten Kinder das Erwachsenenalter erreichten, setzte sich Spanisch als Hauptsprache durch, aber der Einfluss lokaler Stammessprachen bedeutete, dass sich die lateinamerikanische Version des Spanischen auf lokaler Ebene vom Kastilischen unterschied. Heute sprechen in Lateinamerika noch immer 11 Millionen Menschen neben Spanisch ihre indigene Sprache. Auch die andalusische Herkunft der ersten Entdecker beeinflusste von Anfang an die Aussprache in Lateinamerika. 

Mit 121 Millionen Muttersprachlern hat Mexiko die weltweit größte Population spanischsprachiger Menschen. Spanisch ist neben vielen Ländern in Mittel- und Südamerika die Amtssprache Mexikos. Zwei der größten spanischsprachigen Länder in Südamerika sind Kolumbien (etwa 46 Millionen) und Argentinien (etwa 41 Millionen).

In den Vereinigten Staaten sprechen mehr als 43 Millionen Menschen Spanisch als Muttersprache (etwa 13 Prozent der Bevölkerung), und diese Zahl wächst stetig. Darüber hinaus leben in den Vereinigten Staaten fast 12 Millionen Menschen, die Spanisch als zweite Sprache sprechen. Damit sind die USA das zweitgrößte spanischsprachige Land der Welt, nach Mexiko.

Obwohl die überwiegende Mehrheit der Spanischsprecher in Amerika und Europa lebt, gibt es auch in anderen Teilen der Welt Menschen, die Spanisch sprechen.

Spanisch in Asien

Asien ist die Region mit den wenigsten Spanischsprechern weltweit, aber auch hier hat sich die spanische Sprache seit dem 16. Jahrhundert entwickelt, nämlich als spanische Entdecker die Philippinen kolonisierten, um das Christentum zu verbreiten. Spanisch wurde hier vor allem von der Elite gesprochen – Geschäftsleute, Intellektuelle, Missionare und das örtliche Gericht. Aber obwohl die Bevölkerung während des gesamten 19. Jahrhunderts auf Spanisch unterrichtet wurde und Spanisch bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Hauptsprache war, trugen die amerikanische Kontrolle über die Inseln und nationalistische Gefühle dazu bei, die Zahl der Spanisch sprechenden Menschen auf den Philippinen drastisch zu reduzieren. Kurzzeitig im Jahr 1973, dann endgültig im Jahr 1987 verlor Spanisch seinen Status als Amtssprache der Philippinen. Heute erlebt die Sprache im Land eine Art Renaissance, und die verschiedenen philippinischen Sprachen leihen sich einen Teil ihres Wortschatzes aus dem Spanischen – Tagalog beispielsweise enthält nachweislich zwischen 20 % und 33 % Wörter spanischen Ursprungs. Darüber hinaus ist Chavacano – von 700.000 Menschen gesprochen – eine verbreitete kreolische Sprache, die größtenteils auf Spanisch basiert.

Spanisch in Afrika

Auch in Afrika gibt es nicht viele spanischsprachige Länder – nämlich ebenfalls nur eines.  In Äquatorialguinea kann man sich mit Spanisch durchschlagen. Die offiziellen Sprachen des Landes an der Westküste des Kontinents sind Spanisch, Portugiesisch und Französisch, und zwar weil Portugal das Territorium im Jahr 1778 an Spanien abtrat, das 1968 die Kontrolle über Äquatorialguinea aufgab.

Das äquatoguineische Spanisch ähnelt dem in Spanien gesprochenen, obwohl sich die Sprache aufgrund der geografischen Isolation des Landes und der politischen Isolation zwischen 1968 und 1979 während der Diktatur von Francisco Macías Nguema, einem der brutalsten Diktatoren in der afrikanischen Geschichte,  sehr unabhängig entwickelt hat. Das Spanien in Äquatorialguinea wurde im Laufe der Jahrhunderte von lokalen Stammessprachen beeinflusst und wird von etwa 68 % der Menschen des Landes gesprochen. Auch gibt es eine große Anzahl von Dialekten und Akzenten, von denen viele entlang Stammes- oder ethnischer Linien gezogen werden. Auch der Einfluss von Französisch, Portugiesisch und Deutsch ist an vielen Stellen offensichtlich.

Mit diesem Herren wirst du ebenfalls auf Spanisch kommunizieren können, auch wenn es Unterschiede gibt. | Unsplash

Ist Spanisch gleich Spanisch?

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin sowie dreifache Jungs-Mama. Ich schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich... eigentlich für alles. Aber ganz besonders für Reisen, Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.

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