„Cree en ti y todo será posible."

„Glaube an Dich und alles ist möglich."

Das gilt auch für die spanische Grammatik!

Klar, gerade wenn man eine Fremdsprache als Anfänger lernt, will man am liebsten gleich drauf losplappern und das Gelernte anwenden. Und natürlich ist die richtige spanische Aussprache oft wichtiger als die Grammatik ganz genau zu beherrschen.

Aber um z.B. Englisch, Französisch oder Spanisch richtig zu beherrschen (und vor allem auch korrekt schreiben zu können), ist es trotzdem wichtig, auch die Grammatik-Grundlagen zu verstehen (selbst wenn man nicht gleich alles richtig umsetzen kann).

Und auch wenn Grammatik manchmal etwas trocken wirken kann – es gibt genügend Übungen, die Dir selbst den gefürchteten subjontivo schmackhaft machen können!

Im Folgenden Artikel geben wir Dir eine Übersicht über die wichtigsten Spanisch-Grammatik-Grundlagen. So weißt Du, was auf Dich zukommt, wenn Du in Dein Abenteuer Spanisch startest!

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Spanische Grammatik – diese Wortarten gibt es im Spanischen

Fangen wir mal ganz einfach an, und zwar mit den verschiedenen Wortarten, die es in der spanischen Grammatik gibt.

Spanisch Grammatik Grundlagen
Kennst Du die verschiedenen Wortarten? | Quelle: Unsplash

Diese Unterscheiden sich nicht wirklich von anderen indoeuropäischen Sprachen wie Deutsch, Englisch oder Französisch. Weil man aber meist selbst in seiner Muttersprache nicht alle Wortarten genau kennt und betiteln kann, hier eine kleine Wiederholung über die wichtigsten Wortarten auf Spanisch.

Nomen, Artikel & Pronomen

Fangen wir mal mit der vermeintlich einfachsten Wortart an: den Nomen bzw. Substantiven.

Dabei handelt es sich um "Hauptwörter", also Namen von Dingen oder Konzepten. Auf Deutsch lassen sich Nomen recht einfach daran erkennen, dass sie groß geschrieben werden. In der spanischen Grammatik ist das nicht der Fall. Nomen werden nur dann groß geschrieben, wenn es sich um Eigennamen handelt, nicht aber wenn es ein "stinknormales" Hauptwort ist.

Wie in den anderen romanischen Sprachen (z.B. Französisch, Italienisch oder Portugiesisch) gibt es auch im Spanischen nur zwei Geschlechter (Genus) bei den Substantiven: männlich und weiblich.

Viele männliche Nomen im Spanischen enden auf -o (z.B. el tiempo – das Wetter), während die weiblichen Substantive häufig auf -a enden (z.B. la fotografía – die Fotografie/das Foto). Natürlich gibt es aber auch immer Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

Wie im Deutschen auch gibt es im Spanischen passend zu den Nomen jeweilige Artikel, die auch durch das grammatikalische Geschlecht gekennzeichnet sind.

Die bestimmten Spanisch-Artikel lauten la (weiblich) und el (männlich), also "die" und "der".
Die unbestimmten Artikel auf Spanisch heißen una (weiblich) und un (männlich) ("eine" bzw. "ein").

Und genau wie im Deutschen (oder eben Französischen), ziehen sich diese Geschlechterartikel durch die verschiedenen Pronomen (also Artikel bzw. Begleiter von Nomen) durch: z.B. die betonten Possessivpronomen (z.B. mío/mía) oder die Demonstrativpronomen (z.B. este/esta).

Doch die bekanntesten Pronomen (die aber nicht Artikel ersetzen, sondern alleine stehen) sind die Personalpronomen.

Die spanischen Personalpronomen (Subjektpronomen) lauten:

SpanischDeutsch
yoich
du
él, ella, usteder, sie, Sie (Sg.)
nosotros, nosotraswir
vosotros, vosotrasihr
ellos, ellas, ustedessie, Sie (Pl.)

Adjektive & Adverbien

Eine weitere wichtige Wortart sind die Adjektive. Sie beschreiben Nomen näher, z.B. ein trauriger Junge.

Im Spanischen werden Adjektive (wie in vielen anderen Sprachen auch) an das grammatikalische Geschlecht angepasst, wobei die Endung in der Regel wieder -o für männliche und -a für weibliche Wörter ist, also z.B. hübsch = guapo/guapa. 

Allerdings gibt es auch einige Adjektive, die auf -e enden und für beide Geschlechter in dieser Form verwendet werden, z.B. triste (traurig).

Auch Adverbien beschreiben ein anderes Wort näher, aber eben nicht Nomen, sondern Verben (wie der Name schon vermuten lässt). Man kann also nach Adverbien fragen, indem man fragt: Wie macht jemand etwas?

Antwort z.B.: "Er singt laut.", Frage: "Wie singt er?".

Während man im Deutschen Adjektive und Adverbien in ihrer Grundform nicht unterscheiden kann, ist das im Spanischen (wie auch auf Englisch oder Französisch) deutlicher: Die meisten Adverbien enden auf Spanisch auf -mente.

Was sind spanisch adverbos?
Adverbien beschreiben, wie etwas getan wird. | Quelle: Visualhunt

Also "Sie tanzt sachte." heißt z.B.: "Baila suavemente."

Abgesehen von den Adverbien der Art gibt es aber auch noch andere Adverbien, z.B. temporale oder lokale Adverbien. Diese enden dann häufig nicht auf -mente (z.B. ahora – jetzt).

Diese Grundlagen lernst du auch im Spanischunterricht München.

Verben

Eine ganz wichtige Gruppe von Wörtern in vielen Sprachen sind die Verben. Die sogenannten "Tunwörter" bezeichnen Handlungen oder Vorgänge.

Wie in vielen anderen Sprachen, werden Verben auch im Spanischen konjugiert, also an die Zeitform, Modus und Person angepasst.

Mehr dazu später.

Präpositionen & Konjunktionen

Präpositionen sind kleine Wörtchen, die vor bestimmten anderen Wörtern stehen. Oft geben sie einen Ort an (z.B. vor, hinter, bei, auf usw.), manchmal einen Zusammenhang (mit, gegen), und manchmal braucht man sie im übertragenen Sinn im Zusammenhang mit bestimmten Verben (z.B. über etw. nachdenken, auf jemanden zählen).

Im Spanischen gibt es wie im Deutschen ganz viele solcher Präpositionen, z.B.:

  • a
  • ante
  • bajo
  • contra
  • de
  • desde
  • con
  • en
  • durante
  • uvm.

Auch Konjunktionen sind kleine Wörtchen, sie haben aber die Besonderheit, dass sie Sätze verbinden. Im Deutschen sind Klassiker obwohl, nachdem, bevor, wobei, deshalt, und, aber usw.

Im Spanischen sieht es ganz ähnlich aus:

  • y
  • o
  • que
  • si
  • cuando
  • uvm.

*

Natürlich gibt es noch einige weitere Wortarten, wie zB. Partizipien, auf Spanisch, aber wir wollten hier nur mal auf die wichtigsten Spanisch-Wörter eingehen.

Modi und Zeiten auf Spanisch – so kannst Du auf Spanisch konjugieren

In den romanischen Sprachen, also auch im Spanischen, ist die Verbkonjugation extrem wichtig. Wenn man diese nicht richtig beherrscht, kann man schnell falsch verstanden werden.

Wie kann ich spanisch konjugieren?
Deklination und Konjugation – der Schreck eines jeden Sprachschülers. | Quelle: Unsplash

Die spanische Verbkonjugation erfolgt (wie auf Deutsch oder Französisch auch) in Bezug auf die Person und die Zeit bzw. den Modus (z.B. Konjunktiv).

Die spanischen Verben können in drei Hauptgruppen eingeteilt werden:

  • Verben mit Infinitiv auf -ar
  • Verben mit Infinitiv auf -er
  • Verben mit Infinitiv auf -ir

Für die regelmäßigen Verben gibt es pro Gruppe ganz bestimmte Endungen je nach Zeit und Person, die dann entsprechend an den Verbstamm gehängt werden.

Abgesehen davon gibt es aber auch unregelmäßige Verben (z.B. solche, bei denen sich der Verbstamm bei bestimmten Personen verändert) und ganz unregelmäßige Verben, die scheinbar relativ random konjugiert werden.

Einfache spanische Zeitformen

Wie im Deutschen auch, drückt man die Zeiten im Spanischen dadurch aus, dass es verschiedenen Verbkonjugationen gibt. Dabei gibt es einfache Zeitformen (bei denen die Verbform aus einem Wort besteht) und zusammengesetzte Zeitformen, bei denen ein Hilfsverb zum Einsatz kommt.

Schauen wir uns zunächst die einfachen Zeitformen an, dazu gehören die Folgenden:

  • el presente (Präsenz)
  • el pretérito (Präteritum)
  • el imperfecto (Imperfekt)
  • el futuro (Futur I)
  • el condicional (Konditional I)

Hinweis: Wenn man ganz streng ist, gehört das Konditional eigentlich zu den Modi und nicht zu den Zeiten. Da es aber von der Konjugation her gut in diese Liste passt, nehmen wir es auch hier mit auf.

Bei all den genannten einfachen Zeitformen ist es also so, dass diese ohne Hilfsverb gebildet wird. Man hängt also einfach eine entsprechende Endung an das Verb, die einem sofort anzeigt, um welche Zeitform (und welche Person) es sich handelt.

Pretérito vs. imperfecto

Eine Besonderheit bei den spanischen Zeiten: Wie im Französischen gibt es im Spanischen zwei Vergangenheitsformen, das pretérito und das imperfecto. Für Deutsch-Muttersprachler ist es in der Regel schwierig, zu entscheiden, welche Form man benutzen soll, da die Unterscheidung im Deutschen so nicht gemacht wird.

Hier unsere Erklärung:

Das pretérito verwendet man:

  • um etwas zu beschreiben, was einmal in der Vergangenheit geschehen ist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit geschehen ist.
    • Cervantes nació en 1574. (Cervantes wurde 1574 geboren.)
    • Cantó una canción. (Er sang ein Lied.)
    • Escribí la carta. (Ich schrieb den Brief.)
  • um etwas zu beschreiben, das mehr als einmal geschehen ist, aber dennoch abgeschlossen ist (und keine regelmäßige Gewohnheit war).
    • Fui a cuatro restaurantes la semana pasada. (Letzte Woche war ich in vier Restaurants.)

Das imperfecto verwendet man:

  • um einen Zustand in der Vergangenheit zu beschreiben.
    • Estaba triste. (Sie war traurig.)
  • um eine Zeit oder ein Alter in der Vergangenheit zu beschreiben.
    • Tenía 16 años. (Er war 16 Jahre alt.)
  • um eine Person oder einen Ort in der Vergangenheit zu beschreiben.
    • Tenía el pelo corto y los ojos azules. (Sie hatte kurze Haare und blaue Augen.)
  • um gewohnte oder sich wiederholende Handlungen in der Vergangenheit zu beschreiben.
    • Siempre compraba en la misma tienda. (Ich kaufte immer im gleichen Geschäft ein.)

Zusammengesetzte spanische Zeitformen

Doch es gibt auch Zeitformen, die zusammengesetzt erfolgen, also mithilfe eines Hilfsverbs und dem Partizip.

Dazu gehören:

  • pretérito perfecto compuesto (Perfekt)
  • pretérito pluscuamperfecto (Plusquamperfekt)
  • futuro perfecto (Futur II)
  • condicional perfecto (Konditional II)
  • gerundio (Gerundium, Verlaufsform)

Im Gegensatz zum Französischen hat das Spanische hier einen großen Vorteil für Dich: Du musst Dir nicht merken, welche Verben man mit avoir (haben) und welche mit être (sein) konjugiert, denn auf Spanisch konjugiert man die zusammengesetzten Verbformen ausschließlich mit haber (haben)!

Ist Spanisch Grammatik schwierig?
Beherrscht Du die Eigenheiten der spanischen Grammatik? | Quelle: Visualhunt

Ausnahme: Das gerundio (die Verlaufsform) wird mit estar als Hilfsverb gebildet!
Beispiel: Estoy bailando. (Ich tanze gerade.).

Das schwierige an der Verb-Konjugation Spanisch ist nicht das Prinzip dahinter (außer vielleicht beim imperfecto und pretérito, weil wir das auf Deutsch nicht unterscheiden), sondern die verschiedenen Konjugationen für die unterschiedlichen Verbgruppen, Personen und Zeiten zu lernen.

Für die regelmäßigen Verben reicht es aus, einen typischen Vertreter aus jeder Verbgruppe (auf -ar, -er und -ir) konjugieren zu können, und dann kannst Du automatisch auch alle anderen regelmäßigen Verben aus dieser Gruppe konjugieren. Cool, oder?

Doch es gibt, wie bereits erwähnt, auch unregelmäßige Verben. Bei manchen ändert sich der Stammvokal in einen Diphthong, bei anderen ändert sich der Stammvokal in einen ganz anderen Vokal.

Und leider ist es in der spanischen Sprache (wie in vielen anderen Sprachen auch) so, dass die wichtigsten Verben super unregelmäßig sind, z.B.:

  • ser (sein)
  • haber (haben)
  • ir (gehen)

Da muss man die Verb-Konjugation muss man mehr oder weniger einfach auswendig lernen, und kann sich nicht unbedingt an festen Regeln oder anderen Verben orientieren.

Tipp: Konjugationstabellen und Verb-Übersichten können dabei helfen (z.B. PONS Verben auf einen Blick Spanisch oder Langenscheidt Verbtabellen Spanisch).

Und natürlich ist es auch immer gut, möglichst viele Übungen zur Verbkonjugation zu absolvieren (für Anfänger oder Fortgeschrittene). Im Internet findest Du viele verschiedene Seiten mit interaktiven Verb-Übungen Spanisch, und auch Bücher und Trainingshefte sind eine gute Möglichkeit (z.B. PONS Verben und Zeiten trainieren).

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Subjontivo auf Spanisch – schwierig, aber wichtig!

Und es gibt noch eine Besonderheit im Spanischen: den subjontivo.

Vielleicht kennst Du schon aus dem Französischen den subjonctiv, dann wird Dir der subjontivo nicht ganz so exotisch und komisch vorkommen.

Es handelt sich dabei um einen Modus, also so etwas ähnliches wie eine Zeitform, nur dass eben nichts Temporales ausgesagt wird, sondern eine andere Art des Verbs. Die anderen Modi sind die "normale" Verbform (Indikativ) und die Möglichkeitsform (Konditional).

Im Deutschen haben wir keinen subjontivo, was es schwieriger macht, den Gebrauch dieser Verb-Form nachzuvollziehen. Das einzige, was dem ein ganz kleines bisschen nahe kommt, ist der Konjunktiv, wie z.B. in "Es lebe der König!" oder "Man reiche mir Speisen."

Damit haben wir auch schon die erste Verwendung des subjontivo: Aufforderungen und Wünsche, z.B.: Que te recuperes (Gute Besserung!). Die wörtliche Übersetzung wäre ungefähr: "Auf dass Du dich erholst."

In eine ähnliche Richtung geht Que te diviertas (viel Spaß!), wörtlich: "Auf dass Du Dich amüsierst."

Weitere Verwendungen des subjontivo:

  • Für Ausdrücke, die nicht der Wirklichkeit entsprechen.
  • Wenn man über einen Sachverhalt in der Gegenwart oder Zukunft Zweifel ausdrückt.
  • Wenn man Gefühle über einen möglichen Zustand oder eine mögliche Handlung ausdrückt.
  • Für den Si-Teil im Bedingungssatz

Das letzte Beispiel wollen wir uns kurz genauer anschauen.

Wie im Englischen oder Französischen auch gibt es im Spanischen klare Regeln, wie man Bedingungssätze bzw. Konditionalsätze bildet. Dabei gibt es drei Typen.

Typ I – Realer Bedingungssatz

Hier wird der Nebensatz mit presente gebildet, der Hauptteil mit presente oder futuro (dafür brauchst Du also noch kein subjontivo):
Si tengo tiempo, te ayudaré. (Wenn ich Zeit habe, werde ich Dir helfen.)

Typ II – Irrealer Bedingungssatz (Gegenwart)

Im Nebensatz wird das imperfecto de subjuntivo verwendet, im Hauptsatz condicional (Konditional I):
Si tuviese tiempo, te ayudaría. (Wenn ich Zeit hätte, würde ich Dir helfen.)

Typ III – Irrealer Bedingungssatz (Vergangenheit)

Hier verwendet man im Si-Satz das pluscuamperfecto de subjuntivo und im Hauptsatz condicional compuesto (Konditional II) oder auch das pluscuamperfecto de subjuntivo:
Si hubiera tenido tiempo, te habría/hubiera ayudado. (Wenn ich Zeit gehabt hätte, hätte ich Dir geholfen.)

Dass man im Spanischen den subjontivo für Bedingungssätze braucht, ist leider eine schlechte Nachricht für alle Spanisch-Anfänger und -Fortgeschrittene, weil diese in der Alltagssprache recht oft vorkommen und folglich nicht richtig gebildet werden können, wenn man den subjontivo nicht beherrscht.

Also am besten machst Du gleich ran an die Arbeit mit Deiner Spanisch-Verbtabelle, um die Verbformen des subjontivo für die verschiedenen Verbgruppen und Personen zu lernen, und dann heißt es einfach: Übung macht den Meister!

Verschiedene Übungen und eine Grammatik-Übersicht Spanisch findest Du natürlich online oder im Spanisch-Buch Deiner Wahl.

Spanisch-Grammatik – so funktioniert der Satzbau auf Spanisch

Ein wichtiger Bestandteil der Grammatik in jeder Sprache ist die Syntax, also der Satzbau. Denn Du kannst noch so viele wichtige Spanisch-Vokabeln kennen, wenn Du nicht weißt, wie Du die Wörter sinnvoll aneinanderreihst, wirst Du in Spanien, Argentinien oder Guatemala nicht weit kommen.

Spanische Hauptsätze

Aber hier kommt auch gleich schon die gute Nachricht: Wie in vielen indoeuropäischen Sprachen funktioniert der Spanisch Satzbau wie folgt:

Subjekt + Verb + Objekt

Beispiel: Pablo lee un libro. (Pablo liest ein Buch).

Wie im Deutschen könnte man auch auf Spanisch die verschiedenen Satzteile noch etwas anders anordnen, aber wenn Du Dich an diese Grundstruktur hältst, bist Du erstmal gut unterwegs (vor allem als Anfänger*in).

Kleiner Hinweis: Im Spanischen lässt man Subjektpronomen in der Regel weg. Das geht deswegen so gut, weil die konjugierte Form des Verbs ja schon aussagt, um welche Person es sich handelt (man muss sie also nicht explizit nennen).

Beispiel: Baila suavemente (statt ella baila suavemente).

Nebensätze auf Spanisch

Natürlich gibt es auch im Spanischen nicht nur einfache Hauptsätze. Auch die Spanisch-Grammatik sieht Haupt- und Nebensätze vor, die jeweils mit Konjunktionen (s. oben) eingeleitet werden.

Dazu gehören auch die Bedingungssätze, von denen wir es gerade schon hatten.

Das Gute ist aber, dass im Gegensatz zum Deutschen, bei dem das Verb in Nebensätzen ans Ende gestellt wird (sehr mühsam für Deutschlernende), auf Spanisch die gleiche Satzstruktur wie im Hauptsatz beibehalten wird. Dahingehend musst Du Dir also nichts Besonderes merken.

Position der Adjektive im Spanischen

Nur eines gilt es noch zu erwähnen: Im Spanischen stehen Adjektive in der Regel hinter dem Nomen! Ein hübscher Mann heißt also un hombre guapo (und nicht un guapo hombre).

Natürlich gibt es auch hier ein paar Ausnahmen und sogar Adjektive, die ihre Bedeutung ändern, je nachdem ob sie vor oder hinter dem Substantiv stehen (z.B. viejo, pobre und grande/gran).

Mehr Informationen über diese Ausnahmen findest Du online oder in Deinem Spanisch-Buch. Viel Spaß beim Üben!

Achtung, Fehlerteufel: por oder para, ser oder estar?

Und schließlich kommen wir noch zu einer Kategorie der spanischen Grammatik, die man auch mit "Sonstiges" bezeichnen könnte.

Denn wie jede Sprache hat auch das Spanische seine ganz eigenen Aspekte der Grammatik, die besonders tricky sind, und insbesondere Anfänger*innen in Spanisch Probleme bereiten können.

ser oder estar?

Spanisch ist eine der wenigen Sprachen (zumindest meines Wissens nach), in der es zwei verschiedene Verben für "sein" gibt: ser und estar.

Für Deutschmuttersprachler ist es entsprechend schwierig, zu entscheiden, wann man welches Verb benutzt, denn die Übersetzung wird beide Male "sein" lauten.

Also wann benutzt man jetzt welches Verb?

Man verwendet ser:

  • um äußerliche (körperliche) Beschreibungen, Charakterzüge, Berufe, Nationalitäten, Herkunft, Geschlechter usw. anzugeben (also mehr oder weniger unumstößliche Fakten):
    • Es muy delgada. (Er ist sehr dünn.)
    • Es inteligente. (Sie ist intelligent.)
    • Somos muy altas. (Wir sind sehr groß.)
    • Son de España. (Sie sind aus Spanien.)
    • Es hombre. (Er ist ein Mann.)
  • um Termine, Datum, Uhrzeiten, Tage usw. zu beschreiben:
    • Hoy es lunes. (Heute ist Montag.)
    • Son las 4 de la tarde. (Es ist 4 Uhr am Nachmittag.)
    • Es verano. (Es ist Sommer.)
  • um zu beschreiben, woraus etwas gemacht ist / besteht:
    • Mi camisa es de algodón. (Mein Shirt ist aus Baumwolle.)
    • La casa es de madera. (Das Haus ist aus Holz.)
  • um den Besitz von etwas anzuzeigen:
    • El libro es de mi madre. (Das ist das Buch meiner Mutter / das Buch gehört meiner Mutter.)

Man verwendet estar:

  • um Gefühle, Emotionen, Zustände, Status, usw auszudrücken (also eher veränderbare Dinge).
    • Hoy están muy tristes. (Heute sind sie sehr traurig.)
    • Mi hermana está embarazada. (Meine Schwester ist schwanger.)
  • um den Ort von Personen oder Dingen zu beschreiben:
    • La fuente está en el parque. (Der Springbrunnen ist im Park.)
    • Ahora mismo están en California. (Jetzt sind sie in Kalifornien.)
    • Estamos en el coche. (Wir sind im Auto.)
  • um die Verlaufsform zu bilden:
    • Estamos bajando las escaleras. (Wir gehen gerade die Treppe herunter.)
    • Están intentando estudiar. (Sie versuchen gerade zu lernen.)
    • Está conduciendo. (Sie fährt gerade.)

por oder para?

Ein weitere Schwierigkeit der spanischen Grammatik ist der Unterschied zwischen por und para. Bei beiden handelt es sich um Präpositionen, die mehr oder weniger "für" (aber je nach Kontext auch andere Dinge) bedeuten.

Eine Grundregel lautet, dass por eher örtlich und wörtlich verwendet wird (z.B. in der Bedeutung von "durch", "via") und para eher im übertragen Sinn (z.B. "um zu").

Hier die genauen Verwendungsmöglichkeiten:

por wird verwendet für:

  • Bewegung mit entlang, durch, herum, bei, mit oder über
  • für eine Art Austausch
  • für eine Zeit oder Dauer, wenn etwas geschehen ist.
  • für einen Grund für eine Handlung anzugeben
  • für "zugunsten", "im Auftrag", "unterstützend" usw.
  • für Transportarten 
  • für Kommunikationsmedien
  • für Zeitangaben

para wird verwendet für:

  • Zielangaben (örtlich, Destination)
  • für einen Zweck 
  • für Regeln oder Zweckmäßigkeiten 
  • für den Empfang oder die Bestimmung eines Objekts
  • für spezielle Zeitangaben

Doch es gibt noch weitere schwierige Verwechslungsmöglichkeiten im Spanischen:

  • saber & conocer - "kennen/wissen"
  • preguntar & pedir - "fragen/bitten"
  • entender & comprender - "verstehen/hören"
  • oir & escuchar - "(zu-)hören"
  • llevar & traer - "mitbringen/mitnehmen"
  • de & desde - "von" & "aus"
  • pero & sino - "aber/sondern"

Wenn Du alle Feinheiten der spanischen Grammatik, die spanischen Akzente und die Aussprache genau verstehen möchtest, und detaillierte Erklärungen und zielgerichtete Übungen benötigst, empfiehlt es sich, einen Spanischkurs mit einem Privatlehrer bzw. einer Privatlehrerin in Deiner Nähe, z.B. Spanischkurse Berlin oder Online-Unterricht per Webcam zu nehmen.

Schau Dich am besten gleich auf Superprof um und finde die passende Spanisch-Lehrkraft für Deine Bedürfnisse!

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg mit Deinem Abenteuer Spanisch! Buena suerte!

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Anna

Man lernt nie aus ...