"Cree en ti y todo será posible.” – "Glaube an Dich und alles ist möglich".

Das Erlernen der spanischen Grammatik ist eine schwierige Aufgabe, die selbst spanischen Muttersprachlern nicht immer einwandfrei gelingt...

Das soll Dich aber nicht entmutigen! Hier ist das Wesentliche, was Du über die spanische Grammatik wissen solltest.

Spanisch sprechen lernen: Das spanische Alphabet

Wenn Du Anfänger bist, solltest Du Dich zunächst mit dem spanischen Alphabet vertraut machen.
Das spanische Alphabet ist zwar nicht viel anders als im Deutschen, aber die Aussprache ist natürlich nicht dieselbe und wie im Deutschen oder im Französischen gibt es einige Sonderzeichen.

Das spanische Alphabet gleicht dem Deutschen.
Zum Glück musst Du nicht erst noch ein neues Alphabet lernen! | Quelle: Pixabay

Spanisch ist zwar wie Französisch und Italienisch eine romanische Sprache, aber sie hat immerhin auch mit dem Deutschen einen gemeinsamen Vorfahren: das lateinische Alphabet, das aus dem alten Rom kommt.

Die Sprache wird von mehr als 577 Millionen Sprechern weltweit gesprochen und ist Spanisch ist eine sogenannte SVO-Sprache, eine Sprache, deren Satzbau auf der grammatikalischen Reihenfolge "Subjekt-Verb-Objekt" basiert.

Das bedeutet, dass in einem Satz das Verb und das Objekt in Genre und Menge mit dem Subjekt übereinstimmen.

Aufgrund des Kontakts mit anderen Zivilisationen, ist die spanische Sprache eine lexikalische Sammlung von Wörtern, die aus vielen paläo-hispanischen Sprachen (Iberisch, Hispano-Keltisch), Gallisch, Baskisch, Arabisch, Lateinisch, Kastilisch und verschiedenen indianischen Sprachen (insbesondere seit der spanischen Kolonialisierung von Lateinamerika) entlehnt wurden.

Einige Wörter sind sogar germanischen Ursprungs (aufgrund der Präsenz der Westgoten in Spanien).

Deshalb verfügt Spanisch über einen unendlich reichen lexikalischen Hintergrund, ein bewegendes Mosaik von Kulturen, das die Geschichte Spaniens nachzeichnet und aus der Expansion des Kastilischen vom Mittelalter bis in die Gegenwart resultiert.

Vom 3. Jahrhundert bis zum 1. Jahrhundert v. Chr., das heißt mehr als 200 Jahre lang, war die iberische Halbinsel auf die gleiche Weise römischen Invasionen ausgesetzt wie Gallien (heute Frankreich) unter Julius Cäsar (1. Jahrhundert v. Chr.).
Bis zum Untergang des Römischen Reiches - nach 700 Jahren römische Herrschaft! -  wurde die Bevölkerung von Hispanien (so nannten die Römer Spanien) und Gallien romantisiert und sie sprach das vulgäre Latein.

Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert setzte ein langsamer Prozess der Autonomisation der romanischen Sprachen - einschließlich Spanisch - ein, die sich zunehmend vom vulgären Latein unterscheiden.

Die ältesten kastilischen Texte stammen aus dem 12. Jahrhundert: Es sind die Carticulars von Valpuesta, die in sehr spätem Latein verfasst wurden und die ersten Aspekte des Kastilischen enthüllen.

Ab 1200 erscheinen religiöse Texte, die vollständig in primitivem Kastilisch verfasst sind.

Während des Mittelalters erfuhr der Dialekt von Kastilien eine wichtige Erweiterung: König Alfons X. von Kastilien führte Kastilisch in wissenschaftliche Schriften ein und leitete die kastilische Ausarbeitung wichtiger Werke in Geschichte, Astronomie, Recht und anderen Disziplinen.

Später wurde Antonio de Nebrija (1441-1522) als Autor der ersten Grammatik des Spanischen bekannt, die 1492 veröffentlicht wurde: Es ist die älteste Abhandlung über eine moderne Umgangssprache in Europa.

Zur gleichen Zeit wurde die Reconquista (die Rückeroberung des katholischen Kastiliens im muslimischen Königreich Al-Andalus, heute Andalusien) abgeschlossen und die Kolonialisierung des lateinamerikanischen Kontinents begann.

Heute besteht das spanische Alphabet - eine Ableitung des in Kantabrien verwendeten populären Lateins - aus insgesamt 27 Buchstaben des lateinischen Alphabets, wobei im Laufe der Zeit zusätzliche Digramme und Diakritika erstellt wurden.
Bis 1993 bestand das Alphabet aus den folgenden 29 spanischen Buchstaben: a, b, c, ch, d, e, f, g, h, i, j, k, l, ll, m, n, ñ, o, p, q, r, s, t, u, v, w, x, y, z.

Die Phoneme ch und ll verschwanden 2010 durch eine Reform der Königlichen Akademie der Spanischen Sprache aus dem Alphabet: Seitdem hat das spanische Alphabet, abgesehen vom ñ genau die gleichen Buchstaben wie deutsche Schrift.

Einige Besonderheiten der spanischen Aussprache

Die spanische Aussprache ist für Deutsche nicht immer leicht und es ist wichtig, einige Grundregeln der Phonetik zu kennen.

Übe Spanisch mit Muttersprachlern.
Zwischen zwei Spanischkursen mit Muttersprachlern reden - die beste Methode, um Fortschritte zu machen. | Quelle: Pexels

Einige Phoneme und ihre Aussprache können für manche Schüler eine gewisse Hürde darstellen.

Hier sind einige allgemeine Hinweise zur spanischen Aussprache:

Im Spanischen gibt es sechs Vokale in alphabetischer Reihenfolge: a, e, i, o, u und y (genau wie im Französischen). Jeder Buchstabe spricht sich natürlich auf eine besondere Weise aus, die man sich merken muss, um Wörter auf Spanisch buchstabieren zu können.

Um Spanisch richtig sprechen zu können, musst Du lernen, das "r" zu rollen - allein das ist für viele eine echte Herausforderung!

Auch die Buchstaben "r", "ll", "j" und "z" im Spanischen richtig auszusprechen, ist für deutsche Zungen nicht so leicht.

Einige Grundregeln musst Du Dir merken:

„ch“ klingt wie das deutsche [tsch] in Tschüss, „ll“ spricht sich wie das [j] im deutschen Wort jeder aus.

Ein „y“ spricht sich ebenfalls [j] aus. Das „j“ hingegen spricht sich im Spanischen wie das [ch] in "Ach so!" aus.

Das „c“ wird unterschiedlich ausgesprochen, je nachdem, welcher Vokal folgt. Geht das „c“ einem „a, o“ oder „u“ voran, wird es als [k] ausgesprochen, folgt auf das „c“ ein „e“ oder „i“, wird es wie ein gelispeltes [s] ausgesprochen, so ähnlich wie das englische [th].

„z“ wird ebenfalls wie ein gelispeltes [s] oder englisches [th] ausgesprochen.

Um das „rr“ korrekt auszusprechen, wirst Du es rollen müssen.  Das ist anfangs schwierig, aber mit etwas Übung wird es Dir irgendwann gelingen!

Der Buchstabe "g" bringt auch einige Schwierigkeiten mit sich: Vor einem "a" wird er wie in "Garten" ausgesprochen, aber vor einem "e" oder einem "i" wird "g" wie ein "r" ausgesprochen, das aus dem Rachen kommt...

Die Hauptschwierigkeit im Spanischen besteht darin, dass sich die Bedeutung des gesamten Satzes ändern kann, wenn der Sprecher ein Wort falsch ausspricht.
Zugegeben: Es ist einfacher als im Chinesischen - ein chinesisches Wort kann bis zu 5 verschiedene Aussprachen haben und jede hat eine andere Bedeutung!

Aber dennoch musst Du Dich auch im Spanischen ein bisschen konzentrieren, um nicht völlig daneben zu liegen. Und letzten Endes musst Du auch noch die verschiedenen Aussprachevarianten je nach Region berücksichtigen: Katalonien, Galizien, Andalusien oder Lateinamerika. Es heisst, in Kolumbien sei die spanische Aussprache am einfachsten zu assimilieren (weil Kolumbianer besser artikulieren als ihre lateinamerikanischen Nachbarn).

Wenn Du möglichst schnell Spanisch lernen möchtest, empfehlen wir Dir zwei Möglichkeiten:

  • Privatunterricht mit einem Spanisch-Lehrer bei Superprof,
  • Unternimm eine Sprachreise, um Spanisch in einem spanisch-sprachigen Land zu lernen.

Idealerweise kombinierst Du natürlich diese beiden Möglichkeiten miteinander, wobei wir Dir allerdings empfehlen, mit ein paar Stunden Privatunterricht in Spanisch anzufangen, bevor Du ins kalte Wasser springst!

Namen und Genres in der spanischen Sprache

Wie auf Französisch sind die Nomen auf Spanisch entweder männlich oder weiblich, es gibt kein Neutrum.
Wenn sie mit einem "o" enden, ist es fast immer ein männlicher Name: chico, perro, gato, hijo, teléfono, rio, barrio, boligrafo, cielo, banco, el cambio, el dinero, el edificio, diccionario, abrigo, libro, piso, baño, litro, ejemplo usw.
Einige Ausnahmen sollten jedoch beachtet werden: la mano, la foto, la moto, la radio.

Maskulinum oder Femininum im Spanischen?
Straße heißt auf Spanisch "carretera" - männlich oder weiblich? | Quelle: Pexels

Wenn es mit einem "a" endet, handelt es sich im Allgemeinen um ein weibliches Wort: la mesa, la chica, la hija, la naturaleza, la ventana, la puerta, la luna, la boca, la revista, la palabra, la sonrisa, la taza, la camisa.

Es gibt eine Reihe von Ausnahmen, wenn Wörter anders enden, insbesondere in zón, ción, sión, dad, tad, tud, ez, humbre, triz, sis oder aje.

Die Namen, die mit zón, ción, sión, dad, tad, tud, ez, humbre, tris und sis enden, sind weiblich: libertad, publicidad, ciudad, razón, nación, pasión, juventud usw.

Wörter, die auf or und oje enden, sind männlich: viaje (Reise), color, ordenador, libertador.
Meere, Berge, Flüsse und Bäche sind allesamt männlich: el rio, los Alpes, los Pirineos usw.

Die Bildung des Plural spanischer Wörter könnte nicht einfacher sein: Wenn das Wort mit einem Vokal endet, fügen wir ein "s" hinzu, und wenn es ein Konson ist, fügen wir "es" oder "as" (bei weiblichen Nomen).

Beispiel:

  • Männlich: niños, hombres, teléfonos, profesores, ojos, gatos, perros
  • Weiblich: niñas, mujeres, casas, profesoras, mesas, chicas, musicas.

Es gibt vier bestimmte Artikel: el, los (männlich), la, las (weiblich). Die unbestimmten Artikel sind: un, unos (männlich), una, unas (weiblich).

Ein weiterer wichtiger Aspekt der spanischen Grammatik: Das Zusammenziehen der Artikel "A + EL" und "DE + EL":

  • A + EL wird zu AL : quiero tomar a el piano (Ich will Klavier spielen) wird zu "quiero tomar al piano".
  • DE + EL wird zu DEL : voy de el hotel a el cine (Ich gehe vom Hotel ins Kino) wird zu "voy del hotel al cine".

Vielleicht behandelst Du dieses Thema in Deinem ersten Kurs mit Deinem Superprof persönlich vor Ort oder in Deinem Spanischkurs online per Webcam flexibel und bequem von zu Hause oder unterwegs aus!

Vergleiche und Superlative auf Spanisch

Der Notwendigkeit, einen Vergleich auszudrücken, wirst Du Dich in einem Gespräch auf Spanisch bald stellen müssen. Der Fluss einer Unterhaltung kann leicht ins Stocken kommen, wenn Du zwei Dinge nicht vergleichen kannst.
Lasst uns also über Überlegenheit, Unterlegenheit oder Gleichheit sprechen: mehr als, weniger als, genau so viel, besser, schlechter, genauso gut wie usw.

Die Regeln der Superlative im Spanischen.
Wie sagst Du: "Seine Hand ist kleiner als meine?" | Quelle: Pexels

Hier ist die Regel:

  • Um auszudrücken, dass zwei Dinge verschieden sind, verwenden wir más / menos que,
  • Um auszudrücken, dass zwei Dinge gleich sind, verwenden wir igual de ... que, oder tan ... Como (mit Adjektiv oder Adverb) und igual ... que sowie tanto ... Como mit dem Verb.

Hier einige Beispiele:

  • Berlin ist größer als Stuttgart: Berlíes más grande que Stuttgart,
  • Stuttgart ist kleiner als Berlin: Stuttgart es menos grande que Berlín,
  • Peter ist genauso groß wie Paul: Pedro es igual de alto que Paulo,
  • Peter hat die gleiche Größe wie Johannes: Pedro es tan alto como Juan.
  • Er isst so viel wie sein Vater: come tanto como su padre.

Vergleiche, um Überlegenheit und Unterlegenheit auszudrücken, um eine Person oder eine Sache im Vergleich zu einem Ganzen hervorzuheben werden mit dem Wörtchen más ausgedrückt.

Dies wird verwendet, um auszudrücken, dass etwas das beste, grösste, schönste... von etwas ist, zum Beispiel: "Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt" (El Monte Everest es la montaña más alta del mundo) oder eben der kleinste: la más pequeña de...

Um ein hohes Maß an Qualität auszudrücken, wird der Begriff muy + Adjektiv verwendet oder an das Wort selbst die Endung ísimo, ísima, ísimos, ísimas angehängt:

  • Muy guapo : guapísimo,
  • Muy grande : grandísimo,
  • Muy alta : altísima.

Wenn Du alle diese spanischen Ausdrücke beherrscht, bist Du bereits einen grossen Schritt weiter! Das ist eine wichtige Phase, um auf ein mittleres Niveau zu gelangen.

Dafür musst Du Deine Grammatikübungen multiplizieren und lernen müssen, selbstständig zu arbeiten: Dein Spanischlehrer wird nicht immer hinter Dir stehen können!

Weitere Besonderheiten der spanischen Grammatik!

Wenn Du Spanisch lernst, kommst Du um die Grundlagen der Grammatik nicht herum: Pronome (Personalpronomen, Possessivpronomen, Reflexionspronomen) und Demonstrative.
Sie werden hauptsächlich verwendet, um jemanden anzusprechen oder Dinge zu bezeichnen.

Die Grundlagen der Spanisch Grammatik.
"Mi ciudad es muy guapa": Wie lernst Du schnell die Grundlagen der spanischen Grammatik?

Außerdem lauten die Formeln für die Ansprache von Personen im Singular "" und im Plural "vosotros" (männlich) oder "vosotras" (weiblich).

Beachte, dass auf Spanisch das Subjektpronomen nicht verwendet wird und die Endung des Verbs der grammatikalischen Person entspricht.

Reflektierte Pronomen werden mit bestimmten Verben verwendet: Dies sind pronominale Verben, bei denen der Infinitiv von "se" begleitet wird: levantarse, despertarse, llamarse, vestirse, venderse, alquilarse etc.

Diese Pronomen sind me, te, se, nos, os, se. Das Verb wird mit diesem Pronomen konjugiert: Me llamo (ich heisse), te Lamas (Du heisst), me he Desperado (ich bin aufgewacht), nos sentamos (wir setzen uns), etc.

Possessivpronomen sind in Geschlecht und Anzahl mit dem Namen abgestimmt, den sie ersetzen, und dienen dazu, Besitz auszudrücken, ohne den Namen nennen zu müssen.
Dies sind: mío, mía, míos, mías, tuyo, tuya, tuyos, tuyas, suyo, suya, suyos, suyas, nuestro, nuestra, nuestros, nuestras, vuestro, vuestra, vuestros, vuestras.

  • ¿De quién es este libro ? : Es mío (Wem gehört dieses Buch ? Es ist meins),
  • Mi padre tiene más dinero que el tuyo (Mein Vater hat mehr Geld als Deiner),
  • ¿Es vuestro este gato ? Sí, es nuestro (Ist das Ihre Katze ? Ja, es ist unsere).

Schließlich die letzte Komponente der Pronomen: das Demonstrativpronomen. Es wird verwendet, um eine Sache oder eine Person direkt zu bezeichnen. Zum Beispiel "diese Person", "dieser Tisch", "diese Früchte sind reif", "diese Häuser sind schön" usw.

Sie stimmen in Geschlecht und Anzahl mit dem Namen überein und geben auch die Lokalität des Subjekts von nah oder fern an: Dies sind die Pronomen este, estos, esta, estas,  ese, esos, esa, esas, aquel, aquellos, aquela, aquellas.

Jetzt musst Du nur noch die Konjugation von Verben und dabei insbesondere die Feinheiten der spanischen Konjugation lernen (Ser und Estar, unregelmäßige Verben, Zeitformen und Modi), um Spanisch zu sprechen wie - naja, sagen wir FAST wie ein waschechter Spanier. ;)

Wie lerne ich die spanischen Sonderzeichen?

Genauso wie im Deutschen mit unseren Umlauten oder in der französischen Rechtschreibung mit ihrem accent aigu (é), accent grave (à, è, ù) und accent circonflexe (â, ê, î, ô, û), gibt es auch im Spanischen Sonderzeichen, den tonischen Akzent, den ausgeschriebenen Akzent und die Tilde.

Die spanischen Sonderzeichen.
Spanien ist wie seine Sprache: Bunt, laut und voller Lebensfreude! | Quelle: Pixabay

Der tonische Akzent

In der gesprochenen Sprache hat jedes spanische Wort jeweils eine Silbe mit einem betonten Vokal. Der tonische Akzent auf dieser bestimmten Silbe hebt sie im Verhältnis zu den anderen hervor.

Es gelten vier Hauptregeln:

  • Wenn das Wort mit einem Vokal oder mit den Konsonanten "n" und "s" endet, setzen wir den tonischen Akzent auf die vorletzte Silbe (wie bei cerveza, bebida, camino, barrio, barrios usw.).
  • Wenn das Wort weder mit einem Vokal noch mit anderen Konsonanten als "n" und "s" endet und keinen schriftlichen Akzent enthält, wird der tonische Akzent auf der letzten Silbe gelegt (wie bei cantar, caminar, ordenador, arzt, autoridad, facultad, nivel, papel usw.).
  • Was ist mit den Wörtern, die mit "ión" enden (attención, sección, acción, emoción, evaluación, liberación, lección, capitalización usw.)? Dies sind Akzentuierungsunregelmäßigkeiten, denn wenn sie mit einem "n" enden, sollten wir die vorletzte Silbe akzentuieren, aber das Vorhandensein des Akzents verschiebt diese auf der letzten Silbe.
  • Und zuletzt wird bei einigen Wörtern die Silbe betont, die vor der der vorletzten Silbe steht: sílaba (Silbe), bolígrafo (Stift), párajo (Vogel), paréntesis (Klammer).

Der schriftliche Akzent

Spanische Wörter, die den Regeln der Akzentuierung nicht entsprechen, werden mit ausgeschriebenen Akzenten versehen, die dann die Stelle des tonischen Akzents angeben. Beispiele: caféánimo, árbol. Einige spanische Vokabeln haben dieselbe Aussprache, dieselbe Schreibweise, aber nicht dieselbe Bedeutung: Homophone und Homonyme haben manchmal einen schriftlichen Akzent, um sie von anderen zu unterscheiden, so zum Beispiel Solo als Adjektiv und Sólo als Adverb.

Oder auch tu und tú : Das erste ist ein Possessiv-Adjektiv und das zweite ein Personalpronomen.

Die Tilde

Die Tilde spricht sich für Deutsche in etwa wie „nj“ aus. Du solltest die Aussprache perfekt beherrschen, da Du sonst Schwierigkeiten haben wirst, Dich zu verständigen! Beispiele sind Wörter wie engañar, añejo, español, pañuelo etc.

Wenn Du eine E-Mail oder einen Brief an einen Spanier oder einen spanischsprachigen Einwohner Lateinamerikaner schickst, musst Du darauf achten, diese Akzente zu beachten. Für uns ist es nur ein kleiner Akzent, für einen spanischen Muttersprachler ein grober Rechtschreibfehler.

Um die spanischen Akzente zu lernen, empfehlen wir Dir, so viel wie möglich in die spanische Kultur einzutauchen: Lese spanische Literatur, höre spanische und südamerikanische Musik, höre spanischsprachiges Radio, sehe Filme etc.

Spanische Diphthonge und Triphthonge

Du kannst jetzt einigermassen korrekt Spanisch lesen, sprechen und schreiben? Wunderbar!

Widmen wir uns einer weiteren Feinheit der iberischen Grammatik: Dem Diphthong und dem Triphthong. Was soll das sein? Also: Ein Diphthong ist ein Doppellaut aus zwei verschiedenen Vokalen innerhalb einer einzigen Silbe. Ein Triphthong ist folglich ein Dreifachlaut aus drei Vokallauten.

Ein Beispiel für einen Diphthong im Spanischen.
"Si lo puedo, iré a México": Wo befindet sich der Diphthong? | Quelle: Pixabay

Wir sprechen von Diphthong, wenn ein schwacher Vokal mit einem starken Vokal verbunden ist oder wenn zwei schwache Vokale vereinheitlicht werden, um die Aussprache zu vereinfachen: Zum Beispiel konjugieren wir das unregelmäßige Verb poder (Macht) im Infinitiv "puedo, puedes, puede, podemos, podéis, pueden".

Stelle Dir nun eine Konjugation desselben Verbs mit den Wörtern podo, podes, pode, podemos, podéis, poden vor: Wäre das nicht sehr unansehnlich?

Der Diphthong wird daher gemäß den spanischen Konjugationsregeln auf die erste Person, die zweite Person und die dritte Person im Singular sowie auf die dritte Person im Plural angewendet.

Die häufigsten Diphthonge sind:

  • "ei" oder "ey",
  • "ui" oder "uy",
  • "ie", wie in "pienso", (ich denke),
  • "io", wie in "cielo", der Himmel,
  • "ue", wie in "cuesta" oder "puedo" ("ich kann", vom Verb poder).

Der spanische Diphthong verändert den Klang und die Aussprache eines Wortes und dient dazu, den Klang eines Wortes vor starken Vokalen abzumildern.

Ein Triphthong wird gebildet, indem ein offener Vokal - der den tonischen Akzent erhält - zwischen zwei geschlossenen Vokalen in einer Reihenfolge von schwach-stark-schwach-Vokalen eingefügt wird.
Er wird in der Konjugation in der zweiten Person Singular (Vosotros) gefunden: Despreciáis (gegenwärtiger Indikativ), Habíais (unvollkommener Indikativ), Estudiáis (gegenwärtiger Indikativ), Apreciáis (gegenwärtiger Indikativ).

Unser Rat zum Lernen von Triphthong und Diphthong:
Üben, üben und Deine Übungsblätter von einem Privatlehrer korrigieren lassen!

Ein Intensiv-Kurs in Spanisch wird Dir helfen, wenn noch Verwirrung herrscht.
Das Beherrschen von Diphthongen und Triphtongen ist bei einer Reise in ein spanischsprachiges Land (Mexiko, Kolumbien, Argentinien, Spanien usw.) sehr nützlich, und Du wirst es Deinem Lehrer danken!

Der spanische Satzbau

Ein weiterer entscheidender Aspekt der spanischen Grammatik ist die Konstruktion von Sätzen.
Die iberische Sprache unterliegt wie alle romanischen Sprachen der Reihenfolge SVO - Subjekt-Verb-Objekt.

Wie bilde ich einen spanischen Satz?
Es wird Dir helfen, in einem spanischen Satz die verschiedenen grammatikalischen Bausteine farbig zu markieren. | Quelle: Pexels

Um jedoch die Reihenfolge der Wörter im spanischen Satz zu beherrschen und jede Art von Satz zu lernen, gibt es nicht viele Möglichkeiten: Du musst üben!
Nur so stellst Du sicher, dass Du das Verb immer korrekt konjugierst (in der Gegenwart, einfache Zukunft, zusammengesetzte Vergangenheit, einfache Vergangenheit, gegenwärtiger Konjunktiv und unvollkommener Konjunktiv, Imperativ etc.).

Um zu lernen, einen Satz korrekt zu bilden, musst Du die richtige Reihenfolge der Wörter kennen, das Adjektiv platzieren und den verbalen Teil konjugieren. Auch das Erlernen der Vergleichswörter ist wichtig: más (mehr), menos (weniger).

Vergleiche mit Überlegenheit oder Unterlegenheit werden in der Regel vor das Adjektiv gestellt.
Auf Spanisch stimmen Adjektive in Geschlecht und Anzahl überein und werden nach dem Namen geschrieben, für den sie sich qualifizieren: Zum Beispiel schreiben wir "el párajo guapo" (der schöne Vogel), "Elena es una mujer muy guapa" (Elena ist eine sehr schöne Frau).
Wir können daher schreiben: "Elena es una mujer muy guapa y es más alta que Maria, su amiga." (übersetzt: Elena ist eine sehr schöne Frau und sie ist größer als Marie, ihre Freundin).

Bevor Du also Sätze bildest oder auf Spanisch plauderst, solltest Du Folgendes beherrschen:

  • Die spanischen Konjugationstabellen,
  • Die inregelmäßige Verben,
  • Die Beendigung aller üblichen Verben,
  • Die Zeiten.

Unsere letzten Tipps zur Verbesserung Deiner Fähigkeiten im Spanischen: Grammatik lernen, Wortschatz aufbauen, Übungsaufgaben machen, Videos angucken und Podcasts anhören, Dich auf eine Reise nach Spanien oder Lateinamerika vorbereiten.

Und natürlich Spanischunterricht bei einem unserer Spanischlehrer auf Superprof!

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.