Es gibt viele gute Gründe, Latein zu lernen:

Latein ist die Sprache des Römischen Reiches, das Fundament vieler moderner Sprachen und die Wiege der europäischen Geschichte und Kultur.

Wenn Du durch eine große Stadt in Europa läufst, wirst Du wahrscheinlich auf Denkmälern viele Inschriften auf Latein sehen. Blättere durch ein Buch oder eine Zeitung, und Du wirst vielleicht auf folgende Wörter stossen: status quo, alter ego, carpe diem, quid pro quo, ad hoc, alibi, bonafide…

Latein zu lernen bringt uns viel über unsere Vergangenheit bei. Allerdings hatLatein auch den Ruf, schwierig zu sein, trocken, elitär...

Dieser Ruf ist nicht ganz fair. Man lernt keine Sprache einfach über Nacht, aber die richtigen Lernmaterialien, ein Plan und ein guter Lehrer, können Latein lernen wesentlich angenehmer machen.

Latein war jahrtausendelang die Sprache der internationalen Kommunikation. Das früheste existierende Beispiel dafür stammt aus dem siebten Jahrhundert vor Christus, lange vor den Tagen der Römischen Republik und des Reiches. Es wurde im Mittelalter und in der Renaissance häufig an europäischen Gerichten und Universitäten eingesetzt. Und es blieb bis in die 1960er Jahre die Sprache der römisch-katholischen Kirche. Heute gibt es viele Sprachen, die ein bisschen wie Latein klingen: Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Rumänisch, Galizisch, Katalanisch...

Und auch Englisch und Deutsch sowie Niederländisch, haben viele Wörter, die auf das lateinische zurückgeführt werden können. Das englische „pm“ und „am“ nach der Uhrzeit sind die Initialen für "post meridiem" und "ante meridiem". Kurz gesagt, Latein wird oft als "tote Sprache" angesehen, ist aber in unserem Alltag noch sehr lebendig.

In jeder beliebigen deutschen Tageszeitung wirst Du viele lateinische Wörter entdecken. | Quelle: Unsplash
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Die lateinischen Vokabeln

Wie gesagt, kann man sich viele lateinische Vokabeln relativ gut herleiten, da viele unserer Wörter aus dem Lateinischen abgeleitet sind, wie:

  • "-ab" ("weg von", "ohne") in "abwesend" oder "abnormal".
  • "-acu" ("scharf") in "Akupunktur" oder "akut"
  • "ambi-" ("beide Seiten") in "ambivalent"
  • "amat-" (lieben) in "Amateur"
  • "anti" ("vorher", "gegen") in "antizipieren" oder "Anti-Held")
  • "ben" ("gut") in "Benefitz"
  • "com" ("zusammen") in "Kommune"
  • "clar" ("klar", "deutlich") in "deklarieren
  • "doc" ("lehren") in "Doktrin"
  • "ego" ("ich") in "egozentrisch"
  • "fac" ("machen", "tun") in "Fakultät" oder "Manufaktur"
  • "grand-" ("groß") in "grandios"
  • "hom-" ("gleich") in "homogen"
  • "inter" ("zwischen") in "international"
  • "jus-", "jur-" ("Gesetz") in "Jurist" oder "Justiz"
  • "lact" ("Milch") in "Laktose"
  • "manu" ("Hand") in "manuell" oder "Manufaktur"
  • "op-" ("gegen") in "Opposition"
  • "pac-" ("Frieden") in "Pazifismus"
  • "plas-" (Form") in "Plastik"
  • "qui-" ("ruhig", "leise") in "Requiem"
  • "reg-", "-rig-", "rect-" ("gerade") in "direkt"
  • "-sign" ("zeichnen") in "Signatur" oder "Design"
  • "tang-", "-ting-", "tact-", "tag-" ("anfassen") in "taktil"
  • "urbi-" ("Stadt") in "urban"
  • "vad-", "vas-" ("gehen") in "Evasion"

Lasse die Sprache beim Lernen lebendig werden. Spreche die Wörter so viel wie möglich. Lese moderne Texte (zum Glück gibt es eine große Auswahl an aktuellen Büchern auf Latein).

Die lateinischen Deklinationen

Im Lateinischen gibt es:

  • 5 Deklinationen (Singular und Plural, Femininum, Maskulinum und Neutrum) und
  • 6 Fälle (Nominativ, Vokativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ, Ablativ).

Sie zu lernen ist für jeden, der Latein lernen möchte, unerlässlich. Die Deklination eines Subjekts oder Adjektivs hängt von seiner Funktion im Satz ab. So übernimmt der Vokativ zum Beispiel die Funktion des Appells oder Aufrufs.

Es liegt an dir, wie Du die fünf lateinischen Deklinationen lernen willst.

  • 1. Deklination: rosa, ae, f,
  • 2. Deklination maskulin: dominus, i, m,
  • 2. Deklination Neutrum: templum, i, n,
  • 3. Deklination (die schwierigste!)
    • Gleichsilbige Substantive maskulin oder feminin : civis, is, m,
    • Gleichsilbige Substantive Neutrum: mare, is, n,
    • Ungleichsilbige Substantive maskulin oder feminin : consul, is, m,
    • Ungleichsilbige Substantive Neutrum: corpus, is, n.
  • 4. Deklination maskulin / feminin : manus, us, f,
  • 4. Deklination Neutrum : cornus, us, n,
  • 5. Deklination : res, rei, f.

Jetzt, wo Du weißt, wovon wir sprechen, haben wir Dir einige Tipps zusammengefasst, damit Du dir all diese komplizierten Dinge auch gut merken kannst.

  • Nutze die Theorie der multiplen Intelligenzen: Die Sprachliche Intelligenz, die logisch-mathematische Intelligenz und die räumliche Intelligenz eignen sich besonders gut, um Latein zu lernen. Verbalisieren das, was Du bezüglich der Deklinationen empfindest und erstelle Tabellen, verwende Farbcodes oder gestalte Diagramme - hier ist Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt!
  • Die lateinischen Deklinationen singen: Versucht, ein Lied zu erfinden, um Euch die Deklinationen besser einzuprägen oder um berühmte lateinische Zitate besser beizubehalten. Und wenn Ihr dafür keine Muße habt – keine Sorge, es haben schon ein paar Musiker vorgelegt!
Singen kann Dir beim Latein Deklinationen Lernen helfen!
Wenn Du die lateinischen Deklinationen in ein Lied verpackst, kann Dir das beim Lernen helfen! Quelle: Bruce Mars on Unsplash
  • Lernen mit Lateinübungen: Nichts ist beim Sprachenlernen besser geeignet, als das Gelernte anzuwenden. Es gibt viele lateinische Übungsaufgaben zu den Deklinationen, die Dir auf Websites wie uebungskoenig.de zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen.
  • Nimm Dir Nachhilfe in Latein: Wenn nichts von den obigen Optionen für Dich funktioniert oder Du nicht weißt, wie Du selbstständig arbeiten sollst, engagiere einen Nachhilfelehrer für Latein! Er wird die besten Methoden haben, die Dir dabei helfen, Dir den Lateinstoff einzuprägen.
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Die lateinischen Fälle

Jetzt werfen wir einen kurzen Blick auf eines der wichtigsten Merkmale der lateinischen Grammatik: Die Fälle. Die lateinischen Fälle geben die verschiedenen Funktionen an, die Substantive, Pronomen und Adjektive in einem Satz haben. Der Fall wird durch die Wortendung angezeigt.

Nominativ: der Fall des Subjekts

Der Nominativ ist die Form des Substantivs, das für das Thema des Satzes verwendet wird:

  • "femina aurum amat." = "Die Frau liebt Gold."
  • "servus forum videt." = "Der Sklave sieht das Forum."

Der Nominativ wird auch für das sogenannte Komplement verwendet, normalerweise ein Wort, das durch das Verb „sein“ mit dem Thema eines Satzes verbunden ist:

"femina est regina." ("Die Frau ist eine Königin.")

Beachte, dass in diesem Satz die Frau - "femina" - ebenfalls im Nominativ steht, da sie Gegenstand des Satzes ist. 

Akkusativ: der Fall des Objekts

Der Akkusativ ist die Form des Substantivs, das für den Gegenstand des Satzes verwendet wird.

  • "servus feminam amat." = "Der Sklave liebt die Frau."
  • "puer lupum capit." = "Der Junge fängt den Wolf."

Der Akkusativ wird auch nach bestimmten Präpositionen im Lateinischen verwendet (z. B. "ad" = „zu; in Richtung auf“).

  • "puer ad feminam currit." = "Der Junge läuft auf die Frau zu."

Die Tabelle unten fasst die Verwendung des Nominativs, Akkusativs und der anderen vier Fälle im Lateinischen zusammen. Sie verschafft Dir einen Überblick über die Funktionsweise lateinischer Substantive. Beachte, wie sich das Ende eines lateinischen Substantivs wie servus, „Sklave“, in den verschiedenen Fällen ändert (serv -us, serv -um, serv -i usw.).

FallVerwendungÜbersetzung
Nominativ (Servus)- wird für das Thema eines Satzes verwendet
- wird nach dem Verb "sein" verwendet
- "Ein Sklave ..."
- "Der Sklave ..."
Vokativ (Serve)wird verwendet, wenn jemand angesprochen wird- "Sklave!"
- "O Sklave..."
Akkusativ (Servum)für das Objekt eines Verbs, das nach bestimmten Präpositionen verwendet wird- "… ein Sklave",
- "… der Sklave"
Genitiv (Servi)wird verwendet, um Besitz anzuzeigen- "von dem Sklaven"
- "des Sklaven"
- "eines Sklaven"
Dativ (Servo)wird mit Verben des Gebens, Sagens, Zeigens oder Erzählens verwendet- "für den Sklaven"
- "für einen Sklaven"
Ablativ (Servo)Der Ablativ antwortet auf die Fragen wie? warum? womit?etc. und wird im Deutschen mit einem Hilfswort ausgedrückt (mit, durch, von, über, mithilfe von etc.). ("Womit tötet Brutus Caesar?")
"Brutus tötet Caesar mit einem Schwert." = "Brutus Caesarem gladio necat."

Latein hat kein Wort für "ein/e" oder "der/die/das". Die verschiedenen Endungen von "servus" übernehmen diese Aufgabe.

Wie sieht die Grammatik in Latein aus?
Die alten Römer haben überall Spuren hinterlassen. | Quelle: Unsplash

Die lateinischen Konjugationen

Die grammatikalischen Regeln der indogermanischen Sprachen (z.B. Englisch, Gälisch, Französisch, Deutsch, Russisch, Latein, Griechisch, Punjabi) sind ähnlich, aber es ist nicht immer leicht, das auch wirklich zu sehen, wenn man anfängt, eine neue Sprache zu lernen.

Allen diesen Sprachen gemeinsam ist die „Beugung“ von Substantiven, Adjektiven und Verben, wobei das Ende des Wortes entsprechend seiner Funktion im Satz geändert wird. Zum Beispiel sind "Junge", "Jungen", "Jungens" Beugungen eines Substantivs. "Dies", "dieses", "dieser", "diesen" sind Beugungen eines Adjektivs, und "lehren", "lehrte", "gelehrt" und "lehre" sind Beugungen eines Verbs.

Latein verwendet viele Beugungen, unter anderem die Konjugation der lateinischen Verben.

Im Deutschen haben wir einige Beugungen gegen ein sehr strenges System der Wortreihenfolge ausgetauscht. Zum Beispiel bedeutet "Diese Mädchen füttern die Pferde" eine Sache und "Die Pferde füttern diese Mädchen" etwas ganz anderes. In ähnlicher Weise unterscheidet sich "Sie fahren morgen nach Spanien" von "Fahren sie morgen nach Spanien?". Ob etwas eine Aussage oder eine Frage ist, sehen wir an der Reihenfolge der Wörter.

Dies gilt im Lateinischen viel weniger.

Die Endungen der Wörter (die Beugungen) sind entscheidend für das Verständnis eines lateinischen Satzes. Wenn Du Latein lernst, musst Du Deine Lesegewohnheiten ändern. Du musst die Wortenden noch genauer betrachten als die Anfänge, denn erst durch die Endungen wird die Bedeutung eines Satzes klar

Überblick über die lateinische Grammatik
Latein verschafft spannende Einblicke in unsere Geschichte. | Quelle: Unsplash

Lateinische Adjektive

Adjektive sind Wörter, die Substantive beschreiben, zum Beispiel "schöne Stadt", "diese Stühle", "gute Leute", "meine Schokolade" oder "mein schnelles Pferd". Die Adjektive in Latein stimmen sie genau wie im Deutschen mit dem von ihnen beschriebenen Substantiv überein: Das heißt, sie passen sich hinsichtlich Geschlecht (männlich, weiblich oder neutral) und Zahl (Singular oder Plural) dem Substantiv an.

"Mein Haus ist weiss" - "domus mea est alba."

"Sie hat drei kleine Hunde." - "ea tres canes parvos habet."

Jetzt solltest Du mit den wichtigsten Grundprinzipien der lateinischen Grammatik vertraut sein. Du wirst  diese grammatikalischen Konzepte ständig wieder treffen, wenn Du ernsthaft Latein lernen möchtest. Die Grammatik ist natürlich ein wichtiger Aspekt jeder Sprache, aber der Wortschatz ist ebenso wichtig. Wir hoffen, dass Du gesehen hast, dass die Verbindung zwischen Latein und Deutsch relativ eng ist und dass viele lateinische Wörter den deutschen Wörtern ähneln. 

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Bertine

Ich bin studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin, schreibe leidenschaftlich gerne und interessiere mich besonders für Sprachen, fremde Kulturen, Geschichte und Handwerk.