Du hast Dich entschieden, Klavierspielen zu lernen, aber hast keine Ahnung von Musik?

Partitur, Notenlehre, Rhythmus… Du hast Angst vor den Grundlagen, die manchmal langweilig und entmutigend sein können?

Das Klavierspielen Lernen ist in der Tat nicht immer leicht … wird aber immer populärer.

War es früher nur für die Elite möglich, einen Lehrer zu bezahlen, so ist Klavier Lernen heute für jeden möglich, auch dank der vielen Klavier Online-Kurse.

Die jungen Mädchen reicher Familien sind nicht mehr die einzigen, die in den Genuss dieses schönen Tasten- bzw. Saiteninstruments kommen.

Wenn Du Dich nicht so wirklich mit Konservatorien oder Musikschulen identifizieren kannst, ist es auch möglich, zuhause einen Piano Kurs zu machen.

Du kannst mit Deinem Privatlehrer Klaviernoten lernen. Oder auch mit Hilfe von Videos erfahren, wo Du Deine Finger hinlegen musst!

Wie auch immer: Hier sind einige Tipps...

Wo und wie kann ich Klavier spielen lernen?

Die vielleicht gängigste Möglichkeit ist immer noch die Musikschule in Deinem Wohnort. Da das Piano sehr beliebt ist, gehört e zum Standardangebot einer jeden Musikschule. Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, Erwachsene oder Kinder – in der Regel gibt es Kurse für jedes Niveau, in denen Du eine solide Ausbildung erhältst.

Da die Klavierstunden nach einem festgelegten Stundenplan stattfinden, ist dies aber nicht für alle Klavieranfänger eine geeignete Option. Wenn Du Dir etwas mehr zeitliche Flexibilität wünschst, kannst Du Dir eine*n Privatlehrer*in suchen. Gemeinsam könnt ihr euch darüber einigen, wie regelmäßig und wo der Klavierunterricht stattfinden soll (bei Dir zu Hause für Klavierunterricht Berlin oder Klavierunterricht München, in externen Räumlichkeiten oder auch online per Webcam).

Oder stellst Du Dir die Frage: Kann ich mir selbst Klavierspielen beibringen? Auch das ist durchaus möglich. Du kannst Dir Unterrichtsmaterialien besorgen und mit Hilfe von Klavierschulen in Buchform lernen, oder Dir selbständig alles Wichtige im Internet zusammensuchen.

Jede Lernmethode hat ihre Vor- und Nachteile. Welche die richtige für Dich ist, musst Du am Ende selbst entscheiden. Die Unterschiede zu kennen, kann Dir dabei helfen.

 

 MusikschulePrivater Klavierlehrerautodidaktisch
Zeitaufwand für den UnterrichtRegelmäßiger Unterricht nach StundenplanRegelmäßiger Unterricht, der flexibler gestaltet werden kannDu kannst Dir die Zeit frei einteilen, das braucht natürlich auch Disziplin
KostenFester Jahres- oder SemesterbeitragNach Stunde, meistens etwas teurer als in der MusikschuleGeringe bis gar keine. Je nachdem ob Du gut strukturiertes Lehrmaterial kaufst (als Buch oder Online-Abo) oder Dir alles selbst zusammensuchst)
UnterstützungDu wirst persönlich betreut und kannst jeder Zeit Fragen stellen.Persönliche Betreuung und eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Lehrer*innen.Du bist auf Dich allein gestellt. Vielleicht findest Du aber ein Forum, in dem Du Deine Fragen stellen kannst.

Egal für welche Variante Du Dich entschiedest, in jedem Fall wirst Du um regelmäßiges, selbstständiges Üben nicht herumkommen. Wie lange es dauert, bis Du Klavier spielen kannst, hängt viel mehr von Deiner Übungsroutine als von der gewählten Lehrmethode ab.

Einfache Melodien und Akkorde zur Liedbegleitung wirst Du schon nach kurzer Zeit spielen können. Das wird Dich zum weiterüben motivieren.

Klavier spielen lernen als Erwachsener: geht das?

Kann man auch als Erwachsener Klavier lernen? Selbstverständlich. Es ist nicht schwieriger, Pianospielen zu lernen, wenn man älter ist.

Die Lernmethoden sind einfach nur andere als für Kinder, je nach Alter und Erfahrung. Immer mehr Erwachsene trauen sich!

Also gib bloß nicht auf, nur weil Du denkst, Du wärst zu alt, um ein guter Pianist zu werden!

Wenn Du die Filmmusik von "Die fabelhafte Welt der Amélie" an einem Tag perfekt beherrschen willst, dann lass Dir gesagt sein, dass Dich das nur entmutigen wird...

Du brauchst ein wenig Geduld und musst akzeptieren, dass jeder einen anderen Rhythmus hat. Und dieser Rhythmus ist vielleicht nicht mehr der gleiche wie früher in der Grundschule.

Und um auf seine eigene Art und Weise voranzukommen, muss man sich Zeit nehmen.  Das ist nicht immer leicht beim Klavier Lernen als Erwachsener.

Der private und berufliche Alltag macht es einem nicht leicht, sich regelmäßig für einige Minuten an die Übungen zu setzen. Versuche Dir eine oder mehrere Stunden in der Woche festzulegen und diese auch einzuhalten.

Klavier spielen als Erwachsener ist mit der richtigen Motivation und Planung.
Du willst als Erwachsener Klavier spielen lernen? Dann musst Du regelmäßig üben und dranbleiben. | Quelle: Unsplash

Deine Motivation ist sehr wichtig. Gib niemals auf, auch nicht wenn Du vor Hindernissen stehst.

Beginne mit einem Stück, das Dir gefällt und wechsle nicht direkt nach drei Tagen. Auch wenn es etwas komplizierter wird.

Die Schwierigkeiten, die es mit sich bringt, kann man mit ein bisschen Einsatz bewältigen. Und Du wirst sehen: Klavierspielen wird Dich Ausdauer lehren.

Suche Dir ein machbares Stück aus, damit Du nicht schon im Vorhinein den Mut verlierst.

Man sollte zum Beispiel nicht gleich die Fünfte Symphonie von Beethoven oder den Boléro von Ravel auswählen.

Wenn Du weißt, dass Du Dich alleine nicht so gut motivieren kannst, dann versuche doch gemeinsam mit Freunden das Klavierspiel zu erlernen oder suche Dir einen Klavierlehrer.

Er begleitet Dich Schritt für Schritt und bringt Dir die Grundlagen während des Klavierkurses bei.

Die Grundlagen kennen, um schnell Klavier spielen zu lernen

Wenn Du mit dem Musizieren anfängst, wirst Du wahrscheinlich direkt alles auf einmal kennenlernen wollen.

Geduld zu bewahren ist tatsächlich nicht immer leicht, wenn es darum geht, etwas zu lernen. Vor allem, wenn man nicht mehr an die Schule gewöhnt ist.

Diese Eile wird Deinen Fortschritt jedoch behindern.

Es gibt trotzdem einige Techniken, mit denen man schneller und leichter Klavier lernen kann.

Du kannst zum Beispiel an der Unabhängigkeit Deiner beiden Hände arbeiten oder die Notenlehre in Angriff nehmen.

Alle diese Techniken sind Grundlagen, die Du regelmäßig trainieren musst, damit Du Dich beim Klavier Spielen schnell verbessern kannst.

Wenn Du Diese Grundlagen nicht beherrschst, wird es sehr schwierig sein, sich weiterzuentwickeln…

Klavier spielen lernen als Erwachsener - das geht mit privatem Klavierlehrer oder autodidaktisch.
Wie lange dauert es, bis man Klavier spielen kann? Wenn der Klavierunterricht Spaß macht, wirst Du darüber nicht mehr nachdenken.

Aber der Geburtstag Deines Cousins rückt näher und Du würdest ihm zu diesem Anlass so gerne sein Lieblingsstück auf dem Klavier spielen. Blöd für Dich: Er liebt „Für Elise“...

Ein Grund aufzugeben? Ganz im Gegenteil!

Es ist gut, zu Beginn ein bekanntes Stück auszuwählen. Und gerade dieses hast Du doch mit Sicherheit schon oft gehört.

Der Rhythmus und die Melodie sind wie eingraviert in Deinen Kopf. Das erspart Dir die Aneignung des Stückes.

Aber das Lied zu kennen ist nicht alles. Um Deinen Lernprozess zu beschleunigen, kannst Du Dir mit Hilfe des Internets und Klavierkursen die notwendigen Techniken aneignen.

Auch wenn es viele Vorteile hat, einen Klavierlehrer um Hilfe zu bitten, gibt es mittlerweile immer mehr Lernmethoden und Tutorials online.

Du musst nicht einmal Notenlesen können. Dein virtueller Lehrer bringt Dir jeden Teil der Komposition bei. Du musst nur den passenden für Dich finden und los geht’s mit dem Noten Lernen Online.

Und vergiss nicht Freude am Musizieren zu haben. Ein frustrierter Pianist ist nicht in der Lage, ein Stück korrekt zu spielen. Das macht Dich nur langsamer und ist entmutigend.

Entspann' Dich und setze Dir regelmäßig neue Ziele …

Glaube mir, es ist viel leichter etwas zu lernen, wenn man Spaß dabei hat.

Klavier Noten lesen und sie auf den Klaviertasten finden

Im Internet und in Musikfachgeschäften findest Du recht einfach Klaviernoten der bekanntesten Stücke, die zum Teil sogar extra für Anfänger etwas vereinfacht wurden. Aber was bringt Dir das, wenn Du nicht Noten lesen kannst?

Die Notenschrift erlernst Du ähnlich wie eine Fremdsprache: in kleinen Schritten, bis sich plötzlich das Ganze zusammensetzt und Du gar nicht mehr darüber nachdenken musst.

Die Tasten des Pianos eignen sich ganz hervorragend, um Tonleitern, Akkorde und Harmonien zu verstehen und damit die entsprechende Notierung zu verstehen. Im Grunde musst Du nur 12 Töne kennenlernen, die sich dann immer wieder (höher oder tiefer) wiederholen.

Auf dem Notenpapier entsprechen die Noten ohne Vorzeichen den weißen, die mit Vorzeichen (# oder b) den schwarzen Tasten.

Eine C-Dur-Tonleiter (das ist erstmal die einfachste, da sie keine Vorzeichen hat und nur auf den weißen Tasten gespielt wird) sieht so aus:

Auf diesen Klaviertasten findest Du die Töne der C-Dur Tonleiter.
Die C-Dur Tonleiter in Violinschlüssel und Bassschlüssel. Lerne mit Hilfe der Klaviertasten Noten lesen.

Auf Klaviernoten findest Du in der Regel zwei „Päckchen“ mit jeweils fünf Notenlinien untereinander. Das obere ist für die höheren Töne, die Du eher mit der rechten Hand spielen wirst, das untere für die tiefen Lagen und die linke Hand.

Die unterschiedlichen Notenschlüssel am Anfang sagen Dir, wie Du die Noten zu interpretieren hast. Sie werden verwendet, um möglichst viele unterschiedliche Töne auf oder in der Nähe der Notenlinien schreiben zu können, da dies leichter zu lesen ist.

Ein „c“ kann, je nach dem wie hoch oder tief es ist, folgendermaßen geschrieben werden.

Auf den 88 Klaviertasten kommt der Ton C acht mal vor.
Klavier spielen lernen heißt auch Noten in Bass- und Violinschlüssel lesen lernen.

Auch wenn Du nach Gehör spielst oder versuchst, ohne Musiktheoriekenntnisse zu improvisieren, solltest Du Deine Klaviertasten erstmal etwas kennenlernen. Nur wenn Du die Tonabstände zwischen den einzelnen Tasten kennst, wirst Du die richtig erwischen.

Wie kann man auf dem Klavier Improvisation lernen?

Improvisieren können kann man leider nicht improvisieren!

Das mag sehr überraschend erscheinen, wenn man sich noch nicht so gut mit den Mechanismen der Musik auskennt …

Man muss sehr gut Klavier spielen können, bevor man sich fallen lassen kann. Denn es gibt einige Regeln, die das Gerüst für die Freiheit bilden.

Es gibt viele Improvisationstechniken auf dem Klavier und man braucht Zeit, bis man sie beherrscht.

Zuallererst ist es unerlässlich dass Du einige Grundlagen der Musiktheorie kennst und beherrschst.

Klavier-Anfänger müssen sich dieses Wissen erst erarbeiten, bevor überhaupt mit dem Improvisieren angefangen werden kann.

Aber die Theorie alleine reicht nicht.

Als Schüler musst Du auch erstmal Selbstbewusstsein aufbauen.

Die Improvisation setzt voraus, dass Du Dein Instrument und seine Möglichkeiten kennst, um von den Regeln abzuweichen, die Du bis jetzt gelernt hast.

Du kannst zum Beispiel mit Deiner linken Hand die Melodie und nicht die Akkorde spielen.

Zögere auch nicht, Deinen Musikgeschmack weiterzuentwickeln.

Hör Dir Mozart, Bach, Chopin, aber auch aktuelle Künstler wie Martin Stadtfeld oder Lang Lang, an.

Je mehr Du Dein Repertoire erweiterst, desto mehr wirst Du von verschiedenen Stilen beeinflusst und kannst so dann Deinen eigenen Stil entwickeln.

Improvisation auf dem Klavier kann man nicht nachmachen.

Es geht dabei um den Ausdruck seiner eigenen Gefühle in einem ganz persönlichen Moment.

Jetzt bist Du dran mit Deiner eigenen Interpretation. Vielleicht wirst Du ja der nächste große Virtuose?

Auch wenn das Konzert für den Geburtstag Deines Cousins schon ein großer Sieg sein wird … ;)

Welche sind die besten Bücher zum Klavier Lernen?

Autodidaktisches Lernen wird immer beliebter bei Klavier-Anfängern. Sie besorgen sich Handbücher für das Klavierspielen lernen.

Mit diesen Büchern kannst Du die Grundlagen lernen und sie können Dich auch während Deines Privatkurses zuhause unterstützen. Klavierbücher können eine große Hilfe sein und dienen manchmal als Erinnerungsstütze.

Wer Klavierspielen lernen will, sollte sich ein gutes Klavier Anfänger Buch besorgen.
Ein gutes Handbuch zum Klavierspielen Lernen für Anfänger kann eine enorme Stütze sein. | Quelle: Unsplash

Aber Du fragst Dich wahrscheinlich, welches Buch Du als Klavier Anfänger aussuchen solltest?

Es ist in der Tat wichtig, direkt ein gutes Buch zu kaufen. Es gibt jedoch viele unterschiedliche Kategorien von Handbüchern.

Das beste Buch ist das, was am ehesten Deinen Erwartungen einer guten Klavierschule entspricht:

  • "Klavier spielen – mein schönstes Hobby“ (Hans-Günter Heumann): Dieses Buch ist für Menschen geeignet, die Lust haben, Klavierspielen zu ihrem Hobby zu machen. Das Buch beginnt mit ein wenig Musiktheorie und einführenden Übungen für Hände und Finger, über Musiklehre zu Noten und Rhythmus, bis hin zu verschiedenen Stücken zum Nachspielen.
  • "Smart Piano: Der schnelle Einstieg ins moderne Klavierspiel" (Wolfgang Wierzyk): Dieses Lehrbuch hat die Besonderheit, dass es eine MP3-CD enthält, die Playback-Tracks und komplette Stücke zum Mitspielen und Nachspielen hat. Das Besondere bei dem Buch ist, dass von Beginn an Stücke verschiedenster Musikrichtungen auch Freiraum für Improvisation lassen.
  • "Alfreds Klavierschule für Erwachsene" (Lethco, Manus, Palmer): Hier lernst Du die Grundlagen des Klavierspielens. Mit einer großen Auswahl an Stücken ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auf der zugehörigen CD findest Du Live-Einspielungen, die Dich beim unterstützen können.

Das Wichtigste ist, dass Du zu Beginn ein Buch aussuchst, das klar und leicht verständlich ist.

Es sollte eine gute Mischung aus Text und Abbildungen enthalten, damit Du Lust hast es zu lesen und es nicht im Schrank lässt.

Es ersetzt natürlich niemals einen Kurs bei einem Klavierlehrer, liefert aber wichtiges Wissen.

Außerdem kannst Du diese Klavierschule überall mit hinnehmen. Es wird Dir auch bei Deinen Klavierkursen helfen.

Klavier üben – wie macht man’s richtig?

Der Spaß soll natürlich im Vordergrund stehen. Und der kommt mit einer guten Übungsroutine. Natürlich gibt es Tage, an denen man nicht so richtig Lust hat zu üben. Es ist auch völlig okay, wenn Du es dann halt mal sein lässt, das sollte aber nicht zur Gewohnheit werden.

Integriere das Klavierüben in Deinen Alltag, sodass Du möglichst wenig Ausreden finden kannst, die Übungseinheit ausfallen zu lassen und Dich wie selbstverständlich an Dein Piano. Es ist auch immer gut, wenn das Instrument optisch Teil Deines Alltags ist. Ein Klavier oder Flügel lassen sich zum Glück nur schwer verstecken. Aber wenn Du Keyboard spielst, dann lass es einfach in Deinem Zimmer stehen. Du kannst Dich dann jederzeit hinsetzen und einfach anfangen zu spielen, ohne vorher aufbauen zu müssen.

Wie lange Klavier üben als Anfänger?
Stelle Dein E-Piano oder Keyboard so auf, dass Du nicht daran vorbeikommst regelmäßig zu üben. | Quelle: Unsplash

Wie oft und wie lange sollte man üben? Täglich, wöchentlich, wie viele Minuten oder Stunden? Das allerwichtigste ist die Regelmäßigkeit. Es ist besser jeden Tag 15 Minuten lang zu spielen, als einmal pro Woche für 2 Stunden. Überlege Dir wie viel Zeit Du jeden Tag (oder wenn das gar nicht geht, mindestens jeden zweiten Tag) dafür nehmen kannst und plane diese Zeit fest ein.

Gönne Dir ab und zu einen Ruhetag, an dem sich das Gelernte setzen kann, fahre dann aber wieder mit der gewohnten Routine fort.

Wenn es Dein Zeitplan erlaubt, empfehle ich Dir erstmal eine tägliche Übungszeit von 20 bis 30 Minuten. In den ersten 5 bis 10 Minuten kannst Du Dich einspielen und Deine Finger aufwärmen. Danach spielst Du die Lieder und Übungen, die Du in den Tagen zuvor schon angefangen hast. Für das dritte Drittel kannst Du Dich an etwas Neues wagen, das Du dann in den nächsten Tagen vertiefst. Mach Dir zum Abschluss eine kleine Freude und spiele etwas, das Du schon gut kannst oder das Dir besonders gut gefällt. Damit bekommst Du einen kleinen Motivationsschub für den nächsten Tag.

Achte darauf, dass Du beim Üben diese Fehler vermeidest:

  • Planlos drauflos spielen (überlege Dir vorher, was Du genau trainieren möchtest)
  • In kurzer Zeit zu viel wollen (Deine Finger, Ohren und Dein Gehirn brauchen etwas Zeit um das Gelernte zu verarbeiten)
  • Hastig werden, sich selbst richtig überprüfen (achte stets auf eine korrekte Körperhaltung, benutze die Fingersätze die Du gelernt hast)
  • Zu perfektionistisch oder ungeduldig sein (Üben ist dazu da, um Fehler zu machen! Fange alles Neue sehr langsam und steigere das Tempo nach und nach.)

Die Grundausstattung zum Klavier Spielen Lernen – was brauche ich?

Es klingt banal, aber erstmal brauchst Du natürlich ein Instrument. Flügel, E-Piano, Klavier – was ist am besten? Kann ich Klavier spielen, wenn ich Keyboard spielen kann?

Der Hauptunterschied liegt natürlich im Klang. Ansonsten ist für den Anfang vieles ähnlich.

Wenn Du weißt wo welcher Ton auf den Keyboardtasten ist, kennst Du auch die Klaviertastatur (aber Achtung! Ein Klavier hat 88 Tasten, ein Keyboard nur 61 oder 76). Das Spielgefühl ist jedoch ein anderes. Die Klaviertasten lassen sich schwerer runterdrücken, bei Klavieren (auch Flügel und E-Pianos) kommen außerdem Fußpedale zum Einsatz, die den Klang verändern. Auch das wirst Du mit einem Keyboard nicht lernen.

Dahingegen kannst Du mit digitalen Effekten arbeiten, Rhythmusbegleitung hinzufügen und eine ganz andere Art von Musik erzeugen. In der Anschaffung ist es in der Regel deutlich billiger und auch Transport und Lagerung gestalten sich etwas einfacher.

Wenn Du aus all diesen Gründen erstmal Keyboard lernen möchtest, kannst Du zwar nicht automatisch gut Klavier spielen, aber ein späteres Umsteigen ist durchaus machbar. Du wirst einfach etwas Zeit brauchen, Dich an das neue Spielgefühl zu gewöhnen und den Einsatz der Pedale zu erlernen.

Was braucht man zum Klavier lernen?
Wer sich lieber ein Keyboard anstatt ein Klavier anschaffen möchte, kann mit Effekten den Klang veredeln. | Quelle: Unsplash

Neben dem Instrument an sich brauchst Du einen geeigneten Hocker oder eine Klavierbank. Hocker sind platzsparender und billiger als Bänke, aber auch deutlich instabiler. Um die Noten gut zu sehen und die Augen zu schonen, empfiehlt es sich außerdem eine Notenleuchte anzubringen.

Die ideale Ausstattung findest Du im Musikfachgeschäft in Deiner Nähe oder bei einem Fachhändler im Internet. So kannst Du sicher sein, hochwertiges Material und persönliche Beratung zu bekommen. Alles, was das Musiker*innenherz begehrt findest Du zum Beispiel hier:

  • Thomann
  • MusicStore
  • Just Music
  • Woodbrass

Wie stimmt man ein Klavier?

Unter Musiker*innen gibt es zwei verschieden Typen von Anfängern:

  1. Diejenigen, die Musik nur zum Vergnügen machen, um sich beim Singen zu begleiten, in einer Gruppe oder im Orchester zu spielen oder vielleicht, um zu verführen.
  2. Und dann gibt es diejenigen, die viel weiter gehen und die ihr Instrument komplett auseinanderpflücken, wie die Mechanik eines Autos. Klavierkurse sind hierfür notwendig!

Für Letztere stellt sich also die wesentliche Frage: Wie stimmt man ein Klavier?

Als Erstes kannst Du natürlich einen professionellen Klavierstimmer kommen lassen, wenn Du sichergehen möchtest, was mit Deinem Klavier oder Flügel passiert.

Das kostet natürlich jedes Mal …

Aber keine Sorge, das ist nicht die einzige Option: Du kannst Dein Klavier auch selber stimmen!

Wie?

Um die 220 Saiten und 88 Töne eines Klaviers zu stimmen, solltest Du Dir einen gut bestückten Werkzeugkasten zulegen!

Und damit Dein Instrument schön gerade klingt, brauchst Du folgendes Werkzeug zum Stimmen: eine Stimmgabel, einen Stimmtisch, einen chromatischen Tuner, Stimmkeile, einen Stimmschlüssel, Licht, einen Klavierkurs, Zeit und Plastikzangen!

Und mit diesem Material zum Klavierstimmen hast Du alles Notwendige beisammen, um Dich als Ton-Chirurg zu betätigen.

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Klavier?

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.