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Fotografieren wie ein Profi: Unsere Tipps, um ein guter Fotograf zu werden

Von Florence, veröffentlicht am 23/01/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Fotografieren wie ein Profi: Unsere Tipps, um ein guter Fotograf zu werden.

„Ein großartiges Foto wurde noch nie von einem Fotoapparat gemacht, genauso wenig wie ein großer Roman von einer Schreibmaschine geschrieben wurde.“(Peter Adams)

Beim Fotografieren Lernen geht es natürlich auch darum die richtigen Mittel zu nutzen und den manuellen Modus seines Apparats zu meistern. Aber es geht vor allem auch darum seinen künstlerischen Sinn und seinen eigenen Stil zu entwickeln und so bessere Fotos zu schießen.

Am Besten fängst Du mit den Grundlagen an: der Schwarzweißfotografie. Wenn Du nun schon erste Fortschritte machst, musst Du auch anfangen, Dir Fragen über Dein Material zu stellen. Du musst Dir die richtigen Ziele stecken, die ebenfalls zu Deinen Vorlieben passen. Superprof hilft Dir dabei! Und für die richtige Dosis Inspiration werden wir uns im Internet nach den Fotos einiger großer Fotografen umschauen.

Hier unser Guide!

Schwarzweißfotografie: Wie beherrschst Du die Technik?

Wenn Du ein Schwarz-Weiß-Foto nehmen willst, muss Dir das von Anfang an klar sein. Du kannst nicht erstmal das Foto nehmen und Dich dann im Anschluss dazu entscheiden das Foto in Schwarz-Weiß umzuwandeln.

Dafür musst Du lernen die Welt in Schwarz-Weiß zu sehen. Das ist gar nicht so einfach, denn das menschliche Auge sieht von Natur aus in Farbe.

Hier einige Tipps mit denen es Dir leichter fallen wird:

  • Suche Dir Dein Motiv gut aus: Du kannst natürlich unter einer Vielzahl von Szenen und Motiven auswählen, aber es gibt einige Motive, die sich besonders für die Schwarzweißfotografie anbieten. Alles was Textur hat: Holz, Stein, Falten/Haut kommt in Schwarz-Weiß besser zur Geltung als Farbe. Muster, Linien und Formen, die sich wiederholen, sind auch eine gute Wahl,
  • Nutze das Licht sowie Kontraste: Ohne Farben kann der Blick der Betrachters weniger gut gelenkt werden. Du musst also besonders gut auf die Komposition des Bildes achten und mit Licht und Schattenwurf spielen, um jede einzelne Schattierung herauszuarbeiten. Das Gegenlicht ist Dein neuer Verbündeter.
  • Mach Fotos bei gewittrigem Wetter: Auf den ersten Blick könnte man denken, dass das Licht nicht ausreicht und dass die Kontraste weniger stark sind. Aber das ist das ideale Wetter für Schwarzweißfotografie. Es gibt genug Licht. Gleich nach einem Regenschauer werden die Lichtspiele stärker und Deine Fotos werden besonders intensiv strahlen.

Hast Du schon einmal nachts Schwarzweißfotografie gemacht? Wenn Du nachts fotografierst, kann es Sinn machen, die Belichtungszeit zu verlängern. | Quelle: Visualhunt

Du kannst direkt in Schwarz-Weiß fotografieren. So kannst Du die Welt doch ohne Farben sehen, und zwar durch Dein Objektiv. Wähle dafür den Modus „monochrom“ Deines Fotoapparates aus. Anschließend musst Du nur noch den Kontrast erhöhen und die Belichtung richtig einstellen (über- oder unterbelichten) und Du wirst sehen, dass die Schwarzweißfotografie schon bald sehr natürlich für Dich werden wird.

In jedem Fall solltest Du im RAW-Format fotografieren. Egal ob Du Farb- oder Schwarzweißfotografie machst, dieses Format erhält alle Farben des abfotografierten Motivs. Das ist praktisch, wenn Du im Anschluss Dein Foto bearbeiten willst. Die nachträgliche Bildbearbeitung ist nicht nur dazu da die Bilder mit Photoshop zu entsättigen oder Kontraste hinzuzufügen. Es geht vor allem darum die Ebenenfunktion zu nutzen und so ein Foto zu erhalten, das nuanciert ist und Tiefe hat.

So, nun weißt Du Bescheid. Die Praxis kann also beginnen! Verschiedene Formate passen besonders gut zur Schwarzweißfotografie:

  • Architektur: Formen, Texturen und unterschiedlichste Geometrien: Nichts passt besser zur Schwarzweißfotografie. Die Kontraste bilden sich ganz natürlich in der Lücke zwischen zwei Steinen, einem alten Straßenpflaster oder in den Details einer Kirchenrosette,
  • Das Portrait: Auch ein Portrait macht sich gut in schwarz und weiß. Die Augen und die Hauttextur werden meist besonders in Szene gesetzt,
  • Landschaftsbilder: Um die Linien und Formen eines Berges, der Wolken im Himmel oder von Wellen herauszuarbeiten,
  • Makro/Mikro: Die zarten Blüten einer Blume, Baumringe oder ein altes Mosaik… Die Schwarzweißfotografie bringt Details zum Strahlen.

Um schnelle Fortschritte in der Schwarzweißfotografie zu machen, gibt es nur eine Lösung: die Praxis! Also ran an den Fotoapparat!

Objektiv: Wie triffst Du die richtige Wahl?

Welches Objektiv passt zu Dir? Die Wahl des richtigen Objektivs ist genauso wichtig, wie die Wahl des Fotoapparats. | Quelle: Visualhunt

Wenn Du einen Fotografiekurs startest, wirst Du sicherlich lernen, was die Schärfentiefe ist, wie Du die Verschlusszeit und den Weißabgleich nutzen kannst, um schöne Fotos zu erschaffen. Die Qualität des Materials hat allerdings auch einen Einfluss darauf, wie gut Du Deine Fotos hinbekommst.

Du hast Dir schon einen tollen Fotoapparat ausgesucht. Die Wahl des Objektives ist ebenfalls sehr wichtig. Das Objektiv muss zu Deinen Fotoprojekten passen. Möchtest Du eher Portraits machen, Landschaften oder Tiere fotografieren?

Bei der Wahl Deines Objektives musst Du auf zwei wesentliche Elemente achten:

  • Die Brennweite: Sie wird in Millimetern ausgedrückt und steht meistens auf dem Objektiv. Eine kurze Brennweite ermöglicht einen breiten Bildausschnitt, eine lange Brennweite einen kleinen Bildausschnitt. Es gibt drei verschiedene Kategorien:
    • Normal-Brennweite : von 35mm bis 85mm, für Portraitfotos und Alltagsfotografie,
    • Weitwinkel-Brennweite: 28mm oder weniger, für Landschaften,
    • Telebrennweiten: 100mm und mehr, für Sportfotografie oder Wildfotografie,
  • Die Offenblende oder Lichtstärke: Das ist die maximale Öffnung des Objektivs, und wird mit dem Symbol f/ ausgedrückt. Desto kleiner die Zahl hinter dem f/ ist, desto größer die Blendenöffnung. Eine große Blendenöffnung ist ideal, um mit wenig Licht zu arbeiten, um künstlerische Schärfenunterschiede herzustellen, oder gar Bokeh zu machen.

Der Zoom und die Festbrennweite sind auch noch Punkte, die Dich interessieren könnten. Alles hat seine Vor- und Nachteile, aber für den Anfang raten wir Dir ein Zoomobjektiv zu nehmen, die Festbrennweite also erst einmal ruhen zu lassen.

Was möchtest Du mit Deinen Fotos ausdrücken? Was beim Fotografieren vor allem zählt: Ein interessanter Blickwinkel, eine originelle Geschichte. | Quelle: Pexels

Du brauchst nicht unbedingt ein stabilisiertes Objektiv. Das hat drei Gründe:

  • Wenn Du ein Stativ benutzt, ist Stabilität gegeben,
  • Eventuell ist die Bildstabilisierung schon direkt im Kameragehäuse durch Bewegung des Bildsensors implementiert,
  • Der Stabilisator kann nur die Verwacklungsunschärfe, also die Bewegungen, die die Kamera macht und nicht die, die das Motiv macht, ausgleichen.

Bei der Wahl Deines Objektiv solltest Du außerdem immer die gleiche Marke, wie die Deines Kameragehäuses nehmen. Manchmal kannst Du jedoch von einer anderen Marke die gleiche Qualität zu einem minderen Preis erhalten.

Unser Tipp: Die Marken behaupten zwar Anderes, aber im Grunde entwickelt sich die Objektivtechnik nicht sehr viel weiter. Deswegen macht es Sinn sich dem Second-Hand-Markt zuzuwenden, um dort Dein Traumobjektiv zu finden… zu einem Preis der eventuell 20 bis 40% günstiger als der Neupreis ist!

Fotoblogs: Diese Fotografen solltest Du unbedingt kennen

Ein Foto zu nehmen heißt vor allem Eines: Eine Geschichte erzählen! Jeder Anfänger und auch jeder Fortgeschrittene braucht Mentoren und Inspirationsquellen. Hier eine kleine Liste von Fotoblogs, die Du Dir unbedingt einmal anschauen solltest.

Es gibt zuerst die, die uns zum Reisen bringen.

Ein Blick, ein Lachen oder eine intensive Landschaft auf einem Foto von Steve McCurry reichen aus, um uns an das andere Ende der Welt zu bringen. Der preisgekürte Fotograf ist der Autor des berühmten Fotos „afghanisches Mädchen„. Auf seiner Webseite kannst du viele seiner Fotoserien anschauen und in andere Welten abtauchen. Was wird der Name Deiner nächsten Fotoserie sein?

In einem anderen Stil: Théo Gosselin. Dieser junge Nomade fotografiert seine Nächsten während ihrer gemeinsamen Reisen. Die Landschaftsfotografien sind oft umwerfend, erzählen eine Geschichte, mit einer Mischung aus Rockn’Roll, Nacktfotografie und Romantik.

Was möchstest Du gerne fotografieren? Lifestyle? Rock ’n‘ Roll? Reisen? Du wirst Deinen Fotografierstil finden! | Quelle: Pexels

Tierfotografie ist ebenfalls eine Spezialisierung, für die Du Dich als angehender Fotograf entscheiden kannst.

Wenn Du Tiere liebst, kannst Du versuchen Dich von Suzi Eszterhas inspirieren zu lassen. Diese Kalifornierin macht meisterhafte Fotos von wilden, und vor allem süßen Jungtieren. Sie beherrscht die Kunst das Vertrauen in den Tieren zu erwecken, und schafft es so mit ihrer Kamera überall auf der Welt intime Familienmomente in der Fauna festzuhalten.

Und wie können wir da nicht Jim Brandenburg nennen, einen ganz Großen der Wildfotografie? Er ist ein Vorreiter, als einer der ersten war er in der Arktis, um dort den Wolf zu fotografieren. Er ist auch einer der ersten, der den Challenge „1 Tag, 1 Foto“ in die Welt gesetzt hat. Seine Webseite zeigt Dir seine jahrzehntelange fotografische Arbeit.

Und der Alltag?

Du kannst Dich natürlich auch von der Lifestyle-Fotografie inspirieren lassen. Die Fotografin Agnes Colombo hat zum Beispiel einen Instagram Account und eine Webseite auf der sie lustige, bunte und rührende Alltagsmomente mit der Familie festhält. Ihre Fotos drücken Kreativität und Freude aus!

Die Lifestyle Fotografin Cécile Creiche wurde von der Vogue zu einer der 4 besten Hochzeitsfotografen/innen gekürt. Sie nimmt dynamische Fotos, die den authentischen Moment festhalten, weitab von traditionellen Hochzeitsklischees. Schau Dir mal ihre Gallerie an, vielleicht findest Du darin ja Deine nächste Idee für ein Fotomotiv!

Wie wird aus einem Foto Kunst?

Jeder kann heute einen Fotoapparat nehmen und binnen weniger Sekunden seine ersten Fotos machen.

Fast jeder hat inzwischen ja auch einen Fotoapparat. Und wenn nicht, gibt es immer noch das Smartphone. Heißt das aber auch gleich, dass wir alle echte Künstler sind?

Kann ein einfacher Amateur, der sich gerade einen guten Fotoapparat gekauft hat, etwas durch seine Fotos aussagen? Eine Nachricht übermitteln? Eine künstlerische Vision? Eine Idee?

Das hängt natürlich ganz von seinen eigenen künstlerischen Neigungen ab, und natürlich  seinen Fotografierkenntnissen.

Wenn Du Dich für Fotografie als Kunstform interessierst, kannst Du Dich von folgenden großen Künstlern inspirieren lassen: Robert Doisneau, Robert Capa, Arnold Newman, Ansel Adams und andere!

Fotografiertechnik: Diese Kniffe solltest Du unbedingt kennen!

Bevor Du Dich einer künstlerischen Strömung anschließt, solltest Du erst einmal die Grundlagen der Fototechnik beherrschen.

Auf Deinem Smartphone nutzt Du den Fokus, indem Du einfach auf Deinen Screen tippst. Glaubst Du deswegen schon, dass Du den Fokus perfekt beherrschst?

Interessierst Du Dich für Familienfotografie? Der ganz normale Alltag kann manchmal große Motive hergeben! | Quelle: Pexels

Der Weißabgleich? Kein Problem, Dein Smartphone macht ihn ja für Dich?

Das einzige Mittel, um mit Deinem Fotoapparat schöne Bilder zu machen, ist Deinen Fotoapparat erst einmal richtig kennenzulernen. Warum nimmst Du nicht an einem Fotografiekurs teil?

Mit einem Fotografielehrer kannst Du folgende Techniken erlernen:

  • Die Portraitfotografie,
  • Die Landschaftsfotografie,
  • Die Tierfotografie,
  • Die Reisefotografie,
  • Die Hochzeitsfotografie,
  • Schwarzweißfotografie…

Zusammenfassend:

  • Ein Foto in Schwarz-Weiß hat manchmal mehr Intensität und stellt das Motiv in den Mittelpunkt. Um herausragende Bilder zu machen, muss jedes kleinste Detail beachtet werden: Lichter, Kontraste, Formen, Muster… Tipp: Architektur bietet sich besonders gut für eine Studie in Schwarz-Weiß an.
  • Bei der Wahl des Objektivs musst Du zwei Kriterien beachten: Die Brennweite und die Lichtstärke. Natürlich musst Du auch mit einbeziehen, für welche Art von Fotos Du das Objektiv brauchst.
  • Es gibt im Netz viele Fotoblogs, die Dir Inspiration geben können: Für Reisen gibt es die Fotos von Steve McCurry, für Tierfotografie Jim Brandenburg und für Alltagsmomente Cécile Creiche.
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