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Kostenlose Online-Nachhilfe vs. Privatlehrer – der Vergleich

Von Hannah, veröffentlicht am 28/08/2017 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe suchen > Kostenlose Nachhilfe: Wozu braucht man einen Nachhilfelehrer?

Ihr seid ständig damit beschäftigt, Euer Kind an seine Hausaufgaben zu erinnern? Sie oder er geht nicht gerne in die Schule und ist oft demotiviert & unglücklich? Die schulischen Leistungen sind schlecht?

All dies ist keine Seltenheit und kommt bei jedem Schüler mal vor. Wenn es allerdings zu einem Dauerzustand wird, könnte Nachhilfe eine gute Möglichkeit sein, Eurem Kind zu helfen.

Dabei muss es nicht immer der private Nachhilfelehrer sein, der zu Euch nach Hause kommt. Vielleicht ist ja kostenlose Online-Nachhilfe, wie Lernvideos, Webseiten oder Apps, eine gute Lösung?

Diese sind oft einfacher und bequemer abrufbar, nicht so verbindlich, aber trotzdem informativ, und können sogar richtig Spaß machen – denn es gibt auch Lernspiele, bei denen Euer Kind gar nicht merkt, dass es gerade lernt.

Wir haben für Euch im Folgenden die Nachhilfe Online etwas genauer unter die Lupe genommen und sie mit den Vorteilen eines privaten Nachhilfelehrers verglichen.

Wie gehe ich vor, wenn ich kostenlose Nachhilfe suche?

Nachhilfe gesucht:

Dein Kind hat Schwierigkeiten in der Schule und Du denkst, dass Nachhilfe helfen könnte?

Als Erstes könnte man tatsächlich versuchen, kostenlose Nachhilfe online zu finden. Hier kann man gute Informationen, Hilfestellungen und Lernapps für das Smartphone finden.

Wer ein wenig Hilfe braucht, bestimmte Informationen und Erklärungen sucht, kann es dank der richtigen Nachhilfe-App oder -Webseite gut durch die nächsten Klausuren und das nächste Schuljahr schaffen.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die passende Online-Nachhilfe gefunden wurde.

Bei guten Lernapps- und Spielen lernen Kinder spielerisch. Ein guter Motivationskick für Eure Kinder: Lernspiele oder Apps! | Quelle: Visual Hunt

Denn es gibt inzwischen so viele Angebote im Netz, dass der Suchende schnell den Überblick verlieren kann und nichts findet, was wirklich zu ihr oder ihm passt.

Um eine gute Wahl zu treffen, lohnt es sich immer, die Bewertungen anderer User durchzulesen. Außerdem könnt Ihr bei vielen Apps oder Webkursen zunächst eine kostenlose Probezeit machen, bevor Ihr Euch entscheidet, ob das Angebot zu Euch oder Eurem Kind passt.

Natürlich braucht es zum Testen einer App oder eines Onlinekurses Geduld und eine gewisse Regelmäßigkeit. Die Noten des Schülers, seine Motivation und das Selbstbewusstsein werden sich nicht von heute auf morgen verbessern.

Daher müsst Ihr Eurem Kind und dem Nachhilfeangebot, das genutzt wird, erst einmal ein wenig Zeit geben.

Als Eltern ist es Eure Aufgabe, diesen Prozess zu begleiten und gemeinsam die Angebote zu durchforsten und kennenzulernen.

Wenn Ihr als Schüler schon zu alt seid, um Euch da von Euren Ollen reinreden zu lassen, dann achtet doppelt darauf, am Ball zu bleiben und Euch selbst zu motivieren!

Natürlich ist es gar nicht schlecht, auch mal hin und wieder das ein oder andere Lernspiel zu spielen.

Aber es ist auch wichtig, seine individuellen Bedürfnisse sowie Schwachstellen zu erkennen, um Fortschritt zu erzielen. Nur so kann dann auch eine passende App oder Webseite gefunden werden, die Euch wirklich weiterhilft.

Ihr seid mehr der visuelle Lerntyp? Dann sucht nach Videos, die zu Eurem „Problem-Fach“ Erklärungen liefern, und macht Euch beim Zuschauen Notizen.

Euer Problem ist, dass Ihr einfach nicht dazukommt, Vokabeln zu lernen? Dann probiert es doch einmal mit einer Vokabelheft-App, die Euch regelmäßig erinnert und mit der Ihr auch unterwegs in Bus & Bahn lernen könnt!

Welche kostenlosen Nachhilfe-Apps und Internetseiten gibt es in Deutschland?

Für viele der Online-Kurse und Webseiten muss der suchende Schüler einen Beitrag zahlen. Diese sind zwar in der Regel günstiger als ein Privater Nachhilfelehrer, aber trotzdem möchten viele zunächst lieber nichts bezahlen oder gar ein Abonnement abschließen.

Zum Glück gibt es auch gute Webseiten, auf denen man kostenlos die gewünschten Erklärungen findet:

Die Seite „Schulminator“ zum Beispiel bietet eine breite Auswahl an Informationen und Übungsmaterial zu den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch, Physik, Biologie und Geschichte.

Diese sind nach Themenbereichen geordnet, sodass Ihr schnell finden könnt, was Ihr sucht. Auch gibt es Erklärvideos und interaktive Übungen.

„The Simple Club“ ist spezialisiert auf kurze und simple Erklärvideos zu den Fächern Mathe, Bio, Physik, Chemie, Informatik, Wirtschaft, Geschichte und Geographie. Diese sind in einfacher Sprache gehalten und beinhalten coole Illustrationen.

Die Gründer der Seite hatten übrigens anfänglich ihre Nachhilfe-Videos auf YouTube veröffentlicht und waren damit so erfolgreich, dass sie diese Webseite ins Leben riefen. Als (kostenpflichtige)Mitglieder könnt Ihr dort neben den Videos auch auf Spickzettel und Aufgaben mit Lösungen zurückgreifen.

Apropos YouTube: Auch hier findet man gute Erklärvideos zu den jeweiligen Schulfächern oder Themenbereichen.

Die Kanäle „Musstewissen“ (betrieben von „Funk“, einer Kooperation von ZDF&ARD), „Explainity Education Project“ (Themen rund um Gesellschaft & Politik) oder „Mathe by Daniel Jung“ können Euch bei Euren Fragen und Problemen helfen.

Habt Ihr schonmal eine Lern-App ausprobiert? Lernapps sind praktisch, überall einsetzbar und günstiger als Nachhilfelehrer! | Quelle: Unsplash

Ihr seid eigentlich fast nie am Laptop, weil Ihr ständig unterwegs seid?

Dann probiert es mal mit den folgenden kostengünstigen oder sogar kostenlosen Nachhilfe-Apps:

Die App „Stundenplan Deluxe“ kann Euch dabei helfen, einen Überblick zu behalten über all Eure To-Dos, Klausuren, Fächer und Abgaben. In verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Prioritäten könnt Ihr Eure Fächer und Hausaufgaben einordnen und auch Eure Ferien verwalten.

Um bequem Vokabeln, Grammatik und Aussprache Eurer Fremdsprache(n) zu lernen, könnt Ihr Euch z.B. auch „Duolingo“ herunterladen, die Euch durch verschiedene Lektionen führt und Euch erinnert, wenn Ihr lange nicht mehr Vokabeln gelernt habt.

Duolingo gibt es übrigens auch als Online-Kurs am Computer!

Math 42“ ist ein guter Begleiter bei Euren Mathehausaufgaben. Denn diese Applikation rechnet Gleichungen für Euch aus und erklärt Euch Schritt für Schritt, wie sie zu dem Ergebnis gekommen ist. Außerdem könnt Ihr es hier auch selbst versuchen, zu prüfen, ob Ihr die Rechenwege verstanden habt.

Für jüngere Schüler ist zum Lesenlernen die App „Oetinger Lesestart, Mein Freund das Känguru“ empfehlenswert. Für die Anfänge beim Rechnen kann die Lernapp „Die Schlümpfe – Zählen und Rechnen lernen“ (3,99€) nützlich sein. „Squirrel & Bär“ (4,94€) wiederum bringt Deinem Kind spielerisch Englisch bei.

Ist kostenlose Online-Nachhilfe eine gute Lösung ?

Obwohl interaktive Webseiten motivierender für Kinder & Jugendliche sein können, ist es fraglich, ob sie einem Schüler, der große Probleme in der Schule hat, wirklich weiterhelfen können.

Denn es braucht eigene Motivation oder die ständige Erinnerung der Eltern oder anderer Bezugspersonen, auch regelmäßig mit den Webseiten zu arbeiten.

Hier können vor allem spielerische Appsgerade bei jüngeren Schülern – ein guter Motivations-Kick sein.

Quiz-Apps, die gegen Freunde gespielt werden können, oder Spiele wie „Grammar Shooter“ (zum Englisch lernen) sind da schon einmal ein guter Anfang.

Wenn die Apps gut entwickelt sind und mit Pädagogen gemeinsam entworfen wurden, haben die Schüler oftmals kaum das Gefühl zu lernen, sondern zu spielen.

Außerdem sind Apps einfach zu bedienen, können unterwegs genutzt werden und sind in aller Regel recht günstig.

Woran liegt es, dass ein Schüler im Unterricht nicht mehr hinterherkommt? Ein Nachhilfelehrer kann dem auf den Grund gehen. | Quelle: Unsplash

Dennoch ist es bei einem Schüler, der ständig Probleme in der Schule hat, nicht mit Lernapps oder Spielen getan.

Hier braucht es Pädagogen, die dem Schüler fachlich helfen, ihm Aufmerksamkeit geben und ihn bestärken.

Die Vorteile der Privaten Nachhilfe

Obwohl es natürlich verlockend ist, auf die kostenlose Online-Nachhilfe in Form von Apps oder Webseiten zurückzugreifen, ist in einigen Fällen ein privater Nachhilfelehrer unersetzlich.

Wenn ein Schüler in der Masse seiner Schulkameraden unterzugehen droht, ihr oder ihm die Motivation fehlt, das Selbstvertrauen im Keller ist und kein Lernfortschritt erzielt wird, kann nur ein „wirklicher“ Nachhilfelehrer helfen.

Nachhilfelehrer vs. Online-Nachhilfe – Was sind die entscheidenden Unterschiede?

Ein Nachhilfelehrer (sollte/) hat pädagogische Erfahrung und neben der fachlichen Kompetenz eine soziale Begabung, kann also auf den Schüler eingehen und ihn dort „abholen“, wo er gerade steckt.

Er oder sie kennt sich mit dem lokalen Schulsystem aus und kann auf Fragen der Schüler und Eltern eingehen.

Außerdem wird so ein gewisser Lernrhythmus eingeführt, dessen Regelmäßigkeit dem Schüler enorm helfen kann. Bei der Online-Nachhilfe liegt es am Kind selbst, regelmäßig zu lernen.

Es ist aber vor allem der zwischenmenschliche Kontakt und die schon erwähnte pädagogische Kompetenz eines Lehrers, die den Unterschied machen.

Denn oftmals sind die fachlichen Defizite der Kinder nur die Spitze des Eisbergs. Verborgen liegen persönliche Probleme, verkanntes Potential, fehlende Motivation oder die falsche Lehrmethode.

Ein Nachhilfelehrer kann darauf eingehen, seinen Unterricht individuell auf das Kind zuschneiden und durch physische Anwesenheit und Zuspruch ungemein motivieren.

Erfolgreiche Kommunikation und eine gute Beziehung zwischen Schüler und Lehrer können so zur Verbesserung der schulischen Leistungen führen. Dies kann Online-Nachhilfe nicht bieten.

Mal Lust auf was anderes? Schaut bei Superprof vorbei! Bei Superprof könnt Ihr neben Mathe, Englisch & Co. auch Fotografie, Yoga oder Kochen lernen! | Quelle: Unsplash, Credits: Sergey Zolkin

Allerdings können gemeinsam mit dem Nachhilfelehrer Apps und Videos angeschaut werden, um so den Unterricht unterhaltsamer zu gestalten. Auch kann der Lehrer Seiten oder Apps empfehlen und überprüfen, ob der Schüler sie auch nutzt.

Gute Nachhilfelehrer könnt Ihr selbstverständlich online finden.

Hier bei Superprof teilen viele Nachhilfelehrer gerne ihr Wissen mit Euch! Ob Mathe, Französisch, Englisch oder zur Abwechslung auch Yogakurse, Gitarrenunterricht oder Kochstunden – hier ist für alle etwas dabei!

Und wenn Ihr doch lieber direkt vor Ort suchen wollt, schaut Euch doch einmal das Angebot an kostenloser Nachhilfe bei Vereinen & Stiftungen an in Eurer Stadt an!

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