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Private Nachhilfe: So gelingt die Kooperation mit dem Privatlehrer Eures Kindes

Von Melanie, veröffentlicht am 26/06/2017 Superprof Blog DE > Privatunterricht > Nachhilfe suchen > Wie kann ich den Nachhilfelehrer meiner Kinder unterstützen?

Wenn die Schulnoten Eures Kindes nicht zufriedenstellend sind, muss es nicht unbedingt ein Zeichen mangelnder Intelligenz sein. Vielleicht braucht Euer Kind einfach eine andere Herangehensweise an den Unterricht.

Während eines privaten Nachhilfeunterrichts kann der Lehrer individuell auf Euer Kind eingehen und Ihr könnt gemeinsam die Probleme und Ziele besprechen.

Ihr habt Euch vorgenommen, direkt zu Schulbeginn private Unterstützung zu Hause zu buchen?

Die Noten Eures Kindes im vergangenen Schuljahr waren etwas schwach und Euer Kind geht auf das Abitur, den MSA oder eine andere Abschlussprüfung zu?

Solange Euer Kind kein Zeichen von Entmutigung oder fehlender Motivation zeigt, gibt es keinen Grund zur Panik.

Koste es was es wolle, mein Kind wird dieses Jahr erfolgreich sein, denkt Ihr Euch sicher.

Da habt ihr Recht: Einem Kind mit schulischen Problemen sollte geholfen werden. Nachhilfe kann ihm helfen, wieder neues Selbstvertrauen aufzubauen und den Wissensdurst wieder aufleben zu lassen.

Hier sind unsere Tipps für gute Nachhilfe:

Helft Eurem Kind beim Lernen

Ihr spielt als Eltern eine wichtige Rolle im Lernprozess Eures Kindes, und zwar von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Ihr denkt nicht?

Ihr denkt, dass die reine Bezahlung von Nachhilfeunterricht für Euer Kind als Hilfe ausreicht?

Der Nachhilfelehrer ist nur ein Tutor und ein pädagogischer Berater. Er beherrscht sein Fach, das Lehrprogramm, er kennt seine Übungen und lenkt Euer Kind in die richtige Richtung.

Aber leider ist das nicht ausreichend.

Wie sorge ich für eine langfristige Motivation? Für schulischen Erfolg und anhaltende Motivation ist eine permanente Betreuung von allen Kontaktpersonen sinnvoll. | Quelle: Pexels

Wie helfe ich meinem Kind voranzukommen?

Fangt mit kleinen Tricks im Alltag an:

  • Seid verfügbar für Austausch, Dialoge und Kommunikation
  • Sucht spielerische Materialien im Problemfach
  • Stellt Eurem Kind Fragen, um seine Motivation festzustellen
  • Spart nicht an Ermutigungen: „Das ist sehr gut“, „Bravo“, „Du lernst sehr schnell!“
  • Unterstützt es bei seinen Übungsaufgaben
  • Bittet es regelmäßig darum, in eigenen Worten zu erklären, was es vom letzten Unterricht behalten hat
  • Seid geduldig – wie sagt man doch so schön: Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen…
  • Hebt die positiven Aspekte hervor und beschränkt Euch nicht auf das Negative! Von der Schule bis zur Universität beschränken sich Lehrer bzw. Professoren häufig auf negative, nicht-konstruktive Kritik und nehmen sich nicht die Zeit, auch zu erwähnen, was positiv war. Dies kann eine Quelle für Frustration und Demotivation für viele Schüler und Studenten sein.

Dieser Aufwand kann neue Motivation freisetzen und dadurch zu einem guten Verlauf der folgenden Nachhilfestunden führen, was wiederum dem Nachhilfelehrer hilft, den Ihr beauftragt habt.

Mentale und körperliche Vorbereitung auf den Nachhilfekurs

Damit sich Euer Kind auch voll auf den privaten Nachhilfeunterricht konzentrieren und das meiste aus den Privatstunden herausholen kann, ist es wichtig, dass es sich wohlfühlt.

Wie könnt Ihr zum Wohlbefinden Eures Kindes beitragen?

Immer eine gute Idee ist körperliche Aktivität. Am Ende des Tages ist der Kopf oft müde, aber der Körper noch nicht. Auf die Dauer kann ein solches Ungleichgewicht der Gesundheit schaden.

Welcher Sport eignet sich für mein Kind als Ausgleich? Ein intensiver Ausdauersport, etwa Basketball in einem Team, kann Abhilfe schaffen. | Quelle: Pexels

Für Schüler mit Konzentrationsproblemen können Entspannungsübungen oder etwa Yoga, Tai-Chi und Qi Gong in Betracht gezogen werden.

In bestimmter Hinsicht seid Ihr also der Managing Coach für den schulischen Erfolg Eures Kindes.

Auf Folgendes solltet Ihr achten:

  • Viel Schlaf: Um für neuen Stoff aufnahmefähig zu sein und bereits Gelerntes zu behalten und zu vertiefen, muss das Gehirn ausgeruht sein.
  • Gesunde Ernährung und viel Trinken: Studien haben gezeigt, dass Flüssigkeitsmangel schnell zu Konzentrationsproblemen und anderen körperlichen Symptomen führen kann. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Wasser helfen dabei nicht nur dem Nachhilfeschüler, sondern der ganzen Familie!
  • Auf eine gute Atmung achten: Eine schlechte Sauerstoffzufuhr verringert die Konzentrationsfähigkeit. Lasst Euer Kind einige sportliche Übungen und Atemübungen vor dem Unterricht machen. Das lockert Verspannungen und befreit die Gedanken. So kann es gleich mit voller Energie loslegen! Nebenbei hilft Sport übrigens dabei, Selbstvertrauen aufzubauen.
  • Auf eine gute Haltung achten: Für eine gute Atmung muss der Körper gerade sein, d.h. das Kind muss gut sitzen, mit beiden Beinen parallel am Boden.
  • Achtet darauf, dass die Unterlagen und Schulhefte fertig sind, wenn der Lehrer ankommt: Bereitet Stifte, Hefte und Bücher vor, sodass der Kurs sofort beginnen kann.

Diese kleinen Aufmerksamkeiten können selbstverständlich erscheinen, werden aber oft ignoriert.

Wenn man aber auf diese kleinen Details Acht gibt, kann es neues Selbstvertrauen schaffen und, ohne dass man es merkt, hat Euer Kind wieder alle Chancen auf seiner Seite, um konzentriert zu bleiben und den Stoff zu verstehen.

Den Unterricht des Privatlehrers vervollständigen

Während der Zeit des Unterrichts zu Hause könnt Ihr Euer Kind getrost in die Hände des Lehrers übergeben.

Aber Ihr solltet den Kurs am Ende des Tages mit ihm besprechen.

Wir haben Euch eine kleine Post-Nachhilfe-Checkliste vorbereitet:

  • Versucht herauszufinden, ob sich Euer Kind mit dem Nachhilfelehrer wohlfühlt.
  • Bittet Euer Kind, den Stoff der Nachhilfestunde in eigenen Worten zu erklären. So könnt Ihr prüfen, ob der Stoff verstanden wurde.
  • Vertraut auf Euer Gefühl: Wenn Euer Kind sagt, dass alles gut ist, Ihr aber ein schlechtes Bauchgefühl habt, gibt es meistens einen Grund dafür. Dranbleiben…
  • Hat der Nachhilfelehrer Hausaufgaben bis zur nächsten Stunde aufgegeben? Dann bearbeitet sie gemeinsam mit Eurem Kind! Der Vorteil: Ihr seht direkt, ob es Fortschritte gemacht hat und ob der Stoff eventuell zu schwierig oder zu leicht ist.
  • Wie verhält sich Euer Kind gegenüber dem Nachhilfelehrer? Ist es eingeschüchtert? Braucht es eventuell einfach noch etwas Zeit zur Eingewöhnung?

Allerdings solltet Ihr ebenso auch mit dem Nachhilfelehrer unter vier Augen sprechen. Eine gute Kommunikation ist das A und O, denn sie hilft Euch dabei, den Erfolg von Nachhilfeunterricht messen und beurteilen zu können.

Eine Hausaufgabenhilfe im Alltag

Lasst Euch sein Schulheft am Abend vor dem Schlafengehen vorlesen: Wenn der Körper inaktiv ist, verarbeitet das Gehirn den gelernten Stoff besser.

Lesen vor dem Einschlafen ist eine mentale Übung und ein exzellentes Mittel, um Stoff zu vertiefen – ohne viel Aufwand. Ihr werdet am nächsten Morgen sehen, dass Euer Kind sich einfacher an die am Abend zuvor wiederholten Kenntnisse erinnert.

Wie integriere ich kleine Übungen in den Alltag? Ihr müsst keine komplizierten Gleichungen üben: Einige Kopfrechenaufgaben im Alltag helfen Eurem Kind zu einem besseren Zahlenverständnis. | Quelle: Pexels

Wenn Ihr Sprachkurse gebucht habt (Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch etc.) ist es wichtig, Euer Kind zwischen den Kursen zum Sprechen zu bringen: Stellt Eurem Kind Fragen in der Fremdsprache, lasst es Artikel lesen oder kurze Sätze schreiben.

Übt mit ihm Diktate, Schreibübungen (z.B. einen Brief verfassen) oder einfache Dialoge.

Ihr könnt auch versuchen, durch einfache Beispiele die Kenntnisse und Konzepte, die ihm noch schwierig vorkommen, zu veranschaulichen.

Normalerweise ist dies die Rolle des Lehrers, etwas Komplexes einfach darzustellen, aber er ist eben nicht immer an der Seite seines Schülers.

Für den Matheunterricht könnt ihr Eurem Kind einige einfache Aufgaben geben: Selbst wenn Ihr kein Mathematiker seid, könnt Ihr ihm einfache Rechenaufgaben, Algebra oder Geometrie-Aufgaben zum Knobeln geben.

Sicher habt Ihr auch schon von Internetseiten gehört, wo man online kostenlos lernen kann?

Anstelle zeitfressender Online-Aktivitäten wie Facebook und YouTube oder Passivität vor dem Fernsehgerät solltet Ihr Euer Kind lieber sinnvolle Online-Übungen auf den verschiedenen existierenden Nachhilfeseiten lösen lassen.

Und davon gibt es eine Menge: Matheaufgaben.netSchlaukopf.de, Levrai.deEnglisch-Hilfen.de… und viele mehr!

Es gibt eine ganze Schar von pädagogischen und kostenlosen interaktiven Hilfsmitteln, die Eurem Kind auf eine wunderbare Weise dabei helfen können, die vom Privatlehrer gegebenen Kurse zu vertiefen.

Eurem Kind passende pädagogische Hilfsmittel zur Verfügung stellen

Unser letzter Tipp für heute: Kauft angemessene, d.h. aktuelle und qualitativ vernünftige Hilfsmittel.

Auch ein Klempner kann keine gute Sanitäranlage installieren, wenn er nicht die passenden Werkzeuge dafür hat.

Welche Materialien eignen sich für mein Kind? Die Lehrmaterialien sollten aktuell und hochwertig sein. | Quelle : Pexels

Bei Nachhilfe ist es das Gleiche: Leiht oder kauft Bücher, die dem Niveau des Schülers entsprechen. Achtet auf die jeweils aktuelle Auflage und fragt gegebenenfalls beim Klassenlehrer Eurer Kinder nach, welche Materialien passend sind.

Das aktuelle Tagesgeschehen zu verfolgen kann den Lernprozess stimulieren, insbesondere in Fächern wie Politik bzw. Gemeinschaftskunde, Erdkunde oder Geschichte.

Aber auch in den Fremdsprachen kann das regelmäßige Lesen einer Tageszeitung sinnvoll sein: Wenn Euer Kind Spanisch lernt, wieso nicht ab und zu die El País lesen? Ansonsten gibt es auch spezielle Lernzeitschriften für den Spracherwerb für verschiedene Niveaus, wie z.B. Écoute (Französisch), Ecos (Spanisch), ADESSO (Italienisch) oder Spotlight (Englisch), allesamt jeweils als Webseite und Printausgabe.

Jetzt habt Ihr alle Tipps, Tricks und Kniffe, um einen perfekten Nachhilfeunterricht zu Hause zu organisieren und zu betreuen.

Habt Ihr schonmal bei uns Nachhilfe gesucht?

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