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Verpflichtender Englischunterricht in der Schule: Muss das sein?

Von Melanie, veröffentlicht am 02/08/2017 Blog > Sprachen > Englisch > Warum lernt man Englisch in der Schule?

Warum sollte man kleine Kinder im Kindergarten oder ab der Grundschule mehr oder weniger dazu zwingen, Englisch zu lernen? Sie könnten ja später in einer weiterführenden Schule selbst entscheiden, ob sie es lernen wollen, oder nicht?!

Nun ja… Wärt Ihr der gleichen Ansicht, wenn es um elementares Rechnen, Lesen und Schreiben geht? Wohl auch nicht.

Denn Englisch ist als Sprache in unserer heutigen Gesellschaft derart elementar geworden, dass es nicht mehr möglich ist, ohne zumindest grundlegende Englischkenntnisse auszukommen.

Je früher man damit anfängt, Englisch sprechen zu lernen, umso besser!

Das Alter spielt beim Lernen eine Rolle

Das Gehirn eines Kindes ist ein bisschen wie eine Dose Play-Doh Knete, die man modellieren und formen kann.

Mit fortschreitendem Alter wird diese „Knete“ immer härter und es ist nicht mehr so leicht, sie zu formen bzw. man wird nicht das gleiche Resultat erzielen.

Übrigens ist das Gehirn eines Kindes im Alter von weniger als 6 Jahren in einem idealen Entwicklungsstadium für Zweisprachigkeit.

Und wartet nicht darauf, bis Euer Kind sowieso Englisch als Fremdsprache in der weiterführenden Schule hat. Dann kann es unter Umständen schon zu spät sein für echte Zweisprachigkeit – die „Knete“ ist hart….

Ein trainiertes Gehirn

Wenn man eine Fremdsprache wie Englisch lernt, so passiert das Gleiche wie bei einem Muskel, den man trainiert:

Das Gehirn entwickelt seine kognitiven Fähigkeiten, indem es lernt. So kann man besser und effizienter denken.

Bereit für die Zukunft

In einem Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung formuliert es der Schweizer Neurologe Raphael Berthele folgendermaßen:

„Die Schule macht aus den Schülern nicht Menschen, die perfekt mehrsprachig sind. Sie ist vielmehr im besten Fall eine «Türöffnerin» für Mehrsprachigkeit, vermittelt Einblicke in fremde Sprachen und Kulturen, und sie kann dazu animieren, diese Grundkenntnisse zu vertiefen.“

Eine zweite Sprache, in diesem Fall Englisch, früh zu lernen, ermögliche es dem Gehirn also auf optimale Weise, sich auf eine mehrsprachige Welt vorzubereiten.

Ab welchem Alter ist es sinnvoll, mit dem Erlernen einer Fremdsprache zu starten? In der Schule erworbene Fremdsprachenkenntnisse können als „Türöffner“ für die Welt betrachtet werden – ein schönes Bild! | Quelle: Visualhunt

Von klein auf Englisch sprechen

Warum sollten Kinder von klein auf Englisch lernen?

Nun, wenn sie von klein auf Englisch lernen und sprechen, haben sie mit einiger Sicherheit schon einmal ein „Problemfach“ in der Schule ausgeschlossen, denn: In Englisch werden sie wohl keine Probleme bekommen.

Die heutigen Lehrpläne, insbesondere vor dem Hintergrund der G8-Reform, sind immer voller und die Tage der Schüler werden immer länger.

Daher ist es ratsam, eventuelle Problemquellen möglichst schon frühzeitig zu antizipieren und im Voraus „unschädlich“ zu machen.

Weitere Fremdsprachen ohne Probleme lernen

Es ist bewiesen: Eine Fremdsprache zu sprechen hilft dabei, die anderen Sprachen zu verstehen! Es ist sogar so gut für die Neuronen, dass dadurch lebenslang neue Verbindungen hergestellt werden.

Wenn man Englisch oder eine andere Sprache lernt, trainiert man zwei wesentliche Fähigkeiten des Gehirns:

  • Das Verstehen von Lauten und das Schlussfolgern von Worten und ihrer Bedeutung
  • Die Kontrolle des Gehirns bezüglich des Erkennens der einen oder anderen Sprache

Abstraktionsfähigkeit schulen und Symbole verstehen

Klinische Tests haben bewiesen, dass das Lernen der englischen Sprache bei Kindern zur Entwicklung von Abstraktionsvermögen und Symbolismus beiträgt.

Die Kinder, die Englisch lernen, wiesen bessere Ergebnisse in analytischen und visuellen Tests auf – zudem auch noch in einer geringeren Zeit und mit weniger Fehlern als einsprachige Kinder.

Wann ist das perfekte Alter zum Englisch lernen? Kinder können Sprachen besser lernen als Erwachsene. | Quelle: Visualhunt

Im Großen und Ganzen genießen Kinder, die einer oder mehr Fremdsprachen „ausgesetzt“ sind, eine höhere neuronale Flexibilität, die wiederum positive Auswirkungen auf andere Bereiche hat, wie z.B.:

  • Entwicklung der Kreativität
  • Anpassungsfähigkeit
  • Ein gesünderes Selbstvertrauen

Wer weiß, vielleicht versteckt sich ja ein zukünftiger Picasso oder ein avantgardistischer Ingenieur unter Euren Kindern?

Weltoffen werden

Englisch lernen bedeutet, einen Fuß in die englischsprachige Kultur zu setzen und seinen Horizont zu erweitern.

Kinder und Jugendliche haben so Zugang zu verschiedenen Traditionen, Kulturen, Musikarten, Geschichte(n) und Ideen. Eine wahre Bereicherung also.

Die Kinder können dank Schüleraustausch, Sprachpartnern oder Reisen in einem neuen Land Freunde finden.

Was sind die Vorteile eines Freundeskreises in einem englischsprachigen Land?

  • Lernen, seine Gedanken in einer anderen Sprache auszudrücken
  • Eigenständiges Arbeiten mit einer Fremdsprache erlernen
  • Sich konkret für die Kultur eines fremden Landes interessieren und
  • Seine Fähigkeit zu sprechen üben – ein Faktor, der in der Schule häufig zu kurz kommt

Wenn man relativ früh damit beginnt, Englisch zu lernen, hat man eine größere Neugier für alles, was sich außerhalb des eigenen Landes ereignet, weil man eben nicht nur seine Muttersprache versteht, sondern auch ausländische Zeitungen lesen kann.

Englisch lernen kann für junge Deutsche Muttersprachler also der Grundstein für eine Leidenschaft fürs Reisen sein.

Die Nachteile, wenn man nicht Englisch spricht, sind unzählig.

Wenn sich das Kind dafür bereit fühlt, kann es sich beispielsweise dafür entscheiden, seine Ferien im Ausland zu verbringen, etwa in einem Surf Camp, um neben dem Surfen seine Sprachkenntnisse zu verbessern und Englisch im Alltag zu praktizieren.

Wie lerne ich effizient Englisch? Wenn Ihr im Ausland seid, haltet Euch nicht zurück und sprecht, sprecht, sprecht! | Quelle: Visualhunt

Tipps für reisefreudige Kinder

Sommer-Sprachcamps

Wenn Euer Kind ein kleiner Nomade ist, könnt Ihr ihm ruhig eine Sprachreise vorschlagen.

Die Vorteile des Englisch Lernens sind unzählig: Neue Bekanntschaften, Förderung des Sozialverhaltens und insbesondere die Förderung der Sprachkenntnisse.

Genauso wie die Vorteile sind auch die Anbieter unzählig. Es liegt an Euch, das am besten zu Euren Bedürfnissen passende Angebot zu finden.

Wenn Euer Kind erst einmal im jeweiligen Land ist, wird es von Kopf bis Fuß in die englische Sprache und Kultur eingetaucht: Von morgens bis abends wird Englisch gesprochen, Englisch gegessen und hoffentlich irgendwann auf Englisch gedacht und geträumt.

Und wir können Euch sagen, dass sich die englischsprachigen Betreuer einen riesigen Spaß daraus machen, die Frage „Wo ist die Toilette?“ auf Deutsch leider überhaupt nicht zu verstehen…

Na ja, sind wir mal nicht so gemein. Kleiner Tipp: Bereitet ein Heft vor mit Fragen und Sätzen, die Euer Kind auf jeden Fall kennen muss!

Normalerweise ist es nicht erlaubt, in solchen Camps Deutsch zu sprechen aber nun gut – die Betreuer können ja auch nun mal nicht überall sein.

Mit anderen Worten: Eine Fremdsprache zu lernen befähigt auch dazu, seine eigene Sprache und Kultur besser zu verstehen und sich darüber klar zu werden, dass der „Nachbar“ vielleicht anders ist – aber man viel voneinander lernen kann.

An Austauschprogrammen für Schüler & Studenten teilnehmen

Wenn man Englisch in der Schule lernt, von klein auf, und immer gut mitarbeitet, fühlt man sich umso wohler mit der Sprache je mehr man sie praktiziert. Der beste Ort zum Praktizieren einer Fremdsprache? Na wo wohl? Dort, wo sie von den Menschen auf der Straße gesprochen wird!

Ab ins kalte Wasser – das Selbstvertrauen kommt nach einem anfänglichen „Sprachschock“ von ganz alleine, hat man diesen erst einmal überstanden.

Wenn Euer Kind nach einiger Zeit nämlich merkt, dass es die vorher so unverständlich klingenden Einheimischen plötzlich ohne Probleme versteht und sogar locker-flockig Konversationen führen kann, wird er in Zukunft mit mehr Selbstvertrauen an Kommunikationssituationen im Ausland herangehen und immer besser werden. Ein „Teufelskreis“ – nur im positiven Sinne!

Wenn das Englischniveau Eures Kindes es erlaubt, könnt Ihr es an einem Sprachaustausch anmelden.

Meistens bietet sich auf die Jahrgangsstufe 11 für ein Jahr im Ausland an – der Klassiker ist hier ein Highschool-Jahr in den USA.

Allerdings hat dies auch seinen Preis (etwa 10.000 € pro Jahr!).

Welche Stadt eignet sich am Besten zum Englischlernen im Ausland? In der Stadt, die niemals schläft, bieten sich viele tolle Möglichkeiten zum Englischlernen. | Quelle: Visualhunt

Sollte Euch dies finanziell nicht möglich sein, gibt es spätestens im Studium die Möglichkeit, ein ERASMUS-Semester zu machen.

Beim Stichwort ERASMUS denkt Ihr an wilde Partys? Na ja, vielleicht ist das nicht so ganz gelogen. Nun, solange auf den Partys Englisch gesprochen wird (und das wird es aufgrund der vielen verschiedenen Nationalitäten früher oder später immer), ist doch alles in Butter und das Ziel erreicht, oder? 😉

Ein Erasmus-Semester oder gar -Jahr wird von vielen als einmalige Erfahrung beschrieben. Man lernt eine neue Kultur von A bis Z kennen, inklusive der Sprache, Landsleute und der oft tollen Gastronomie. Und das Ganze wird einem dann auch noch in Deutschland angerechnet. Ein Traum, oder?

Das Sahnehäubchen obendrauf: Arbeitgeber suchen gezielt nach Profilen, die nicht nur trockene Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch die entsprechenden interkulturellen Feinheiten kennen und sich so auf internationalem Business-Terrain gekonnt bewegen können!

Jetzt denkt Ihr sicher: Wow, so will ich auch sein. Oder?

Dann sichert Euch jetzt schnell Euren Superprof in Englisch, egal ob für zu Hause oder per Webcam (Englisch Lernen Online)!

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