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Warum ist Yoga für jede Lebenslage gut?

Von Melanie, veröffentlicht am 14/08/2018 Blog > Sport > Yoga > Ratgeber Yoga für Frauen & Familie

Fest steht: Yoga ist in den letzten Jahren ein echter Trend geworden.

Laut einer Studie des Bundes Deutscher Yogalehrer praktizieren 2,6 Millionen Deutsche Yoga – somit ist Yoga schon lange aus der Eso-Ecke verbannt worden und hat sein Öko-Image abgelegt.

Statistisch gesehen ist der typische Yogaübende Single mittleren Alters (25 bis 49 Jahre) sowie eine in Partnerschaften ohne Kinder lebende Person mittleren Alters, die eher in der Großstadt lebt.

Der Anteil der Yoga-Praktizierenden ist bei Frauen mit sechs Prozent spürbar höher als unter den Männern mit nur einem Prozent.

Aber der Trend ist auch in anderen Bevölkerungsschichten längst angekommen.

Das Angebot von an individuelle Bedürfnisse angepassten Kursen wird immer größer und vielfältiger: Yogakurse für Schwangere oder junge Mütter, Yogakurse für Kinder und spezielle Kurse für Senioren sind insbesondere gefragt.

Woran liegt das? Mit Sicherheit daran, dass Yoga therapeutisches Potenzial besitzt.

Das ist mittlerweile wissenschaftlich belegt:

  • Yoga verbessert das körperliche und geistige Befinden,
  • steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  • und besitzt zudem eine spirituelle Ebene.

Die therapeutische Wirkung kann insbesondere in speziellen Lebensphasen, zum Beispiel in der Schwangerschaft oder auch bei Menstruationsbeschwerden genutzt werden.

Auch Kinder und ältere Personen können von dieser uralten Lehre profitieren.

Die wohltuende Wirkung von Yoga während und nach der Schwangerschaft

Grundsätzlich ist leichtes Yoga weder für die Schwangere noch für das Ungeborene gefährlich.

Trotzdem musst Du unbedingt mit Deiner Hebamme oder Deinem Frauenarzt abklären, ob Du während der Schwangerschaft unbedenklich Yoga praktizieren darfst!

Wenn ja, kann Yoga gewissermaßen vom ersten bis zum letzten Tag der Schwangerschaft ausgeübt werden!

Vorteile für den Körper der schwangeren Frauen

Die Yoga Übungen können typische Schwangerschaftsbeschwerden lindern.

Sie helfen insbesondere gegen Rücken-, Nackenschmerzen, Schulterverkrampfungen.

Müdigkeit, schwere Beine und Krampfadern, Sodbrennen und Übelkeit können bekämpft werden. Yoga bereitet Deinen Körper auch gut auf die Geburt vor.

Vorteile für Geist und Seele

Während der Schwangerschaft ist es wichtig, Deinen Körper zu entspannen und mit sich im Einklang zu sein.

Viele werdende Mütter haben Ängste: Verläuft meine Schwangerschaft ohne Komplikationen? Ist mit dem Baby alles in Ordnung? Werde ich eine gute Mutter sein?

Schwangere Frauen können typische Beschwerden lindern und gleichzeitig entspannen! | Quelle: Pixabay

Die Meditations- und Entspannungsübungen im Yoga sind hierzu wie geschaffen.

Gezielte yogische Atemübungen unterstützen die werdenden Mütter beim Entspannen, Relaxen und Kraft schöpfen.

Außerdem kann diese Atemtechnik bei der Geburt eingesetzt werden! Regelmäßige, tiefe bewusste Atmung kann Dich durch die Geburt tragen.

Was ist beim Yoga für Schwangere zu beachten?

Ganz wichtig beim Yoga für Schwangere ist, dass der Bauch immer weich und entspannt bleibt, also nie angespannt wird, d. h. Bauchmuskelübungen werden ausgelassen.

Weiterhin zu vermeiden sind: Sprünge, Drehungen im Lendenwirbelbereich, Umkehrhaltungen, Schulter- und Kopfstände. In der späteren Schwangerschaft sollte eine zu lange Rückenlage vermieden werden, die Bauchlage ist tabu.

Die Seitenlage ist für Schwangere ideal!

Und welche Yoga Übungen tun in der Schwangerschaft besonders gut?

Übungen, die den Rücken entlasten, Verspannungen und Verkrampfungen lösen oder den Beckenboden auf die Geburt vorbereiten, zum Beispiel die Kindhaltung, die Katze-Kuh Position, der Schmetterling. Mit dem Schmetterling werden die Hüftgelenke geöffnet und gedehnt. Das trägt zur Beweglichkeit im Beckenbereich bei und kann bei der Geburt hilfreich sein.

Die tiefe Hocke ist ebenfalls eine geburtsvorbereitende und klassische Schwangerschaftsyoga-Übung. In manchen Kulturen ist diese Stellung sogar eine Geburtsposition. Sie darf jedoch keinesfalls ausgeübt werden, wenn Dein Muttermund schon geöffnet ist!

Entspannungsübungen solltest Du, wie gesagt, in der Seitenlage ausführen, damit durch das Gewicht des Kindes die Blutzufuhr der Hohlvene Vene Cava nicht unterbrochen wird.

Und wie sieht es mit Yoga nach der Schwangerschaft aus?

Mutter-Kind-Yoga nach der Geburt

Nach der Geburt solltest Du auf die Yoga-Praxis auf keinen Fall verzichten. Mutter-Kind-Yogakurse bzw. Eltern-Kind-Yogakurse sind sowohl für die jungen Mütter als auch für die Neugeborenen eine sehr wohltuende Beschäftigung.

Dein Baby, das Du so sehr herbeigesehnt hast, hat die ganze Nacht durchgeschrien, nichts konnte es beruhigen. Du bist mit Deinen Nerven am Ende und zweifelst, ob Du eine gute Mutter bist?

70 % der jungen Mütter sind von dem sogenannten Babyblues und 10 bis 15 % von postnatalen Depressionen betroffen.

Yoga hilft, nach der Geburt sein Wohlbefinden wieder zu finden und trägt dazu bei, dass frischgebackene Mütter ihr neues Leben mit Baby in vollen Zügen genießen können.

Nicht nur die Mütter profitieren, auch die Babys! | Quelle: Pixabay

Postnatal-Yoga ermöglicht den jungen Müttern,

  • wieder sanft Sport zu treiben,
  • Yogastellungen zu trainieren, die besonders nach der Geburt geeignet sind,
  • ihre Emotionen zu kontrollieren, inneren Frieden zu finden,
  • dem Babyblues vorzubeugen bzw. Stress zu bekämpfen,
  • sich mit anderen Müttern auszutauschen,
  • weniger alleine zu sein,
  • sich wieder im eigenen Körper wohl zu fühlen,
  • schwangerschaftsbedingte Beschwerden oder Schmerzen beim Stillen zu lindern.

Da Postnatal-Yoga zusammen mit dem Baby praktiziert wird, profitiert nicht nur die junge Mutter, sondern auch Baby!

Denn Yoga …

  • weckt dessen Neugier und fördert die Entwicklung,
  • den Gleichgewichtssinn und die Motorik,
  • Hilft dem Baby, in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre zu entspannen,
  • verbessert seine Verdauung, Atmung und den Schlaf,
  • sorgt dafür, dass es mit anderen Babys in Kontakt kommt,
  • dass es sich in einer stimulierenden Umgebung befindet,
  • stärkt sein Selbstvertrauen.

Und das Tollste ist, dass beim gemeinsamen Yoga die Bindung von Mutter und Kind gestärkt wird!

Yoga ist aber nicht nur während und nach der Schwangerschaft eine wohltuende Beschäftigung, sondern kann auch bei anderen Frauenthemen zur Hilfe kommen.

Kann Yoga auch bei Menstruationsbeschwerden Abhilfe schaffen?

Ein Thema, über das offen geredet werden sollte!

Die Mehrheit der Frauen, ungefähr 80% leidet an PMS (prämenstruelles Syndrom) oder hat Schmerzen während der Menstruation, ganz zu schweigen von den Frauen, die von Endometriose betroffen sind und für die die Menstruation ein regelrechter Albtraum ist.

Ziel ist es, sanfte Übungen vorzuziehen, nicht zu übertreiben und Haltungen zu privilegieren, die den Rücken öffnen. Diese beruhigen Gebärmutterkrämpfe und regulieren den Blutfluss.

Regelschmerzen können durch gezielte Yogaübungen gelindert werden. | Quelle: Pixabay

Drehhaltungen während der Regel führen wohl allerdings zu verstärkten Blutungen, da der Bauch angespannt wird.

Die Umkehrhaltungen sind auch nicht empfehlenswert, da sie die Menstruation stoppen können. Das ist doch gut, oder?!

Nun, nicht wirklich, denn Du wirst diese Übungen bei Deinem nächsten Zyklus bereuen, wenn Deine Periode viel stärker und schmerzvoller ist …

Indem Du verhinderst, dass das Blut normal fließt bzw. zum Uterus fließt, kann das Entstehen von Endometriose gefördert werden.

Yoga ist aber nicht nur gesundheitsfördernd für schwangere Frauen oder junge Mütter.

Auch Kinder und ältere Menschen können von einer regelmäßigen Praxis profitieren!

Kinderyoga: Inwiefern auch Kinder von Yoga profitieren

Yoga ist angeblich die ideale Freizeitbeschäftigung für überforderte und gestresste Kinder. Ist das wieder so ein Eso-Ding übermotivierter Mütter oder ist an dieser Behauptung was dran?

Neue Studien zeigen in der Tat, dass unseren Sprösslinge mit Yoga eine Reihe von Vorteilen geboten wird.

Neben der Verbesserung der muskulären Leistungskraft baut Yoga bei Kindern nachweisbar Spannungen ab, verbessert die Koordinationsfähigkeit sowie die Konzentration.

Im Computerzeitalter sind Bewegungsmangel und Haltungsprobleme bei Kindern und Jugendlichen ein großes Problem.

Leistungsdruck in der Schule und anspruchsvolle Eltern, die den Terminkalender ihrer Sprösslinge vollpacken, führen dazu, dass immer mehr Kinder gestresst sind.

Zudem haben immer mehr Kinder Schwierigkeiten, ruhig sitzen, haben Konzentrationsproblem oder sind sogar von ADHS betroffen.

Yogaübungen, die an die Bedürfnisse von Kindern angepasst werden, bieten hier einen hervorragenden Ausgleich!

Yoga verbessert die Motorik, das Körpergefühl und die Körperwahrnehmung.

Durch die Atem- und Entspannungsübungen lernen die Kinder, zu relaxen, und Stress abzubauen. Gleichzeitig nehmen die Lernfähigkeit und Konzentration zu.

Grundsätzlich gilt: Jedes Kind kann Yoga üben – es gibt keine Altersbeschränkungen. Doch richtig sinnvoll ist Kinderyoga erst ab vier oder fünf Jahren. Davor ist lediglich eine rein spielerische Herangehensweise möglich.

Kinderyoga: hibbelige Kinder werden ruhiger, schüchterne Kinder selbstbewusster! | Quelle: Pixabay

Wie funktioniert Yoga für Kinder?

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden:

  • Die spielerische Methode, die mit anderen Elementen verbunden werden kann (Klangschalen, Musik, erzählen, Austoben lassen, Trommeln, Massage, Tanzen, Bewegungsspiele etc.).
  • Reines Hatha Yoga: Die klassischen Yoga Übungen werden in diesem Fall an die Bedürfnisse von Kindern angepasst.

Die klingenden Namen der Asanas „Sonnengruß“, „Katze“, „Hund“, „Drache“,Baum“, „Berg“ oder „Löwe“ appellieren an die Nachahmungsliebe der Kinder. Durch die Begriffe haben sie eine Vorstellung und können die Körperstellung dann leichter nachempfinden. Und für die Yogalehre ist es leichter, eine Geschichte dazu zu erfinden.

Während man Erwachsenen die genaue Hand- und Fußposition des „Hundes“ genau erklären muss, springen Kleinkinder dagegen direkt in den Hund und bellen laut!

Und welche positiven Auswirkungen hat Yoga für die ältere Generation?

Für Yoga ist man nie zu alt

Wer im Alter regelmäßig Yoga praktiziert, sorgt dafür, dass seine Lebensqualität langfristig erhalten bleibt. Yoga ist eine wunderbare Art für ältere Menschen, in Bewegung zu bleiben und sich geistig fit zu halten.

Dies belegt das Beispiel der ältesten Yogalehrerin der Welt. Die fast 100-järhige Amerikanerin Tao Porchon-Lynch unterrichtet in ihrem Studio immer noch Yogastunden und macht noch viele Übungen selbst vor!

Die positiven Wirkungen von Yoga im Alter sind zahlreich.

Jetzt, wo Tennis und Jogging nicht mehr in frage kommen, weil es die Gelenke und den Rücken zu sehr in Anspruch nimmt, ist eine sanftere Sportart angesagt.

Yoga Übungen haben einige Vorteile für Sportler über 50. Yoga für mehr Lebensqualität im Alter! | Quelle: Pixabay

Yoga bietet nicht nur körperlich schonende Bewegungen, auch die Seele entspannt sich.

Die Übungen kräftigen die Muskulatur und die Gelenke und verbessern allgemein das Körpergefühl und auch den Gleichgewichtssinn. Dies vermindert die Gefahr von Stürzen bei älteren Menschen.

Yogaübungen wirken nachweislich unterstützend bei:

  • Bluthochdruck
  • Arthrose
  • Gelenkschwäche
  • Rücken- und Knieproblemen
  • Durchblutungsstörungen
  • Muskelschwund
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gleichgewichtsproblemen
  • Atemproblemen …

So kann Yoga wieder Freude ins Leben bringen und Depressionen im Alter vermeiden bzw. bekämpfen.

Und jeder kann Yoga üben, das sind sich die Yogalehrer einig:

„Egal wie alt, wie unbeweglich, dick oder dünn, solange man atmen kann, steht Yoga als Weg zu Stille, Freiheit im Geist und körperlicher Zufriedenheit jedem zur Verfügung.“

Wichtig ist, dass die Übungen an die Beschwerden bzw. körperlichen Bedürfnisse oder Einschränkungen älterer Menschen angepasst werden.

Daher ist das ideale Hilfsmittel beim Yoga für Senioren ein einfacher Stuhl. Denn der beschwerliche Weg auf den Boden ist für viele Teilnehmer ein Problem!

Außerdem können die Übungen so leicht zu Hause nachgeahmt werden, denn jeder hat schließlich einen Stuhl zur Hand.

Es gibt viele klassische Yogaübungen, die per Stuhl ausgeführt werden können und Beschwerden von älteren Menschen Linderung bringen können.

Besonders erwähnen möchten wir, dass Gleichgewichtsübungen bei Senioren von großer Bedeutung sind.

Der Gleichgewichtssinn geht mit zunehmendem Alter verloren, das führt zu Stürzen und Knochenbrüchen!

Das Gleichgewicht lässt sich besonders gut mit geschlossenen Augen im Stand üben: mit beiden Füßen auf den Boden stellen, die Bauchmuskulatur anspannen und die Schulterblätter zusammendrücken.

Dann die Augen schließen und sich auf die Fußsohlen konzentrieren, dann mit dem rechten Bein einen Schritt zurücktreten, Becken und Hüfte zeigen nach vorn.

Tief einatmen und beide Arme nach oben heben.

Strecke Dich in die Höhe und beuge das linke Knie etwas tiefer, um die Dehnung zu intensivieren.

Hört sich leicht an, ist aber gar nicht so einfach! Sturzprophylaxe, die Spaß macht!

Yoga ist also für die ganze Familie gut!

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