Yoga ist kein Fitnesssport, sondern eine ganzheitliche Lebensweise, die auf einer Jahrtausende alten indischen Philosophie beruht. Das Ziel im Yoga ist es, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

Die Yogapraxis findet dabei - anders, als es in der westlichen Welt häufig den Anschein macht - keinesfalls nur auf der Yogamatte statt. Vielmehr gehört auch ein gewisser Lebensstil, Gewohnheiten, der Umgang mit der Umwelt und auch die Ernährung dazu.

Die yogische Ernährung berücksichtigt dementsprechend nicht nur die Auswirkungen der Nahrung auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Der Yogi soll sich nach dem Essen klar, konzentriert und energievoll fühlen - denn dann ist er jederzeit für die Meditation bereit.

Erfahrt im Folgenden, wie sich Yogis ernähren und wieso Yoga so toll als Ausgleich zu anderen Sportarten ist!

Die Vorteile von Yoga

Was bringt Yoga? Die Faszination für Yoga ist in den letzten Jahrzehnten von Indien aus in die meisten Winkel unserer Erde geschwappt und ist heutzutage aus unserer Fitnesswelt nicht mehr wegzudenken.

Und das hat gute Gründe: Denn Yoga tut nicht nur unserem Körper gut, sondern auch der Seele!

Je nachdem, welche Yoga-Art man praktiziert, gibt es nämlich noch entspannende Meditations-Elemente, die uns eine tolle Auszeit vom Alltag bieten!

Doch auch für die Fitnessjunkies unter Euch - die, die sich lieber auspowern möchten statt zu meditieren - ist Yoga super!

Wenn Ihr immer noch nicht überzeugt seid, dann checkt doch mal unsere TOP fünf Vorteile von Yoga aus:

Yoga hat viele Vorteile!
Yoga kann man überall machen! | Quelle: Unsplash
  1. JEDE/R kann Yoga machen!

Egal ob Mann, Frau oder Kind – ob sportlich oder unsportlich! Jeder kann Yoga machen.

Denn es gibt die unterschiedlichsten Formen von Yoga und die unterschiedlichsten Level …

So kannst Du ganz entspannt mit Atemübungen und leichten Posen anfangen und Dich immer weiter steigern.

  1. Man braucht nicht viel!

Je nachdem, ob Du lieber in einem Studio sportelst oder zu Hause (z.B. mit einem Privatlehrer wie etwa fürs Yoga Leipzig), kann Yoga auch super günstig sein! Alles, was Du brauchst, sind bequeme Sportklamotten und eine gute Yogamatte!

So kannst Du frei wählen, zu welcher Tageszeit Du Yoga machst und wo. Im Wohnzimmer, im Park, am Strand oder im Garten?

Es gibt viele YouTube-Videos und DVDs, dank derer Du die Grundlagen von Hatha Yoga, Ashtanga Yoga und Co. ganz bequem zu Hause lernen kannst!

  1. Fit dank Yoga

Yoga macht enorm fit. Und zwar auf eine sehr schonende Art und Weise!

Je nachdem, welche Yoga Stellungen wir machen, arbeiten wir an unserer Rückenmuskulatur, kräftigen unsere Beine, unsere Abdos und aktivieren die Sehnen und Bänder.

Durch die besondere Atemtechnik beim Yoga wird Dein Körper mit Sauerstoff versorgt und wichtige Organe wie Herz, Nieren und Lunge werden gut durchblutet.

  1. Entspannter dank Yoga

Apropos Atemübungen: Durch die Kombination aus anstrengenden Posen, meditativen Elementen und der speziellen Atemtechnik hilft Yoga gegen Stress und schafft eine tolle Auszeit aus dem Alltag.

Natürlich gilt dies im Allgemeinen für jeden Sport! Doch beim Yoga schwitzt Du  nicht nur die Sorgen aus, sondern atmest sie auch weg – zumindest für eine Weile!

Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Meditation unglaublich viele Vorteile für unser Gehirn hat – lest das gerne in unserem ausführlich Artikel zu dem Thema durch!

  1. Yoga als tolle Ergänzung zu anderen Sportarten

Yoga lässt sich auch toll mit anderen Sportarten kombinieren. Gerade weil es so gelenkschonend ist, ist es zum Beispiel toll für die Regenerierung!

Du hast einen anstrengenden Lauf hinter Dir? Dann schieb am nächsten Tag einfach eine Yoga Session ein, um Deinen Knien eine Pause zu gönnen!

Du machst Kampfsport? Dann stretche Dich nach einem Kampf mit Sonnengruß und Co. schön durch und löse die Anspannung!

Viele machen Yoga gegen Stress!
Yoga als toller Ausgleich zum Alltag! | Quelle: Unsplash

Wusstest Du, dass Yoga bei Kinderwunsch helfen kann?

Welche Yoga Arten gibt es?

Wie bereits erwähnt, gibt es inzwischen unzählige Yogarichtungen.

Was ursprünglich eine indische philosophische Lehre war – in der Körper und Geist dank Posen, Meditation und Atemtechniken vereint werden sollten –, hat heute viele Abwandlungen durchlaufen.

Hier findest Du einige Beispiele zu beliebten Yogarichtungen heutzutage:

Hatha Yoga

Hatha gehört zu den verbreitesten Yogarichtungen weltweit. Wer Yoga und seine Grundlagen richtig kennen lernen möchte, ist in einer Hatha Stunde genau richtig!

Denn hier wird Wert gelegt auf langsame und bewusst durchgeführte Bewegungen – perfekt also, um die Asanas (= Yogaposen) gut kennen zu lernen!

Außerdem geht es im Hatha Yoga viel um den Gleichgewichtssinn und die Kräftigung Deiner Muskeln.

Ashtanga Yoga

Auch Ashtanga Yoga gehört zu den beliebtesten Yogarichtungen weltweit. Hier geht es allerdings durchaus schweißtreibender zu als beim Hatha Yoga – die Bewegungen werden fließender und rascher durchgeführt.

Ashtanga Yoga folgt außerdem immer der gleichen Abfolge von gleichen Übungen.

Was natürlich durchaus seine Vorteile hat: Hat man einmal alle Asanas drauf, kann man sich ganz auf die Atmung und das Körpergefühl konzentrieren.

Anti Gravity Yoga

Diese Form des Yoga ist für fortgeschrittene Yogis geeignet, die sich schon sicher fühlen. Denn hier werden die Asanas in von der Decke hängenden Tüchern durchgeführt!

Bikram Yoga

Bikram Yoga ist eine Form des Hatha Yoga. Die Besonderheit: Die Übungen werden bei extremer Hitze durchgeführt! Dafür wird der Kursraum auf ca. 35-40 Grad Celsius erhitzt!

Die Wärme soll dabei helfen, dass Muskeln und Sehnen besser dehnbar sind und außerdem soll das Schwitzen den Körper „entgiften“.

Yoga & Ernährung: Die Grundprinzipien

Yoga ist nicht nur eine Sportart, sondern steht auch für einen bestimmten Lebensstil. Hier geht es darum, ein gewisses Gleichgewicht im Leben zu erreichen und sich zu reinigen – Körper sowie auch den Geist!

Deshalb ist im Yoga – genau wie bei anderen Sportarten – die Ernährung super wichtig. Doch nicht nur, wer mit mit Yoga abnehmen will, sollte auf die Ernährung achten und es geht es nicht um das Kalorien Zählen! Es geht vielmehr darum, sich ganz bewusst zu machen, was wir essen und wie es unserem Körper Gutes tun kann. 

Im Yoga werden keine Empfehlungen bezüglich der Menge und Anzahl an Kalorien, Proteinen, Kohlenhydraten etc. gegeben. Vielmehr wird die Ernährung holistisch betrachtet und in die gesamte Lebensweise integriert betrachtet. Mit der Art, sich zu ernähren, wird nicht nur der Körper, sondern auch der Geist betrachtet - und losgelöst von der Umwelt kann die Ernährung ebenfalls nicht betrachtet werden. Schließlich ist den Yogis zufolge alles miteinander verbunden.

Der Yoga Philosophie zufolge gilt der Mensch erst als gesund, wenn der Mensch sich voll und ganz wohl fühlt und seinen Körper und Geist miteinander in Einklang gebracht hat.

Dabei entnehmen Yogis den Leitfaden für eine ausgewogene Ernährung aus dem Yoga Sutra von Pantanjalieine der wichtigsten Schriften der indischen Yoga Philosophie. In ihr werden unter anderem vier Richtlinien beschrieben, an denen sich Yogis orientieren können:

Ahimsa, Saucha, Aparigraha und Asteya.

Ahimsa

Das Prinzip „Ahimsa“ handelt von der Gewaltfreiheit. Im Bereich der Ernährung bedeutet dies für viele überzeugte Yogis der Verzicht auf tierische Produkte, denn Lebensmittel sollten unter gewaltfreien Produktionsbedingungen hergestellt werden.

Andere sehen dieses Prinzip eher als Anlass, weniger Fleisch und Fisch zu essen oder einfach darauf zu achten, unter welchen Bedingungen die Tiere gelebt haben beziehungsweise gehalten werden. Im Laufe des eigenen Yogaweges kommen die meisten aber dennoch an den Punkt, an dem sie komplett auf tierische Produkte verzichten.

Gute pflanzliche Ersatzprodukte sind zum Beispiel Hülsenfrüchte und Gemüsesorten wie Brokkoli und Spinat – denn sie erhalten viele Proteine.

Yoga ist auch ein Lebensstil, der unsere Ernährung beeinflusst!
"Iss was dich glücklich macht!" | Quelle: Unsplash, Credits: Jontyson

Saucha

Bei dieser Verhaltensregel geht es um „Reinheit“. Dies hat auf die Ernährung natürlich großen Einfluss.

So macht zum Beispiel wieder die vegetarische oder vegane Ernährung Sinn, da wir so zum Beispiel die Aufnahme von Antibiotika vermeiden. Auch Aroma- und Konservierungsstoffe werden aus den Ernährungsplänen der Yogis verbannt.

Lebensmittel, die in die Kategorien „Rajas“ und „Tamas“ gehören, sollten vermieden werden. Dazu gehört alles, was zu schwer ist und somit träge und schlapp macht (= Tamas) oder was zu sehr aufputscht (= Rajas):

Kaffee, Alkohol, Zucker und andere leere Kohlenhydrate oder aber Tiefkühlgerichte und schlichtweg zu viel Essen gehören in diese Kategorien.

Stattdessen sollte viel klares Wasser oder entgiftender Kräutertee getrunken werden.

Außerdem bedeutet saucha, auf verarbeitete Lebensmittel zu verzichten und stattdessen frische Produkte zu verwenden. So wisst ihr genau, was sich in eurer Mahlzeit befindet - und umgeht "unreine" Konservierungs- und Farbstoffe sowie Geschmacksverstärker.

Das, gepaart mit einigen bestimmten Übungen, sorgt übrigens auch dafür, dass Yoga zum Einschlafen verhilft!

Aparigraha & Asteya

Diese beiden Richtlinien fordern, dass man niemanden ausnutzen oder bestehlen sollte.

Im Bezug auf unsere Ernährung kann das so interpretiert werden, dass wir darauf achten sollten, nur fair gehandelte Bio-Produkte zu kaufen.

Yogis bevorzugen Lebensmittel, die unter angemessenen Bedingungen hergestellt, verarbeitet und transportiert wurden. Den Bauern bzw. Erzeugern soll zudem ein fairer Preis gezahlt werden.

Vor allem saisonale und regionale Produkte bieten sich hier an! Mit diesen Prinzipien ist außerdem das Bestreben verbunden, seine Nahrung bewusst zu genießen und nicht achtlos in sich hineinzuschlingen. So gebührt ihr dem Essen den nötigen Respekt und praktiziert Dankbarkeit.

Tamas, Rajas, Sattva: Wähle die richtigen Lebensmittel

In der Yogaphilosophie werden drei Eigenschaften, sogenannte Gunas, beschrieben, die überall im Universum vorkommen - so auch in der Nahrung. Yogis teilen Lebensmittel daher in drei unterschiedliche Gruppen entsprechend ihres Gunas ein: tamas, rajas oder sattva.

Für die yogische Ernährung werden sattvische Lebensmittel empfohlen. Auf tamasige sowie rajasige Lebensmittel sollte hingegen nach Möglichkeit verzichtet werden.

Schließlich gelten all jene Nahrungsmittel als tamasig, die schwer verdaulich sind und Körper und Geist träge machen. Tamas-Essen verfügt über keine Vitalkraft (mehr) und entzieht Energie. Dazu zählen zum Beispiel vergorene, unreife oder überreife Produkte, Fertiggerichte, Fisch, Fleisch, Alkohol und Tabak. Ebenso hat es eine tamasige Wirkung, wenn ihr euch überesst und mehr Nahrung zu euch nehmt, als ihr eigentlich braucht.

Was bedeutet Sattva in der yogischen Ernährung?
Yogis sollten überwiegend sattvische Lebensmittel verzehren - z.B. viel frisches Gemüse | Quelle: Unsplash

Rajas-Lebensmittel sind solche, die eine aufputschende Wirkung hat und euch unruhig und nervös machen oder euch emotional aufwühlen. Das ist beispielsweise bei Kaffee, schwarzem Tee, raffiniertem Zucker, Weißmehl oder zu viel Schärfe im Essen der Fall. Auch zu schnelles oder unkonzentriertes Essen erhöht Rajas in Körper und Geist. Da wir in unserem Alltag schon genügend Stress und Hektik ausgesetzt sind, sollten wir mit unserer Ernährung entgegenwirken anstatt dies noch zu verstärken.

Als ideal gilt daher die sattvische Ernährung - nicht nur für Yogis! Sattva bedeutet "Klarheit". Sattvische Produkte versorgen den Körper mit Nährstoffen, geben dem Yogi Energie und haben eine ausgleichende Wirkung auf den Geist. Zu den sattvischen Lebensmitteln zählen Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Milchprodukte - also solche Lebensmittel, die auch in der westlichen Ernährungswissenschaft als gesund bezeichnet werden.

Ayurvedische Ernährung für Yogis

Ayurveda gilt als Schwesternwissenschaft des Yoga. Diese beiden Disziplinen sind eng miteinander verwandt und können im Grunde nicht losgelöst voneinander betrachtet werden. So basiert yogische Ernährung im Wesentlichen auf den Grundzügen der ayurvedischen Ernährung.

Herzstück der Ayurveda ist die 5-Elemente-Lehre und die damit verbundenen Konstitutionstypen. In Indien gibt es nicht wie bei uns vier Elemente, sondern fünf: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther/Raum. Der Philosophie nach besteht alles auf unserem Planeten aus einer bestimmten Zusammensetzung dieser fünf Elemente, einer bestimmten Konstitution.

Es werden drei grundlegende Konstitutionstypen (= Doshas) definiert:

  • Vata: besteht aus Luft und Äther, gilt als das Prinzip der Bewegung
  • Pitta: besteht aus Feuer und etwas Wasser, gilt als das Prinzip der Transformation
  • Kapha: besteht aus Wasser und Erde, gilt als das Strukturprinzip

So kann jedem Menschen und auch jedem Lebensmittel ein Konstitutionstyp zugeordnet werden. Grundsätzlich besteht alles aus allen fünf Elementen, nur eben in unterschiedlichen Ausprägungen. Häufig handelt es sich jedoch um Mischtypen, beispielsweise Vata-Pitta oder Pitta-Kapha.

Euren eigenen Konstitutionstyp könnt ihr zum Beispiel über einen Test im Internet herausfinden. Dies ist der erste Schritt auf dem Weg in eine ayurvedische Lebensweise.

Denn der Lebensstil und auch die Ernährung wird dann an den jeweiligen Konstitutionstyp angepasst. Gesundheit in der Ayurveda bedeutet Balance - es wird ein Gleichgewicht zwischen allen drei Konstitutionen angestrebt.

Wenn ihr also über besonders viel Vata in eurem System verfügt, solltet ihr eure Gewohnheiten und Ernährung so gestalten, dass ihr diesem Überschuss entgegenwirkt. Vata-Typen sollten beispielsweise vor allem süße, saure und salzige Lebensmittel essen. Pitta-Typen sollten vor allem auf scharfes Essen verzichten und Kapha-Typen dürfen ruhig scharfe und bittere Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Wie sieht ein Vollwert Ernährung Tagesplan im Ayurveda aus?
Ayurvedische Ernährung ist nicht nur typgerecht, sondern auch lecker und yogisch | Quelle: Unsplash

Welche Lebensmittel zu welchem Dosha passen, lässt sich darüber herausfinden, zu schauen, welche Elemente in welchem Lebensmittel dominieren. Darüber findet ihr heraus, was euer eigenes Dosha ausgleichen kann und euch somit zu mehr Ausgeglichenheit und Balance verhilft.

Neben einer auf euer Dosha abgestimmten Ernährungsweise bietet das Ayurveda weitere Grundsätze, die beachtet werden sollten, um Nahrung bestmöglich aufnehmen und verdauen zu können und um die bestmögliche Wirkung auf Körper, Geist und Seele zu erzielen:

  • Wählt regionale und saisonale Lebensmittel - diese versorgen euch mit genau den Nährstoffen und Mineralien, die in eurer Klimazone und zur jeweiligen Jahreszeit für euch sinnvoll sind.
  • Eine halbe Stunde vor sowie eine Stunde nach dem Essen sollte auf das Wasser trinken verzichtet werden. Es heißt, dass Wasser das Verdauungsfeuer (=agni) löscht und die Nahrung dann weniger gut verdaut werden kann.
  • Warmes Wasser oder Kräutertees eignen sich am besten für die Flüssigkeitszufuhr.
  • Ayurveda empfiehlt den Verzehr von gegarten / gekochten und selbst zubereiteten Lebensmitteln, da diese besser vom Körper aufgenommen werden können.
  • Die Menge ist entscheidend! Ihr solltet niemals mehr essen, als nötig. Eine Faustregel besagt, dass stets 20 % des Magens leer bleiben sollten.
  • Auch die Umgebung spielt beim Essen eine Rolle, nicht nur die gewählten Nahrungsmittel. Ihr solltet in einer ruhigen, harmonischen Umgebung essen und während der Mahlzeit keinesfalls Streitgespräche oder Diskussionen führen. Aufmerksamkeit auf das Essen und Wohlbefinden wirken sich positiv auf die Verdauung und Nährstoffaufnahme aus.
  • Die Hauptmahlzeit findet ayurvedisch betrachtet am Mittag statt, da dann das Verdauungsfeuer am stärksten ist. Morgens sollte ein leichtes Frühstück gewählt werden. Abends besser keine rohen Lebensmittel mehr essen, da diese eine längere Verdauungszeit haben und den Schlaf beeinträchtigen können.
  • Auf Zwischenmahlzeiten sollte verzichtet werden, damit der Körper genügend Zeit zur Verdauung hat und sich zwischendurch erholen kann.
  • Eine Mahlzeit sollte alle sechs Geschmacksrichtungen beinhalten - dann gilt sie als ausgewogen.

Da Ayurveda ebenso wie Yoga einen Gleichgewichtszustand anstrebt, können diese Grundsätze auch für die yogische Ernährung berücksichtigt werden. Ayurvedische Ernährung betrachtet ebenfalls körperliche sowie geistige Aspekte gleichermaßen - wer sich ayurvedisch ernährt, ernährt sich also auch yogisch.

Praktische Tipps für eine yogische Ernährung

Zusätzlich zu den bislang aufgeführten Orientierungshilfen gibt es weitere praktische Tipps, die ihr für eine gute Yoga Ernährung befolgen solltet.

  1. Trinkt mindestens 1,5 bis 3 Liter Wasser oder Kräutertees pro Tag.
  2. Achtet auf ausreichendes Kauen - jeder Biss sollte bis zu 30 Mal zerkaut werden. So esst ihr automatisch langsamer und verhindert, dass eure Mahlzeit rajasige Eigenschaften annimmt.
  3. Konzentriert euch einzig auf dein Essen und verzichte nebenbei auf Fernsehen, lesen oder am Handy spielen.
  4. Esst nur so viel, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt! Die meisten Yogis versuchen, ihren Magen zu 50 % mit Nahrung und zu 25 % mit Wasser zu füllen - die restlichen 25 % sollten leer bleiben.
  5. Versucht, einen Tag oder zumindest einen halben Tag pro Woche zu fasten. Das Fasten hat einen hohen Stellenwert in der yogischen wie auch ayurvedischen Ernährung und bringt viele Vorteile mit sich.
  6. Esst möglichst viele frische, unverarbeitete und rohe Zutaten, da diese besonders viel Prana, also Lebensenergie, enthalten. Bei zu hohen Temperaturen gehen wertvolle Nährstoffe und Vitamine verloren.
  7. Verzichtet auf Zwischenmahlzeiten! Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungssäfte und Insulin. Wenn wir ihr nicht genügend Pausen gönnen, arbeitet sie ohne Unterbrechung - mit der Folge, dass unser Blutzucker in die Höhe schnellt.

Insgesamt gilt es also, Körper und Geist mit der entsprechenden Nahrung bestmöglich zu unterstützen und für die Yoga Praxis vorzubereiten. Ihr solltet euch nach dem Essen gut fühlen. Eure Verdauung ist stets ein guter Indikator dafür, wie gut oder schlecht ihr euch ernährt.

Worum geht es in der yogischen Ernährung?
Einfache Veränderungen machen eure Ernährung gleich viel "yogischer" | Quelle: Unsplash

Bei einer yogischen Ernährung ist der Geist optimal für die Meditation gewappnet. Der Körper muss keine Energie für eine schwere Verdauung verschwenden und der Geist ist klar und ruhig. Außerdem gelingen Asanas besser, wenn ihr euch auf eine sinnvolle Weise ernährt.

Da Gewürze und Kräuter in der indischen Küche einen großen Stellenwert besitzen, sind yogische Rezepte nicht nur gut für Körper und Geist, sondern auch eine Wohltat für den Gaumen! Das Internet ist voll von leckeren Ideen - probiert euch nach Belieben und Gusto aus.

Dazu noch eine letzte Faustregel: Iss nichts, was dir nicht schmeckt, aber auch nicht alles, das dir schmeckt. Genießen gehört zum Essen dazu, auch im Sinne der Yogis. Ihr sollt euch nach dem Essen zufrieden und satt fühlen.

Direkt nach der Mahlzeit solltet ihr dann aber auf physische Anstrengung verzichten. In der Hatha Yoga Pradipika wird empfohlen, nach dem Essen den Heldensitz für 20-30 Minuten einzunehmen, da dieser die Verdauung fördert. Gönnt eurem Körper auf jeden Fall eine Pause.

Yoga als Ausgleich zu anderen Sportarten

Yoga ist ein tolles Ganzkörpertraining, dank dem unsere Muskeln schonend gekräftigt und unsere Sehnen und Bänder ordentlich gedehnt werden!

Kein Wunder also, dass Yoga als toller Ausgleich zu anderen Sportarten gilt:

Yoga & Krafttraining

DAS ultimative Training für alle, die ihren Körper shapen und schön fit werden wollen. Doch kommt beim Pumpen leider oft das Dehnen zu kurz.

Die Folgen: Verkürzte Bänder, unelastische Faszien und somit Unbeweglichkeit im Alter und längere Regenerationsphasen.

Hier ist eine Yoga Session im Anschluss an Euer Krafttraining Gold wert! Denn Ihr dehnt und stretcht nicht nur Eure beanspruchte Muskulatur, sondern sie wird auch noch gleichmäßig durchblutet.

Die verkürzten Muskeln regenerieren sich also schneller!

Yoga & Joggen

Der Ausdauersport-Klassiker! Und das auch zu Recht: Denn neben den Vorteilen für unser Herz-Kreislauf-System trainieren wir auch noch unsere Muskulatur in den Beinen, dem Po und unsere Abdos!

Aber fehlen da nicht einige entscheidende Muskelgruppen? Wie sieht es zum Beispiel mit unseren Armen und unserem Rücken aus?

So könnt Ihr in Eurer Yoga Session als Ausgleich zum Lauftraining einige Asanas einbauen, die vor allem den Oberkörper und die Rückenmuskulatur stärken.

Neben der regenerierenden Wirkung, die wir bereits besprochen haben, könnt Ihr dank Yoga also gezielt trainieren, was beim Laufen zu kurz kommt!

Viele machen Yoga als Ausgleich zu anderen Sportarten!
Nach dem Muskeltraining eine Yoga Session einlegen! | Quelle: Unsplash

Yoga & Snowboarden, Surfen, Skaten und Co.

Was haben Skifahren / Snowboarden, Surfen, SUP (Stand-Up-Paddling) und Skaten gemeinsam? Richtig, das sind alles Balance-Sportarten!

Gerade wer zu Beginn seiner Surf-Karriere steht oder sich schon immer im Snowboarden ausprobieren wollte, kann bei Asanas wie der Tadasana (Berghaltung), der Garudasana (Adler) oder der Vrksasana (Baum) sein Gleichgewicht trainieren.

Die perfekte Vorbereitung für die Piste!

Natürlich kann man die Vorteile, die eine Yoga Trainingseinheit mit sich bringt, auch für andere Sportarten nutzen:

So profitieren Tänzer von der gesteigerten Körperkontrolle und Flexibilität, die Yoga mit sich bringt, und Profisportler – wie zum Beispiel Fußballer – können so dank Yoga von Leistungsdruck und Stress eine Auszeit nehmen und dank Yoga Stress abbauen.

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Wenn Du einen Yoga Trainer suchst, dann schau Doch einfach mal auf unserer Superprof Plattform nach!

Hier bieten motivierte Profis Privatunterricht und Nachhilfe in den unterschiedlichsten Bereichen an - ganz bequem und unkompliziert und garantiert auch in Deiner Nähe (z.B. Yoga Berlin oder Yoga Köln).

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.